Dies und das.... der einzig Wahre!!!!

30.05.2011 um 10:17 Uhr

Frau Hedi ist ein Raffzahn..

von: Hedera   Kategorie: privater Wahnsinn

Neulich bei R*ssmann, der Drogeriekette meines Vertrauens. Ich fliege während meines Urlaubs letzte Woche (nur kein Neid meine Lieben, eigentlich habe ich bei beschissenem Wetter nur gearbeitet und lediglich am Freitag, bei ebenfalls bescheidenem Wetter, gefaulenzt) dort ein, weil mir so dies und das fehlt. Angesichts meiner Geldlage sollte ich mir auch das natürlich verkneifen, eigentlich so alles. Aber irgendwann ist mal genug. Ich brauch sogar ein Körbchen (schäm).

Und ich kaufe sicherlich das billigste Shampoo, das jemals mein Haar gesehen hat. Es ist die Eigenmarke der Drogeriekette OHNE Silikone etc. Ja, was so ein Eintrag bei Freunden nicht alles bewirken kann. Miss Hedi verwendet nur noch Seife (wirklich Handmade und nicht in Holland als solche erworben) aus einem neuen, kleinen entzückenden Laden und wäscht und salbt ihr Haupt mit/ohne Silikone. Mein einziger Fauxpax diesbezüglich ist der Sprühkram, damit mein Haar nicht ganz aussieht wie sh*ce...sorry, soviel muß (noch) sein. Wenn ich dagegen auch was finde... gerne!

Nun denn, was wanderte noch ins Körbchen?...Kerze, Mascara (und es gab mal Zeiten da segelte ich regelmäßig bei D*uglas ein und gab ein Vermögen aus...), Wattestäbchens, Probe Sonnencreme, Putzkrams glaube ich auch noch.....

Eine Schlange an der Kasse, hinter mir ein total cooler Typ, nicht besonders groß, um und bei mein Alter, der eine Sonnenbrille trägt. Er steht da so cool und lässig, hat nur was in der Hand - eigentlich hätte ich ihn vorgelassen, das mache ich immer so aber der war sooo lässig, dass ich ihn zum kotzen fand und beschloss, der wartet eben mal hinter mir ;o))

Ich häufe meine Berge von Einkäufen (hüstel) aufs Band, kralle mir vorher eine Tüte, weil ich das unmöglich alles so tragen kann und werfe fleissig ein Teil nach dem anderen zackig in die Tüte, will ja den Betrieb nicht aufhalten. Ich zahle und dann ist Mr. Coolman dran. Ich bin noch nicht ganz fertig mit deim Einpacken, stehe also noch einen Augenblick da und höre wie er völlig hysterisch zu der Kassierin sagt: "Es ist weg, es ist WEEGGGGG". Ich denke, der hat ja wohl den Schuss nicht gehört und eile von dannen. Im Wagen will ich mir nochmal ansehen, was eigentlich nun genau was gekostet hat...und stutze...

Ziemlich oben auf liegt eine Packung Johanniskraut Rotöl...öhöm. Wie kommt die denn hier her? Und es dämmert mir natürlich sofort. Der Typ, seine hysterischen Worte....ach du meine Güte. Was hat der Kram denn gekostet? 3,99 Euro, okay, ich brauch den Kram nicht aber ich hab auch keinen Bock mir die Blöße zu geben wieder dorthinzulatschen und zu "gestehen", dass ich das Zeug eingeladen hab. Was hat der Typ auch nicht auf seine einzige Ware aufgepasst und kein Zwischendings hingelegt??? Häh???

Als ich das zu Hause erzähle, lacht sich mein Kind halb tot, der Typ hätte ja wohl dringend dieses Zeugs gebraucht...

Mir ist das echt überhaupt nicht aufgefallen, dass da was war, das ich gar nicht in den Korb gelegt habe...wenn meine Tochter mitgeht, landet ja auch immer was im Korb, das ich gar nicht eingeladen habe.....

Ich kleinen Raffzahn ich....

19.05.2011 um 09:11 Uhr

Wenn Madam launisch ist

geht man ihr besser aus dem Weg. Irgendwie bin ich heute morgen weder Kollegen - noch Patientenkompatibel wie ich eben merkte. Ich bin genervt. Jetzt schon. Vielleicht hängt mir das auch noch von gestern nach.

Da war Anreise. Um die 70 schnatternde Frauen, die Dienstag erst den Weg zu uns gefunden haben. Ein neuer Haufen rauchender Frauen, die den Weg in unseren Raucherpavillion gefunden haben. Mal finden sich dort wenige Frauen ein, manche Gruppen bestehen aus mehr Raucherinnen. Eine hat anscheinend beschlossen den Gruppenzwang hinter sich zu lassen und gemütlich direkt vor einem Kindergartenraum zu qualmen. Das mögen wir besonders gerne....

Die Damen, die brav in den Pavillion gehen, sind allerdings auch nicht besser...sie nahmen ihre Kinder mit, direkt 3 davon (also drei Frauen...). Ich hätte fast gefragt (weil ich schon gestern leicht gallig war) ob wir noch einen Sandkasten einbauen sollen, damit es gemütlicher wird....

Und dann wurde man, ob der lauten Organe der Damen - ob man wollte oder nicht, Zeuge ihrer Unterhaltung. Ich denke, sie wußten schon, dass wir Personal sind. Dann macht es ja nochmal soviel Spaß. Und ich weiß, bereits am Tag der Anreise prasselt viel auf sie ein...sie bekommen erklärt wo der Speisesaal ist, wo die med. Aufnahme ist, damit sie am nächsten Tag bereit sind für das Abenteuer med. Vorsorge....Es wäre schon soviel von Verboten gesprochen worden, beklagte die eine. Ihr Kind sei durch den Speisesaal gerannt aber nur ein bißchen und direkt habe man sie höflich aber bestimmt angesprochen. Wenigstens hat sie bemerkt, dass es höflich war.....Sie fand ihr rennendes Kind nicht schlimm. Mich würde nur interessieren, ob das auch so wäre, wenn sie mit einem voll beladenen Tablett oder einem Kaffeebecher gegen ein spielendes, rennendes, nach hinten sehendes Kind rennen würde und sich der Inhalt des Tabletts/Tasse auf das Kind ergießt....großes Theater möchte ich wetten. Außerdem war wohl ihr Kind barfuß, das kam auch nicht gut an. Stimmt. Es kommt nicht oft vor aber es kommt vor, das Glasscherben im Speisesaal auf dem Teppich liegen. Winzige Splitter die vor dem nächsten Saugen NACH den Mahlzeiten übersehen worden sind, weil gerade erst was zu Bruch gegangen ist.

Wobei ich bei den Worten Speisesaal und barfuß an meinen Kollegen denken muß, der auch so einige Anekdoten aus den Sommern kennt...wenn Patienten in Badebekleidung oder "oben ohne " (männlein wie weiblein) in den Speisesaal kommen.....Wir hatten mal einen Koch, der dann bei der Begrüßung immer sagte, das Betreten des Speisesaals in Badehose sei verboten.....ohne sei aber auch nicht erlaubt! Ich finds witzig...

Wo war ich, ach ja, bei den Muttis. Dann wurde lang und breit über die anstrengende Fahrt und den vielen Regen hierher geredet und wie schrecklich das war (ich und meine Kollegin konnten das nicht so ganz nachvollziehen, sie saßen doch IM Zug und nicht wie in manchen Ländern auf dem Dach, oder?). Eine hatte eine Sitzplatzreservierung im Silent Room Bereich bekommen wo sie von einer Laptopbesitzerin immer wieder mit Fingerzeig (Finger auf den Mund) darauf hingewiesen wurde, das ihr Kind bitte leise sein möge...das ist natürlich ein bißchen unglücklich gelaufen...Mehrere Frauen berichteten dann, dass sie erst in letzter Minute daran gedacht hätten sich noch Jeans und Pullis in die Koffer zu packen, weil hier doch die Sonneninsel sei und sie gedacht hätten, hier wäre es immer warm (sicher und Palmen, wie Miami Beach, genauso..und die Ostsee hat schon 23°C).

Umkipp

Garniert wurde das ganze mit andauerndem Kindergeschrei im Haus (ich weiß, ansich normal aber an manchen Tagen einfach unerträglich), die sich gut mit meinen 3-Tages-Kopfschmerzen vertrugen - wohl dem Umstand geschuldet, dass das Wetter derzeit so seltsam ist. Ausgeregnet hat es sich wohl so langsam, alles ist schwuppdiwupp satt grün geworden, aber es ist weder wirklich kalt noch warm....so richtiges Kopfschmerzwetter halt.

Dann irre ich noch nachmittags durch die Gegend um a.) Bögen einzusammeln, keinen anzutreffen (Anruf auf meinem Handy vor 2 Tagen "können Sie die Bögen wieder abholen, es ist eigentlich immer jemand an der Anmeldung". Ja klar kann ich. War aber keiner da und das Personal hatte keinen Schlüssel für die Anmeldung.) , fahre dann weiter und stelle fest, dass b) in drei Dörfern Baustellen sind, die mich zu einem riesigen Umweg zwingen und letztendlich suche ich mich c) in dem Dorf, in welches ich will, dusselig um die Häuser zu finden, treffe sage und schreibe nur ein älteres Ehepaar an, das die Bögen selbst ausfüllen will und das mich auf der Treppe halb im Knien die Geburtsdaten eintragen läßt ("entschuldigen Sie bitte", sagte die ältere Dame zu mir, nachdem sie sich dann doch nochmal meinen Ausweis hat zeigen lassen, den sie genau inspizierte "wir essen gerade und wir haben keinen Platz mehr - unser Haus ist so klein"), die anderen Häuser sind gerade oder dauerhaft leer....ich hinterlasse überall meine Handynummer und warte erstmal ab ob sie jemand freiwillig meldet sonst muß ich, wenn ich nicht ganz auf Geld verzichten will, auch ohne Termin nächste Woche dort aufschlagen und mahnen....

In der Summe kein erfolgreicher Abend und der nichtzufassende kleine "Streit" oder wie immer man das nennen will mit S. - so pupsig das ganze auch ist, beschäftigt mich, weil meinerseits noch kein Statement ihr gegenüber erfolgte, immer noch.

Doof sowas.

 

18.05.2011 um 13:53 Uhr

Bücher.....hach

von: Hedera

 Bücher, herrliches Thema....
fARBIG gelesen
1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien (ich hab nur den kleinen Hobbit...)
2. Die Bibel
3. Die Säulen der Erde, Ken Follett 
4. Das Parfum, Patrick Süskind
5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
6. Buddenbrooks, Thomas Mann
7. Der Medicus, Noah Gordon
8. Der Alchimist, Paulo Coelho
9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
10. Die Päpstin, Donna W. Cross 
11. Tintenherz, Cornelia Funke
12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
18. Der Name der Rose, Umberto Eco
19. Illuminati, Dan Brown
20. Effi Briest, Theodor Fontane
21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
22. Der Zauberberg, Thomas Mann
23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
24. Siddharta, Hermann Hesse (was heißt hier Puh Lady, ich liebte es...)
25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende 
27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse (ich liebte es ebenso...)
30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley (nur Film gesehen)
31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
32. Die Glut, Sándor Márai
33. Homo faber, Max Frisch
34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera (Film vor gefühlten 100 Jahren auch gesehen, Po in dem "Kino" fast wundgesessen...)
36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
37. Owen Meany, John Irving
38. Sofies Welt, Jostein Gaarder 
39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams 

40. Die Wand, Marlen Haushofer
41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez (hab ich das gelesen...ich weiß es nicht....)
43. Der Stechlin, Theodor Fontane
44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee (sollte ich wohl mal lesen, eben mal gegoogelt...)
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
47. Der Laden, Erwin Strittmatter
48. Die Blechtrommel, Günter Grass
49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque (stand bei meinen völlig unbelesenen Eltern im Regal um hübsch auszusehen, daher hab ich es dann gelesen..ich hab alles gelesen....)
50. Der Schwarm, Frank Schätzing
51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
53. Momo, Michael Ende
54. Jahrestage, Uwe Johnson
55. Traumfänger, Marlo Morgan
56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
57. Sakrileg, Dan Brown
58. Krabat, Otfried Preußler (nur den Film gesehen, unsere Lehrerinnen plädieren sehr für das Buch!!)

59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
60. Wüstenblume, Waris Dirie
61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
63. Mittsommermord, Henning Mankell
64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
70. Tagebuch, Anne Frank
71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult
72. Jauche und Levkojen, Christine Brückner
73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann

75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
79. Winnetou, Karl May
80. Désirée, Annemarie Selinko
81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
83. Sturmhöhe, Emily Bronte
84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
85. 1984, George Orwell
86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
87. Paula, Isabel Allende
88. Solange du da bist, Marc Levy
89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
93. Schachnovelle, Stefan Zweig
94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood
Ich muß gestehen, ich weiß nicht ob ich nicht doch ein paar jetzt noch schwarze Bücher gelesen habe...soviele Bücher gibt es und so wenig Zeit...seufz...
jedenfalls hab ich mir drei buchtitel aufgeschrieben, die ich dann mal noch lesen würde wollen...mal sehen ob ich die bücher ersteigern kann:
die Korrekturen, die Wand und wer die Nachtigall stört.
Vielen Dank Lady für dieses weitergeleitete Stöckchen!!

18.05.2011 um 10:01 Uhr

Stunk im Paradies

von: Hedera   Kategorie: privater Wahnsinn

Nahezu die einzige Ebene auf der bisher alles glatt lief, war die mit meinen Freundinnen vom Tanzen. Mal "tanzte" sprichwörtlich eine aus der Reihe - meist oder eigentlich immer handelte es sich dabei aber um Damen, die eh nur Saisonbedingt oder sporadisch in unserer Gruppen weilten. Alles harmlos.

Wir treffen uns nie nur freitags, telefonieren oft in der Woche miteinander und verbringen auch die Wochenende mehr als nur gelegentlich zusammen.

Montag klingelte mein Telefon und S. unsere Tanzlehrerin, wollte mir etwas mitteilen. Nicht mir allein, später wollte sie auch noch eine andere Freundin anrufen. Ich bewundere sie dafür, dass sie immer recht gerade heraus ist, egal ob sie aneckt oder evtl. jemand sich auf den Schlips getreten fühlt - was immer mehr meine Baustelle ist. Sie ärgert sich, überlegt kurz und schwupps macht sie ihrem Ärger kund. Oft allerdings hat sie bisher bei uns angerufen und ihre Situation geschildert und gefragt, wie wir die Sache sehen. Nun waren wir quasi selbst die Sache. Meine Freundin L. und ich seien ihr quasi aufgestossen. Einmal hatte sie einen Informationsabend für eine andere Aktion bei der wir und andere, uns allen fremde Frauen zugegen waren. Da hätten wir bzw. L. Sprüche losgelassen, die ihr unangenehm waren, quasi aus dem Nähkästchen geplaudert. Und letzten Samstag als wir privat bei ihr zum Grillen waren, mein Mann, ich, L. unsere S. und ihr Mann natürlich auch, da hätten wir uns darüber lustig gemacht, dass sie zwar meinem Mann Getränke servierte, ihr Mann sich aber selbst bedienen mußte.

Sie fühlt sich dabei von uns ins Lächerliche gezogen, in ihrer Autorität untergraben oder ich weiß nicht was. Ganz ehrlich, ich weiß schon gar nicht mehr, was genau das in ihr ausgelöst hat, so überraschend kam das für mich. Gerade L. wäre immer mit ihren Worten so "hart". Ich weiß gar nicht wirklich, was sie damit meint. Ich wußte es während des Telefonats nicht und auch bei längerem Nachdenken nicht. Ich weiß, ich habe ein loses Mundwerk, wenn ich denke, dass ich spontan über das Ziel hinaus geschossen bin, entschuldige ich mich eigentlich sofort für flappsige Sprüche. Sie hat nicht direkt gesagt, dass ich etwas gesagt hätte, eher L. Mein Mann ist selbst eher ruppig manchmal in seiner Art, das war wohl eine "gute" Schule für mich, bzw. mir fällt es anscheinend daher nicht so auf, wenn jemand etwas sagt, das einen anderen verletzen könnte. Weil ich es selbst meistens nicht so ernst nehme.

Und dieser Anruf kam so überraschend für mich, dass ich mich erst danach damit auseinandersetzen mußte. Was genau meint sie? Und ich gebe zu, mir fällt es immer noch schwer mir den Schuh anzuziehen ohne gleichzeitig ihr eigenes Verhalten zu prüfen. Ihre ständigen Bemerkungen, dass alles was ich erzähle und mit seltsamen Eigenarten meines Körpers zu tun hat (Gewicht das auf einmal bleibt wo vorher keins war, Kopfschmerzen etc.), sicher auf meine Wechseljahre begründet ist, finde ich auch nicht immer passend. Oder ihre Antwort, als sie mich zum Maifeuer eingeladen hatte und ich aber den gesamten Samstag bis abends mit putzen verbringen mußte - "selbst Schuld, wenn man putzen geht" fand ich auch recht "schnodderig". Aber ich fühlte mich da auch nicht bemüßigt ihr deswegen die Meinung zu sagen. Ein Spruch, nicht nett vielleicht...

Aber bisher steht mein Telefon seit ihrem Anruf still. Ungewöhnlich eigentlich. So als ob etwas kaputt gegangen wäre. Ich hoffe nicht, dass das so ist. Vielleicht ist sie ja wirklich beleidigt. Dabei ist es eher anders als sie denkt. Ich glaube, wir freuen uns in der Tat manchmal sie bei kleinen Unzulänglichkeiten zu ertappen damit sie nicht allzu perfekt ist. Sie tanzt in unseren Augen göttlich und nicht im Ansatz werden wir jemals an sie heranreichen. Sie kann sich beruflich ausprobieren, weil sie nicht alleine für das Einkommen der Familie sorgen muß. Ihr Mann liebt sie abgöttisch und ihre Kinder sind begabte, schlaue kleine Köpfe, wenn auch nicht immer problemlos. Von außen betrachtet könnten wir eher neidisch auf ihr im Grunde sorgenfreies Leben sehen, dass sie selbst manchmal als kompliziert empfindet. So á la - sie weiß gar nicht (manchmal), wie gut sie es hat.

Bald feiert ihr Mann seinen 40. Geburtstag. Eigentlich hatten wir schon vor, sie liebevoll aber schon teilweise ein klitzekleines bißchen ironisch zu diesem Anlaß durch den Kakao zu ziehen. Wenn ihr Mann Geburtstag hat, hasst sie es eigentlich, nicht im Mittelpunkt zu stehen. Wir erinnern uns noch gut daran, dass wir beim letzten so lachen mußten, als sie selbst nach Mitternacht verkündete, dass jetzt sie wieder an der Reihe sei....Nun denken wir, dass sie vielleicht Angst hatte, das wir es fertig bringen sie vor anderen lächerlich zu machen. Das wollten wir nicht. Die Hauptperson ist ja schließlich an dem Tag ihr Mann. Aber wir werden jetzt unsere Aktionen auf ein Minimum begrenzen, damit es ja nicht der Auslöser für erneute Mißfallen ist.

Komisch, auf einmal sind Dinge kompliziert, die ich nie für kompliziert gehalten hätte......seufz...............

16.05.2011 um 10:15 Uhr

Guten Tag, darf ich Sie zählen?

von: Hedera   Kategorie: Die Welt da draußen

Wie ich neulichst schon kundtat, bin ich ja jetzt im Dienste der Wissenschaft unterwegs und helfe den Statistikern lustige Rechenexempel zu statuieren. So wandere ich gerne nach der Arbeit mit meiner superhübschen Bree-Aktentasche durch die Pampa und bringe Angst und Schrecken unters Volk (weil so viele sicherlich denken ich bin Vertreterin..hihi).

Leider wird das ganze anscheinend nicht so lukrativ für mich ausfallen wie ich dachte. Nicht, dass ich annahm, ich verdiene Geld ohne viel Arbeit - das nicht. Aber in meinem mir zugeteilten Bezirk sind viele Wohnung leer - weil FeWo oder es handelt sich um 1-Personenhaushalte, das macht den Kohl leider nicht fett.

Und dann ist da noch Frau Z. Seufz. Die mich (bisher) als Einzige in den Wahnsinn treiben könnte.

Mit dem Dorf in dem sie und ihr Mann wohnen, habe ich angefangen. Sie war, glaube ich, meine letzte Einheit an diesem Tag. Ich stellte mich vor, zeigte meinen Auswaus und erklärte, was zu tun ist. Einen Fragebogen ausfüllen. Wahlweise mit mir, ohne mich - dann aber mit der Option diesen selbst zur zuständigen Behörde zu schicken oder den Fragebogen Online ausfüllen. Nein, sagte sie mir, das passe ihr jetzt gar nicht. Sie habe das Haus voller Besuch. Da solle ich doch ein andermal wiederkommen. Wann genau, das wollte sie mir nicht verraten. Okay dachte ich, in das Dorf mußte ich nochmal, probieren wir es einen Tag später.

So voll das Haus an diesem Tag so leer war es am nächsten. Kein Mensch da. Da ich schon gemerkt hatte, das die Frau wenig Lust verspürte mich reinzulassen - was sie ja auch nicht muß - hatte ich die Bögen schon vorbereitet. Das heißt, ich habe für jede Straße bzw. Hausnummer einen Bogen, den ich ausfüllen muß. Name, Vorname , Geschlecht und Geburtsdatum. Außerdem liegt dieser "Akte" auch noch ein Bogen bei auf dem mögliche Bewohner schon vermerkt sind. Mal stimmen die Angaben, mal steht gar keiner drauf - das erhöht die Chance, das es sich bei der Anschrift um eine FeWo handelt ungemein...:o(  Wenn dort jemand steht, ist das Geburtsjahr schon vermerkt. Nur Tag und Monat nicht, das muß ich erfragen. Wahrscheinlich um zu verhindern das meiner einer den Bogen einfach selbst ausfüllt und dafür nachher Geld kassiert - obwohl ich denjenigen gar nicht angetroffen habe. Ohne das ich auf MEINEM Bogen diesen Geburtstag nicht eingetragen habe, kann ich dem Bürger den Fragebogen nicht aushändigen.

Nun war niemand da. In meinem Bogen hatte ich schon die Angaben aus meinem Infoblatt übertragen und den Klebezettel mit der Nr. des Fragebogens aufgeklebt - so als ob ich ihn gleich übergeben könnte. Nur konnte ich das in dem Fall nicht. Also habe ich noch einen Terminzettel geschrieben. Habe Infomaterial (erneut, hatte ich der Dame schon beim ersten Mal gegeben) in den Briefkasten geschmissen und auf der Terminkarte meine Handy-Nr. vermerkt mit der Bitte um Rückruf und Abstimmung eines Termins.

Es kam natürlich kein Anruf.

Mittlerweile war ich beim nächsten Dorf angelangt (im Zuge meiner Befragungstätigkeit). Der Bogen des Ehepaares schmorte noch immer in meiner Tasche. Ich ärgerte mich. Wenn ich die Bögen nicht an den "Mann" brachte, mußte ich hinterher erklären warum ich schon Eintragungen in meine Liste vorgenommen hatte. Also bin ich wieder (zum dritten Mal!) dort vorbei. Ein Auto stand in der Auffahrt. Prima, endlich jemand da.

Geklingelt.

Frau Z. öffnet die Tür. Eigentlich sicher eine nette ältere Dame. Aber ein wenig stur und uneinsichtig.

Jetzt passe ihr das aber auch nicht. Ihre Tochter sei zu Besuch. Ich erklärte, dass ich ja nun schon das dritte Mal da sei obwohl ich eigentlich nur 2x in einem Haushalt vorsprechen muß. Das wäre ja nicht ihr Problem, entgegnete sie, dann müsse ich, wenn ich halt was wolle nochmal kommen. Jetzt war ich dann aber doch sauer. Ich bekomme für ausgefüllte Bögen Geld. Für mehrere unnütze Fahrten bekomme ich nichts. Nada. Bei den Benzinpreisen ist das einfach ärgerlich ständig vereimert zu werden. Ich habe sie deshalb darauf hingewiesen, das ich NICHT in einem Staatsauto durch die Gegend kutschiere sondern mit meinem auf meine Kosten. Das beieindruckte sie wenig. Sie habe gehört, man könne die Bögen selbst ausfüllen (was ich ihr bei meinem ersten Besuch schon so gesagt hatte, seufz). Jawohl, das können Sie! Dann solle ich ihr doch einfach die Bögen geben und gehen.

Nein, das kann ich nicht. Ich brauche ihre Geburtsdaten, dann kann sie sofort die Bögen haben. Ich habe ja alles vorbereitet, nur ihr Datum und das ihres Mannes, das Jahr weiß ich ja schon.

Dann kommt wieder, sie hat keine Zeit. Ich erkläre ihr, dass die Zeitdauer unseres Gesprächs mittlerweile die der Ausfülldauer des Bogens überschritten hat. Da sagt sie: "Nehmen Sie doch einfach jemand anderen". Nein gute Frau, da haben Sie wieder etwas falsch verstanden, ich habe hier einen Bogen mit der Hausnummer und den Hausbewohnern, die ich befragen muß. Das ist keine Frage des Wollens oder Lusthabens. Ich sage noch einmal, das ich nur ihren Geburtstag wissen muß.

"Da muß ich erst meinen Mann fragen, ob ich das sagen darf." erwidert sie. Ich hätte umkippen können. Ich atme tief durch, ich bin geladen, wirklich, so was störrisch hatte ich die ganzen Tage nicht. Okay, sage ich, fragen Sie Ihren Mann. Ich gebe ihr Zeit bis diesen Samstag, gebe ihr nochmal Infomaterial und meine HandyNr. Wenn ich bis Samstag keinen Anruf erhalten, dass ich zum 4. Mal kommen kann, dann werde ich auf dem Bogen vermerken, dass sie die Mitarbeit verweigert hat. Dann soll sich sonstwer darum kümmern. Die Mitarbeit ist verpflichtend und kann mit empfindlichen Strafen geahndet werden. Und das ganze für einen bei Rentnern lächerlichen Fragenbogen.

Was sagte sie noch: "Da war doch schon vor Jahren mal jemand und hat uns befragt. " Ich sage, das ist über 20 Jahre her. Ja was man denn schon von ihnen als Rentnern wird wissen wollen. Eben gute Frau! Die kürzeste Zeit verbringe ich bei Rentnern. Name, Anschrift, Geburtsdatum, Familienstand, in der BRD geboren oder nicht, erwerbstätig? Nein, fertig....das dauert keine 5 Minuten. Ich habe wertvolle Lebenszeit (meinerseits!) an ihrer Haustüre verbracht, weil sie mir ihren Geburtstag nicht verraten wollten. Wenn da doch das Jahr stünde, dann "wissen DIE doch, wann wir Geburtstag haben"....sicher wissen "Die" das. Egal.

Ich hätte ihr noch verraten können, das die wirklich "peinlichen" Dinge eher bei Nachbarn zu erfragen sind und nicht der Geburtstag. Nachbarn erzählen gerne alles. Wahrscheinlich hätte mir auch jemand aus der Nachbarschaft ihren Tag verraten. Ihre Telefon-nr. steht ja auch im Telefonbuch.

PS

Einen hab ich befragt, der hat mir mit Lämmchen im Arm die Tür aufgemacht. Ein Lamm in der Bude! Herrlich!!!!!

11.05.2011 um 15:26 Uhr

Es wird....

Sommer.

Das merkt man an diversen Dingen:

  • statt gähnender Leere empfängt uns überall in Hafennähe lustiges Geklimper aneinanderklirrender Masten. Das setzt voraus, dass man
  • morgens unvermutet hinter einem Trecker hinterhertuckern darf, der ein Segel- oder Motorboot auf dem Hänger hat
  • in der Stadt - gerade zu Feiertagswochenenden oder Ferien tobt der Bär und die Strassen sind voller Menschen, die alle Zeit der Welt haben
  • Ich habe keine Zeit, hetze von Job zu Job und freue mich, wenn ein Abend dabei ist, wo ich nichts tun muß
  • mir passt nix mehr. Kein Rock, der einen Reißverschluß hat und außer 2 Hosen nüscht. Ich sehe in allen KLamotten aus wie Miss Wurstpelle. Das ist allerdings schon ewig nicht mehr so gewesen. Ich kriege also dieses Jahr auch noch eine fette Depri wegen völliger "Aus-dem-Leim-Gehung". Super. Hat mir gerade noch gefehlt.
  • Nach der Arbeit ist vor der Arbeit. Man sieht mich nämlich ab jetzt abends mit wichtiger schwarzer Aktentasche von Haus zu Haus schleichen und KLingelschilder bzw. Hausnummern checken...genau. Miss Erhebungsbeauftragte versucht ihres Amtes zu walten. Gar nicht so einfach allerdings...Ich habe erheblich viele Anschriften die aus nicht bewohnten Einheiten bestehen und dafür gibbet kein Geld. Oder die Leute scheinen zu denken, ich bin Beamtin, fahre eine Staatskarosse und kann ca. 10x vorbeikommen, immer in der Hoffnung den Herrschaften passt es evtl. jetzt mal....
  • Man kann die Heizung endlich auslassen. Das ist doch mal was!
  • Meine Katze freut sich wie Bolle, wenn ich endlich zu Hause bin und dort auch bleibe
  • Ich kann jetzt schon keine Putzeimer mehr sehen und der Sommer ist noch nichtmal da......
  • Einige Leute schreiben gar nicht mehr hier. Ist das jetzt ein gutes Zeichen oder ein schlechtes?
  • Ich lese gerade "Ich hab dich im Gefühl"...ich liebe Büchertipps!!!