Auf der Suche nach dem Leben

18.09.2008 um 10:21 Uhr

Und doch wieder meinen Senf dazugeben muss...schlechte Zeiten!*Lach*

von: Haibara   Stichwörter: Staunen, Rücklagen, Regierung, Gaspreise, Gier

Stimmung: ruhig, etwas erschlöpft

Soeben las ich, dass ein Herr der Frau Merkel vorgeworfen hat, nichts für schlechte Zeiten weggelegt zu haben.
Was für schlechte Zeiten bitte?
Ab vorgestern z.B. ist es bitterkalt.
Aber wer kann jetzt schon heizen, bei den Preisen. Und ab Oktober steht die nächste Erhöhung ins Haus.
In unserem Land gibt es staatlich anerkannte Diebe, die den Menschen die Wärme stehlen, um selbst immer reicher zu werden.
Sie lügen außerdem wie gedruckt. Steigt der Ölpreis, ist der Gaspreis daran gekoppelt (und der Benzinpreis auch gleich noch, macht sich ja gut für die Geldbörse einiger Leute) und so müssen sie eben erhöhen. Die Armen, sie sind ja dann gezwungen! Sie tun mir ja so leid!
Sinkt aber der Ölpreis, müssen sie plötzlich nicht den Gaspreis mit senken. Ist der dann nicht mehr gekoppelt?
Warum können diese Diebe nicht wenigstens zu ihrer Gier stehen und sagen: „Wir erhöhen, weil wir gierig und unverschämt sind. Es ist uns egal, ob jemand friert, krank wird oder stirbt. Wir sind eurosüchtig!"
Aber es ist eben so, wie mit jeder anderen Sucht. Erst, wenn man sie selbst in sich erkennt und dazu steht, kann man etwas dagegen tun.
Aber dieses hier als Krankheit anzuerkennen, das kann ich nicht.
Ich verstehe diese „Menschen" nicht, niemals.
Für mich sind es rechtlich geschützte Diebe. Eben weil die Gesetzgebenden genau diesem Gierigkeitswahn auch verfallen sind.
Ich möchte einmal erleben, wie solche Gesetze erlassen werden. Wer verfasst solche Beschlüsse?Was denkt sich ein Mensch bei solch einer Entscheidung? Hört er überhaupt zu? Oder denkt er schon ans nächste Mittagessen, was ihn vielleicht soviel kostet, wie ein Anderer einen ganzen Monat davon leben muss? Oder kriegt er das auch noch von der Regierung geschenkt? Weil man das ja wieder den Ärmeren wegnehmen kann, denn die haben ja fast eh nichts und können gleich von gar nichts leben, wie man uns immer wieder vorrechnet, und da kann man ihnen das auch noch weg nehmen, sie erfrieren eh bald, oder sterben eher, da man ja zum Arzt auch nicht mehr gehen kann.

Schlechte Zeiten?
Wie sollen die noch aussehen?

Nie ist den Menschen in Deutschland in den letzten 80 bis 90 Jahren, wie unter unserer jetzigen „DEMOKRATIE" weg genommen worden.
Das ist nicht meine Erkenntnis. Das haben mir Zeitzeugen gesagt, sprich Menschen, die die jeweiligen Regierungsformen erlebt haben, also die Wahrheit kennen.

Und es ist kein Ende ab zu sehen.

Der Wahlkampf hat begonnen.
Ich bin gespannt, was man uns wieder für falsche Versprechungen macht, um uns genau durch diese Lügen und ihre Nebenwirkungen im Nachhinein das „Leben" noch schwerer zu machen.

07.09.2008 um 08:55 Uhr

Wenn ich denn mal zusammenfassen darf...und ein kleiner Geheimtipp

von: Haibara   Stichwörter: Sinn, Mensch, Leben, blogigo, Eigenschaften, Existenz

Stimmung: gut, aufgeräumt

Nun ist es über ein Jahr her, dass ich „blogge".
Ja, in diesem Jahr habe ich viel erlebt, viel neues gelernt, Erfahrungen gemacht und dank euch, meine lieben Leser und Kommentatoren, viele gute Tipps und Hinweise bekommen.
Wie ich aber vor einiger Zeit schon schrieb, dreht sich allerdings meine Suche nach dem Leben irgendwie im Kreis. Alles, was ich im Moment schreiben würde, wären Wiederholungen. Deshalb lasse ich meinen Blog erst einmal ruhen. Löschen werde ich ihn noch nicht. Ich bringe es nicht übers Herz. Es steckt soviel Gutes und Wichtiges, ja mitunter aus der Seele geschriebenes von mir lieb gewordenen Menschen darin, dass ich es einfach behalten will.
Vielleicht komme ich ja auch noch zu anderen „Suchergebnissen" und dann mache ich weiter.
Und vielleicht mag der eine oder andere auch noch in meinen Gedanken lesen.

Wenn ich nach einem Jahr eine Zusammenfassung geben sollte, würde ich es so sagen:

Das wirkliche Leben an sich, welches ich als die Welt mit all ihren Inhalten definiere, ist ein Etwas, was wunderbar, atemberaubend schön aber auch grausam sein kann.
In diesem Gefüge des Lebens befindet sich auch der Mensch. Dieser hat seit Anbeginn seiner Existenz, welche im Maßstab des unendlichen Universums nur einen winzigen Zeitraum einnimmt, seine Eigenschaften, die ihm gegeben wurden, um in seiner Existenz bestehen zu können, durch deren Anwendung große praktische Dinge erfunden, somit seinen Intellekt weiter entwickelt und seine materielle Welt immer mehr seinen Bedürfnissen angepasst bzw. diese durch die Weiterentwicklung seiner Fähigkeiten und Kenntnisse ständig erweitert und sie somit in einer sich sehr schnell drehenden Spirale nach oben getrieben. Er ist zu unglaublichen Leistungen fähig und das nötigt Respekt ab. Aber während er diese Seite seines Wesens förderte, vernachlässigte er gleichermaßen die emotionalen, ethischen Anlagen, die er in sich trägt.
So ist der Mensch bis heute nicht in der Lage, eine würdige Existenz für alle Vertreter seiner Spezies zu sichern.
Ja, im Gegenteil, er nutzt die ihm gegebenen Anlagen, um genau das zu verhindern. Hätte er die ihm mitgegebenen kostbareren ethischen Voraussetzungen in seinem Genmaterial im gleichen Verhältnis entwickelt, bzw. die moralischen Eigenschaften in den Vordergrund gestellt und die Anderen als Hilfsmittel benutzt, besäßen alle Menschen heute eine gleich gute Existenzgrundlage.
Aber da er es nicht getan hat, ist die Entwicklung der menschlichen Spezies in einem Rahmen abgelaufen, der für mich persönlich nicht zum Sinn des Lebens gehören kann.

Aber es kann natürlich sein, dass es genauso erdacht war und ich in eine ganz verkehrte Richtung denke oder fühle.
Allerdings gab und gibt es immer Menschen, die auch ein gutes Leben für alle wollten.
Leider werden solche Vertreter von ihrer eigenen Spezies vernichtet, wenn sie es wagen, im großen Stil aufzutreten und sogar die Macht hätten, etwas in dieser Richtung zu verändern. Zwei herausragende Beispiele sind für mich Jesus und J. F. Kennedy.

Vielleicht sollte es niemals allen Menschen gut gehen. Vielleicht sollte Auslese betrieben werden. Wer weiß das schon.
Vielleicht sind wir als Spezies auch wirklich nur eine Zwischenform und werden irgendwann vergehen, da wir uns selbst vernichten.
Vielleicht gibt es einmal eine Lebensform, die einfach „besser" ist.
Oder schaffen wir es doch, zu überleben, um eine lange Zeit zu haben, um uns zu wirklichen Menschen weiter zu entwickeln?
Ich weiß es nicht.

Im kleinen Einzelfall „ich", sollte man wirklich nach einem auf einen sich selbst zugeschnittenen Lebenssinn suchen und sich seine Existenz so einrichten, dass man „durchkommt" und einige schöne Tage erleben kann bzw. etwas von dem findet, was wir Menschen „Glück" nennen.

Deswegen werde ich mich jetzt mal ein bisschen in meinem Realleben umschauen und aufpassen, dass ich mein eigenes Glück nicht verpasse.
Ein kleines Stück Leben habe ich übrigens bei ganz netten Freunden gefunden, die so mancher sicher noch kennt: Fynn und Vivienne. Ich habe sie auch bei Blogigo kennengelernt. Sie hatten ja so schöne Blogs! Nun haben sie ein kleines, aber feines Forum gegründet, was mir viel Kraft und Freude gibt.
Solltet ihr, meine lieben Leser, euer Leben mit einer Prise Spaß und interessanten Diskussionen würzen wollen, so gebe ich euch einen kleinen Geheimtipp: schaut einmal bei Fynn und Vivienne vorbei: Sie heißen jeden herzlich willkommen, können zu hören und verbreiten soviel gute Laune und Optimismus, dass es sehr viel Spaß macht, mit ihnen zu plaudern.
Wenn ich am frühen morgen in einen harten Tag starten muss, schaue ich kurz bei ihnen vorbei und schon bin ich gestärkt, meine Laune bessert sich um Einiges und ich fühle mich geborgen und nicht mehr allein, und kann dann so manches besser schaffen.
Finden könnt ihr sie hier:

http://www.unser-buntes-forum.de/index.php

Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag,
eure HaibaraFröhlich