So, gestern wurde mir "Twilight" von Stephenie Meyer ausgeliehen und ich werde euch nun an meinen ersten Eindrücken Teil haben lassen. Bin übrigens derzeit auf Seite 112 von 434.
Bei einem Buch lese ich immer zuerst den ersten und den letzten Satz. Beide hier nicht sehr vielversprechend. "My mother drove me to the airport with the windows rolled down." Äh, ja, danke für die Info. Damit greife ich schon mal auf den Erzählstil vor: *Das sind Dinge von denen ich keine Ahnung haben will...* Eine Menge überflüssiger Informationen. Den letzten Satz zitiere ich hier nicht, da viele das nicht möchten.
Erzählstil. Hmpf. Muss es so offensichtlich für weibliche Teenager geschrieben sein? Es ist wirklich aufdringlich offensichtlich. Eine Menge Beschreibungen. Häufige Erwähnung, dass hoher Spritverbrauch schlecht für die Umwelt ist oder ähnliche Umwelt-Themen. Auch frage ich mich, ob Frau Meyer in Wahrheit nicht doch Volvo-Vertreterin ist. "Stupid shiny Volvo owner" ist auch eine interessante Beleidigung (?).
Allgemein ist es einfach nicht der richtige Erzählstil für mich. Mich interessiert es nun mal nicht was und wie sich die Hauptfigur jeden Tag was zu essen macht. Da kann ich genauso gut 'ne Einkaufsliste oder ein Kochbuch lesen, herrje.
Allerdings muss ich dem Buch zu Gute halten, dass es sich schnell und leicht liest und sich trotz unnötigster Details nicht zieht.
Charaktere.Das erste was mir bei Bella in den Sinn kam war: *Hello, Mary-Sue...*. Falls das hier nicht jedem was sagt: Die Melodie ist natürlich von "Hello Mary-Lou". Zu "Mary-Sue" sagt Wikipedia folgendes:
"Mary Sue ist eine abwertende Bezeichnung für ein Phänomen, das vor allem in der Fan-Fiction zu bekannten Büchern und Filmen auftaucht. Es handelt sich um eine meist weibliche und oft sehr junge Hauptperson (männliche Mary Sues werden Marty Stu, Murray Stu, Gary Sue, Gary Stu oder - selten - Barry Lue genannt), die mit höchst idealisierten Zügen und Charaktereigenschaften ausgestattet ist. Sie vertritt moderne Positionen und zieht in der Handlung das Interesse aller Nebenfiguren auf sich. Selbstverständlich ist, dass sie alle auftauchenden Probleme bravourös löst. Oft wird unterstellt, dass sie eine idealisierte Selbstdarstellung des Autors ist und hauptsächlich dessen eigene Phantasien bedient."
Dazu triefen die Zeilen nur so vor schlechter Laune und Selbstmitleid. Und ich habe "Interview mit einem Vampir" gelesen. Selbst Louis hat mehr Optimismus - und Louis ist der Prototyp des Emo-Vampirs.
Edward und Jacob dagegen wirken überraschend sympathisch. Und Dr. Cullen fand ich ja schon im Film sofort toll.
Die High-School-Freunde waren im Film eindeutig cooler.
Film. Ehrlich gesagt kann ich nicht nachvollziehen, warum die Twilight-Leser den Film nicht mögen. Von den 112 Seiten, die ich bisher gelesen habe, wurde im Film nichts ausgelassen (abgesehen natürlich von der Einkaufsliste und ähnlichen Dingen). Aber vielleicht kommen die Änderungen noch.
Mehr dazu demnächst.
Az.