Dies und das.... der einzig Wahre!!!!

31.10.2008 um 18:40 Uhr

Der böse Meniskus und das MRT

von: Hedera

Heute hatte ich meinen MRT Termin. Gottlob blieb mein Kopf draußen......aber das Gerät ist laut wie sonstwas und obwohl es eigentlich keine Schwierigkeit ist, eine Weile still liegen zu bleiben, dachte ich zwischendurch schon: Noch eine Minute und ich kriege einen Krampf im Bein und ich muß mich bewegen!!!!

Egal, es ging alles gut und die Bilder waren nicht verwackelt. Anscheinend habe ich am Außenmeniskus einen winzigen, erkennbaren Riss. Kann man operieren, muß man aber nicht. Ich denke aber schon, dass ich einen Eingriff mehr als erwäge, da mich die Angst und die Einschränkung in der Bewegung doch sehr stören. Kann ich beim Sport alles mitmachen oder muß ich dann wieder Hilfe rufen? Denke ich wirklich immer nach, ob ich mich hinknien kann um beispielsweise etwas unter dem Bett hervorzuholen oder mache ich nicht doch irgendwann wieder eine unbedachte Bewegung und schwupps, habe ich mein rechtes Knie verdreht? Aber wenn, dann nicht vor Februar. Meine Chefs würden sich bedanken, wenn ich jetzt wieder krankfeiere...und ich weiß ja auch nicht, wie lange das dauern würde, ich denke aber mal, dass das nicht so schwerwiegend sein dürfte wie damals mein neues Kreuzband.

Mein Innenmeniskus ist ein mickriges Dingelchen, wurde wohl damals wegen Abriss ebenfalls stark verkürzt. Ich bin ein Wrack ;-)) wußte ich es doch.

Und sonst?????? Ach, irgendwie nix besonderes. Mir geht es immer noch gut soweit. Nicht himmelhochjauchzend und auch nicht zutodebetrübt. Aber extreme Gefühlsschwankungen muß ich, glaube ich, dieses Jahr auch nicht mehr haben...mir langen meine bösartigen Gefühle, die ich hin und wieder habe und die Gedanken, die mir immer noch durch den Kopf gehen. Aber dies ist eine andere Geschichte....

27.10.2008 um 23:08 Uhr

Neues von der Ärztefront...

von: Hedera

Ach, der Tag ging aber auch rum wie nix, dabei war ich gar nicht arbeiten....

Nun denn, Tat Nr. 1 war zum Hausarzt zu gehen und diesem meine neueste "Krankengeschichte" vom WE zu erklären. Und ihn zu bitte, für mich zu eruieren, ob nicht doch ein früherer Termin in einer Praxis mit MRT möglich ist. Und siehe da: es geht, wenn die richtigen Leute anrufen. Am Freitag kann ich in einer Praxis, zwar 80 Kilometer entfernt, endlich einen MRT Termin zeitnah wahrnehmen.

Außerdem war ich dann später noch unterwegs um meiner Tochter endlich einen Kleiderschrank zu kaufen. Morgen wird er dann hoffentlich aufgebaut...und zwischendurch merke ich auch mein Knie, ganz zaghaft zwar aber es will mir wohl sagen, dass es noch da ist.

Außerdem, liebe Biene, ist mein erster Socken endlich fertig! Ich wollte dir die Fotodatei über Skype schicken, dann mußt du aber online sein um die Datei anzunehmen. Bei der Bildaufnahme war er aber noch nicht ganz fertig, eine Stunde nach der Aufnahme (ich dachte nur: das krieg ich jetzt auch noch schnell hin) war er es aber dann. Und siehe da: er passt! (und ich bin ja sooo stolz!!!)

Morgen muß ich endlich mal in meine Kursunterlagen sehen, die Zeit verrinnt, die Ferien sind vorbei und ich hab die ganze Zeit gefaulenzt, was das betrifft....so geht das nicht weiter. Hätte wahrscheinlich eher mein "Brahmi" nehmen sollen, wo ich so auf das ayurvedische Heilmittel zur Aktivierung meiner kleinen grauen Zellen schwöre... jedenfalls hat es letztes Jahr immer geholfen, selbst wenn ich es mir nur einbilde....

Ach ja, neues von der Mäusefront: Als ich meinen I-Net Anschluß verlege wollte, lag da doch halb unter der Gardine eine tote Maus....hat wohl meine Katze erlegt...sie wird wohl kaum dort vor Altersschwäche gestorben sein....außerdem ist ein ganzer Teil Mäuschen wohl bei meiner Freundin, eine Etage tiefer.....nur gefangen hat sie wohl erst eine. Ihr Hund ist allerdings immer sehr interessiert in der Küche zugange, nur fangen tut er nix. Dafür ist so ein aufgeregter Hund wahrscheinlich auch nicht so geeignet?!

Ich muß noch ein bißchen abschalter und schreibe morgen weiter,gähn.....

25.10.2008 um 11:11 Uhr

Normal ist das nicht.....

von: Hedera

Fast wäre es wieder soweit gewesen: mein Wochenende im Krankenhaus. Donnerstagabend sitze ich nichtsahnend auf der Couch, schlage bequem die Beine übereinander und schwupps durchfährt mich, als ich aufstehen will, ein bekannter Schmerz im rechten Knie: ich kann das Bein nicht mehr gerade machen, fühle mich, als ob eine Sehne bis zum zerreissen gespannt wäre. Ein bekanntes, wenn auch nicht wahrlich angenehmes Gefühl.

Ich bin alleine zu Hause, überlege krampfhaft, wie ich es wohl schaffen kann überhaupt aufzustehen. Nach langen, langen Minuten gelingt es mir stückweise auf der Couch vorzurobben, mich an der Couchlehne hochzustützen und mit Schmerzen zum nächsten Türrahmen zu hoppsen. Hier verharre ich, ein Schweißausbruch überkommt mich und just in diesem Moment kommt meine Tochter nach Hause, die mir dann in die Küche auf den nächsten Stuhl hilft.

Ende des Liedes war dann: ein Kollege kommt mit Krücken und Coolpacks, Schmerztabletten und Salbe vorbei. Mein Mann mit Essen, dass ich dann leider auch nicht mehr so richtig geniessen kann und wir fahren ins nächste Krankenhaus. Wieder einmal. Diesmal allerdings besser vorbereitet: ich hatte sowieso schon einen Schlafanzug an und meine Tasche ist gepackt.

Der diensthabende Arzt ruckt mein Knie hin und her, es kracht, aber es schmerzt immer noch. Dableiben darf ich allerdings nicht. Ich bekomme eine Empfehlung für meinen Hausarzt mit, der mich dann dochmal dringend zu einem MRT überweisen soll. Toll. Also samt Krücken und Tasche wieder nach Hause. Freitag morgen: mein Hausarzt hat noch Urlaub, also zu einer anderen Ärztin, die mir auch eine Überweisung ausstellt aber anrufen in der Praxis, die MRT's durchführt muß ich selbst. Was ich später auch tue: am 20. November wäre da noch ein Terminchen frei. Wenn mir das zu spät ist, muß ich meinen Hausarzt bitten zu drängeln. Also werde ich Montag dorthin, dann ist er wieder aus dem Urlaub zurück und eine weitere Strategie überlegen. Wenn ich Pech habe, ist dann der "nächste freie Termin" also der 20.11. auch schon weg und das heißt für mich: garantiert weitere Besuche im Krankenhaus, denn das warten darauf, dass sich das, was sich auch immer in meinem Knie ständig verhakt, alleine wieder löst, erscheint mir mehr als fraglich. Die Schmerzen sind in dem Moment schier unerträglich und meine Angst, das irgendwann auch völlig harmlose Bewegungen ausreichen um das Ungewollte herauszufordern, steigen natürlich. Warten wir es ab.

Letztendlich bin ich natürlich nicht undankbar dafür, dass ich mein Wochenende nicht im Krankenhaus verbringen muß. Aber irgendetwas stimmt in meinem Knie nicht..............normal ist das nicht, oder?

Ansonsten ist mein Hirn eigentlich völlig frei von emotionalen Dingen, dafür habe ich momentan einfach keine Zeit und auch das empfinde ich nicht als schlecht.......Soviele Gedanken über eigene und Gefühle anderer, das hat mich schon im Sommer einiges an Kraft gekostet, die ich einfach auch nicht mehr übrig habe. Und sie sind ja auch nicht immer und ständig der Nabel aller Dinge oder sollten es nicht sein.

21.10.2008 um 14:51 Uhr

Im Web unter "Loslassen" gefunden: kleine Weisheit...

von: Hedera

Diese Zen-Erzählung hat in der Sammlung, aus der sie entnommen wurde, die Überschrift “Schmutzige Straße”. Es geht hier aber nicht um die fehlende Sauberkeit eines Weges, sondern um etwas, was nicht nur im Buddhismus, sondern in allen spirituellen Lehren, von größter Bedeutung ist - das Loslassen. Worauf es dabei ankommt, vermittelt die folgende Geschichte in einer für Zen typischen Weise, nämlich mit einem kleinen Lächeln:

Tanzan und Ekido wanderten einmal eine schmutzige Straße entlang. Zudem fiel auch noch heftiger Regen.

Als sie an eine Wegbiegung kamen, trafen sie ein hübsches Mädchen in einem Seidenkimono, welches die Kreuzung überqueren wollte, aber nicht konnte. “Komm her, Mädchen”, sagte Tanzan sogleich. Er nahm sie auf die Arme und trug sie über den Morast der Straße.

Ekido sprach kein Wort, bis sie des Nachts einen Tempel erreichten, in dem sie Rast machten. Da konnte er nicht länger an sich halten. “Wir Mönche dürfen Frauen nicht in die Nähe kommen”, sagte er zu Tanzan, “vor allem nicht den jungen und hübschen. Es ist gefährlich. Warum tatest du das? ” “Ich ließ das Mädchen dort stehen”, antwortete Tanzan, “trägst du sie noch immer? ”

21.10.2008 um 10:45 Uhr

Mich wundert, dass ich so fröhlich bin....

von: Hedera

"Ich komme, ich weiß nicht, von wo? Ich bin, ich weiß nicht, was? Ich fahre, ich weiß nicht, wohin? Mich wundert, dass ich so fröhlich bin." * Heinrich von Kleist (kein Simmel-Zitat, auch wenn ein Buch von ihm so heißt.....)

Naja, fröhlich bin ich anbetracht der Wetterlage nicht wirklich. Es regnet, es ist diesig, eben noch war es so dunkel, dass man hätte auch annehmen können, es ist bereits 18.00 Uhr im Winter.....

Aber die Gemütslage ist stabil und ich möchte mich endlich lange vernachlässigten Pflichten widmen, wie zum Beispiel meiner Arbeit. Die macht sich nicht von alleine. Wenn auch viele meiner Kollegen meinen, sie könnten auf meinen völlig überfüllten Schreibtisch noch weitere Dinge werfen, weil die liebe Kollegin ja so schlecht nein sagen kann. Da hat die Kollegin in der Tat Probleme mit - mit dem N E I N sagen. Man/frau ist ja auch gerne gefällig aber alles hat auch seine Grenzen. Nicht alle Dinge, die andere ungern erledigen, erledige ich gerne. Ich möchte mal wieder staubwischen können, ohne erst Berge von Akten wegzuräumen. Und ich bin auch nicht zuständig dafür, für sämtliche Kollegen dieses Betriebs zu sammeln, wenn ein Geburtstag ansteht. Das sollte man abteilungsintern regeln können. Aber es ist natürlich einfacher zu sagen: mach mal. Besorg mal, mach du dir einen Kopf. W I R sind nämlich mit anderen Dingen beschäftigt. Stellt euch vor: ich auch!

Das Wort der Woche ist also Prioritäten setzen. Meine. Mal wirklich egoistisch sein dürfen, zu Recht. Egoismus mal nicht in negativer Form, sondern in nötiger.

Dann bin ich halt mal nicht der Liebling aller. Warum auch? Ich mag euch ja auch nicht alle gleich. Aber es ist, wie es ist: es ist immer schwierig aus alten Rollenmustern herauszufallen oder sie abzuändern. Aber es ist ja nie zu spät. Sollte es jedenfalls nicht sein.

Ansonsten, bis auf diese hausinternen Ärgernisse und die Tatsache, dass die Tage unaufhaltsam kürzer werden, geht es mir gut. Und das ist, so banal es auch klingt, wichtig für mich, das nochmal so zu erwähnen. Mir das vor Augen zu halten: es ging mir schon schlechter, ich merke zwar, dass schon wieder eine Erkältung auf mich lauert aber gefühlsmäßig geht es mir nicht schlecht. Und ob das so bleibt oder besser oder schlechter wird, liegt an mir selbst. Was ich zulasse, das mit mir geschieht oder was ich abblocke. Ich bin meines eigenen Glückes Schmied. Und wenn ich mir auch nicht Glück und Zufriedenheit herbeizaubern kann, so kann ich doch einer zarten Pflanze Raum geben, auf das sie wächst und gedeiht und irgendwann groß wird. Wie sie heißt? Mmmmmhhh, das weiß ich noch gar nicht so richtig......Fröhlich

20.10.2008 um 11:20 Uhr

Ich bin fertig....

von: Hedera

Zum Wochenende hin gingen mir folgende Zeilen durch den Kopf:

 Ich würde mit dir keine Bank ausrauben
Was du auch sagst, ich werde dir nicht glauben
Ich bin fertig, ich bin fertig,
ich bin fertig, mit dir
Ich bin fertig, ich bin fertig,
ich bin fertig, mit dir
Hab' nie geglaubt, ich könnt' mich so verschätzen
Ich bin fertig, ich bin fertig,
ich bin fertig, mit dir
Ich bin fertig, ich bin fertig,
ich bin fertig, mit dir
Wir waren so ein schönes Paar, wir beiden
Ein ganzes Leben wollt' ich's mit dir treiben
Doch du hast leider 'ne Tendenz zum Leiden
Darum kann ich auch nicht mehr bei dir bleiben
Ich bin fertig, ich bin fertig,

ich bin fertig, mit dir
Ich bin fertig, ich bin fertig,
ich bin fertig, mit dir

Die überhaupt nicht zutreffenden Zeilen hab ich mal einfach frech rausgenommen aber im Prinzip find ich es sehr passend.

Eigentlich hab ich in meinem anderen Blog genug und abschließend darüber geschrieben. Nur weiß ich selbst, wird es noch einige Tage dauern, bis ich wirklich den Deckel zu machen kann und das Buch nie wieder aufschlagen werde...

Aber ich merke einfach jetzt schon, es geht mir besser damit und ich hätte es vor Wochen schon tun sollen. Es dauert halt ein bisserl länger, bis manche Dinge wirklich bei mir ankommen.

Dank einer guten Freundin habe ich jetzt sogar stricktechnische Ablenkung, das ich das nochmal erleben darf. Ich und an der Nadel. Hört sich hausbacken an, ist mir scheißegal, weil es mir guttut. Ich hatte ein schönes Wochenende, mußte zwar kurz arbeiten, aber es war stressfrei, entspannend und schön. Meine Gedanken dich betreffend waren eher solcher Art: nie wieder, so Gott und ich will, wird er auch nur in meine Nähe kommen. Wenn dir nach weiterem "Urlaubsfeeling" ist, solltest du dir eine andere Ecke aussuchen, nicht meine.  Dir hab ich erlaubt mich zu besuchen, du warst immer schon vorsichtig, hast sogar im Falle einer Trennung von deiner reizenden Gefährtin angemerkt, dass ein Besuch meinerseits so schnell nicht in Frage käme: die Leute, die Nachbarn und überhaupt, so ein kleiner Ort und das geht gar nicht. Aber bei mir gings, gell? Riesenort, mein zuHause. Riesig. Mich kennt niemand hier. Das mußte ich mir so im Nachgang nochmal so richtig auf der Zunge zergehen lassen. Die Frechheit, die für mich dahinter steckt. Auch wenn du es so gar nicht gemeint hast oder haben solltest.

In einem anderen Blog las ich die Empfehlung für ein Buch namens "Gut gegen Nordwind", darin geht es wohl um 2 Menschen, die sich Emails schreiben, sich gar nicht kennen aber langsam (oder schnell?) in den anderen verlieben. Soll sich gut lesen. Was die Wirklichkeit betrifft, kann ich nur davon abraten. Nicht alltagstauglich. Schöner Traum vielleicht, aber nicht nachahmenswert. Was sicherlich auch an den Protagonisten liegt........

Wie hast du mal geschrieben, manchmal glaubst du, das mit mir wäre ein Traum gewesen. Gute Idee, sieh es als Traum an. Wir werden uns niemals mehr über den Weg laufen und ich bin mir mehr als sicher, das ist auch gut so. Ich war ein Sommerträumchen und der Herbst ist gekommen. Da ist für dünne Bekleidung und laue Gefühle kein Raum.

Lebe oder leide dein Leben, ich fühle mich befreit und umgebe mich lieber mit Menschen, die es wirklich gut mit mir meinen und mich nicht im Stich lassen, weil sie es sogar schaffen noch egoistischer zu sein als ich es je sein könnte und ich bin ebenfalls ein Egoist, wie ich schamhaft bekennen muß.

17.10.2008 um 09:26 Uhr

Von Müttern, Söhnen und Töchtern...

von: Hedera

Es gibt Dinge, die man so im Laufe des Tages erledigen muß, die lassen viel Raum um über dies und das nachzudenken. Bei mir passiert das oft, wenn ich spazieren gehe (wie sicherlich bei fast jedem), walke oder wenn ich putze. Besonders wenn ich wütend bin, purzeln die Gedanken nur so durcheinander und ich gehe besonders energisch oder wische sicherlich einen Tacken fester über die Möbel.....gggg

Gestern nun, beim reinigen einer Ferienwohnung, ging mir folgendes durch den Kopf.

Angenommen, wir haben da ein Mutter, die hat einen Sohn und eine Tochter. Während sie die ersten Gehversuche ihres Sohnen in Richtung Mädchen/Liebe etc. verfolgt, amüsiert sie sich über seine Erfolgte bei den Mädchen. Ständig lernt er neue Mädchen kennen und kaum eine, die sich länger bei ihm zu halten scheint. Sie findet das okay, "der Junge soll sich ja ordentlich die Hörner abstoßen". Das scheint ein schon lange gängiger Spruch zu sein...Jungs dürfen ja immer noch alles. Das mit der Liebe nimmt er noch nicht so ernst und ob die Mädchen, denen er regelmäßig zeigt, dass sie ersetzbar sind, dass auch so sehen, die Frage stellt sich weder ihm noch seiner Mutter. Bei der Tochter ist das was anderes. Die möchte sie natürlich nicht zusammen mit einem Jungen sehen, der ihr das Herz bricht. Sie weiß ja aus eigener, schmerzvoller Erfahrung, wie Dinge, die einem in der Jugend passieren, einen ein Leben lang verfolgen können. Die Tochter soll sich nicht jedem an den Hals werfen, sie soll kritisch prüfen und vorsichtig sein, weil es ja so viele Jungs gibt, "die nur das eine wollen". Und die, nachdem sie denn Erfolg gehabt haben, das Interesse verlieren. Nur, dass sie so ein Mann im eigenen Hause hat, deren tun sie gutheißt, das sieht sie nicht. Das ihr eigener Sohn lebendigen, fühlenden Mädchen vielleicht das Herz bricht, das interessiert sie auch nicht. Das ist ja nicht wichtig und das Weinen und das Nichtverstehen bekommt sie ja auch nicht am eigenen Leib zu spüren. Nur, wenn ihre Tochter unglücklich verliebt ist oder einen Freund hatte, der sie mies behandelt hat, da fühlt sie mit, flucht mit ihr auf alle Männer und zuckt hilflos die Schultern "so sind sie halt".

Ich denke nicht, dass sie so sind. Warum schaffen es auch heute noch emanzipierte Mütter solche antiquarischen Erziehungsmuster weiterzugeben? Ein Mädchen, dass mit "vielen" - wobei dieser Begriff auch sehr dehnbar ist und bei 2 oder 3 beginnt....- Jungs schläft ist immer noch eine Schlampe, der Junge ein Frauenheld, auf den man schon ein bissi stolz ist.....Ein Junge darf handeln ohne nachzudenken, Mädchen sollen sich immer Gedanken um ihren Ruf machen...

Ich finde, da gibt es noch eine ganze Menge nachholbedarf......

16.10.2008 um 09:18 Uhr

the sun is shining...

von: Hedera

Guten Morgen!

Nachdem sich gestern der Himmel ausgeweint hat, scheint erwartungsgemäß heute die Sonne wieder. Ich bin eigentlich schon seit gestern guter Dinge, mag vielleicht auch an meinem Blogeintrag liegen....gggg. Und außerdem warte ich auf nette Post für eine wiederaufzulebenendes Hobby, passend für die kommende Jahreszeit und überhaupt.

Jetzt fehlt mir nur noch ein unerwarteter Geldsegen....naja, wir wollen mal nix übertreiben, immer eins nach dem anderen. Leider ist mir immer noch nicht mein Passwort für mein Google Konto eingefallen. Ich habe so oft meine Passwörter gewechselt, dass ich völlig überfordert bin. Aber naja, irgendeine Eingebung wird wohl noch über mich kommen........

Gestern dachte ich einen Augenblick lang,  meine 2. Katze hätte mich ebenfalls verlassen: ich habe sie draußen gebürstet (das schwarze Ding fusselt gar fürchterlich!!!) und sie flitzte von dannen und kam auch auf rufen hin nicht wieder. Ich mußte noch weg und nach 2 Stunden kam sie zeitgleich mit mir zur Haustür. Ich war doch wirklich erleichtert. Allerdings wollte sie nicht wieder reingehen. Das erste Mal ist sie von selbst hineingeflitzt und die Treppe hochgerannt. Diesmal blieb sie erst vor der Haustür sitzen und nachdem ich sie reingetragen und wieder runtergelassen habe, stand sie unschlüssig vor der Treppe.Naja, vielleicht hat auch das Hundegebell sie irritiert.

So, nachdem ich mein Pulver irgendwie erstmal gestern schon verschossen habe, gehe ich jetzt mal an die Arbeit. Die erledigt sich schließlich auch nicht von selbst!

bis später oder morgen

14.10.2008 um 21:04 Uhr

Termin Nr. 2 beim Amt....

von: Hedera

Vor 2 Wochen exakt "schleppte" mich meine Tochter ja zum Gespräch mit einer Dame vom Jugendamt. Das Gespräch war, wie ich damals ja schon berichtet, recht angenehm. Bis auf die Tatsache ansich, dass sich meine Tochter für diesen Schritt entschieden hatte, bei all ihrer Enttäuschung wohl über unser Zusammensein.

Heute nun war der 2. Termin. Diesmal kam ich ein wenig zu spät, wegen der Suche nach einem "straffreien" Parkplatz. In diesen Minuten hatte sie die nette Dame, das ist sie nämlich wirklich, darüber informiert, dass die letzten Wochen eigentlich recht entspannt waren. Das Gespräch dauerte genau 1 Stunde und wir haben, so hoffe ich, alle etwas daraus gelernt. Ich noch einmal über mich. Obwohl ich die meisten Dinge ja schon eigentlich weiß. Nur manchmal muß man wirklich diese Sachen von einer neutralen Person gesagt bekommen, ganz wie im richtigen Leben...ggg Z.B. das meine genossene Erziehung, die Unfähigkeit mit meiner Mutter diskutieren zu können, weil sie dafür keinen Raum ließ, mir in meinem Erwachsenenleben bzw. meinem Beziehungsleben die gleichen Steine in den Weg gelegt hat. Ich bin auch bei meinen Partner unfähig gewesen meinem Unmut Luft zu machen. Liebe habe ich geschwiegen und es für mich behalten, bis das Fass übergelaufen ist. Bei meinen Eltern bzw. meiner Mutter führte es dazu, dass ich so schnell wie es ging, ausgezogen bin. Eben dieses Verhaltensmuster pflegte ich mittlerweile über Jahrzehnte. Die Dame meinte, das es aber zumindest die Chance für Kim ist, daraus zu lernen, damit nicht auch ihr selbiges passiert. Und das wieder und wieder. Außerdem müssen wir uns sagen, wenn wir uns nicht gut fühlen, eigentlich einfach gesagt aber selten wirklich so durchgeführt. Genau wie ich mir das Recht herausnehme einen schlechten Tag gehabt zu haben, so hat auch meine Tochter das Recht. Nur kurz reden sollten wir darüber, damit der andere sich nicht fragen muß, ob er daran schuld ist.

Sie sah bei uns viel gemeinsame Basis, und viel Unverständnis in der Vergangenheit. Ich möchte auch gerne die Zeit, die uns zusammen wirklich noch bleibt, nutzen, damit sich meine Tochter doch noch gerne an die Zeit mit ihrer Mutter erinnert und nicht den ersten besten Fluchtpunkt sucht und auch danach ihr Lebenlang auf der Flucht vor Konflikten und sich selbst ist. Dann ging es noch ein bißchen um ihren Freund, bei dem sie selbst sieht, das er stillsteht und sie vorwärts will.

Und über meine Selbstreflektion, dass es mir manchmal schwer fällt sie zu verstehen, weil sie so ganz anders ist als ich. Noch nicht so hart, noch nicht so zielgerichtet, eher sensibel und natürlich auch noch nicht sicher in ihren Entscheidungen.....

Wir werden uns nur dann nochmal mit ihr Treffen, wenn es doch erhebliche Schwierigkeiten gibt. Aber von Ausziehen und Wegwollen war gar nicht die Rede.

Und für mich habe ich auch gesehen, dass meine Beziehungen oder eben nicht laufenden Beziehungen für Kim auch eine Rolle spielen.Weil mein Verhalten ihr Gegenüber immer gespiegelt hat, wie es mir in meinen Beziehungen ging.

Packen wir es an. Leben heißt Veränderung.....

12.10.2008 um 16:25 Uhr

Kürzestes Wochenende aller Zeiten...:-((

von: Hedera

Dieses Wochenende kann ich mit Fug und Recht als ultrakurz und sehr dumm gelaufen bezeichnen - obwohl, wenigstens noch mit einem kleinen Happy-End, es hätte schlimmer kommen können.

Mein Wochenende beginnt eigentlich, wenn ich freitags um 20.00 Uhr zum Bauchtanzgehen kann. Da ich ja schon geschrieben habe, dass ich meine arme, alte Katze zum einschläfern gebracht habe, startete besagtes Wochenende schonmal nicht derart, dass ich gesagt hätte: fängt ja fein an.... Auch wenn Unbreakable ein wenig schockiert war, dass ich meine alte Wegbegleiterin dort gelassen habe....Wo sollte ich sie denn hinpacken??? Ich habe derzeit keine Möglichkeit ein Tier auf meinem Grund und Boden zu beerdigen, denn ich besitze selbiges nicht....Und selbst wenn ich geplant hätte, sie Samstag morgen abzuholen, dieser Plan wäre eh gescheitert. Mein Mann holt sie evtl. dort ab, er meint, sie würden (die Tiere allgemein) eingefrieren und dann zur Tierverwertung bringen, bzw. sie würden dort abgeholt (beim Tierarzt) , so dass er sie evtl. dort noch abholen kann und bei sich zu Hause beerdigen kann...wenn er dort noch ein Plätzchen findet für sie. Gott, ich bin jetzt noch verwirrt, habe mir gerade die zweite Zigarette angezündet, dabei habe ich, schätzungsweise vor 30 Sekunden, schon eine angemacht und in den Ascher gelegt....Ich persönlich möchte nicht beerdigt werden, jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinne...verbrannt und versenkt im Meer oder verstreut schwebt mir vor...sicher Tierfutter möchte ich nicht werden bzw. Tiermehl...aber ich habe bisher auch um die beerdigten Tiere auf unserem Grundstück nicht wirklich einen Trauerkult NACH ihrer Beerdigung gemacht....hätte ich das auch tun sollen? Ich bin selbst im Zweifel, aber das sollte eigentlich nicht der Fortgang meines heutigen Eintrages sein.

Mein Wochenende, beginnend ab 20.00 Uhr freitags jedenfalls, dauert ca. so ziemlich genau 10 Minuten. Solange dauerte es, bis ich beim Training in die Hocke ging, mich auf die Knie stütze, die Beine einmal nach links fallen ließ, versuchte dabei noch Damenhaft mit den Armen herumzuwedeln, wieder auf die Knie zu kommen, die Beine diesmal nach rechts fallen zu lassen, zu merken, dass da was gehakt hat und dass es nix mehr wird mit dem Aufstehen....Schmerzen, das Gefühl ein gespanntes rechts Knie zu haben und ein gescheiterter Versuch das rechte Bein nochmal gerade zu machen. Rien ne vas plus.....Meine Mitstreiterinnen schauen irritiert, ich wiegle zunächst noch ab, in der Hoffnung, dass sich das ganze wieder einrenkt, aber auch nach Minuten keine Besserung. Ich hoppse mit Hilfe zu einem kleinen Kasten lasse mich dort nieder, mein rechtes Knie weiterhin im rechten Winkel haltend. Mal kann ich es aufstellen, mal nehme ich es hoch, kann den Fuß auch zum Oberschenkel drücken nur gerade machen, geschweige denn wirklich auftreten  - das geht nicht. Ich fürchte schlimmes, ermuntere aber meine Damen ihr Training doch bitte weiterzumachen, kann ja keiner was dafür und nützt ja nix, wenn sie mich tröstend ansehen. Danach habe ich meinen Mann angerufen, er möge mich bitte abholen. Krankenhaus ist angesagt. Zumindest den Schluß unserer Übungen - das leeren einer Flasche Sekt und Häppchen vertilgen- habe ich noch mitgemacht......Dann kommt mein Mann und 2 der Mädels haken mich unter und schleppen mich zum Auto, hoppsend bekomme ich den Weg nicht hinter mich, da mir beim Hopsen auf dem linken Bein, die Vibration ins rechte schlägt und tierisch wehtut. Halbe Stunde fahrt ins nächste Krankenhaus. Ich nehme Platz im Rollstuhl - werde geröntgt und stationär aufgenommen. Der diensthabende Arzt biegt ein wenig am Knie herum, spricht von evtl. abgerissenem Außenmeniskus und schwupps liege ich im Zimmer mit 2 weiteren Damen und verbringe eine scheußliche, schlaflose Nacht in der ich nicht weiß, wie ich mich hinlegen soll. Am nächsten Morgen bitte ich um 2 Krücken, hoppel zum Klo und sehe meinen Bettnachbarinnen beim Frühstück zu, ich kriege nämlich nix, kann ja sein, dass ich noch operiert werde. Ein weiterer Arzt kommt, wrackt mein Bein nach links und rechts, ja der Meniskus außen...das Röntgenbild...hhmmm, Konsil mit den andere Ärzten, später sagt man mir bescheid. Später kommt ein weiterer Arzt, diesmal wohl der Oberarzt der Chirurgie. Erklärt mir, dass am Röntgenbild schon zu sehen ist, dass mein Knie bereits einmal operiert wurde und es lädiert ist....Habe mich im Jahr 2000 von meinem Kreuzband und einem Meniskus (wars der innen, ich weiß es nicht mehr?) getrennt und eine Kreuzbandplastik erhalten. Er dehnt mein Bein, biegt es hin und her und plötzlich macht es "Knack". Und siehe da, ich kann es wieder gerade machen, diesmal ist nur das beugen noch ein wenig hinderlich aber der Schmerz ist weg. Wohl doch keine OP nötig, auch kein Warten auf einen MRT-Termin. Jetzt gibt es auch Frühstück. Danach fühle ich mich wieder gut, kommt aber kein Arzt mehr also bleibe ich bis heute im Krankenhaus. Morgens kommt dann ein weiterer Arzt, untersucht mich kurz, ich darf nach Hause, anscheinend hatte sich das Band nur verdreht, aber nix schlimmes ist passiert. Die beiden Damen in meinem Zimmer allerdings, haben seit Freitag keinen Arzt mehr gesehen und die eine, die wegen Schwindel, Übelkeit und Ohnmacht eingeliefert wurde (ebenfalls Freitag), weiß noch immer nicht, ob sie nach Hause darf, weil auch sie keine Beschwerden mehr hat. Im Gegensatz zu mir, die ich Samstag ein Köfferchen mit allen nötige Utensilien gebracht bekam, verbringt sie auch den Sonntag ohne Zahnbürste, frische Wäsche etc. weil ihr Gatte, der nur 10 Minute entfernt wohnt, vergißt ihr solches zu bringen und tgl. hofft, dass sie entlassen wird und im Pizzaladen wieder arbeiten kann. Bis auf einen Pyjama, der ihr Samstag nachmittag gebracht wurde, hat sie außer den Sachen, die sie am Leibe trug, nichts dabei. Da lob ich mir doch meinen Mann, der angerufen, gefragt und auch von selbst an alles gedacht hat. Wie hohl können Männer eigentlich sein?? Keine Zahnbürste???? Mal abgesehen von Handtüchern (die hatten die Schwestern, okay), Duschgel, frische Unterbüx.....Ich an ihrer Stelle hätte ihn augenblicklich heute morgen wieder heim geschickt, ob Entlassung heute noch oder nicht....waschen, eincremen, Zähneputzen und frische Wäsche...sofort.

Schluß jetzt, ich bin zu Hause, lege gleich eine DVD ein und wenn mich morgen jemand fragt, wie mein Wochenende war: kurz, ich habs im Krankenhaus verbracht...mal eine ganz neue Erfahrung für mich...

10.10.2008 um 19:28 Uhr

R.I.P.

von: Hedera

 Gestern hatte ich keine Zeit mehr zum schreiben. Ich war auf meiner abendlichen Weiterbildung, die mich doch sehr schlaucht und als ich gegen 22.00 Uhr zu Hause war, hatte meine liebe Katze wieder einige Überraschungen im Flur für mich auf Lager.

Heute nach der Arbeit bin ich dann mit ihr und meiner Tochter nochmal zu meiner Tierärztin gefahren. Ich bin froh, dass sie diesmal selbst da war und nicht ihre Vertretung. Sie kennt all meine Tiere, die ich jemals hatte und die nahezu alle viel zu früh verstorben sind. Die meisten sind wohl überfahren worden, einige kamen einfach nicht wieder nach Hause.

Gismo hat mich bisher von allen das längste Stück begleitet. Sie ist älter als meine Tochter, seit wann genau ich sie habe weiß ich gar nicht mehr, da ich vermute, dass ihr Impfausweis nicht das richtige Alter anzeigt, man hatte sich wohl damals vertan. Ich schätze, sie wäre jetzt so um die 17 Jahre alt. Wir waren uns heute abend einig, dass sie ein schönes Leben hatte, ich ihr aber keinen Gefallen tue, wenn ich sie weiter leiden lasse. Denn auch wenn sie ja noch gerne gefressen hat, so zehrte dieser ständige Durchfall doch an ihrem Körper. Bei der Untersuchung tat ihr merklich der Magen/Darmtrakt weh und täglich mehrfach dünner Stuhlgang über so lange Zeit....wie fühlen wir uns nach wenigen Tagen? Über ein Tier kann der Mensch entscheiden, wir können bestimmen, dass wir dem leiden für uns und für sie ein Ende setzen können. Denn so haben wir alle gelitten. Ich war sauer, dass sie im beengten Raum ständig den Weg zur Katzentoilette nicht fand, sie rollte sich oft nur auf dem kalten Boden zusammen. Jetzt dürfte sie für immer eingeschlafen sein. Die Tierärztin wollte die Spritze erst nach ihrer Sprechstunde setzen. So haben wir uns verabschiedet und haben sie in die liebevollen Hände der Ärztin übergeben. Als meine Tierärztin schwanger war, mußte ich einmal eins unserer Kaninchen zum Einschläfern zu ihr bringen. Mir war mehr um sie als um das Tier bange, weil ich merkte, wie es ihr selbst leidtat, das Tier zur ewigen Ruhe zu bringen.

Aber ich habe sehr viele schöne Erinnerungen an meine Katze. Ich habe sie bekommen, da hatte sie noch blaue Augen, einen dicken Milchbauch und war direkt vom ersten Tag an ein kleines, fauchendes Ungeheuer. Eine richtige Schmusekatze war sie nicht wirklich, immer auf der Hut und immer leicht mißtrauisch. Erst im Alter hat sie diese Vorsicht langsam abgebaut und ging auch auf fremde Menschen zu. Als ich zu meinem Mann zog, harrte sie dickköpfig nicht vor unserer alten Haustür aus, nein, im Nachbarhaus wollte sie Einlaß. Jeden Tag mußte ich sie dort einsammeln, beharrlich wanderte sie jeden Tag dorthin.

Als meine Tochter geboren wurde, lag sie auch gerne in deren Wippe und mußte regelrecht dort verscheucht werden. Der Geruch von Pizza und Grillfleisch lockte sie aus jeder Ecke und auch nur hier vergaß sie jede Vorsicht und ging betteln, obwohl sie sonst nie zu fremden Leuten gegangen wäre.

Ihre angeborene Vorsicht, draußen sogar vor mir wegzulaufen, hat ihr sicherlich jahrelang das Leben gerettet. Bei einigen Katzen bin ich mir nämlich nicht sicher, ob nicht katzenhassende Nachbarn die kleinen Buddler entsorgt haben...Gismo dagegen war immer auf der Hut und eine Hand, die sich draußen nach ihr ausstreckte, wurde mit äußerster Vorsicht betrachtet.

Ich werde dich nie vergessen, du kleines Bündel. Deine beiden Geschwister sind schon seit Jahren tot, du hast als einzige überlebt, bist mehrfach mit mir umgezogen und hast immer den Weg nach Hause gefunden. Ich wünsche dir, dass es dir im Katzenhimmel gut geht und du mir für diesen Schritt nicht böse bist.

Rest in Peace meine Kleine.......

08.10.2008 um 16:32 Uhr

Novemberblues im Oktober

von: Hedera

Gestern wollte ich kurz einen Eintrag schreiben - es war auch schon gar nicht mal so wenig, da ging der PC aus, mein Vertrauen in den Akku war größer als seine Lademenge und so war alles futsch und ich nicht mehr in Stimmung für einen Neubeginn.

Heute fühle ich mich auch nicht gerade nach langen interessanten Beiträgen. Wir leben ja jetzt zu viert in meiner Wohnung, die beiden Katzen, meine Tochter und ich - nicht zu vergessen die zahllosen Mäuse, die sicherlich momentan aufgeschreckt sind durch die permanente Präsenz der Mäusejäger.

Meine älteste Katze hat ja Durchfall und die erhaltene Cortisonspritze zeigt nur mäßige Wirkung. Mal geht sie aufs Katzenklo und mal versucht sie einfach wo sie geht und steht - und das ist leider räumlich bedingt entweder die Küche (!) oder der Flur - ihr Geschäft zu verrichten. Ständig renne ich mit Papiertüchern und Desinfektionsmitteln durch die Gegend. Freitag ist ein neuer Termin, hoffentlich wird es besser bis dahin, weitere langdauernde Experimente kann ich uns allen nicht zumuten.

Mein Gefühlsleben ist weiterhin angespannt: ich habe gemerkt, solange ich nicht, wie auch immer, mit meinem Mann im Reinen bin, kann ich gar nichts in meinem Leben voran treiben. Ich kann es kaum ertragen ihn leiden zu sehen und könnte niemals auf Dauer selbst ein glückliches Leben führen. Ich fühle mich verantwortlich und schuldig aber allein mit diesen Gefühlen helfe ich ihm auch nicht. Ich wünschte wirklich, er würde seine Probleme, auch die, an denen ich keine Schuld trage, anpacken, statt sie in Alkohol zu ertränken. Dadurch wird er immer tiefer in Depression und Selbstmitleid versinken und die Chance ganz verpassen etwas grundlegendes zu ändern und all das, was passiert ist, als Neuanfang zu sehen und zu behandeln. Das ist von mir sicher leichter gesagt als getan und ich würde ihm wirklich helfen, wo ich nur kann, nur fürchte ich, dass meine eigenen Möglichkeiten begrenzt sind.

Typisch Mann wird er es ablehnen, sich von neutraler, fachlicher Seite Hilfe zu holen...aber ich wünschte, er würde über die Möglichkeit nachdenken.

06.10.2008 um 20:10 Uhr

Anleitung gesucht!

von: Hedera

Nachdem es hier eine Anleitung zum Entlieben sowie eine zum verlieben gibt, möchte ich hiermit den Antrag auf eine Hilfsseite aufgeben, der mit sagt, wie ich mich fair aber trotzdem noch mit Liebe räumlich und körperlich trenne. Ohne das verletztende Worte - hüben wie drüben - die Runde machen.

Ohne sich aus den Augen zu verlieren, weil man/frau denkt, dass man keine Freundschaft mit jemandem haben kann, den man mal geliebt hat

Ohne das man sich gegenseitig verletzt, weil der eine Dinge tut, die der andere nicht versteht...

Ohne das man plötzlich feststellt, dass jedes Wort falsch verstanden wird, egal auf welcher Seite

Ich bin naiv.

Ich habe wirklich geglaubt und glaube es immer noch, dass das gehen muß. Weil ich nicht etwas ganz verlieren möchte oder eher gesagt einen Menschen nicht verlieren möchte, der mir ganz viel bedeutet hat und der mir immer noch viel bedeutet. Dessen Worte mich immer treffen, ob er nun recht hat oder nicht. Über dessen Worte ich nachdenke, auch wenn er es vielleicht nicht so sieht oder sehen kann. Der mir wichtig ist. Zu wichtig, als dass ich seine Freundschaft auf ewig verlieren möchte.

Geht das irgendwann einmal oder nie? Haben Männer damit mehr Schwierigkeiten als Frauen? Gelingt es uns besser noch Kontakt zu einem Mann zu haben, von dem man weiß, dass er nicht mehr mit einem zusammen leben möchte? Den man aber trotzdem gerne spricht, mit dem man trotzdem gerne lacht, etwas unternimmt.

Ist das eine Frage der Zeit oder eine grundsätzliche Frage? Geht das erst wieder, wenn auch der andere sich "umorientiert" hat? Oder eher dann gar nicht mehr, weil eine neue Beziehung es evtl. oder bestimmt nicht gutheißt, wenn man ständig in Kontakt mit dem/der Ex steht?

Wieso muß man, wenn das so ist, einen Menschen, der mal wichtiger war als alle anderen Menschen dieser Welt, warum muß man diesen Menschen eher ganz aufgeben als die Basis der Beziehung zu ändern? Ist das nicht eigentlich verrückt?

Das macht mich wirklich traurig. Das ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Darf ich mich nicht mehr melden um Zeit zu geben? Es ist schwierig, fürchte ich auch. Rufe ich an, lehne mich an, suggeriere ich bestimmt nur, dass ich wieder zurück will. Mache ich es nicht, nicht weil ich nicht wollte, sondern weil ich keine falschen Hoffnungen wecken will, dann wird das als Desinteresse gewertet. Ich bin interessiert an dem Menschen, er ist mir wichtig. Nur wie mache ich das klar, ohne zu verletzen, ohne falsche Hoffnungen zu wecken?

Ist das wirklich unmöglich? Kann ich nicht wirklich ehrlich sagen, dass ich jemanden noch immer lieb habe, ihn noch immer gerne um mich habe, aber nicht mehr als mein "Partner" sondern als einen ganz besonderen Menschen, der mir etwas bedeutet????? Kann ich eher einen flüchtigen Bekannten umarmen, drücken und küssen als den Menschen, mit dem ich mal mein Leben teilen wollte? Nur weil ich nicht mehr mein ganzen Leben mit ihm verbringen will, jede Stunde, deswegen ist er mir doch nicht unwichtiger als manche Bekannte, die ich aber auf die oben beschriebene Weise behandeln kann und darf? Ist das nicht alles absurd???

05.10.2008 um 17:12 Uhr

Für dich II

von: Hedera

Du fühlst dich beschissen. Das kann ich so gut verstehen. Du stellst unsere ganze lange Beziehung in Frage, auch das kann ich verstehen, würde es sicher ebenso machen.

Aber du irrst, wenn du glaubst, dass ich dich vielleicht nie geliebt habe, wie ich dich lieben sollte. Du warst ganz, ganz lange Zeit meine Liebe, mein Licht, alles was ich wollte. Ich mag deine großzügige Art, wer sollte sie nicht mögen, niemals mehr, wird mir ein Mann solche Aufmerksamkeiten darbringen wie du. Ich bin ein Egoist, das weiß ich. Ich nehme eher, als das ich gebe und deine Art für mich zu sorgen, hat mich eingelullt, mich zufrieden wie eine vollgefressene Katze gemacht und glücklich. Wie du mir Essen gemacht hast, so liebevoll immer, wie auch meine Brotdose, die jetzt ein einsames, ungenutztes Leben führt. Oder wie liebevoll du mir erst neulich das Bad gemacht hast....die Kerzen, das Essen. Das macht dir niemand so leicht nach.

Ich beneide jetzt schon die Frau, der du nach mir diese Aufmerksamkeit zu Teil werden läßt. Hört sich vielleicht seltsam an, aber auch wenn man derjenige ist, der eine Beziehung beendet, so hat man doch Probleme damit den eigenen Partner mit jemand neues zu sehen.

Du warst mir wichtig und ob es dir gut geht oder nicht, ist mir immer noch wichtig. Dennoch kann ich nichts von alldem geschehenen jemals ungeschehen machen.

Unsere Beziehung ist die Einzige, an die ich mich gerne erinnern werde. Weil es viele Momente gab, die ich genossen habe.

Und ich weiß, wie sehr es dich Überlegungen etc. gekostet hat, mich zu heiraten, wo du ja nie heiraten wolltest, das weiß ich ganz genau. Das schmerzt mich selbst auch sehr, dass ich dir genau das angetan habe. Da heiratest du, obwohl du mir immer gesagt hast, dass nahezu alle Leute, die du kennst, sich über kurz oder lang trennen und schwupps passiert genau das uns. Wegen mir. Ich habe nie andere Gedanken gehabt als den, dass wir gemeinsam alt werden würden, in unserem unordentlichen (das war ein weniger schöner Gedanke) leben werden......

Ich habe dir aber doch schonmal gesagt bzw. geschrieben, was für mich das gleich ist, das du immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben wirst. Auch wenn du mich aus Gründen des Eigenschutzes aus deinem verbannen wirst.

Nie hätte ich geglaubt, dass ich selbst diejenige sein werde, die all das in Schutt und Asche legt. Ich war immer gerne teil deiner Familie und ein Teil von dir.

Ich wünschte mir, dass würdest du mir glauben. Und ich wünsche auch, dass du bald deinen inneren Frieden wiedererlangen wirst, weil du das nicht verdient hast. Und ich wünsche auch mir, dass ich bald wieder stark genug sein werde um dich zu fangen, wenn du mich brauchst!!

05.10.2008 um 11:20 Uhr

Für dich...

von: Hedera

Ich lese gerne in Blogs anderer, ich kleiner Voyeur, das schrieb ich ja einmal bereits. Diesen Block hier habe ich aufgemacht, weil ich dachte, dass ich jetzt endlich anonym bin bzw. schreiben kann. Aber den Zahn hast du mir ja gestern gezogen. Du liest ihn auch, jeden Tag?! Ohne mir was zu sagen. Alles was ich geschrieben habe, war immer negativ für dich und hat dir weh getan, warum hast du es dann gelesen? Angeblich bist ja nicht du darauf bekommen sondern eine Bekannte, die für mich hier ebenfalls anonym ist, weil du mir ihren Namen nicht sagst und ich nicht weiß, wer das sein könnte. Diese Bekannte hat gemeint, das es mein Block wäre. Wenn es die Bekannte wirklich gibt, dann ist sie ja wirklich eine sehr nette Bekannte. Herzlichen Glückwunsch liebe Dame, dafür, dass du ihn hierher geführt hast, damit er meine Gedanken lesen kann. Du hast bestimmt gewollt, dass er sich danach besser fühlt, oder?  Mein erster Gedanke war, diesen Block zu löschen aber dann dachte ich, warum. Ich kann nichts dafür, wenn jemand meint, er müßte, wenn es ihm an manchen Tagen auch wehtut, hier lesen. ICH habe dich nicht darauf gestossen. Und manchmal spiegeln auch meine Einträge hier meine Gedanken NICHT wieder, weil ich mir wohl im innersten schon so etwas gedacht habe, manche Sachen verkneife ich mir hier, obwohl ich das eigentlich nicht wollte. Ich dachte, ich könne hier einfach so schreiben, wie mir die Gedanken kommen und wenn sie mir kommen. Mein eigener, kleiner geschützter Raum.

Soll ich von gestern schreiben??? Nein, das mache ich nicht. Ich will das gar nicht kommentieren. Du möchtest gerne, das unsere Wege so auseinandergehen, dann ist das so, wenn es dir dann besser geht, okay, dann hat es ja wenigstens einen Zweck erfüllt. Mein Wunsch war es so nicht. Aber dann erwarte bitte nicht von mir, dass ich dann noch liebe Worte in dieser Situation finde. Dafür, dass du mich entgegen unserer Absprache zwingst, alle meine Sachen, dir egal wie, zu holen, samt der Tiere, die hier durchdrehen werden, weil sie nicht raus können und auf völlig beengtem Raum leben müssen. Aber das ist deine kleine Rache, nicht wahr? Ich habe schon verstanden und was soll ich sagen: dann ist eben mein kleiner geschützter Raum meiner Wohnung eben auch nicht mehr das, was es hätte werden können. Ist ja auch egal. Ist ja eigentlich alles egal, weil ja alles den Bach runter geht. Ob bei mir oder bei dir....... 

04.10.2008 um 12:06 Uhr

Reden ist silber, Lügen wär gold....

von: Hedera

Es ist Wochenende, ich habe gestern halbwegs ausgeschlafen und hätte es beinahe heute auch geschafft - wenn nicht das Telefon gebimmelt hätte und danach mein Handy und danach die Klingel an der Haustür.......

Okay, nicht weiter schlimm, Mann stand vor der Tür mit Brötchen. Sehr nette Idee. Soweit alles schön. Dann kommt die allseits bei mir sehr beliebte Fragestunde: Wann warst du denn zu Bett? Meine Antwort : spät, reicht nicht. Muß unbedingt ausführlich beantwortet werden: was hast du gemacht, wie lange, warum....auch noch okay soweit.

Nach dem Frühstück klingelt mein Handy erneut. Ich geh dran, komm wieder ins Wohnzimmer. Erneute Frage: Wer wars? Ich sage: ein Angler. Aha, ein Angler. Ja, ist aber so. Der Vorname hätte auch nicht weitergeholfen, habe den jungen Mann gestern abend erst kennengelernt, der fragte, ob ich ihm und seinen Kumpels nach ihrem Ausflug heute die Örtlichkeiten der Stadt zeigen kann, sprich, wohin geht man hier abends. Er rief nochmal an um mich an mein Versprechen zu erinnern und wann es denn so losgehen könnte. Wirklich Lust hab ich heut ja keine, aber absagen kann ich auch immer noch. Finde ich zwar selbst sehr unfein und wenns mir auch egal sein könnte, sowas mach ich eigentlich nicht, es sei denn ich habe eine wirklich gute, für  mich vertretbare "Ausrede".

Zurück zum Ursprung. Meine Auskunft, Angler rief an um Verabredung zu bestätigen reichte schon aus, dass ER sofort seine 7 Sachen packte und nahezu grußlos verschwand. Er habe angenommen, wir würden was unternehmen. Halloooooo. Wir haben nahezu 5 unserer 8 Jahre damit verbracht am WE nichts zusammen zu unternehmen und jetzt wo ich ausgezogen bin, muß ich meine Wochenendaktivitäten mit dir abstimmen? geht es noch??? Ach ich vergaß, das ist ja wieder meine naive Seite, weil ja alle Männer grundsätzlich mit mir wohin gehen wollen, weil sie was von MIR wollen. Ich persönlich habe das zwar schon gänzlich anders erlebt, aber egal. (war vor Jahren mit einer Freundin in der Stadt unterwegs und wir haben spontan einen Trupp Jungs, die Junggesellenabschied feierten, durch die Gegend geführt, war ein total netter Abend und keiner der jungen Männer hat irgendwen angemacht, wir haben uns nur alle gut amüsiert!)

Jedenfalls habe ich es garantiert unter einer Minute geschafft dem werten Herren das WE zu verderben und selbiges er auch bei mir! Wie eine beleidigte Leberwurst ist er abgedampft. Ohne ein weiteres Wort. Wie kindisch ist das alles??? Und dabei scheint mal die Sonne, das ist doch eigentlich nach all dem Regen mal ein Grund zur Freude.....

Aber warum sollte ich mich mal freuen dürfen??? Warum....

Alles was ich tue ist eine Folge folgenschwerer Fehler, alles. Ich bin anscheinend unfähig auch nur die kleinste Entscheidung zu treffen, die in seinen Augen nicht für den A...sorry Popo wäre. Ich dummes, blondes kleines Hascherl. Ich peinliche Version einer Ehefrau, die sich getrennt hat.

Schönen Samstag noch !

PS Das  muß ich meiner Schuppenflechte noch schnell erzählen, damit die sich auch freut und noch Futter für weitere Produktionen hat...sowas muß doch gefeiert werden....

03.10.2008 um 11:47 Uhr

Besuch ist da....

von: Hedera

Es ist doch wirklich schön, dass so viele Dinge im Leben berechenbar sind, oder?

So fragte ich mich die ganze Zeit schon, wie lange es eigentlich dauern wird, bis meine Schuppenflechte wieder mal voll "erblüht". Und obwohl es ganz schön lange für meine Verhältnisse gedauert hat, muß ich sagen, auf nichts ist so sehr Verlass wie auf die liebe Psoriasis. Nachdem sie mich in den wirklich schlimmsten Wochen nicht geplagt hat, schreit sie quasi über Nacht: Hier bin ich, freu dich.

Und wie ich mich freue......knurr......jetzt hätte sie nun wirklich auch nicht erscheinen brauchen, damit ich mich nochmal so richtig schön beschissen fühle. Ich weiß ja nicht, wer noch so seine Erfahrungen mit ihr hat aber meine sind ganz und gar nicht positiv, wie könnten sie auch sein, blöder Kommentar meinerseits eigentlich....

Sie sitzt auf meinem Kopf, lauert und sobald ein Ereignis eintritt oder längst eingetreten ist, Dinge passieren, die mich berühren, berührt sie mich im wahrste Sinne des Wortes. Es juckt, man fühlt sich unwohl, mag keine dunklen Sachen anziehen und hofft nur immer, das niemand bemerkt, was man so mit sich herumschleppt. Andererseits beflügelt jeder Gedanke zuviel an sie ihre Eigenproduktion und es juckt auf dem Kopf und in den Händen und es dreht sich beständig meine Gedankenwelt nur um sie. Ein egoistisches Ding, diese Flechte......und nicht sehr erotisch. Allein der Gedanke, jemand könnte mir an die Haare packen, läßt mich sofort in Panik ausbrechen, als ob jemand, der lediglich meine Locken berühren möchte, sofort bis auf die Kopfhaut packen würde und mein heimliches Leid erleben würde.... Es ekelt mich vor mir selbst. Ob sie das will oder das ich mich nur noch mit mir beschäftige??? Obwohl, das ist ein schlechter Gedanke, denn jemehr meine Gedanken um sie kreisen, desto schlimmer wird sie..... ein Teufelskreis....

Bei einem Blick nach draußen hebt sich auch nicht gerade die Stimmung: Novemberblues macht sich im Oktober bei mir breit. Meine Heizung funktioniert noch nicht und es ist auch tagsüber arschkalt in meiner Wohnung. Ich muß mich gleich endlich duschen und arbeiten...Ferienwohnung putzen...Wäsche waschen....nicht nachdenken....alles kommt wie es kommt und wann es kommt und manches kommt nie mehr....

01.10.2008 um 09:38 Uhr

Eine Katastrophe kommt selten allein...

von: Hedera

Gestern bin ich brav zum Treffen mit meiner Tochter und der Dame vom Jugendamt getrabt. Wer erst nicht kam, war mein Kind. Die nette Dame war allerdings sehr überrascht mich zu sehen, damit hatte sie noch gar nicht gerechnet, anscheinend war erst noch ein weiteres Treffen mit meinem pubertierendem Mädel geplant.....Nach einigen Minuten kam sie dann allerdings doch. Wir haben ein wenig erzählt, ich wann ich überhaupt zu Hause bin und wir stellte fest, wie wenig Zeit wir eigentlich haben um uns überhaupt in die Wolle zu kriegen. Meine Tochter möchte auch gar nicht erst mit mir abends Zeit verbringen. Sie verschwindet gerne direkt in ihrem Zimmer, damit sie keine Unterhaltung mit mir führen muß....

Ich gebe ja zu, wenn ich direkt von der Arbeit nach Hause komme (so um 17.00 Uhr) verbringe ich auch gerne die erste halbe Stunde in Ruhe, mit einem Käffchen, was zu lesen......mein Kind kommt ja immer erst um halb 9 abends nach Hause und verschwindet sofort hinter ihrer Tür. Selbst die wenigen Zusammentreffen, die ich natürlich nutzen muß um mal zu fragen, wie es in der Schule war, ob sie was auf hatte, ob sie denn bitte ihre wenigen Aufgaben zu Hause mal erledigen will (Standardantwort: gleich - will heissen, eigentlich nie...weil sofort wieder vergessen) sind zuviel für sie. Es endet des öfteren in Unmut von mir - zugegeben. Ich soll sie in Ruhe lassen ein für alle Mal, sie will alles alleine bestimmen.....

Den Zahn, das eine Heimunterbringung nach Wunsch passieren könnte, hat ihr die Dame allerdings gezogen. Eine Heimunterbringung ist ein Notfall, da muß man nehmen was man bekommt - wenn es sein muß auch 600 km weit weg...das war dann doch nicht nach Wunsch. Auf mehrere Nachfragen kam dann ein, vielleicht wolle sie dann lieber bei einer Freundin wohnen.

Alles ähnelt sich irgendwie. Als Teenager fand ich sicher auch die Mütter anderer Freundinnen cooler. So lange ich dort war, wurde ich natürlich  nie geschimpft, war willkommen, man selbst benahm sich auch immer blendend, half wo man zu Hause keinen Finger krümmte...nur dass ist doch nicht Alltag??? Ihr Freund hat noch 2 Schwestern, eine ist so alt wie sie. Das ist sicherlich auch interessanter als mit mir alleine zu sein. Hätte ich damals auch toll gefunden.

Meinen Mann kann sie auch nicht mehr ausstehen, der redet ihr zuviel rein, hat zuviel geschimpft - aber wir wohnen ja schon gar nicht mehr zusammen, wenn auch nicht aus IHREM Grund aber es sollte ihr doch sehr entgegen gekommen sein. Aber Pustekuchen, just die Zeit, seitdem wir ausgezogen sind, gibt sie an als die, seit der sie alles besonders doof findet.

Seit wir hier sind,hat sie allerdings auch ihr Mofa und das Gefühl grenzenloser Freiheit gepachtet......habe ich so das Gefühl. Das werden noch harte Zeiten fürchte ich.

Sie hat ihren Freund und dessen Familie und fühlt sich sicher und ich habe meinen Mann, der keine meiner Erziehungsideen gut findet, der aber nix mehr sagen will, weil er sich ja dann den Mund verbrennt, was ich auch verstehen kann und mein Liebesleben....reden wir nicht davon.

Und meine Erkältung bringt mich auch fast um. Mittlerweile tut mir beim Huste das Zwerchfell derartig weh, dass ich kaum noch wage zu husten, es aber nicht verhindern kann. Mein Appetit schwindet wieder und meine Jeans rutschte heute wieder beständig......

Alles im Lot, oder?