Borderline, leben am Abgrund. Tagebuch einer Eskalation

10.04.2009 um 20:07 Uhr

Heute was Über Vertrauen (Wieder da)

von: Scorpillon   Stichwörter: Vertrauen

Stimmung: einsam
Musik: Keith Jarrett - Köln Concert

Hallo und vielen Dank an Alle, die hier diesen Blog gelesen haben, und noch viel größeren Dank an Alle, die mir schrieben. Schöne Worte habt Ihr gefunden, mir damit eine Freude gemacht und mich gerührt. Den einen hat es Kraft gegeben, den anderen als Angehörigen den Mut durchzuhalten. Ich bin überrrascht, wie deutlich (positiv) die Rückmeldungen sind. Manche haben mich oder meinen Mut, Willenskraft und so weiter bewundert. Aber bitte, ich bin nur ein normaler Mensch, der sich für das einsetzt was er liebt. Und auch Fehler macht. Und den habe ich leider vergangen Dezember getan.

 


Vertrauen habe ich mir sehr sehr hart erarbeiten müssen, bei meiner Frau. Und es ist mir auch oft geglückt, und wie so oft, auch wieder nicht. Was für mich manchmal eine Kleinigkeit ist, ist für sie eine Katastrophe und ein Vertrauensbruch. Einmal lieh ich meinem Sohn 250,- €, weil er sie brauchte, und sprach es nicht mit ihr ab, vorher. Wir hatten zu der Zeit eine finanzielle Krise, und wie so oft hing es mit mir zusammen (Unterhaltszahlungen an Kinder aus erster Ehe, das Haus, längst verkauft, aber noch Schulden zu tilgen). Wir haben es finanziell überlebt, die Liebe hat es auch, aber das Vertrauen ist gewaltig gefallen. 9 Jahre lang habe ich immer wieder dran gearbeitet, und muß nun feststellen, das es bei einem Menschen, dessen Vetrauen, speziell von Männern, mißbraucht wurde, nur eine Lösung gibt, um dauerhaftes Vertrauen zu erlengen. Bedingungslose Offenheit und Ehrlichkeit dem Partner gegenüber. Ich durfte feststellen, als meine Frau von meiner Bisexualität erfuhr, welche Kraft da wirklich in Ihr wohnt. Sie hat mich nicht verlassen, obwohl sie einen Grund gehabt hätte.

< Kleiner Einschub zur Bisexualität: Wie ich schon früher in dem Blog erwähnte, ist meine Frau vergealtigt worden, gleich von zwei Männern. Und das schränkt sie natürlich ein, und mich gleich mit. Bevor ich sie kennenlernte war ich sexuell höchst aktiv und habe bis auf alles was mit Fäkalien usw. zu tun hat, eigentlich alles ausprobiert. Bei meiner Frau ist es eher (sie hasst es wenn ich das sage) ein Blümchen-Sex im guten Sinne. Mir als Mann hat das fordernde gefehlt, auch das zupackende, das Gefühl begehrt zu werden, oder dass sie sich mal auch nur um mich kümmert. Fast immer ist es anders gewesen. Heute ist es besser. Also besuchte ich Pornokinos und öffentliche Treffs, wo Männer keine Fragen stellen, schnell zu Sache kommen und mich als Mann behandeln. Hört sich an wie bei einem Neandertaler, aber der steckt in jedem Manne drin. In meinen Augen nahm ich ihr nichts, was sie mir nicht hätte geben können, und so hatte ich zwar oft ein schlechtes Gewissen, aber die Geissheit, das Gefühle bei alle dem aussen vor blieben. 

 

Nun, es flog alles auf, und als wir lange darüber geredet haben, fanden wir einen Kompromiss. Den erzähle ich vielleicht später, passt zu meinen Eingangsworten. 

Meine Lehre aus alldem: Jemand, der einen Menschen mit solchen Problemen mit dem Vertrauen hat, und von dem man weiss, das man über alles geliebt wird, kann ich nur eines sagen: Raus mir Euren Gedanke, Wünschen, Sorgen und Gefühlen. Die Liebe macht solche Menschen stark, stärker als andere. Weil sie auch intensiver lieben und leben. Habt den Mut, Dinge anzusprechen, tut Euch selbst den Gefallen, und haltet nicht immer damit zurück. Ihr tut zweierlei damit. Ich verletzt Euch selber und beschneidet Euch um die Chanche, etwas zu tun, und Ihr zeigt Euer Vertrauen in den Anderen, denn das braucht er wie Luft zum Atmen, wie Wasser zum trinken und wie Sonne zum Blühen.

 

Gut is für heute.

Bis Bald....

SC

13.11.2008 um 23:20 Uhr

Borderline alleine reicht wohl nicht

von: Scorpillon   Stichwörter: Manisch, Depressiv, Bipolar

Stimmung: niedergeschlagen

Borderline und Manisch Depressiv

 Ist a schon eine Weile her, das ich hier gepostet habe. Aber meine Arbeit und die (reichlich) anstrengende Patchwork-Familie lassen da nicht mehr viel Zeit für mich.

 Bei den Beiträgen in den letzten Monaten habe ich gar nicht erwähnt, das Meine Liebe auch noch Manisch und dann Depressiv ist, auch bekannt als Bipolare Störung. Offenbar geht das wohl oft zusammen mt Borderline.

Zunächst darf ich hier aber auch mal sagen, das meine Frau sich seit numehr knapp zwei Jahren nicht mehr selbst verletzt hat, und speziell seit dem Sommer ein unglaubliches Vertrauen zu mir gefunden hat. Das habe ich mir immer sehr gewünscht, und lange darauf gewartet, aber auch viel dafür gegeben.

 

später mehr.....

03.09.2007 um 21:49 Uhr

Weitere Gedanken und Erklärungsversuche

Wer bis hierher aufmerksam gelesen hat, und wie es scheint, sind das mehr als ich erwartete, wird sich sicher fragen, wie hält der das durch, was treibt ihn an, und macht sie eine Therapie oder ist in ambulanter oder stationärer Behandlung?

Ich fange von hinten an dieses zu erläutern.

In den vergangenen 14 Jahren ist sie meines Wissens nach immer in der einen oder anderen Therapie gewesen. Mal mit mehr oder weniger Erfolg, meistens weniger. Borderliner sind auch heute, Jahre nachdem man es als Krankheit anerkannt hat, immer noch nicht ausreichend versorgt mit gut ausgebildeten Therpeuten respektive Einrichtungen. In den Zeiten sehr schlimmer Selbstverletzungen gab es immer wieder "Krisenaufenthalte" in dem ansässigen Bezirkskrankenhaus. Durch sehr viele Besuch kam ichaber zu einem horrenden Ergebnis. Diese Ereignislosigkeitkeit, die man frech mt dem Ausdruck "Krisenintervetion" beschrieb, die Räumlichleiten so trist und grau und trostlos wie eine Kaserne wirkten auf mich erschrecken und schockierend. Wer den Film mit Jack Nicholsen "Einer flog übers Kukucksnest" jemals gesehen hat, weiss was ich meine und erlebt hat. Mit einer Ausgesprochen unpersönlichen Atmosphäre und völlig falsch ausgebildeten "Fachpersonal", das sich hier üben durfte wurde meine Frau und auch andere Mitpatientinnen zunehmend lethargischer, und das Stäuben meiner Frau, diese Zeit durchzustehen mir immer verständlicher. Dennoch wir uns umsahen und ...hörten, Alternativen gab es kaum, dafür umso mehr Fragen zu "Wer übernimmt die Kosten?"

Die ambulanten Therapie-Versuche waren allesamt genauso eine Katastrophe. Von Therapeuten, die meiner Frau rieten den einzigen halt den sie hatte, mich, zu verlassen, bis hin zu Therapeuten, die 90 Minuten mit ganzen drei Sätzen verbrachten, und darauf warteten, das meine Frau wie ein Wasserfall redete; und das tat sie nicht, und so schweigt man sich mehr oder weniger die ganze Zeit an. Sei Anfang des Jahres ist sie in der Danivius Klinik in Ingolstadt, und hier ist es ganz anders. Intensive Betreuung, Einbeziehung des gesamten Familien-Umfeldes in Gesprächen, Einzel sowie Gruppe, sogar eine regelmäßige Angehörigen Gruppe gibt es. DieLeerlaufzeiten sind rar, so das die ganze Zeit über immer etwas los ist, und vor Allem: Es gibt Routinen und Regeln, Dinge, die Bordelinern offensichtlich abgehen, den meisten, und sie doch so dringend benötigen. Kurz, es ging bergauf, sehr langsam, aber bergauf.

Und das hängt auch mit dem: "wie hält der das durch, was treibt ihn an" zusammen. Sinnlose Dinge zu tun, erlaube ich mir nur selten, in der Freizeit vielleicht. Und das hier macht Sinn. Ich bekomme etwas zurück, Stück für Stück meine Frau, und ich vertraue stur darauf, das es so weiter gehen wird, das sich all die Mühen gelohnt haben. Und tatsächlich, es ist der Fall. Man muss wissen, und wer zwischen den Zeilen gelesen hat weiss das schon längst, ich bin nicht der Mensch der viele Emotionen zeigt, sie aber doch besitzt. Und der Mensch, bei dem ich immer weich falle, egal wan, wie und wohin auch immer, ist meine Frau. Und sie hat mich nie enttäuscht. Sie war gewiss nicht immer in der Lage dazu, weis Gott nicht. Aber es kommt wieder, sehr langsam. Mir aber reicht der Weg, die Tendenz. Einen Moment des Glücks in dieser Richtung reichen für Wochen Kraft und Kampf, denn das ist es immer.

Natürlich muss ich für mich immer wieder überprüfen, ob ich damit noch umgehen kann, ob meine Granzen erreicht oder gar überschritten sind. Ich achte da sehr drauf, denn wenn ich mit mir nicht halbwegs im Reinen bin und mir mir umgehen kann, bin ich ganz sicher nicht in der Lage, einem komplizierten Menschen wie meiner Frau zur Seite zu stehen. Ich kann mir aufgrund meines Berufes (Aussendienst im Vertrieb) schon 5-6 Mal im Monat in einem Hotel meine Ausszeit nehmen, oder ich schlafe einfach mal im Sommer am See unter freien Himmel mit einer Flasche Wein und meinem Hund.

santos

Derzeit versuche ich mit einer befreundeten Hard-Rock Band, mein bevorzugter Stil, diese Dinge in eine Song zu verarbeiten. Mal sehen was daraus wird.

So, Leute für heute genug. Wer mir direkt anworten möchte, bitte per mail an: scorpillon@scorpillon.de

Servus und Gute Nacht

Achja, noch ein interssanter Link von einer ebenfalls betroffenen: http://www.blogigo.de/leben-mit-borderline/Was-ist-Borderline/1/ 

01.09.2007 um 14:55 Uhr

Es geht weiter

Stimmung: traurig

Hallo liebe Leser,

nachdem ich den Blog vor längerer Zeit öffnete, dachte ich, das zum Einen sich eh kaum jemand interssieren würde, und zum Anderen ich mehr Zeit aufbringen würde, diesen Blog mit Inhalten zu füllen. Schließlich bin ich daran interessiert, auch Andere zu hören (lesen), wie sie mit dem Thema umgehen und was sie zu sagen haben.

 

Nun stelle ich fest, es interessiert sich tatsächlich jemand dafür und man fordert mich auf, weiter zu machen. Nun, da ich heute eh den Blues habe, so sei es.

 

Es gibt hier einen Beitrag, der selbst als Borderliner sich zu Wort gemeldet hat, Du hast sicherlich Deinen eigenen Blickpunkt und Wahrnehmung. Die des Angehörigen sieht ganz anders aus. Am Anfang hatte ich das starke Gefühl, ich bekomme das hin, offesnichtlich typisch männlich und überzheblich zugleich. Obwohl es am Anfang aus meiner Sicht sogar stimmte. Aber dies nur, weil ich nicht genau hingesehen habe und eher dominant denn einfühlsam war. Wach geworden bin ich glaube ich erst, als die Selbstverletzungen meiner Frau immer schlimmer wurden.

 

Am Anfang waren es nur kleine Verletzungen, sogenanntes "Ritzen" mit einer Glasscherbe. Nun, sie haben geblutet, aber nicht besonders stark. Trotzdem war ich entsetzt, geradezu schockiert. Als es damals losging und ich es während eine Klinik-Aufenthalts meiner Frau mitbekam, hatte ich ein gutes Gespräch mit einer behandelnden Ärtztin. Sie brachte es mir nahe, was in meiner Frau zu dem Zeitpunkt des "Ritzen" in Ihr vorgeht. Die Unfähigkeit sich selbst zu spüren, der Unglaube in die eigene Unattraktivität und der damit verbundene Unglaube über haupt LIBENS-Wer zu sein, trieb sie dazu, sich zu verletzen. Für mich unvorstellbar und grotesk. Dennoch half es mir damals vor ca. 5 Jahren, es zumindest zu akzeptieren. 

Wir trafen damals die Vereinbarung, das Sie sich nie schneiden würde, wenn Sie allein war. Ich fühlte mich nämlich vollständig ausgeschlossen, obwohl ich den geliebten Menschen beistehen und helfen wollte.So hatte ich zumindest die Chance, sie danach zu versorgen, zu reinigen und zu verbinden oder ein Pflaster aufzulegen. Es hat mir in so weit geholfen, das ich kein Aussenseiter war in der Sache, obwohl ich schon damls gelitten habe in den speziellen Situationen wie ein Hund. Aber ich war dabei, für mich unglaublich wichtig. Klar, ich habe, wie man mir auch riet, alles versucht, um sie davon abzuhalten. Und zwar, indem ich versuchte stärkere Reize oder Ablenkungen zu schaffen, die sie eben davon abhielten. Ist mir oft gelungen, ,manchmal spontan rausgehen, in die Sauna, zum Schwimmen, mit dem Hund raus, Kuscheln bis hin zu Sex. Wie gesagt, es hat oft gewirkt, aber eben manchmal kam ich zu spät (der Alltag frißt so vieles) oder ich hatte keinen Erfolg weil ihr Wunsch stärker war.

 

Zu der gleichen Zeit haben wir uns so oft gestritten, laut, lange, sinnlos und immer wieder. Ich glaube, sie warf mir ca 100 mal die Eheringe vor die Füße, etwas öfter brach sie die Beziehung ab oder wollte die Scheidung ohne es jeh durch zu ziehen. Ich Idiot konnte zwar eine Weile währenddessen ruhig bleiben, aber nach einer Weile bot ich ihr die Konfrontation und stritt mit ihr. Meistens ging ich nach einer Weile raus, irgendwan mit dem Schlafsack an den See für einer Nacht. Oder schlief im Auto. Hauptsach weg aus der Situation. Ich bemerkte nämlich, dass es mir immer schwerer fiel mich zu beherrschen. Mit sehr hoher Sicherheit traf sie mich immer wieder an meinen empfindlichsten Seiten und bohrte, es tat sehr weh. Und ich wurde wütend. Ja ich kochte förmlich, ballte meine Fäuste und war mehrfach kurz davor, ihr eine Ohrfeige zu geben, damit endlich Ruhe war. Ich schaffte es mit grosser Mühe, weg zu gehen. Das war für sie das Schlimmste, für mich, wenn ich handgreiflich geworden wäre,

 

Das ging ca 5 Jahre so. Dreimal wollte ich wirklich gehen, sie verlassen, dem Stress und Druck entfliehen. Raus, nur raus, RUHE, das war es was ich wollte. Aber es ging nicht. Jedesmal, wenn sie merkte, ich meine es ernst, weinte sie hemmungslos, und bettelte mich an, zu bleiben. Ich blieb immer, bis heute. Die Gründe dafür sind so einfach und trotzdem kompliziert. Zuallerst: Ich liebe Sie. Und ich hoffe und kämpfe und mach weiter. Zum anderen, es ist eine Verantwortung,die ich mit übernommen habe. Sie hat eine  heute 13 jährigen Sohn, der bei uns lebt, meinen Stiefsohn, und einen Erwachsenen, der mittlerweile eigene Wege geht. Ich bin mir sicher, wenn ich sie verlasse, passiert etwas schreckliches. Das möchte ich weder für sie, noch für meinen Stiefsohn.

Für mich möchte ich aber Ruhe, Normalität!?

Vor ca drei Jahren wurden die Selbstverletzungen schlimmer. Ihr innerer Druck nahm zu, die Anspannung stärker, und die Selbstverletzungen nahmen einen quasi "Suchtcharakter" an. Nachvollziehbar, denn immer wenn sie sich schnitt, ging es ihr besser. Ich versorgte sie, sie war ruhig, und meine Nacht wurde zum Tag, denn dann ging es bei mir los. Die Werkzeuge wurden von der Glasscherbe durch Skalpelle ersetzt. Meine Frau arbeitet in einem Tiermedizinischen Labor, freier Zugang auf ihr tägliches Arbeitwerkzeug. Was dann in unserem badezimmer abging, möchte ich schildern, sehr detailliert und genau. Denn dies ist etwas, was ich nie aus meinen Kopf bringe, das mir nachts erscheint, und mich so brutal hilflos macht und meinen Kopf explodieren lässt. Zartbesaitete und Menschen mit bildhafter Fantasie sollten vielleicht überdenken, ob sie weiterlesen.

 

Die Vereinbarung galt nach wie vor, mich nicht auszuschliessen, trotzdem konnte ich fast 100%'ig davon ausgehen, das sie sich nach jeder Auseinandersetzung schnitt. Und zwar immer extremer. Ein Beispiel:

Wir hatte uns gestritten, und ich ging. In den kleinen Biergarten, wenige hundert Meter von uns entfernt. Lenkte mich mich ein wenig ab und versuchte runter zu kommen. Mein Telefon hatte ich immer dabei in solchen Situationen. Ca. 30 min. später kam mein ältester Stiefsohn aufgeregt angelaufen (er wusste als Älstester Bescheid). "Du musst sofort kommen, die Mama hat sich geschnitten.!" Ich sprang auf, und rannte los. Im Hausflur angekommen, kam meine Nachbarin, Gott sei Dank Arzthelferin von Beruf, mir entgegen, mit einem Beute mit Unmengen von Fliestüchern. "Sie ist oben" sagte sie. Ich lief weiter. Die Tüt stand offen, überall Blut, getrocknetes, Lachen, die noch glänzten, die Wände mit blutigen Fingerabdrücken gespenkelt. In unserem Hausflur saß meine Frau, blutverschmiert, den Unterarm notdürftig mit einer blutigen Mullbinde notdürftig versorgt. Sie war weiss, wie die Wand, an der sie lehnt. Mich überkam eine deratige Wut, das ich mit voller Wucht die Faust an den metallernen Türrahmen schlug. Es tat sehr weh. Stellt Euch sich vor, jemand macht Deine Frau oder Freundin auf einem Fest an, oder belästigt Sie unter Umständen sexuell. Man(n) geht hin und hautihm eine rein, oder zwei oder zwanzig. So wie es "normal" wäre. Aber das hier was dasselbe und doch vollständig anders. Das liebste, das man hat, zerstört das liebste was man hat. Der Konflikt in dem Moment ist unermeßlich und nicht nicht zu beschreiben. Man muss es erleben, um es nachvollziehen zu können. Das erklärt meine Wut und den Faustschlag an die Tür! Ich suchte einen neuen Verband und sterile Kompressen öffnete den alten durchgebluteten Verband, und erschrak!! 5 sehr tiefe Schnitte auf dem Unterarm kamen zum Vorschein. Sie füllten sich sehr schnell wieder mit Blut, und ich war froh, das meine Nachbarin wieder kam, und mir schnell halft, einen vernünftige Erstversogung zu machen. Danach fuhren wir in die Notaufnahme und liessen die Wunden versorgen und nähen. Später erfuhr ich, das si mehrere Minuten bewustlos gewesn ist und versuchte mich zu erreichen. Leidr fand sie die Nummer nicht. Der nächste Versuch war der Notruf, aber in ihrer Verwirrung wählte sie die Ortsvorwahl mit. Sie hatte großes Glück, das sie den Weg hoch zur Nachbarin fand und diese da war.

 

Solche und ähnliche Aktionen hatte ich in den vergangenen drei Jahren ca. 15 Mal. Ein oder zwei weitere Ereignisse werde ich noch mal in Ähnlicher Form schildern, aber heute nicht. Es strengt sehr an. Sie hat danach immer ein furchtbar schlechtes Gewissen mir gegenüber, weil sie weiss wie ich darunter leider, trotzdem es ihr besser geht. Meist bekommt sie aus der Notaufnahme ein Beruhigungsmittel, und sie schläft daheim zügig und ruhig ein. Es ist manchmal vorgekommen, das ich mir dann um 2 Uhr in der Nacht zwei gute Freunde eingeladen habe, sie hiessen oft Jonny und Wlker, oder Jack Daniels und Jim Beam Fröhlich, und sie blieben, bis sie leer waren. Am nächsten Tage zu arbeiten war nur seh bedingt möglich (ich arbeite im Software Vertrieb).

 

Jetzt geht nix mehr. Ein ander mal mehr. Freue mich auf Eure Kommentare!!

 

 

Scorpillon

17.08.2006 um 22:39 Uhr

Ist das ein Anfang

von: Scorpillon   Stichwörter: Borderline, Angehöriger, Schneiden

Stimmung: Traurig

Dies ist ein Versuch!

 

Ich bin mir nicht sicher, ob es viele Menschen gibt, die da Wort Borderline kennen, und sicherlich sehr wenige, die die Bedeutung dahinter kennen.

Um eines vorneweg zu nehmen, ich bin selbst kein Borderliner, aber ich bin mit jemanden verheiratet, der Borderliner ist.

 

Doch zunächst ein paar Worte zu mir:

Ich bin 41 Jahre, sehr logisch und zumeist verstandesgesteuerter Mensch. Leben und arbeiten tue ich in der Bayrischen Metropole München. Mit m meiner Frau bin ich seit 5 Jahren verheiratet. Es ist meine zweite Ehe. Deshalb leben wir auch in einer komplizierten Patchwork-Familie.  Das soll für das erste reichen.

 

Was möchte ich erreichen, mit diesem Weblog. Nun, langweilen sicher nicht, aber mir das, was mir im Kopf umhergeht niederschreiben. Das was für mich nicht greifbar ist und so fremd. Es zu visualisieren, auch in der Hoffnung, jemand interessiertes liest es und vielleicht, wer weiss es, meldet sich jemand dem es ähnlich geht. 

Also, für heute wird es reichen. Bin eh müde.

Noch ein paar Links zum Schluss, für diejenigen, die es lesen und mehr wissen wollen:

  1. www.borderline-community.de/

  2. www.borderline-plattform.de/