Katèka

24.02.2011 um 17:17 Uhr

Silent Hill: Shattered Memories

von: Azriel

Ein simples „Schreib bitte endlich den Silent-Hill-Eintrag" hätte gereicht, Herr L. ;-)

Das Wii-Spiel „Silent Hill: Shattered Memories", welches mir freundlicherweise ausgeliehen wurde, ist phänomenal.

Ich kenne die anderen Silent Hill Spiele nicht und werde sie wohl auch nicht kennen lernen wollen, aber Shattered Memories bietet eine andere Herangehensweise als die übrigen Spiele (so weit ich mich da informiert habe).

Das Spiel lebt von Atmosphäre und die ist sehr gelungen.

Am Anfang irrte ich noch ein wenig nervös umher, da ich erwartete, dass mich irgendwann plötzlich etwas angreift, aber es gibt nur 9 „Level/Abschnitte", in denen man angegriffen werden kann und die werden vorher angekündigt. Und in diesen Abschnitten geht es auch nicht ums Kämpfen (das geht nämlich nicht), sondern darum, möglichst schnell abzuhauen. Yeeha. Diese alptraumhaften Fluchtszenen sind besonders am Anfang echt scary.

Ansonsten muss ich allerdings sagen, dass der Scary-Faktor ab der 2. Hälfte etwa stark abnimmt, dafür wird man aber so in die Story reingezogen und will unbedingt herausfinden, was zur Hölle da eigentlich los ist und worum es geht.

Was mir am besten gefällt sind die vielen Alternativen, die das Spiel einem bietet. Je nachdem wie man sich verhält, wohin man schaut (worauf man die Wii-Mote richtet) und natürlich wie man die Fragen des Psychiaters beantwortet, verändert sich die Story, das Ende und viele nette kleine Details. Daher hoher Wiederspielwert.

Das Spiel besteht im Grunde aus 3 verschiedenen Ebenen:

1)  Als Harry Mason wacht man in seinem Auto in Silent Hill auf und sucht nach seiner Tochter Sheryl. Während man durch Silent Hill irrt und sie sucht geschehen immer wieder merkwürdige Dinge und durch „Geisterbotschaften" erhält man Einblicke in Geschehnisse am jeweiligen Ort. Auf dieser Ebene gibt es viele „Mini-Spiele", um Rätsel zu lösen, den Weg zu finden, etc., hauptsächlich aber atmosphärische Story.

2) Therapiesitzung mit Dr. K, der einem manchmal merkwürdige Dinge erzählt, hauptsächlich aber Fragen stellt oder Therapie-Spielchen mit einem spielt.

3) Die Alptraumsequenzen, in denen alles gefriert und man vor einer Horde Kreaturen (Zombies? Irgendwo las ich den Namen „Rawshock")  fliehen muss.

Was mir auch sehr gut gefallen hat sind die verschiedenen Funktionen der Wii-Mote. Die Wii-Möglichkeiten werden hier richtig ausgenutzt - bei den paar anderen Wii-Spielen, die ich bisher angetestet habe, kam es mir eher so vor, als spiele man auf einer normalen Konsole. Hier kann man die Wii-Mote als Handy benutzen, als Taschenlampe, Dinge öffnen/aufschieben/ziehen/drücken, Schwimmen, Rollstuhlfahren etc. . Schade hier finde ich nur, dass man jede Aktion eigentlich nur ein Mal macht. Hätte es schöner gefunden, diese Aktionen wären besser in das gesamte Spiel integriert worden (z.B. bei den Fluchtsequenzen ins Wasser springen und schwimmen können oder zwischendurch Türriegel/Fenster öffnen o.ä.)

Die Übergänge von der „normalen" Welt zur „Eiswelt" sind großartig und gruselig. Besonders gut fand ich den Übergang im Krankenhaus, als man im Rollstuhl sitzt und der im Auto (mei, hab ich mich erschrocken!)

Schöne Story, stimmiges (und überraschendes!) Ende, tolle Atmosphäre, gute Steuerung.

Ach ja, die Musik ist auch schön:

Acceptance

Hell Frozen Rain

Am Ende des Spiels wird dann noch ein „psychologisches" Gutachten erstellt, je nachdem wie man sich verhalten hat. Es mag der Horoskop-Effekt sein, aber dieses Gutachten war erschreckend zutreffend.

Ich hatte übrigens das „gute" Ende (Yay!)

Az.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenM. H. schreibt am 25.02.2011 um 12:12 Uhr:Du weißt schon, dass ich, weil ich neugierig und indiskret bin, wissen will, was das Gutachten über dich gesagt hat.
  2. zitierenM. H. schreibt am 25.02.2011 um 12:13 Uhr:Und hast du den Frauen in den Ausschnitt geguckt? Oder war das ein anderes Spiel? Ich hatte nur so was im Hinterkopf.
  3. zitierenAzriel schreibt am 25.02.2011 um 12:18 Uhr:Ja, das war das Spiel und klar hab ich das ;-)
    Und ganz ehrlich, ich kann mich kaum noch an das Gutachten erinnern. Nur noch so ein paar einzelne Stichpunkte, aber da war so viel mehr.
  4. zitierenChristoph schreibt am 27.02.2011 um 13:28 Uhr:=D

    Danke sehr!

    Freut mich!

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