Aves Verticis

03.05.2007 um 15:34 Uhr

dumm gelaufen?

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

du sagst es sei nicht gut gelaufen
du würdest im zweifel nun er-
trinken
versagtest du, plagt dich dein gewissen?
so manche aufgabe war wohl nur be-
scheuert

ich sage immerzu,
"es" kann nicht laufen,
was da läuft bist du -
und ich habe dich gesehen -
- eine grazie beim gehen.

was hast du in den sand gesetzt?
war der sand den fair geschaufelt?
vielleicht wars nur der falsche sand zuletzt.
ärgelich, ja ganz bestimmt
doch am schluss das ehrlich herz gewinnt

Mach dir keine Sorgen,
Zweifel darfst du niemals borgen
von den Tagen, die nach morgen.

ich drück dir daumen weiterhin,
denk an dich,
zeig es ihn'n!

für meine linguistische freundin im examens-stress

01.05.2007 um 23:05 Uhr

ehrliches herz

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

wie er ein meisterwerk getan
sieh sich meine gute freundin an
ihre freundschaft ist die herzlichkeit
ihre sorge ist für andre geleit
glaubt gutes im menschen und im tier
ihr herz hämmert hierfür
irgendwie immer ist sie da
für jedermann ganz und gar
weiß rat in wahren worten
beglückt alle der orten
ihr antlitz ist gar viel zu schön
man kann ihr herz ja gar nicht sehn
oder möchte mans nicht glauben
ihre prinzipien sich so hoch erschrauben
ihre welt für wahrheit viel zu gut
doch macht sie allen andren so viel mut
ich danke dir so sehr
dass du da bist und noch mehr
ich wünsche dir von ganzem herzen
niemals mehr irgendwelche schmerzen
so ein mensch wie du es bist
diese welt sehr stark vermisst
das musst du immer wissen
und mit stolz deine ehrlich flagge hissen

für meine liebste praktikantin

01.05.2007 um 22:41 Uhr

ein neuer freund

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

ungeahnt und gleich bekannt
hat er lösungen ersannt
ist einfach einmal dagewesen
zweimal dreimal seine worte lesen
fühlte mich gar sehr durchleuchtet
doch auf angenehme weise
jeder einen freund wie ihn hier bräuchtet
sagt eindringlich leise
kluge worte der wahren sachen
und rät was man kann machen
ich wünsch ihm nur das beste
kenn ihn kaum lang
doch sag ich gewiss
er hat die reinste weste
der chris

28.04.2007 um 00:00 Uhr

mein springender .

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

es war ein zeichen da so froh
so glücklich richtig rund und so
am ende stand es objetkiv,
doch überzeugt,
dass's sätzlein anders lief
von hinten gebeugt.
denn dort hat es sein heim gefunden
dort ists geborgen in schweren stunden
diese stelle gibt ihm kraft
und nimmt von schultern alles last
wie paradox der schein
des satzes ende ist ein warmes heim
der satz noch lange nicht gesprochen
solange sein ende nicht gebrochen
und drum war er so froh
mein springender punkt
mein satzzeichenfloh

27.04.2007 um 00:26 Uhr

der springende .

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

es war ein zeichen da so froh
so glücklich richtig rund und so
am ende stand es objetkiv
doch überzeugt,
dass das sätzlein anders lief
von hinten gebeugt.
denn dort war es das erste
das die weißen blätter berste.
und drum war er so froh
der springende punkt
der satzzeichenfloh

zufällig entstanden aus einer laune der zeichen

für meine gute freundin verena

17.04.2007 um 19:10 Uhr

mein baum

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

der aum

sachte scheint sonne durch wolken
winter hat lange genug gegolten
schnee tropft an der rinde entlang
kitzelt und kündigt den frühling an

ein warmer wind weht wogend dahin
ein weckruf, das ist es für ihn
so zart seine zweige der blätter noch ohne
so mächtig wird sein seine tollgrüne krone

ein spross so klein und rein
tut seinen blick in die welt hinein
der pionier von grüner front
erobert ein ästlein wohl gekonnt

das wunder ist vollbracht
der baum mir voll grünster freude lacht
jugend, das schreit er heraus
die vögel, sie zwitschern applaus

himmlische ruh kann man hier fühlen
seine nähe macht mich glühen
ja, wenn ich vor ihm steh
denn himmel ich gar seh
durch wipfel wanken wolkentrunken
blaue meere und ein stern versunken

der schönste frieden den es gibt
wenn du weißt, dass die welt dich liebt

für meinen liebsten grünen Daumen

15.04.2007 um 22:13 Uhr

serviettengedicht

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

gedichtet von Stefan, geschrieben von Annette

15.04.2007 um 00:07 Uhr

der frühlingsbote

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

Schmetterling

na du bist mir mal einer
kommst einfach mal vorbeigeflogen
dabei so frech wie sonst wohl keiner
landest vor mir mit nem großen bogen

was tust du hier so nah bei mir
wirst wohl nicht den zug erwarten
hier am bahnsteig um kurz vor vier
du gehörst doch in nen schönen garten

willst du mir denn etwa zeigen
dass es schon ist so weit
die ganze welt ein garten eiden
denn es ist wieder frühlingszeit

ich muss gestehen du bist wunderbar
du machst freude in meim herzen wahr
dein anblick ist ein hochgefühl
klimax im alltäglich kalt gewühl

ich danke dir dass du gekommen
dass du mir etwas leid genommen
ich liebe dich dafür ein wenig
diesen warm moment du mir genehmigt

danke!

15.04.2007 um 00:00 Uhr

wo bist du

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

hab ich dich nicht im himmel gesucht?
die weite der nächte oftmals verflucht
der vielen der sterne hab niemals vergeben
dass sie dich verstecken vor meinem leben.

in feldern der blumen gar reichlich voll
da glaubt ich dass finden ich soll
was einzig die schönste der allen ist
die eine die du meine liebe bist.

wolkenmeer oft schon durchtaucht?
niemals hab ich dich mehr gebraucht!
du bist nicht da um mich aufzufangen
sollt ich schon wieder vier zweien bangen.

ein frühling ist wieder mal angebrochen
schon viele der schönen geblühe gerochen
doch keiner der winde die düfte tragen
warst du, wo bist du?, muss ich fragen

in klängen der saiten da warst du schon mal
nur kurz mal durchdrangst du den saal
doch kann ich dich heut nicht mehr fühlen
so bitte doch komm hier zurück um wieder zu glühen

einsam das ist es hier ohne dich
jeder gedanke trägt dich in sich
so bitte so bitte doch hab erbarmen
nun komm in mein leben zu meinen armen

immer schon war ich ohne dich
lange gehts nicht mehr
furchtbar ists fürchterlich
oh, sonst ists leer

03.04.2007 um 22:42 Uhr

direkt danach

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

frisch gebrochnes herz
fühlt sich seltsam an
es schlägt noch in der hand
heißes blut spritz heraus
das gefühl ein graus
noch nicht da der schmerz

wie eine frau es schafft
etwas weiches zu brechen
gleich mehrmals
ein wundenmeer klafft
mit genesung nicht zu rechnen

ziemlich blöd gelaufen
mal wieder
der dumme geht einen saufen
der kluge weint lieder

wer der dumme ist
nämlich nicht ist klar
wenn du der schlaue bist
ist deine dummheit wahr

warum sich weiter quälen
mit ihr treffen
dein herz mit messerschnitten schälen

weil du der kluge bist
weil du erwachsten wirst
weil du deiner zivilisiertheit fröhnst
und dir deine männlichkeit rosa schönst

du bist dumm. du darst nicht denken.
sonst wirst du ziemlich schnell versinken.
schon mittendrin im untergehn
von deinem leben nicht mehr viel zu sehn.

schreie auf
mach deinen letzen schlag
gehe auf
huldige dem tag

das leben du genießen musst
es ist das einzge was du hast
leb auch schmerzen voller lust
damit du an freude freude hast

scheiß leben.
langeweilig und einsam eben.
wird es jemals anders sein?
prognose lautet nein.

31.03.2007 um 01:11 Uhr

chi chi asmus

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

das chi so schön
hässlich der rest
man es verwöhn
sich treten er lässt

division durch null
unendlich viel pein
chi nicht sein soll
muss es doch sein

gedanken sind frei
gebannt das herz
träume goodbye
hallo du schmerz

21.03.2007 um 19:12 Uhr

stau an der kreuzung zweiter schreibtisch links

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

zwei prozesse streiten sich
um den zugriff und zwar fürchterlich.
die informatik dazu sagt:
wer schlau ist, der ein ampelmännchen fragt.
"was ist denn das?", fragen die kollegen,
"na, eine semaphore bittesehr!"
"semaphore was ist das, wo kommt das her,
amphoren wärn da mehr gelegen,
amphoren voller bier!"
"doch warum denn übertreiben",
frag ich mein gegenüber
"man kann doch auch bei einer halben bleiben!"
"würd schon reichen", schallt es wieder,
"eben drum", sagt meiner einer,
"sema-phoren sind genug für deiner."

21.03.2007 um 00:21 Uhr

fahrgemeinschaft

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

es ist erst mal kalt.
still ists auch.
nur mein schritt der schallt.

unbekannt gekannt gesichter
in der neon schatten lichter.
dunkel stehen die gestalten
wie lange schon hier ausgeharrt
trotz des windes schon erstarrt
warten auf signale schalten.

der alte mann ist immer da.

schwer sein blick in meinen augen
müde nicht der zeit, doch traurig wohl,
ganz gewiss nicht hohl,
der blick, als ob in meine seele schaugen

es macht mich zittern,
seine gedanken sind verborgen,
er spricht nie, sind es denn sorgen?
sein gesicht ließen sie verwittern.

junge frau ist heut zugegen
schön anzusehen -
sie lächelt mir zu, hat wohl nix dagegen
doch dann seh ich sie gehen

eine schminke kommt vorbei
bringt farbe in das neonlicht
doch mehr auch nicht
ihr gesicht protesterei

soldat schlendert schlurft
zu später stunde keine pflicht mehr ruft
stengel im mund glimmt an
ob tempratur besiegen kann?

die kurve fallen zeiger runter
einer langsam, keiner munter
elf uhr vierundzwanzig auf den punkt -
warten ist nicht sehr gesund.

tonlos weht der wind umher
fegt herzen und auch köpfe leer.

19.03.2007 um 20:14 Uhr

faules messer

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

drei tage unrasiert
und nix passiert
keiner hat mich angesprochen
dass ich ein tabu gebrochen

es fühlt sich kratzig an
was einem wächst als mann
doch komisch ist es allemal
für ästhetik: schlechte wahl

wenn man haare einzeln zählen kann
fühlts sich auch nicht flauschig an.
hormone sind wohl nicht genügend da
für den bart des barbarossa

wohl doch sind es viel zu viel
für die meine faule klinge.
denn regelmäßig verfehlt sie ihr ziel
dass ich in schmerzend tönen singe.

19.03.2007 um 19:07 Uhr

allein im schnee

von: sgtschnitzel   Kategorie: poetisches

sie fällt, sie fällt,
den himmel erhellt.
sie weiß nicht, wohin
sie weiß nicht, wo ich bin.

die flocke aus schnee
sucht ihren weg in der weh'
sie treibt durch wolken,
himmel, die mir was bedeuten.

ich hoff sie fällt zu ihr
lindert pein, verursacht hier,
kühlt die rasenden gedanken
die da sind zu hauf.
bitte geh zu ihr zum landen.
fängt sie dich sicher auf
so bitte flüstre sacht
wieviel beklemmen mir es macht
sovieles ich getan, gesagt,
und nur dummheit ich gewagt.

ich will sie nicht verlieren,
doch selber sprechen kann ich nicht,
mich noch zu blamieren,
denn bereits verlorn ich mein gesicht.
nichts mehr da was ich verlieren kann
im schnee ich lieg, als toter mann.