Erlebnisse der Buschchaoten

30.10.2005 um 18:10 Uhr

Eine Woche

sind sie nun da, die 4 Mädel aus Polen und sie haben sich gut eingelebt. Allmählich kann Eva die unterschiedlichen Charaktere erkennen. Jede ist auf ihre Art einzigartig.
Die beiden kleinen hatten sich total in Nilix verliebt und waren immer bei ihm zu finden. Er spielte viel mit ihnen und zeigte ihnen, wie man Riesenrunden im Garten dreht. "Rose" hatte es sogar einmal geschafft, den großen Kerl komplett über den Haufen zu rennen bei dem Versuch ihm den Weg abzuschneiden und ihn einzholen. Nilix ist am Samstag wieder von seiner Familie abgeholt worden.
"Pog" ist häufig in Evas Nähe anzutreffen. Sie versucht immer zu zeigen, wie brav sie doch ist und hört sofort, wenn Eva was sagt.
"Rinc" genießt es die Welt zu entdecken und geht häufig ihre eigenen Wege. Aber auch sie holt sich gerne ihre Streicheleinheiten ab.
"Rose" ist sehr lautstark und selbstbewußt. Sie spielt viel mit den anderen und findet oft etwas, was sie ihnen unbedingt zeigen muß.
"Heather" benimmt sich so, als wäre sie schon immer ein Buschchaot gewesen. Sie kann toll mit den anderen spielen, sich aber auch genauso gut alleine beschäftigen.

Wenn Eva die 4 abends im Hundehaus ins Körbchen (bzw Hütte) schickt, versuchen alle noch einmal schnell in den Auslauf zu kommen, um das ganze  ein wenig rauszuzögern. "Rose" hilft besonders gerne beim Zeitungauslegen im Hundehaus (noch sind die 4 nicht stubenrein) und schleppt die Seiten kräftig durch die Gegend. Schade eigentlich, daß Eva sich nicht dankbarer zeigt, sondern oft etwas von einem kleinen Ungeheuer vor sich hinmurmelt.

Und was sagen die Buschchaoten zu dem Zuwachs?
Justin ignoriert die anderen nur und schaut meistens noch nicht einmal zum Auslauf hin, wenn er im Garten ist. Was er nicht sieht, kann auch nicht da sein.
Ronja läuft immer kurz zum Auslauf und wirft einen Blick über alle und denkt sich wohl "gut, daß nicht ich, sondern Jeannie die Bande am Hals hat".
Jeannie erledigt ihre Rudelführeraufgaben hervorragend und ganz souverän. Oft reicht ein Blick oder ein Knurren von ihr und es herrscht Ordnung. Falls das nicht reicht, gibt es ein kurzes Unterwerfen des "Übeltäters" und alles ist so, wie sie es gerne hätte.
Jill beobachtet alles häufig vom Dach einer der Hundehütten. Ob sie vielleicht darüber philosophiert, wie ihre Welpen wohl werden? Ansonsten ist sie sehr freundlich zu allen und läßt sich fast schon zu viel gefallen.
Jessy tobt gerne mit den Vieren rum. Manchmal zeigt sie ihnen aber auch, daß sie schon erwachsen ist. Sollte sie allerdings zu streng sein, ist sofort wieder Jeannie zur Stelle.
Ayla ist endlich einmal die große "Schwester" und nicht mehr die jüngste. Sie zeigt den anderen, was man alles so spielen kann und wo die besten Löcher zu buddeln sind. Schade, daß Eva mit Charlotte und Cordula gestern so viele Steine im Auslauf verlegt haben.

Fazit der Geschichte: Alle fühlen sich wohl und es geht allen prima.

26.10.2005 um 20:28 Uhr

Seit Sonntag sind sie nun da

...die 4 Welpen und Junghündinnen aus Polen. Am Sontagabend kam Eva mit den ziemlich eingeschüchterten Hunden von Cuxhaven hier an. Eine der Hündinnen schnappte vor lauter Angst öfters nach Eva. Aber sie konnten sich dann doch einigen, daß sie die Transportbox verläßt. Am Montag hatte Eva sich frei genommen, um zu schauen, ob und wie die Hunde miteinander klar kommen. Erst durften sie sich durch die Gitter beschnuppern und dann ließ Eva Jeannie, Jill, Jessy und Ayla zu ihnen. Das war gleich ein großes Geschnupper. Jeannie übernahm sofort das Kommando über alle und wenn Jessy und Ayla zu heftig mit den kleinen umgingen oder die kleinen untereinander, ging Jeannie sofort dazwischen. Ronja und Justin durften die kleinen allerdings nur durch das Auslaufgitter begrüßen und auch da paßte Jeannie genau auf, daß Justin den kleinen nicht zu nahe kam. Jeannie weiß, daß Justin manchmal ein wenig rüpelhaft Welpen gegenüber ist.

Am Dienstag durften die 8 gemeinsam durch den Garten toben. Man sah den kleinen an, daß sie das noch überhaupt nicht kannten. Begeistert rannten sie überall rum. Abends kam Nilix dann auch noch dazu, der ein paar Tage Urlaub bei den Buschchaoten macht. Auch er fand den Neuzuwachs sehr ansprechend und fing gleich an mit ihnen zu spielen.

Heute hat Jeannie gezeigt, wie genau sie aufpaßt und wie sehr sie versteht, was Eva möchte. Die kleinen mußten nun auch einmal das Wort "Pfui" kennenlernen. Als sich eine der 6 Monate alten Hündinnen im Dreck wälzte, ging Eva hin und sagte "Pfui". Keine Reaktion, also sagte es Eva noch mal. Als wieder keine Reaktion erfolgte, ging Jeannie zu der Hündin hin und knurrte sie kräftig an. Sofort hörte die Hündin auf. Jeannie sah Eva an, als wolle sie sagen : "Wir sind schon ein gutes Team !!".

Alle 4 Hündinnen haben in dieser kurzen Zeit gelernt zu kommen, wenn Eva sie ruft. Sie haben schnell begriffen, daß mit "Puppie" sie gemeint sind. Eva ruft auch ihre eigenen Welpen immer mit diesem Lockruf. Egal, wo die Viererbande im Garten ist (wenn Eva sie dort laufen läßt), sie kommen gleich angeschossen und springen begeistert an Eva hoch (noch dürfen sie das  ).

 

18.10.2005 um 22:15 Uhr

Igelalarm

Beim letzten Gassigehen heute Abend (das nur noch ein Einmal-durch-den-Garten-toben ist), rannte Ayla zu den Hundeausläufen und fing an vorsichtig zu bellen.
Jessy lief gleich hin und bellte kräftiger. Da es schon 22.00 Uhr war, ging Eva hin, um zu schauen, was die Hunde so aufregte. In der Zwischenzeit war Jeannie auch an der spannenden Stelle angekommen. Jetzt konnte Eva ebenfalls sehen, was da war. Ein Igel hatte sich zu einer Kugel zusammengerollt und hoffte auf ein glimpfliches Ende.
Jeannie wollte Eva wohl zeigen, was da war und nahm diese ganze Stachelkugel ins Maul, um sie zu Eva zu tragen. Aber irgendwie fand Eva das gar nicht so toll und verlangte von Jeannie, daß sie den Igel loslassen sollte. Jeannie tat es auch gleich und die "Kugel" lag wieder im Gras. Eva schickte dann alle Hunde ins Haus und als sie anschließend Justin und Ronja in den Garten ließ, schaute sie noch einmal nach dem Igel, der den Schreck überwunden hatte und sich langsam von dannen stahl.

14.10.2005 um 21:56 Uhr

Eva's Ausflug

Gestern abend war Eva ohne ihre Buschchaoten unterwegs. Bevor sie losfuhr wurden noch zwei große Spaziergänge mit viel Rennen und Toben gemacht. Dann bekam jeder Hund einen Kauknochen und ein großes Stück Trockenpansen. Leider dachte Eva auch daran zwischen Justin (zusammen mit Ronja) und Jeannie (die mit den anderen in der Küche war) 2 Türen zu schließen und eine davon sogar abzuschließen. So wurde einem weiteren gemeinsamen Justin-Jeannie-Nachwuchs zumindest für dieses Mal keine Chance gegeben.

Eva fuhr zu einem Konzert, bei dem ein Reinhard sang. Mit Nachnamen heißt er Mey. Das schien Eva schon ganz schön wichtig zu sein, wenn sie ihre Chaoten wirklich für einen ganzen Abend alleine zu Hause lassen konnte.
Aber wahrscheinlich hätten die Chaoten sich sehr gelangweilt, denn dieser Mann hatte nur eine Gitarre bei sich und sang 3 Stunden lang vor vielen anderen Menschen, die auch nur Augen und vor allem Ohren für diesen Sänger hatten und bestimmt keinen liebenswerten Chaoten angesehen hätten.
Eva kam auf jeden Fall sehr begeistert wieder nach Hause und auch der Waschbär, der Luchs und die 2 Rehe, die ihr innerhalb von 5 Minuten nachts um 1.00 Uhr auf der Straße begegneten, konnten ihr die Laune nicht verderben.
Zum Glück geht dieser Herr Mey nur alle 2 Jahre auf Tournee. Eva findet das sehr schade, während die Buschchaoten froh waren, daß ihr Frauchen wieder zu Hause war

Daß Justin noch bis 4.00 Uhr morgens vor Eva's Bett lag und lautstark an seinem Kauknochen schmatzte, ist wohl ein geringer "Preis", den Eva für ihren hundelosen, aber trotzdem wunderschönen Abend zahlen "mußte".

11.10.2005 um 07:48 Uhr

Bodennebel

Heute morgen war es für ein Eva ein Spaziergang mit und irgendwie auch ohne die Hunde. Es herrschte Bodennebel. Eva konnte keinen der Hunde sehen, obwohl sie nicht weit von ihr entfernt liefen. Die Sicht am Boden betrug keine 5 Meter. Eva konnte problemlos über den Nebel hinwegsehen und sah die Wälder und die Autostraße und vor allem einen wunderschönen sternenklaren Himmel. Nur die Hunde waren eben nicht im Blickfeld, sondern nur in Hörweite. Es war spannend zu erraten, welcher Hund auf einen zulief. Jessy verriet sich ziemlich schnell, weil sie immer einmal kurz an Eva hochspringen muß. Ayla nutzte die Gunst der Stunde und schnupperte an den Ecken, wo sie sonst nicht hindarf. Aber sie kam immer so schnell zu Eva zurück, daß sie nicht schimpfen konnte .

Als Eva ein lautes Getrappel hörte, dachte sie kurz, so schwer sind Ronja und Justin doch auch nicht. Doch es waren das Fohlen und die Ponys auf der Weide, die schnell mal Hallo sagen wollten.

Immerhin weiß Eva jetzt, daß eine Taschenlampe bei Nebel auch nicht hilft.

 

03.10.2005 um 23:13 Uhr

Hot Dogs

Nachdem Jill überaus pünktlich läufig geworden ist, meinte Jeannie vor 3 Tagen, sie müsse sich gleich anschließen. Eigentlich wäre sie erst im Dezember dran gewesen, aber seit Jill bei den Buschchaoten lebt und die beiden eine sehr innige Freundschaft geschlossen haben, werden sie nur noch gemeinsam läufig. Bei der letzten Läufigkeit war Jill nach nur 4 Monaten wieder heiß und dieses Mal zog Jeannie (die eigentlich nur alle 8 - 10 Monate heiß wurde) mit Jill gleich.

Jill wurde von Donnerstag bis heute von Spyro gedeckt. Allerdings hat Jeannie sie noch um einiges häufiger gedeckt und Jill genauso Jeannie. Selbst Jessy macht aus lauter Sympathie mit, obwohl sie und Ayla nun wirklich nicht heiß sind. Justin kann einem manchmal leid tun. Er sitzt mit seiner Ronja im Auslauf daneben und muß diesem fröhlichen Treiben zusehen. Zum Glück ist er ein sehr ausgeglichener Rüde und nimmt das ganze sehr gelassen hin.
Aber wenn er könnte, wie er wollte. 

Wenn die Natur mitspielt, gibt es spätestens ab dem 2. Advent wieder kleine Buschchaoten. Und dieses Mal ist es auch für Eva eine Premiere. In den ganzen Jahren, in denen sie züchtet, gab es noch nie Welpen in der Weihnachtszeit und auch der Jahreswechsel war bisher immer welpenlos.
                                                             Aber wie heißt es so schön: 
                                                               Advent bedeutet Ankunft