Eigene Wohnung
Ich bin heute glücklich. Nachdem ich meine eigene Wohnung
bezogen habe, zum ersten Mal im Leben.
Ich bin heute glücklich. Nachdem ich meine eigene Wohnung
bezogen habe, zum ersten Mal im Leben.
In den letzten Wochen gab es viele ruhige Zeiten, entspannt. Und genauso viele turbulente Zeiten, in jedem Fall Weiterentwicklungszeiten. Die kann ich gar nicht in Worte fassen. Sie sind da.
Etwas, das ich mir im März vorgenommen habe, wird in der kommenden Woche wahr. 10 Tage werde ich mich zum Schweigen und Meditieren in das Vogtland zurückziehen. Ich bin gespannt.
Manche Leute mögen Strudel, manche mögen mehr Aufläufe. Ich mag beides. Wenn mans essen kann. Und es herzhaft ist.
Nicht immer herzhaft sind die Strudel, in denen ich gerade stecke. Ich tendiere dazu, die herzhaften und die für mich unbekömmlichen Zutaten zu einem Auflauf zu machen, den ich dann nicht essen kann. Ich probiere etwas davon, und es wird mir schlecht. Aber ich habe es gekocht. Gerade gestern habe ich zuviel Herzhaftes gegessen. Es hat wundervoll geschmeckt. Dann hatte ich den restlichen Tag Bauchweh.
Am Morgen heute kam eine email, die das, was ich gerade als
Lebensphilosophie entwickele, umwerfen wollte. Heute Abend bin ich schon
so weit, dass ich darüber stehe und meine eigene Meinung darüber
entwickele.
Um zum Essbaren zu kommen: ich habe Glückskekse hergestellt mit Sprüchen drin, für meinen Englischkurs. Von den übrig gebliebenen habe ich heute eines genascht an der Arbeit. Und der Spruch darin für mich, übersetzt in deutsch, war: "das Klügste ist, auf Dein Bauchgefühl zu hören". :-)
Danke für die Inspiration von Yaimm .
Stimmung: froh
Wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin, geht es mir meist gut. Manchmal möchte ich alleine sein. Auch das ist gut und notwendig. Das gerne Zusammensein mit Menschen, ob privat oder im Beruf, scheint eine tragende Säule im Leben zu sein.
Ich habe bei verschiedenen Besuchen alte Menschen zu ihrem 90. Geburtstag nach ihrem Rezept für das Altwerden, das gesunde Älterwerden gefragt. Sie hatten zwei erstaunlich gleiche Antworten. Sie haben gerne Gesellschaft gepflegt, und sagten:
"Ich interessiere mich für das, was in der Welt vorgeht"
" Wir haben es genommen, wie es kommt"
In vielen Büchern habe ich ähnliches später wiedergefunden. Die alten Leute hatten diese Bücher nicht geschrieben und wahrscheinlich auch nicht gelesen. Sie haben diese Überzeugungen gelebt, die unsere bekannten Philosophen beschrieben haben. Auch Psychologen stimmen mit ein:
"Wir haben alles genommen, wie es kommt" heißt nichts anderes, als mit dem Fluß zu fließen. Gegen eine Wand zu laufen, sich zu sperren, stehenzubleiben, vergeudet wertvolle Lebensenergie. Sie haben sie sich erhalten, und sind weise mitgegangen. Sie sind in ihrem Leben vorwärts gegangen. Haben akzeptiert, was sie nicht ändern konnten, und geändert, was sie für ändernswert erachteten. Sie hatten dadurch ihr Leben lange. Es hat sie erfüllt, sie haben es angenommen.
Ich will gar nichts in mein Tagebuch schreiben. Dann muss ich mich nämlich mit mir befassen. Es fühlt sich seit Tagen an, als hätte jemand einen Knopf mit der Aufschrift "Stop" gedrückt. Ich lebe im Aussen, lerne Leute kennen, spreche englisch, wenns nicht auf Deutsch geht. Mache, tue, und lasse mich in Ruhe.
Ich habe gedacht, ich müsste mich anstrengen, um Tore zu öffnen, Liebe zu geben.
Dabei ist das ganz einfach.
Mit Dir,
hätte ich niemals so weit gehen können. Aber wegen dir.