Beste Freundin

29.04.2011 um 18:57 Uhr

Mut

von: Hidee   Stichwörter: Mut, Scheitern

Ich wähle Mut.
Und akzeptiere Scheitern.
 
 
 

29.04.2011 um 18:16 Uhr

Die Kleine Seele

Unsere Seele, und unsere Gefühle. Sie bestimmen uns. Wenn ich Herzschmerz habe, will mich meine Seele darauf aufmerksam machen, auf meine Gefühle zu hören. Dann geht es mir wieder gut. Und am nächsten Morgen ist es oft wieder ganz heftig. Seele und Gefühle beschweren sich bei mir. Mir geht es nicht gut. Warum? Warum kann er nicht dafür sorgen, dass es mir gut geht? ;-). Warum sind wir nicht mehr zusammen. Warum war unser Zusammensein so anstrengend? Vielleicht ist es morgen besser. Er ist wieder da, und alles ist gut.

Diese Geschichte hat eine Antwort. Sie macht mich lächeln. Überhaupt ist sie sehr sehr lesenswert. Egal, in welcher Situation. Fünf Minuten Zeit? Los gehts:

Die kleine Seele

Von Neale Donald Walsh

Einmal, vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: "Ich weiß, wer ich bin!"

Und Gott antwortete: "Oh, das ist ja wunderbar! Wer bist du denn?" Die kleine Seele rief: "Ich bin das Licht!"

Und auf Gottes Gesicht erstrahlte das schönste Lächeln. "Du hast recht", bestätigte er, "du bist das Licht!" Da war die kleine Seele überglücklich, denn sie hatte genau das entdeckt, was alle Seelen im Himmelreich herausfinden wollen. Doch bald genügte es der kleinen Seele nicht mehr, zu wissen, wer sie war. Sie wurde unruhig, ganz tief drinnen, und wollte nun SEIN wer sie war. So ging sie wieder zu Gott. Es ist übrigens keine schlechte Idee, sich an Gott zu wenden, wenn man das sein möchte, was man eigentlich ist. Sie sagte: "Hallo Gott! Nun, da ich weiß, wer ich bin, könnte ich es nicht auch Sein?"

Und Gott antwortete der kleinen Seele: "Du meinst, dass du sein willst, was du schon längst bist?" "Also", sprach die kleine Seele, "es ist schon ein Unterschied, ob ich nur weiß, wer ich bin, oder ob ich es auch wirklich bin. Ich möchte fühlen, wie es ist, das Licht zu sein!" "Aber du bist doch das Licht", wiederholte Gott, und er lächelte wieder. Doch die kleine Seele jammerte: "Ja, aber ich möchte doch wissen, wie es sich anfühlt, das Licht zu sein!" Gott schmunzelte: "Nun, das hätte ich mir denken können. Du warst schon immer recht abenteuerlustig. Es gibt da nur eine Sache ...", und Gottes Gesicht wurde ernst. "Was denn?" fragte die kleine Seele. "Nun. Es gibt nichts anderes als Licht. Weißt du, ich habe nichts anderes erschaffen als das, was du bist. Und deshalb wird es nicht so einfach für dich, zu werden, wer du bist. Denn es gibt nichts, das nicht so ist wie du." "Wie?" fragte die kleine Seele und war ziemlich verwirrt. "Stell es dir so vor", begann Gott, "du bist wie der Schein einer Kerze in der Sonne. Das ist auch richtig so. Und neben dir gibt es noch viele Millionen Kerzen, die gemeinsam die Sonne bilden. Doch die Sonne wäre nicht die Sonne, wenn du fehlen würdest. Schon mit einer Kerze weniger wäre die Sonne nicht mehr die Sonne, denn sie könnte nicht mehr ganz so hell strahlen. Die große Frage ist also: Wie kannst du herausfinden, dass du Licht bist, wenn du überall von Licht umgeben bist?"

Da sagte die kleine Seele frech: "Du bist doch Gott! Überlege dir halt etwas!" "Du hast recht!" sagte Gott und lächelte wieder. "Und mir ist auch schon etwas eingefallen. Da du Licht bist und dich nicht erkennen kannst, wenn du nur von Licht umgeben bist, werden wir dich einfach mit Dunkelheit umhüllen." "Was ist denn Dunkelheit?" fragte die kleine Seele. Gott antwortete: "Die Dunkelheit ist das, was du nicht bist." "Werde ich Angst davor haben?" rief die kleine Seele. "Nur, wenn du Angst haben willst", antwortete Gott. "Es gibt überhaupt nichts, wovor du dich fürchten müsstest, es sei denn, du willst dich fürchten. Weißt du, die ganze Angst denken wir uns nur selbst aus." "Oh!", die kleine Seele nickte verständig und fühlte sich gleich wieder besser.

Dann erklärte Gott, dass oft erst das Gegenteil von dem erscheinen müsse, was man erfahren wolle. "Das ist ein großes Geschenk", sagte Gott, "denn ohne das Gegenteil könntest du nie erfahren, wie etwas wirklich ist. Du würdest Wärme nicht ohne Kälte erkennen, oben nicht ohne unten, schnell nicht ohne langsam. Du könntest rechts nicht ohne links erkennen, hier nicht ohne dort und jetzt nicht ohne später. Und wenn du von Dunkelheit umgeben bist", schloss Gott ab, "dann balle nicht deine Faust, und erhebe nicht deine Stimme, um die Dunkelheit zu verwünschen. Sei lieber ein Licht in der Dunkelheit, statt dich über sie zu ärgern. Dann wirst du wirklich wissen, wer du bist, und alle anderen werden es auch wissen. Lass dein Licht scheinen, damit die anderen sehen können, dass du etwas besonderes bist." "Meinst du wirklich, es ist in Ordnung, wenn die anderen sehen können, dass ich etwas Besonderes bin?" "Natürlich!" Gott lächelte. "Es ist sogar sehr in Ordnung. Doch denke immer daran: etwas Besonderes zu sein heißt nicht, 'besser' zu sein. Jeder ist etwas Besonderes, jeder auf seine Weise. Doch die meisten haben das vergessen.

Erst wenn sie merken, dass es für dich in Ordnung ist, etwas Besonderes zu sein, werden sie begreifen, dass es auch für sie in Ordnung ist.

"Hey!" rief die kleine Seele und tanzte, hüpfte und lachte voller Freude. "Ich kann also so besonders sein, wie ich will!" "Ja, und du kannst auch sofort damit anfangen", sagte Gott, und tanzte, hüpfte und lachte mit der kleinen Seele.

"Wie möchtest du denn besonders gerne sein?"

"Was meinst du mit WIE?" fragte die kleine Seele. "Das verstehe ich nicht...!" "Nun, das Licht zu sein bedeutet, etwas Besonderes zu sein. Und das kann sehr viel bedeuten. Es ist etwas Besonderes, freundlich zu sein. Es ist etwas Besonderes, sanft zu sein. Es ist etwas Besonderes, schöpferisch zu sein. Es ist etwas Besonderes, geduldig zu sein. Fallen dir noch andere Dinge ein, mit denen man etwas Besonderes sein kann?"

Die kleine Seele saß einen Moment lang ganz still da. Dann rief sie: "Ja, ich weiß eine ganze Menge anderer Dinge, mit denen man etwas Besonderes sein kann! Es ist etwas Besonderes hilfreich zu sein. Es ist etwas Besonderes, rücksichtsvoll zu sein, und es ist etwas Besonderes, miteinander zu teilen!" "Ja", stimmte Gott zu, "und all das kannst du jederzeit auf einmal sein - oder auch nur ein Teil davon. Dies ist die wahre Bedeutung davon, Licht zu sein."

"Ich weis, was ich sein will! Ich weiß, was ich sein will!" rief die kleine Seele ganz aufgeregt.

Ich möchte der Teil des Besonderen sein, den man .Vergebung' nennt.

Ist zu vergeben nicht etwas Besonderes???" "Oh ja!" versicherte Gott der kleinen Seele. "Dies ist etwas ganz Besonderes!" "In Ordnung!" sagte die kleine Seele. Das ist es, was ich sein will. Ich möchte Vergebung sein. Ich möchte mich selbst als genau das erfahren." "Gut", sagte Gott, "doch da gibt es noch eine Sache, die du wissen solltest." Die kleine Seele wurde langsam etwas ungeduldig. Immer schien es irgendwelche Schwierigkeiten zu geben. "Was denn noch?" stöhnte sie.

"Es gibt keinen, dem du vergeben müsstest." "Keinen?" Die kleine Seele konnte kaum glauben, was Gott da sagte. "Keinen!" wiederholte Gott. "Alles, was ich erschaffen habe, ist vollkommen. Es gibt in meiner ganzen Schöpfung keine einzige Seele, die weniger vollkommen wäre als du. à Schau dich doch mal um."

Da sah die kleine Seele, dass viele andere Seelen sich um sie herum versammelt hatten. Sie waren von überall her aus dem Himmelreich gekommen. Es hatte sich nämlich herumgesprochen, dass die kleine Seele eine ganz besondere Unterhaltung mit Gott führte, und jede Seele wollte hören, worüber die beiden sprachen. Als die kleine Seele die unzähligen anderen Seelen betrachtete, musste sie zugeben, dass Gott recht hatte. Keine von ihnen war weniger schön, weniger strahlend oder weniger vollkommen als sie selbst. Die anderen Seelen waren so wundervoll, ihr Licht strahlte so hell, dass die kleine Seele kaum hinsehen konnte.

"Wem willst du nun vergeben?" fragte Gott. "Au weia, das wird aber wenig Spaß machen!" brummte die kleine Seele vor sich hin. "Ich möchte mich selbst als jemand erfahren, der vergibt. Ich hätte so gerne gewusst, wie man sich mit diesem Teil des Besonderen fühlt." Und so lernte die kleine Seele, wie es sich anfühlt, traurig zu sein.

Doch da trat eine freundliche Seele aus der großen Menge hervor. Sie sagte: "Sei nicht traurig, kleine Seele, ich will dir helfen." "Wirklich?" rief die kleine Seele. "Doch was kannst du für mich tun?" "Ich kann dir jemand bringen, dem du vergeben kannst!" "Oh wirklich?" "Ja, ganz bestimmt", kicherte die freundliche Seele. "Ich kann in dein nächstes Erdenleben kommen und dir etwas antun, damit du mir vergeben kannst." "Aber warum willst du das für mich tun?" fragte die kleine Seele. "Du bist doch ein vollkommenes Wesen! Deine Schwingungen sind so hoch, und dein Licht leuchtet so hell, dass ich dich kaum anschauen kann! Was bringt dich bloß dazu, deine Schwingungen so zu verringern, dass dein Licht dunkel und dicht wird? Du bist so licht, dass du auf den Sternen tanzen und in Gedankenschnelle durch das Himmelreich sausen kannst. Warum solltest du dich so schwer machen, um mir in meinem nächsten Leben etwas Böses antun zu können?"

"Ganz einfach!" sagte die freundliche Seele. "Weil ich dich lieb habe!"

Diese Antwort überraschte die kleine Seele. "Du brauchst nicht erstaunt zu sein", sagte die freundliche Seele. "Du hast dasselbe auch für mich getan. Weißt du es nicht mehr? Wir haben schon so oft miteinander getanzt. Ja, du und ich! Wir haben durch Äonen und alle Zeitalter hindurch und an vielen Orten miteinander gespielt. Du hast es nur vergessen. Wir beide sind schon ALLES gewesen. Wir waren schon oben und waren unten, wir waren schon rechts und waren links. Wir waren hier und waren dort, wir waren im Jetzt und waren im Später. Wir waren schon Mann und waren Frau, wir waren gut und waren schlecht - beide waren wir schon das Opfer, und beide waren wir der Schurke. So kommen wir immer wieder zusammen und helfen uns immer wieder, das auszudrücken, was wir wirklich sind. Und deshalb", erklärte die freundliche Seele weiter, "werde ich in dein nächstes Erdenleben kommen und der Bösewicht sein. Ich werde dir etwas Schreckliches antun, und dann kannst du dich als jemand erfahren, der vergibt."

"Aber was wirst du tun?" fragte die kleine Seele, nun doch etwas beunruhigt. "Was wird denn so schrecklich sein?" "Oh", sagte die freundliche Seele mit einem Lächeln, "uns wird schon was einfallen!" Dann wurde die freundliche Seele sehr ernst und sagte mit leiser Stimme: "Weißt du, mit einer Sache hast du vollkommen recht gehabt." "Mit was denn", wollte die kleine Seele wissen. "Ich muss meine Schwingung sehr weit herunterfahren und sehr schwer werden, um diese schreckliche Sache tun zu können. Ich muss so tun, als ob ich jemand wäre, der ich gar nicht bin. Und dafür muss ich dich um einen Gefallen bitten." "Du kannst dir wünschen, was du willst!" rief die kleine Seele, sprang umher und sang: "Hurra, ich werde vergeben können! Ich werde vergeben können!" Da bemerkte die kleine Seele, dass die freundliche Seele sehr still geworden war. "Was ist? Was kann ich für dich tun?" fragte die kleine Seele. "Du bist wirklich ein Engel, wenn du diese schreckliche Sache für mich tun willst!"

-- Da unterbrach Gott die Unterhaltung der beiden Seelen: "Natürlich ist diese freundliche Seele ein Engel! Jedes Wesen ist ein Engel! Denke immer daran:

-- Ich habe dir immer nur Engel geschickt!"

Die kleine Seele wollte doch so gern den Wunsch der freundlichen Seele erfüllen und fragte nochmals: "Sag schon was kann ich für dich tun?" Die freundliche Seele antwortete: "In dem Moment, in dem wir aufeinandertreffen und ich dir das Schreckliche antue - in jenem Moment, in dem ich das Schlimmste tue, was du dir vorstellen kannst-, also in diesem Moment..." "Ja?" sagte die kleine Seele, ja...?" Die freundliche Seele wurde noch stiller. "...denke daran, wer ich wirklich bin!" "Oh, das werde ich bestimmt!" rief die kleine Seele. "Das verspreche ich dir! Ich werde mich immer so an dich erinnern, wie ich dich jetzt hier sehe!" "Gut!" sagte die freundliche Seele. "Weißt du, ich werde mich so verstellen müssen, dass ich mich selbst vergessen werde. Und wenn du dich nicht erinnerst, wie ich wirklich bin, dann werde ich mich selbst für eine sehr lange Zeit auch nicht daran erinnern können. Wenn ich vergesse, wer ich bin, dann kann es passieren, dass auch du vergisst, wer du bist. Und dann sind wir beide verloren. Dann brauchen wir eine weitere Seele, die in unser Leben kommt und uns daran erinnert, wer wir wirklich sind." Doch die kleine Seele versprach noch einmal: "Nein, wir werden nicht vergessen, wer wir sind! Ich werde mich an dich erinnern! Und ich werde dir sehr dankbar dafür sein, dass du mir dieses große Geschenk machst - das Geschenk, dass ich erfahren darf, wer ich wirklich bin."

Und so schlossen die beiden Seelen ihre Vereinbarung. Die kleine Seele begab sich in ein neues Erdenleben. Sie war ganz begeistert, dass sie das Licht war, das so besonders ist, und sie war so aufgeregt, dass sie jener Teil des Besonderen sein durfte, der "Vergebung" heißt. Sie wartete begierig darauf, sich selbst als Vergebung erfahren zu können und der anderen Seele dafür danken zu dürfen, dass sie diese Erfahrung möglich gemacht hat. Und in jedem Augenblick dieses neuen Erdenlebens, wann immer eine neue Seele auftauchte, ob sie nun Freude oder Traurigkeit brachte - natürlich besonders wenn sie Traurigkeit brachte -, fiel der kleinen Seele ein, was Gott ihr einst mit auf den Weg gegeben hatte:

"Denke stets daran", hatte Gott mit einem Lächeln gesagt,

"ich habe dir immer nur Engel geschickt!"

(von Neale Donald Walsh)

 

 

29.04.2011 um 01:01 Uhr

Ich liebe Dich

von: Hidee   Stichwörter: Abschied, Liebe, Bedingungslos

hunderte kilometer, tausend gedanken gestern
an dich,
zehntausend wellen,
herzen im sand, eines mit einem kleinen Herzen drin. 
danke für unsere wahnsinnigen jahre, unsere gemeinsamen anfänge und was alles daraus entstanden ist.

danke an deine sms-antwort-gestern.
-unser-eins-sein-in-den-letzten-wochen. bedingungslos:
Ich liebe Dich
 
 

26.04.2011 um 22:25 Uhr

Licht der Liebe

von: Hidee   Stichwörter: Liebe, Leuchten, Rose

Rosen

im tiefsten inneren

und überhaupt

bestehen wir aus

liebe. wie weit

wir sie

frei lassen

bestimmt ihr leuchten.

 

 

26.04.2011 um 14:37 Uhr

Am Meer

von: Hidee   Stichwörter: Urlaub, Meer, Tür, Herz, Gefühle, Weinen, Lachen, Freiheit

 

Meer

 

Urlaub.

Meer, ich freu´ mich auf Dich.

Wolken ziehen lassen.

Über die Treppe

die Tür zum Herzen gehen.

Öffnen, Gefühle frei lassen.

Weinen, Lachen.

Freiheit.

 

Meer2

 

21.04.2011 um 19:48 Uhr

Osterenergien als Spiegelwelle

   Eine Information, die ich heute in einer mail bekommen habe, finde ich so interessant, dass ich sie kurz weiter geben möchte. Es geht im Großen und Ganzen um Astrologie und Quantenphysik:

   Da heißt es: 'die Osterenergien des Jahres 2011 stehen im historisch-linearen Zeitbezug zu den Energien einer Periode ein halbes Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung sowie zu einer Zeit vor 13.000 Jahren. 

   In dieser Energie haben sich Meister wie Buddha, LaoTse, Jeremia inkarniert wie auch bedeutende griechische Philosophen wie Sokrates, Plato, und Pythagoras.

   Nach Erläuterung des MayaKalenders handelt es sich bei dieser Energiequalität um eine so genannte "Spiegelwelle", in der es um Selbsterkenntnis geht. In genau dieser "Spiegelwelle" befinden wir uns nun in der Osterzeit 2011. Ihre Energiequalität wirkt von heute, 21.04., bis zum 03.05. Der Spiegel steht für Reflexion, Klarheit, Erkennen, Resonanz und zieht daher all das in unser Leben, was erkannt und abgeschlossen werden möchte.

   Wundert euch also nicht, wenn sich in dieser Zeit ungelöste Themen nachdrücklich bemerkbar machen und zur Auflösung drängen.'

   Ich wünsche euch schöne Erfahrungen mit Selbsterkenntnis, wundervolle Lösungen (sofern welche anstehen), die euch sehr gut tun und euch (noch) glücklich(er) machen!

20.04.2011 um 22:25 Uhr

Das mit den Gefühlen und eigenen Beinen

Was macht das mit mir?

   Heute früh bin ich aufgewacht, nach einer schönen fröhlichen Geburtstagsparty mit 20 Jugendlichen bei einer Mettbrötchenparty auf unserem Balkon. Darunter die Kühe grasen und daneben der Wald rauscht. Ich liebe es :-). Weil ich mich da außer Mutter sein nicht so persönlich reinhängen wollte, hab´ich hinterher gedacht, warum hast du dich nicht mitten reingesetzt? Marc, mein Sohn, sagte, dass es toll gewesen wäre, wenn ich mich dazugesetzt hätte. Doch ich wollte es halt nicht. Und ich denke, es war auch gut so. Basta.

   Bei dem folgenden nächtlichen Gespräch post Party haben wir uns die Bilder der Party in Facebook angesehen. Sie hatten auch meinen Mettbrötchenteller eingestellt :).  Marc meinte, er möchte mein Dabeisein auf diesem Bild dokumentieren, um mein Mitmachen festzuhalten. Lieb gemeint. Und hat meinen Namen auf den Mettbrötchenteller verlinkt. So ein Hammer!! Als der link mich per email erreichte, habe ich den sofort gelöscht. Ich bin doch kein Mettbrötchen :-)

   Über die Geschichte habe ich heute beim Mittagessen mit meinen Arbeitskolleginnen gelacht. Silke war gerade neu bei Facebook eingestiegen. Gaby schaute etwas konsterniert. Das Internet ist nicht so ihr Ding, denke ich. Wir lieben uns, auf alle Fälle.

   Meine Tochter Fenja kam auch zur Party. Wir hatten uns vier Wochen nicht gesehen. Und konnten uns nicht so richtig unterhalten und verabschieden, bevor es wieder zur eigenen Wohnung ging, in der sie seit ihrem Grafik- und Mediengestaltungstudium wohnt. Wir brauchen, denke ich, gerade Abstand ;-)

   Jetzt komme ich auf meinen Anfangssatz zurück: "Heute morgen bin ich aufgewacht". Das tut jeder. Im günstigen Falle jeden Tag. Heute waren plötzlich die altbekannten Begleiter Angst und Sorge wieder da. Ich kenne sie gut. Wir hatten uns bei den Beziehungsgeschichten immer wieder getroffen und uns vor fünf Jahren endlich verabschiedet. Ich dachte, ich hätte alle Rätsel um Beziehungsschmerzen gelöst. Es hat mich also erstaunt, sie so bald wieder zu sehen. "Warum seid ihr heute da?", fragte ich sie.

  "Angst", habe ich sie gefragt,"was möchtest du mir sagen?"  Sie meinte, dass ich plötzlich alleine bin, und dass ich das vielleicht gar nicht schaffe. Dazu muss ich erklären: er, Rob, war gestern Abend nach der Arbeit hereingekommen, um Marc ein Geschenk zum Geburtstag zu machen. Er hatte vorher per sms angefragt, da er lange gearbeitet hatte und Marc, der mit seinen Leuten zum Abschluss in eine Bonner Kneipe abgewandert war, sich nicht meldete. Marc freute sich sehr über sein Geschenk, er hatte ihn eingeladen. Ich mich auch, ich fand dies integer und dazustehend. Ich smste zurück, dass ich gerade zu Bett gehe. Blieb doch aber auf dem Balkon sitzen, die Nacht und die Stille geniessend. Plötzlich stand er da. Und ich war wach. Und alles war ganz nah. Umarmung, verschmelzen. Dann wieder Umschaltung auf Status Abschied. Alles aus zwei Jahren wiederholte sich innerhalb einer halben Stunde. Das, was ich in dieser halben Stunde erlebte, hatte ich mit ihm von 2004 bis 2006 in zwei Jahren ver- und erarbeitet. (PS: er ist nicht der Vater meiner Kinder. Wir waren ein Jahrzehnt zusammen, wenn man die zweijährige Auszeit abzieht).

   Das war, was die Angst mir beim Aufwachen sagte und präsentierte. Begleitet von ihrer Kumpanin Sorge. Was wollen die beiden schon wieder von mir? Ich weiß. Sie fragen mich: Kannst Du Dir wirklich vorstellen, auf deinen eigenen Beinen zu stehen? Ja ich kann, ist die klare Antwort. Besonders auf meinen eigenen.

18.04.2011 um 22:47 Uhr

The Dark Night Of The Soul

Wann hast Du zuletzt geweint? Fenja, meine Tochter, sagte mir vor etwa einem Jahr, dass sie traurige Musik auflegt, um weinen zu können. "Dann fließt alles raus". Vor einigen Wochen, als ich den Blog begann zu schreiben, bekam ich dieses Lied. Von meinem Freund. -"Der Seele dunkler Nacht", von Loreena Mc Kennitt. Ich weiß nicht, ob ich das so richtig übersetze. Es war genau das, was zwischen uns vorging. Ich öffnete die mail am Vormittag im Büro, hörte nur rein, denn ich war ja nicht dauernd alleine. Es ergriff mich so, dass ich rausrannte, heulend, an den Rhein. Vorher oder nachher, ich weiß es nicht mehr genau, habe ich es übersetzt. Es ist ein alter Text, in einer Mittelaltersprache. Habe nach Übersetzungen gesucht, keine gefunden und mich dann richtig reingehängt. Zu meinem Job komme ich glaube dann noch ...

Der schwarze Text ist Loreenas Liebeslied. Der farbige ist meine Übersetzung. Falls Du einen anderen Vorschlag hast, bitte sehr um Deine Antwort!!! Vielleicht hast Du eine andere Auslegung? Sie hat sich an St. John of the Cross orientiert, einem Poeten und Visionär aus dem 15. Jahrhundert. Ich finde ihn und sie wahnsinnig ergreifend. Eigentlich ist es eine Zwiesprache zwischen Saint John und seinem Gott, im 15. Jahrhundert von ihm erlebt und in Poesie gefasst:

 

Loreena McKennitt - The dark night of the soul

Upon a darkened night
the flame of love was burning in my breast
And by a lantern bright
I fled my house while all in quiet rest

 

In einer verdunkelten Nacht

brannte das Feuer der Liebe in meiner Brust

und mit einer strahlenden Laterne

flüchtete ich aus meinem Haus während drinnen alles ruhig blieb.

Shrouded by the night
and by the secret stair I quickly fled
The veil concealed my eyes
while all within lay quiet as the dead

In die Nacht gehüllt

flüchtete ich schnell über die geheime Treppe

Der Schleier verdeckte meine Augen

während alles drinnen wie totenstill lag.

Chorus
Oh night thou was my guide
oh night more loving than the rising sun
Oh night that joined the lover
to the beloved one
transforming each of them into the other

Oh Nacht, du warst mein Wegweiser

oh Nacht, liebevoller als die aufgehende Sonne

Oh Nacht, die den Liebenden mit

dem Geliebten verband

und einen in den anderen verwandelte.

Upon that misty night
in secrecy, beyond such mortal sight
Without a guide or light
than that which burned so deeply in my heart

In dieser nebligen Nacht

im Geheimen, jenseits der Sterblichen Sicht

ohne einen Wegweiser oder ein Licht

als das, was so tief in meinem Herzen brannte.

 

That fire t'was led me on
and shone more bright than of the midday sun
To where he waited still
it was a place where no one else could come

Das Feuer war es, das mich führte

und heller strahlte als die Mittagssonne

wo er immer noch wartete

es war ein Platz, wo niemand sonst hinkommen konnte.

 

Chorus

Within my pounding heart
which kept itself entirely for him
He fell into his sleep
beneath the cedars all my love I gave
And by the fortress walls
the wind would brush his hair against his brow
And with its smoothest hand
caressed my every sense it would allow

Drinnen in meinem pochenden Herzen

das sich völlig für ihn hinhielt

fiel er in Schlaf

Unter den Zedern gab ich meine ganze Liebe

Und durch die Festungsmauern

würde der Wind seine Haare an seine Stirn kämmen

und mit seiner sanftesten Hand würde er

jeden meiner Sinne liebkosen können

Chorus

I lost myself to him
and laid my face upon my lovers breast
And care and grief grew dim
as in the mornings mist became the light
There they dimmed amongst the lilies fair
There they dimmed amongst the lilies fair
There they dimmed amongst the lilies fair

Ich verlor mich an ihn

und legte mein Gesicht auf meines Liebsten Brust

Und Sorge und Trauer verblassten

als im Morgennebel Licht wurde

Da verblassten sie inmitten der hellen Lilien

Da verblassten sie inmitten der hellen Lilien

Da verblassten sie inmitten der hellen Lilien.

 


Loreena writes in the CD booklet about this song:

May, 1993 - Stratford ... have been reading through the poetry of 15th century Spain, and I find myself drawn to one by the mystic writer and visionary St. John of the Cross; the untitled work is an exquisite, richly metaphoric love poem between himself and his god. It could pass as a love poem between any two at any time ... His approach seems more akin to early Islamic or Judaic works in its more direct route to communication to his god ... I have gone over three different translations of the poem, and am struck by how much a translation can alter our interpretation. Am reminded that most holy scriptures come to us in translation, resulting in a diversity of views.

 

 

18.04.2011 um 12:39 Uhr

Glück

von: Hidee   Stichwörter: Frieden, Aufwachen, Glück

 

Raps

Frieden, Glück hängt nicht von einem äußeren Umstand ab. Sonst sind wir abhängig mit unserem Frohsinn, unserem Glück, unserem inneren Frieden. Es kommt aus uns selbst. Wir müssen dazu Aufwachen.

15.04.2011 um 14:53 Uhr

Liebe

von: Hidee   Stichwörter: Liebe, Verlassenheitsangst, Illusion, Glück

Vielleicht kennen Sie sich ein wenig - oder sogar besser als Ihnen lieb ist - mit Verlassenheit aus. Zuerst der Schock, der Tage dauern kann. Die Wirklichkeit und das eigene Empfinden sind zweierlei. Das Geschehene scheint schlichtweg nicht wahr. Man sucht ständig die Nähe des anderen, fühlt sich mehr denn je von ihm angezogen. Unter starker Gewichtsabnahme geht es weiter zur Phase zwei, der Verzweiflung. Gefolgt von Phase drei, der eigenen Schuldzuweisung und Scham. Es folgen Wut auf den anderen und das allmähliche Erkennen, dass nur die Annahme der Situation die ersehnte Linderung der Seelenschmerzen bringen kann. Schließlich kommen die Auftriebsphase, das Neuausrichten, die Lebensfreude schimmert wieder am Horizont. Ein wahnsinniges Stück Wachstum, das Sie geleistet haben und Sie heller strahlen ließ als je zuvor.

 Und alles durch die  Liebe. Ich denke mir gerade, was Liebe doch zu geben und zu bewegen vermag. Leid ist nur die eine Seite der Medaille. Das persönliche Wachstum, das Glück die andere. Vorausgesetzt, Sie haben dem Leid zugehört statt es ungehört verjagen zu wollen, haben dann die glänzende Medaille in Ihren Händen gehalten. Sie waren ein strahlender oder zumindest ein lächelnder Gewinner.

 Anthony DeMello sagte einmal, dass Liebe Empfindsamkeit ist, Wahrnehmungsfähigkeit. Man höre eine Sinfonie. Doch wenn alles, was man höre, nur die Pauken sind, höre man keine Sinfonie. Wenn ich mich oder Sie sich also an einen einzigen Menschen hängen und glauben, ohne ihn nicht glücklich zu sein, dann ist die Abhängigkeit da. Wir können nicht bedingungslos glücklich sein. Das Glück ist bedingt. Es ist nur möglich, wenn der eine Mensch oder meinetwegen die eine bestimmte Sache da ist. Und da höre ich schon nicht mehr die Sinfonie der bedingungslosen Liebe. Es war also keine Liebe, sondern Illusion?

13.04.2011 um 22:10 Uhr

Akeru

"Akeru" ist ein japanisches Wort. Es hat ungeheuer viele Bedeutungen. Es bedeutet im japanischen Sprachgebrauch "Anfangen", "Ergründen", "Öffnen", "Enden", "Ein Loch in etwas machen", Auslaufen", "Auswickeln", "Umdrehen". Susan Anderson, eine meiner Lieblingsautorinnen, sagt: "Wenn jemand geht, dann weist "Akeru" auf den leeren Raum, der entsteht, die Öffnung, in der ein Neuanfang stattfindet."


11.04.2011 um 22:48 Uhr

Herz geöffnet

von: Hidee   Stichwörter: Bedingungslose, Liebe

Gar nichts ist beendet. Es hat gerade erst angefangen. Die bedingungslose Liebe, die ich heute gefühlt habe, hat mein Herz geöffnet und glücklich gemacht. Gestern waren wir wir Frühstücken, Laufen, Kuscheln und Reden am Nachmittag. Beim Italiener abends eher schweigsam. Ich spürte, dass er anderes spürt als ich. Ich war bei mir. Mir fiel wieder Maria ein, ihre bedingungslose Liebe, die sie zu geben hat und vermittelt. Und dass er sich jetzt in einer Ebene befindet, die Wachstum für ihn ist. Und ich in meinem Wachstum auf einer anderen Stufe bin. Und jeder für sich richtig ist. Keiner kann das mit dem anderen gleichzeitig vollbringen, was ansteht. Jeder gibt dem anderen nun die Möglichkeit.

Heute hat sich ein Kollege mit Schmerzen an mich gewendet, dem ich einem Termin bei Rob (das ist jetzt sein Name) beschafft habe. Lange Wartezeit, bis Ende Mai von jetzt. Doch ein Termin, der auf alle Fälle näher ist als die normale Wartezeit bis Ende Juli. Gleichzeitig kam meine Mutter auf mich zu, wiederholt, mit Schmerzen und dem Wunsch nach einem Termin bei Rob. Wir haben den nächsten Sonntag Nachmittag vereinbart. Mein Bruder fährt sie zu uns. Ich war gerade dabei, ein schönes Risotto zuzubereiten. Es fiel mir schwer, sie in ihrer Krankheit zu beruhigen oder überhaupt zu verstehen. Ich wünschte mir, dass sie Liebe in ihr Herz lassen möge. Na, wenn das so einfach wäre, meinte sie. Und merkte gleichzeitig, dass ich in dem Moment unecht bin. Vorleben statt anderen etwas "zu sagen" ist echt. 


 

08.04.2011 um 15:16 Uhr

Schauspielerin

Stimmung: Angst, Durchdrehen, Tränen, Post-Trennungsgefühle, Frieden

Es ist glaube ich so ähnlich wie beendet mit uns. Oder vollendet. Keiner von uns hat es bis jetzt ja ausgesprochen. Er schläft wieder in seiner kleinen Wohnung über der Praxis. Ich in unserer Riesenwohnung. Mein Sohn wohnt noch mit mir, meine Tochter ist vorletztes Jahr schon ausgezogen, als sie eine Ausbildung im Bereich Mediengestaltung und Grafik angefangen hat.

   Wir verbringen übermorgen den dritten Sonntag hintereinander miteinander, um (endlich wieder) über uns zusprechen. Ich hatte gesagt, dass es jetzt Zeit sei, teilweise angenommene Rollenidentitäten endlich ganz abzulegen. Er stimmte zu, dass wir damit auf dem Weg zu unserer wahren Resonanz seien. Er glaube aber, dass dies kein gemeinsamer Weg sein werde. So viel zum Thema der leisen Trennung. Und seitdem verbringen wir intensive Sonntage gemeinsam. Frühstück, spazieren, reden, kuscheln, Abendessen beim Italiener. Sogar mit Martina und Ralf waren wir zusammen essen, am Montag. Ich fragte ihn, ob wirs ihnen sagen sollen. Ich wusste allerdings nicht, ob ich an diesem tränengesegnten Tag dann nicht Hals über Kopf aus dem Restaurant gerannt wäre. Er meinte, wir sollten es drauf ankommen lassen. Wenn die beiden uns nicht ansprechen, nichts bemerken, sagen wir auch nichts.

   Am nächsten Tag schrieb er mir augenzwinkernd, ich hätte mich gestern als sehr talentierte Schauspielerin gezeigt. Und ob wir nicht Sonntag wieder gemeinsam verbringen wollten (meist der einzige Tag, an dem er mal nicht oder nur teilweise arbeitet). Ich freu mich dann immer riesig nach so ´ner mail. Ob´s mir gut tut? Diesesmal jedenfalls hab´ ich statt Angst, Herzrasen, Durchdrehen, alle diese ganzen Post-Trennungsgefühle die meiste Zeit einfach Frieden in mir. Ich habe ihnen, nein euch, meinen Gefühlen, liebevoll zugehört.