Alles wird wie neu sein ...

27.04.2004 um 12:46 Uhr

In eigener Sache!

von: Boing

 

So, ich habe gerade einen saftigen Kommentar zu einem gewissen Blog abgegeben. Und eigentlich auch alles falsch gemacht: Statt eines Kommentars, sind es mindestens 20 ätzende Zeilen Kritik geworden. Ich hoffe, die Person bekommt endlich mal den Eindruck, den sie hier und bei anderen Bloggern hinterlässt. Kann doch langsam nicht mehr wahr sein. Ich meine, wenn mein Motor stottert, wende ich mich an Personen die mir helfen können, aber schreibe mir nicht die Seele aus dem Leib, um dann sang- und klanglos aus dieser virtuellen Welt zu verschwinden. Entweder man lebt oder ist konsequent! Dass dieser einleuchtende Satz eines bekannten Autors nicht überall seinen Platz findet, ist mir völlig klar. Ich rede hier auch nicht von Teens, die altersbedingt einige "Problemchen" haben, sondern von sehr (!!!!) erwachsenen Menschen, die ein ganz gewaltiges Problem seit langer Zeit mit sich herumschleppen. Ganz sicher gibt's an diesem Ort mehr Psychos - oder Spießer, die sich gerne so nennen - und deren bereitwillige Helfer, die sich in naiver Manier versuchen den Kandidaten 'zu reparieren'. Was Unerfahrenheit, mangelndes Einfühlungsvermögen und sichtliche Inkompetenz angeht, sollten diese Personen doch mal einen Blick in die Zeitung werfen oder sich schlichtweg um eine Umschulung beim Arbeitsamt bemühen. Anmerkung: Psychologe darf sich jeder nennen, solange das Wort Diplom nicht davorsteht.

Ich habe nichts dagegen, wenn man Hilfe von anderen im Internet sucht. Ist auch ein angenehmer und anonymer Weg bei dem Versuch, sich selbst zu helfen. Leider gibt's dann doch immer so einige Hinweise, die eine dringende ärztliche Therapie erfordern. Keine redundanten Tipps für eine Laien-Therapie!  

So, eigentlich kann mir der ganze Schmarrn auch völlig egal sein, aber bewegen tut mich so eine Sache schon. Vor allem dann, wenn man selber plötzlich in so einen Fall hinein gezogen wird. Ich hoffe, die angesprochene Person horcht mal ein paar Tage in sich selbst hinein und überlegt mit fachlicher Unterstützung dann, welche Möglichkeiten es gibt, aus dem Tunnel heraus zu kommen. Und es sei mir erlaubt zu sagen, dass es sich lohnt. Verdammt nochmal! 

Das Leben kickt so dermaßen, dass es manchmal verdammt schwer ist das Tempo zu halten: You're Like A Chamber from A Gun, After The Shootings Done - Now Go And Make Something Out Of It!

 

23.04.2004 um 21:29 Uhr

Alles klar auf der Andrea Doria!

von: Boing

Holla, momentan geht's richtig ab: Arbeit und dann auch noch PC kaputt. So kann's gehen. Jetzt läuft alles wieder und ich werde in den nächsten Tagen wieder  texten was das Zeug hält. Versprochen!

 

13.04.2004 um 00:24 Uhr

Boing bestellt sich 1 Computer

von: Boing

So, Faxen dicke!

Boing bestellt:

1x Shuttle-PC, 1x 120 GB Festplatte, 512 MB Speicher.

 

Dann geht's mal wieder rund hier, nervt ja völlig.

11.04.2004 um 05:28 Uhr

Das Wort voller Sommerspinnen ...

von: Boing

 

Das Letzte an was ich mich erinnere: Ich sitze bei Britta und gebe, nein, leihe ihr 50 Euro.

Für Nichts. Nein. Ist auch egal ...! "Once i had a friend, who had the neck, abot tossing. He mind about geography  - boy you think, you've got problems ..! Sie sieht gut aus. Wirklich. Ich weiß, dass viele Macker, die diesen Text lesen, sich die Finger lecken würden bei so einer Frau: feste, große Brüste, klasse Po, astreine Figur ...  - und äußerst nett! Keine Angst, noch nie angepackt, aber alles schon gesehen. Tja, ...! Hehehehe, fies oder? Hmm, Boing hat eben auch solche Freunde. Eben, Freunde! Egal, ich bin halbtot ;-). Der Rote hat mich in die Knie bekommen. Allerdings musste er drei Flaschen gegen mich aufbringen. Reife Leistung. Aber selbst danach konnte ich mich nicht aufbringen, mich an sie ran zu werfen. Scheiße, einfach zu ehrlich: " I can hardly spell my Name!"

Ich muss mal gerade zwischendurch blöde Grinsen. Ich finde, dass war eine reife Leistung. Sicher, ich hätte Chancen gehabt, aber wollte ich es überhaupt? Nee, ganz sicher nicht. Auf keinen Fall! Teufel rechts und links: "Schnapp dir die Frau, sie will es doch auch..." Versteht dass einer von euch? Hmm? Ist eben alles eine Frage der Lebensqualität. Solche Dinge hauen mich eben nicht vom Hocker. Echt nicht. Klar, SÖx ist eine ***le Sache, aber Köpfchen muss dabei auch mitspielen. Qualität eben. *lacht* Sofort vergessen! Danke.

Okay, weiter: "Connects to powerline, that runs over my head and the cool wet morning Air, as i sat under the tree. Well thank you, thank you very much. Little Spiders making little Webs. Nuts ist what you've become, kind of fractured by the facts..." Trotzdem: es war ein netter Abend. Ich glaube, da konnte sich jemand ziemlich viele Probleme vom Hals reden - und die erste Not lindern. Hmm, mal gucken, was sie in Zukunft anstellt. Ich drücke ihr zumindest die Daumen.

Und für mich: Ich bin eure Straßen entlang gewandert, habe neben euch gelebt. Ich bin mir sicher, wir haben die gleichen Vögel singen gehört. Zusammen sind wir in schwere Fußstapfen getreten, obwohl meine Schuhe noch schlammig sind. Und ich weiß, dass wir auch die bellenden Hunde gehört haben. Der Boden schwindet, die Wände neigen sich: ich offenbare mich, bin nackt ...  Der alte Trick mit dem Streichholz.

5:24 Uhr: Es dämmert. Gute Nacht, Morgen und frohe Ostern!

 

09.04.2004 um 02:24 Uhr

Update 2.0

von: Boing

 

She's a good girl, loves her mama, loves Jesus and America too. She's a good girl, crazy about Elvis and her boyfriend too. (Tom Petty - Free Fallin)

Herrlich, das Leben gestaltet sich mehr als leicht und locker. Fast wie ein Hauch eines flüchtigen Kuss, der in aller Eile einen Aufdruck eines Eindrucks symbolisiert. Danke! Dinge, die in meinen Fokus gelangen, erstrahlen in ungewohntem Licht. Alles wird nicht nur neu, sondern alles ist neu. Und ich erfinde es mir jeden Tag neu. Lange dafür gearbeitet und ein Jahr lang schwarze Gedanken geschoben, die ich niemals erzählen werde - und kann. Dieses Gelöbnis habe ich mir selbst gegeben - und ein kleines, dunkles Geheimnis sollte man sowieso immer für sich behalten. Allerdings ist meines ein Schwarzes Loch. Aufsaugend, vernichtend und nur zeitweise aktiv. Egal, that was then, this is now ...

Eigentlich gibt's nichts, worüber ich mir momentan Gedanken machen muss. Alex sagt, dass ich mich jetzt nur noch hinsetzen muss und auf die Schecks warten soll. Dabei brodelt es in meinem Kopf wie nie zuvor: Das Glück, die Liebe zu dieser Frau, die erfolgreiche Besteigung kleinerer Hügel ( ... My Mountains of Dream - Led Zep) und die Gewissheit, dass ich endlich doch noch was kann. Zum Glück werde ich langsam wieder beachtet: Mein Gemüsehändler grüßt mich wieder; ich brauche mich nicht mehr ducken, wenn ich am Tabakladen vorbeikomme; selbst die Sonne hat sich entschieden, mir wieder ein prächtiges Licht zu schicken. Die Guten müssen eben leiden, während das Nichtige unsere Köpfe und die Welt erobert. Darüber kann ich Zeilen texten, die euch in die Knie bringen. Ehrenwort. Aber erzählen werde ich nichts von den Tagen, in denen man spürt, was es heißt zu hungern und den Nächten, in denen man sich ins Kopfkissen geweint hat, weil es das letzte war, was man noch geben konnte. Aus diesem persönlichen Untergang bin ich gestärkt und mit Bärenkräften heraus gegangen. Das hätte ich mir nicht zugetraut. Aber es war meine Wahl - vertstehen konnte sie damals niemand. Ich auch nicht, ehrlich gesagt. Aber es gibt IMMER einen Grund. Der offenbart sich langsam.

Essen mit Gunnar: Wir sitzen an einem Tisch in der Auslage des Restaurants. Vor dem großen Fenster huschen Leute vorbei und werfen uns einen flüchtigen Blick zu. Wir haben Wein und viel Wasser auf dem Tisch stehen. Er hatte sich groteskerweise eine Pizza bestellt. Bei mir steht das volle Programm: drei Vorspeisen, Pasta diverse Nachspeisen und zwei Espresso. Ich schicke die Bedienung weg, wenn sie sich anschickt unseren Tisch zu säubern. Ich sage ihr, das würde die Stimmung kaputtmachen, als wenn ein kleiner Blütenkranz zu Boden fällt. Sie zuckt mit den Schultern und geht wieder weg. Sie bekommt nachher ein gutes Trinkgeld. Für die Stimmung, den Tisch und die Situation. Ist nie einfach mit mir, ich weiß.  Wir sprechen über uns, die vergangene Zeit und über Frauen. Natürlich auch über Freunde, die uns schon länger nicht mehr über den Weg gelaufen sind. Ich mag diese Art Gespräche und auch seine Art. Ich sage es ihm und wir schweigen eine kurze Minute. Die Gäste im Restaurant werfen ab und zu einen Blick auf uns, können uns nicht einschätzen. Das gefällt mir auch. Als wir ein Thema streifen, welches mich noch immer beschäftigt, werde ich ruhig. Ganz still. Ich trinke einen großen Schluck Wein und hoffe, dass mich die Krise nicht erwischt. Speichel läuft in meinem Mund zusammen. Adrenalin, es schmeckt nach Aluminium. Ich will das nicht. Ich sage es ihm, aber meine Stimme zittert schon. Vorbei. Kleine salzige Tränen laufen über meine Wangen. Ich wollte das nicht, aber ich bin manchmal sehr nah am Wasser gebaut. Er guckt mich an - ich kann nicht hingucken. Es fällt mir schwer, über das Geschehene zu sprechen. Wir schweigen und ich rauche eine Kippe. Er weiß, dass er mich wieder fangen kann, wenn wir von ihr sprechen. Er macht es, und ich fange wieder an zu sprudeln. Auch das passiert. Danke.

Am Anfang war die Emotion ...

 

05.04.2004 um 23:29 Uhr

Radar *Pling*

von: Boing

 

Jungs, das Leben ist ne' feine Sache. Ganz ehrlich! Zumindest solange ein Scheck eintrifft und man einen Strom erwischt, mit dem es sich vorzüglich durch die Gegend trudeln lässt. Ganz lässig. Mit den Händen in den Taschen, zerwühlten Haaren und einem schlechten Gewissen. Kippen in der Hemdtasche. Gibt ja schließlich auch Leute, die jetzt gerade vorm Untergang sind. Heute gehöre ich nicht dazu. Eben, habe ich auch gerade gedacht, werter Leser. Ziemlich von oben herab. Macht nichts, Ausnahmen gibt's immer. Aber jetzt geht's ins Bett, bin hundemüde. 

 

02.04.2004 um 01:28 Uhr

Worte wie die Morgenröte

von: Boing

Man, ich bin alle! Richtig fertig. Bis eben noch Texte geschrieben, korrigiert und wieder geschrieben und erneut verbessert. Und wieder murmelt meine Stimme: "Sie finden's funky, obwohl es gar nicht funky ist, hör mal, Boing, hör mal ...!" Meine Hände schmerzen, und ich bin seit knapp 6 Uhr auf den Beinen. Nein, auf meinem Stuhl. Die Wände bewegen sich bereits, der Boden wankt. Meine Augen tränen. Die Luft ist zum schneiden. Ich verwechsel bereits die ersten Buchstaben. Herrlich.

Im Hintergrund läuft Dave Brubeck - Take Five, und ich zünde mir jetzt meine letzte Kippe für heute an. Sie schmeckt nicht wirklich, aber ich bin noch so komisch unter Strom, dass ich noch keinen Schlaf finden werde. Bestimmt nicht. Draußen bellt ein Hund - wie immer um diese Zeit -, der große See liegt dunkel vor meinem Fenster, eingerahmt zwischen zwei Hotels. Ich starre auf die Schatten der Häuser, nur aus meiner Wohnung dringt noch Licht. Alles ruhig. Man sieht das Firmament nicht und die Erde, als wäre die Nacht vom Himmel gefallen und hätte alles unter sich begraben.

Mein Bruder schickt mir um kurz vor eins eine Mail: Ich soll zum Ende kommen. Mach ich, ein paar Züge noch und wenige Gedanken zum Weltgeschehen. Morgen muss ich mal wieder an die Luft. Meine Zigarette glüht noch ein letztes Mal auf bevor sie im Aschenbecher ausgedrückt wird.

Ach ja, ich bin immer noch verknallt in diese eine Frau. Ich werd's ihr nachher gestehen. Ehrlich. Aber was sie nicht weiß:

Sie schritt durch den Garten gar

 

so viele Möglichkeiten

 

hat eine Frau nicht

 

das zu tun

 

Manche

 

wissen noch nicht

 

dass man sich in den Hüften wiegen kann

 

Manche

 

brechen einem die Arme

 

entzwei

Das Licht entweicht jetzt aus allen Dingen und mir ist so, als würde ich noch einmal ihrem Atem an meinem Hals, an meinem Ohr spüren. Ich lache bei dem Gedanken. Ende.Fin. Für heute.

Danke, man!