Aves Verticis

28.04.2007 um 00:00 Uhr

mein springender .

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

es war ein zeichen da so froh
so glücklich richtig rund und so
am ende stand es objetkiv,
doch überzeugt,
dass's sätzlein anders lief
von hinten gebeugt.
denn dort hat es sein heim gefunden
dort ists geborgen in schweren stunden
diese stelle gibt ihm kraft
und nimmt von schultern alles last
wie paradox der schein
des satzes ende ist ein warmes heim
der satz noch lange nicht gesprochen
solange sein ende nicht gebrochen
und drum war er so froh
mein springender punkt
mein satzzeichenfloh

27.04.2007 um 00:26 Uhr

der springende .

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

es war ein zeichen da so froh
so glücklich richtig rund und so
am ende stand es objetkiv
doch überzeugt,
dass das sätzlein anders lief
von hinten gebeugt.
denn dort war es das erste
das die weißen blätter berste.
und drum war er so froh
der springende punkt
der satzzeichenfloh

zufällig entstanden aus einer laune der zeichen

für meine gute freundin verena

17.04.2007 um 19:10 Uhr

mein baum

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

der aum

sachte scheint sonne durch wolken
winter hat lange genug gegolten
schnee tropft an der rinde entlang
kitzelt und kündigt den frühling an

ein warmer wind weht wogend dahin
ein weckruf, das ist es für ihn
so zart seine zweige der blätter noch ohne
so mächtig wird sein seine tollgrüne krone

ein spross so klein und rein
tut seinen blick in die welt hinein
der pionier von grüner front
erobert ein ästlein wohl gekonnt

das wunder ist vollbracht
der baum mir voll grünster freude lacht
jugend, das schreit er heraus
die vögel, sie zwitschern applaus

himmlische ruh kann man hier fühlen
seine nähe macht mich glühen
ja, wenn ich vor ihm steh
denn himmel ich gar seh
durch wipfel wanken wolkentrunken
blaue meere und ein stern versunken

der schönste frieden den es gibt
wenn du weißt, dass die welt dich liebt

für meinen liebsten grünen Daumen

15.04.2007 um 22:13 Uhr

serviettengedicht

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

gedichtet von Stefan, geschrieben von Annette

15.04.2007 um 00:07 Uhr

der frühlingsbote

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

Schmetterling

na du bist mir mal einer
kommst einfach mal vorbeigeflogen
dabei so frech wie sonst wohl keiner
landest vor mir mit nem großen bogen

was tust du hier so nah bei mir
wirst wohl nicht den zug erwarten
hier am bahnsteig um kurz vor vier
du gehörst doch in nen schönen garten

willst du mir denn etwa zeigen
dass es schon ist so weit
die ganze welt ein garten eiden
denn es ist wieder frühlingszeit

ich muss gestehen du bist wunderbar
du machst freude in meim herzen wahr
dein anblick ist ein hochgefühl
klimax im alltäglich kalt gewühl

ich danke dir dass du gekommen
dass du mir etwas leid genommen
ich liebe dich dafür ein wenig
diesen warm moment du mir genehmigt

danke!

15.04.2007 um 00:00 Uhr

wo bist du

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

hab ich dich nicht im himmel gesucht?
die weite der nächte oftmals verflucht
der vielen der sterne hab niemals vergeben
dass sie dich verstecken vor meinem leben.

in feldern der blumen gar reichlich voll
da glaubt ich dass finden ich soll
was einzig die schönste der allen ist
die eine die du meine liebe bist.

wolkenmeer oft schon durchtaucht?
niemals hab ich dich mehr gebraucht!
du bist nicht da um mich aufzufangen
sollt ich schon wieder vier zweien bangen.

ein frühling ist wieder mal angebrochen
schon viele der schönen geblühe gerochen
doch keiner der winde die düfte tragen
warst du, wo bist du?, muss ich fragen

in klängen der saiten da warst du schon mal
nur kurz mal durchdrangst du den saal
doch kann ich dich heut nicht mehr fühlen
so bitte doch komm hier zurück um wieder zu glühen

einsam das ist es hier ohne dich
jeder gedanke trägt dich in sich
so bitte so bitte doch hab erbarmen
nun komm in mein leben zu meinen armen

immer schon war ich ohne dich
lange gehts nicht mehr
furchtbar ists fürchterlich
oh, sonst ists leer

04.04.2007 um 00:14 Uhr

zitat der stunde

Die Gedanken sind frei, wer könnt sie erraten?
Sie fliegen vorbei, wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger sie schießen
mit Pulver und Blei, die Gedanken sind frei.
Ich denke, was ich will und was mich beglücket,
doch alles in der Still' und wie es sich schicket.
Mein Wunsch mein Begehren kann niemand verwehren,
es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei!
Und sperrt man mich ein in finsteren Kerker,
Ich spotte der Pein und menschlicher Werke.
denn meine Gedanken zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei: Die Gedanken sind frei.
Drum will ich auf immer den Sorgen entsagen
und will mich auch nimmer mit Willen verklagen.
Man kann ja im Herzen, stets lachen und scherzen
und denken dabei: Die Gedanken sind frei.

03.04.2007 um 22:42 Uhr

direkt danach

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

frisch gebrochnes herz
fühlt sich seltsam an
es schlägt noch in der hand
heißes blut spritz heraus
das gefühl ein graus
noch nicht da der schmerz

wie eine frau es schafft
etwas weiches zu brechen
gleich mehrmals
ein wundenmeer klafft
mit genesung nicht zu rechnen

ziemlich blöd gelaufen
mal wieder
der dumme geht einen saufen
der kluge weint lieder

wer der dumme ist
nämlich nicht ist klar
wenn du der schlaue bist
ist deine dummheit wahr

warum sich weiter quälen
mit ihr treffen
dein herz mit messerschnitten schälen

weil du der kluge bist
weil du erwachsten wirst
weil du deiner zivilisiertheit fröhnst
und dir deine männlichkeit rosa schönst

du bist dumm. du darst nicht denken.
sonst wirst du ziemlich schnell versinken.
schon mittendrin im untergehn
von deinem leben nicht mehr viel zu sehn.

schreie auf
mach deinen letzen schlag
gehe auf
huldige dem tag

das leben du genießen musst
es ist das einzge was du hast
leb auch schmerzen voller lust
damit du an freude freude hast

scheiß leben.
langeweilig und einsam eben.
wird es jemals anders sein?
prognose lautet nein.