Ayk's Anekdoten
hier ist die Ashlynn. Ich habe von meinem Bruder Ayk eine Email erhalten, worin er aus seinem neuen Leben berichtet. Er hat mir erlaubt, seine Mails hier zu veröffentlichen. So könnt ihr heute seine 1. Mail lesen, in der er von den Erlebnissen aus der 1. Woche mit seiner neuen Familie berichtet (mittlerweile wohnt er schon über 2 Wochen in Köln). Ich hoffe ihr habt genauso viel Spaß daran wie mein Rudel und ich.
Hallo liebe Ursprungsfamilie,
da ich nun schon im Büro sitze, habe ich Anne (haben uns schnell auf das DU geeinigt) beauftragt, doch mal kurz eine Mail für mich zu schreiben …
erst mal DANKE für den Buchtipp, kann ja meiner neuen Familie nicht schaden …
und hier mein Kurzbericht über die erste Woche in der Großstadt:
Freitag gut angekommen und erst mal einen kleinen Teil meines neuen Zuhauses erschnüffelt; es gefällt mir ganz gut denn ein paar Dinge (Fressen und „pieseln“) sind fast so wie bei Euch und der Rest ist riesig interessant; viele neue Gerüche, Geräusche usw., außerdem muss ich meine Box mit keinem teilen. Ich habe sozusagen ein Einzelzimmer aber das nutze ich nur sporadisch.
Am Samstagmorgen habe ich mir mit Manfred und Anne eine Hundeschule angeguckt und war zuerst ein wenig verwirrt weil da so Halbstarke rumliefen. Allerdings machte der Trainer einen guten Eindruck und nach beschnuppern von Hund und Mensch konnte ich ganz gelassen zugucken und auch etwas über die Wiese tollen. Heute Abend gehe ich dann zum ersten mal in die Welpengruppe, wo Hunde meines Alters sind, ich bin mal gespannt …
Samstagnachmittag habe ich dann die Nachbarschaft erkundet. Leider muss ich dort an der Leine gehen weil ich noch nicht den Straßenverkehr beherrsche aber in 2 Minuten sind wir in einer Art Park.
Sonntag habe ich dann die anderen Hausbewohner von Parterre kennen gelernt. Wir waren im kleinen Garten, haben gespielt und was toll ist: dort gibt es einen Teich in den ich hervorragend meine Pfoten und mein Hinterteil tauchen kann … Nachts hat es mich dann gejuckt, sch… Herbstgrasmilben, kleiner Trost: Anne haben sie auch erwischt.
Eigentlich wollte ich ab Montag schon mit ins Büro gehen, aber zu viel Aufregung ist auch nicht gut und so habe ich mir einen gemütlichen Tag gemacht mit: fressen, spielen, schlafen, Besuch von meinem zukünftigen Bürokollegen, Nachbarschaft erkunden und am Abend noch mal auf die große Wiese, wo sonst die Hundeschule übt.
Schlafen tue ich Nachts ausgesprochen gut, habe direkt dafür gesorgt, dass ich mit auf`s Menschenlager darf - jedoch war mir diese Woche oft so warm, dass ich mich Nachts freiwillig auf den kühlen Boden gelegt habe. Das wird noch Diskussionen geben …
Der Dienstag verlief ähnlich, jedoch habe ich Annes Bruder kennen gelernt und noch andere Leute aus dem Haus, alle ganz sympatisch. Am Abend waren wir dann bei meiner Tierärztin, erst mal so zum gucken und schnüffeln. Habe mich dort sehr gut benommen und physisch sowie psychisch einen optimalen Eindruck hinterlassen. Ich glaube da bin ich in guten Händen, weil die sich auch mit meiner Rasse auskennen.
Allerdings ist mir zu Hause ein großes Malheur passiert. Ich habe den Teppich mit der Wiese verwechselt und weil ich mir nicht sicher war dann auch noch im Kreis gek… Sorry, aber jetzt habe ich das wieder besser im Griff.
Mittwoch habe ich dann zum ersten mal mein Büro gesehen. Ich glaube auch hier kann ich es aushalten. Ach ja, ich bin am Mittwoch zum ersten Mal mit Anne alleine Auto gefahren, dass schafft uns eine größere Unabhängigkeit. Ich bleibe einfach im Fußraum des Beifahrersitzes liegen und schlaf ne Runde bis wir ankommen; ist schon klasse: mit Chaffeur! Und ich bin Aufzug gefahren – auch kein Problem für mich.
Donnerstagmorgen sind wir eine andere Runde gelaufen und ich konnte einen kleinen Kiosk kennenlernen. Nachmittags ging es dann mit dem Auto nach Remscheid, wo Annes Mutter lebt. Da gibt es einen riesigen Garten. Dort habe ich Jule eine Dalmatinerhündin getroffen, sozusagen am Nachbarzaun. Habe lautstark guten Tag gesagt und kann mir vorstellen, mit ihr mal über die dort angrenzende Wiese zu jagen.
Gestern Abend gab es dann meinen ersten kurzen Kneipenbesuch (auf ein Kölsch). Anne und ich haben nach dem Spaziergang draußen gesessen und ich habe mir Fußgänger, Fahrradfahrer, Autos, Busse und anderes angeguckt (was es nicht alles gibt …)
So, nun muss ich erst mal Schluss machen, weil ich wieder muss.
Es grüsst Euch ganz herzlich
AYK
mit Anne und Manfred
