Geburtsbericht, Vorsicht lang!!
Gestern wurde unser B-Wurf geboren. Es sind 3 Rüden, einer davon rot-weiß und 2 Hündinnen schwarz-weiß. Alle sind gesund und munter und haben ein Geburtsgewicht von über 400 g.
Nachdem eigentlich alles problemlos verlief, sind wir gestern gegen 18.00 Uhr zum Tierarzt gefahren um eine Kontrolluntersuchung zu machen, dabei stellte sich heraus, dass sich der Muttermund nicht öffnete und die Welpen nicht auf normalem Weg geboren werden konnten.
Gegen 19.00 Uhr wurde dann ein Kaiserschnitt gemacht, bei dem sich herausstellte, dass es höchste Zeit wurde. Die Gebärmutter war an 3 Stellen angerissen und bei der nächsten Wehe wäre sie wahrscheinlich geplatzt, damit wäre nicht nur das Leben der Welpen, sondern auch Abbeys gefährdet gewesen. Durch die unvorhergesehenen Komplikationen dauerte die OP und die Narkose entsprechend lang, Abbey hat dabei sehr viel Blut verloren. Dadurch bedingt, hatte sie nach der OP plötzlich Kreislaufprobleme, die Schleimhäute waren weiß und sie atmete nicht kräftig genug durch. Schließlich war sie aber wieder so stabil, dass wir sie mit nach Hause nehmen konnten.
Während Abbey von 2 Tierärzten und mehreren TA-helferinnen versorgt wurde, bemühten wir uns die Welpen ins Leben zu bringen und rubbelten sie was das Zeug hielt. Unsere Töchter Yvonne und Nadine halfen dabei tatkräftig und kämpften lange um das Leben eines 6. Welpen, leider konnte er nicht mehr belebt werden. Woran es gelegen hat ist schwer zu sagen: vielleicht zuviel Narkosegase mitbekommen oder zuviel Fruchtwasser geschluckt, es war eine kräftige rot-weiße Hündin, die Abbey sehr ähnlich in der Zeichnung war.
Während wir in der Tierklinik beschäftigt waren, hat unser Sohn Sebastian sich um das restliche Borderrudel gekümmert.
Zuhause angekommen (ca. 21.30 Uhr) legten wir Abbey in die Wurfkiste und die Welpen dazu, die sich sofort auf den Weg zur Milchquelle machten und eifrig tranken. Abbey bekam währenddessen noch eine Infusion. Gegen Mitternacht begann Abbey dann ihren Kopf zu heben und ihre Welpen sauber zu lecken. Um 1.00 Uhr übernahm Sebastian dann die Nachwache und wir versuchten uns ein paar Stunden Schlaf zu gönnen.
Heute morgen geht es Abbey deutlich besser. Sie kann, wenn auch etwas wacklig, wieder auf ihren Beinen stehen. Da sie das Fell noch ziemlich voller Blut hatte wurde sie dann vorsichtig abgeduscht. Nachdem sie dann wieder bei ihren Welpen war, die sie sofort suchte und sehr liebevoll und fürsorglich versorgt, hat sie dann etwas getrunken und auch ein bisschen Futter aus der Hand genommen. Mittlerweile frisst sie schon wieder ganz gut.
Das restliche Borderrudel durfte auch schon Kontakt aufnehmen, muss aber einen gewissen Abstand einhalten, wenn sie dies nicht tun werden sie leise angeknurrt und Abbey legt sich vor die Welpen. Ashlynn darf etwas näher ran als die anderen und sie findet die Welpen auch sehr spannend und beobachtet sie genau.
Bedingt durch die Schädigungen an der Gebärmutter beim 2. Kaiserschnitt, wird dies Abbeys letzter Wurf sein. Wir hoffen, dass sie aber bei eventuellen Würfen von Ashlynn und Jade, wenn es nötig sein sollte, auch hier mit ihren hervorragenden Mutterqualitäten gegebenenfalls bei der Welpenaufzucht hilft.
Die Temperatur war heute morgen mit 38,9° normal, Abbey bekommt noch einige Tage ein Antibiotika gespritzt und wir hoffen, dass es jetzt keine gesundheitlichen Probleme mehr geben wird und wir die Welpenzeit jetzt genießen können.
An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für die vielen, lieben Anrufe, Gästebucheinträge und Mails.