Erlebnisse der Buschchaoten

30.03.2006 um 19:39 Uhr

Wie man Rehe vertreibt

Heute morgen ging Eva, wie immer wenn sie arbeiten muß, um kurz nach 6.00 Uhr mit den Hunden spazieren. Da Ayla läufig ist und Bella Justin gerne Küßchen geben würde, was dieser überhaupt nicht von so einem Zwerg mag, finden die Spaziergänge in 2 Gruppen statt. Zur Gruppe 1 gehören Jeannie, Ayla und Bella und die zweite Gruppe besteht aus Justin, Ronja und Jill. Jessy ist immer noch in Urlaub und scheint keine Gedanken an die Heimat zu verschwenden.
Als Eva ein Stück mit Jeannie, Ayla und Bella gegangen war, sah sie auf einmal 3 Rehe auf dem Weg stehen. Normalerweise ignorieren die Hunde die Rehe, aber da es noch ziemlich dunkel war und man nicht sehr weit sehen konnte, hatte Eva Bedenken, daß die Hunde hinlaufen würden, um zu sehen, wer da ist. Eva alberte also mit lauter Stimme mit den Hunden rum und hoffte, dadurch die Rehe zu vertreiben. Doch das war nix. Aufmerksam blickten die Rehe in die Richtung von Eva und den Hunden. Auch ein Zischen brachte nicht den gewünschten Erfolg. Da Eva ja irgendwann weiter mußte, rief sie die Hunde zu sich, um sie anzuleinen und dann weiterzugehen. Dann konnten die Rehe von ihr aus auch mitgehen. Ayla und Jeannie kamen auch sofort artig ran und als Eva gerade Jeannie angeleint hatte, sah sie aus den Augenwinkeln, daß Bella sich genüßlich in der Wiese in irgendetwas wälzte. Ein energisches "Pfui Bella" und Bella hörte wirklich auf und lief auf Eva zu. Doch das "Pfui" hatte noch mehr bewirkt. Die Rehe setzten sich in Trab und verschwanden in Richtung Wald. Eva konnte also alle Hunde wieder frei laufen lassen und hat sich für die nächste Rehbegnung gemerkt, daß das Wort "Pfui" auch bei Rehen wirkt.

26.03.2006 um 12:49 Uhr

Erste Frühlingseindrücke und eine Krähe

Heute morgen war nach Monaten der erste Tag, an dem es zwar ziemlich regnete, aber dafür angenehm warm war. Die letzten Schneereste tauen nun auch endlich. Genau 3 Monate konnte man in Dodenhausen jeden Tag Schnee bewundern und sowohl Eva als auch die Buschchaoten sind froh, daß jetzt die Wiesen wieder grün sind, naja, noch sind sie eher gelb, aber das wird sich bald ändern.

Die Krähen werden zur Zeit ganz schön frech. Heute morgen begleitete eine doch wirklich Eva und die Chaoten ein ganzes Stück beim Spazierengehen. Eigentlich wissen alle Hunde, daß Vögel nicht gejagt oder aufgescheucht werden dürfen. Aber diese Krähe war so unverschämt, daß Ayla meinte, sie hätte nun das Recht, diese Krähe ein wenig zu erschrecken. Die Krähe landete nämlich immer wieder knappe 5 Meter vor Ayla auf der Erde und schaute sie frech an. Ayla sprintete los, die Krähe flog ganz gemütlich etwas höher und als Ayla zu Eva zurücklief (ja, Eva kann wieder so rufen, daß man es auch versteht.  ), landete die Krähe wieder knapp vor Ayla. Ayla lief noch einmal hin und das Spiel wiederholte sich. 4 Mal versuchte Ayla die Krähe zu vertreiben, aber ohne Erfolg. Nagut, wenn Eva Ayla nicht jedes mal sofort zurückgerufen hätte, hätte Ayla es bestimmt geschafft, aber so rannte Ayla immer nur bis kurz vor die Krähe und kehrte dann wieder um.
Klein Bella schaute sich das ganze höchst interessiert an und meinte dann, sie müsse es auch mal versuchen. Und siehe da, die Krähe stieg hoch in die Luft und verschwand. Bella stand da und schaute ganz erstaunt hinterher. Bei Ayla hatte das Spiel doch anders ausgesehen. Zum Glück gibt es für kleine Border Collies auf einem Spaziergang so viel zu entdecken, daß Bella sich lieber wieder den Seen widmete, die sich auf den Wiesen überall gebildet hatten.
Denn Wasser findet Bella viel spannender als so einen dummen Vogel. Eva ist zwar der festen Meinung, daß es noch viel zu früh für ein Bad draußen ist, aber in dem Punkt sind sich alle Chaoten einig und waren bereits jeder schon einmal in dem geliebten Naß. Bella hatte den Anfang gemacht und da gab es für die anderen kein Halten mehr.

22.03.2006 um 14:37 Uhr

Der Schweineohrdieb

Heute morgen hat Eva an alle Schweineohren verteilt. Für Bella hatte Eva ein kleines Ohr ausgesucht, da Bella noch ausschließlich ihre Welpenzähne hat.
Als Eva Jeannie ein schönes großes Schweineohr gab, kam Bella angerannt und riß Jeannie einfach das Ohr aus der Schnauze. Jeannie war so perplex, daß sie nur erstaunt hinter dem kleinen Dieb herschaute und keine Anstalten machte, sich ihren Leckerbissen wiederzuholen. Bella schleppte das Ohr stolz hinter das Hundehaus und suchte sich einen ruhigen Platz, um das Ohr genüßlich zu verspeisen. Da Jeannie ein anderes Schweineohr von Eva bekam, war auch Jeannie zufrieden und alle Hunde lagen an einem gemütlichen Platz und nagten zufrieden vor sich hin

Jessy ist gestern von ihrem Lieblingsfreund Marcus abgeholt worden und macht einige Tage Urlaub als Einzelhund. Was Eva bisher so gehört hat, scheint ihr das ausgezeichnet zu gefallen.

19.03.2006 um 11:25 Uhr

Bellas erste Erlebnisse

Etwas über eine Woche ist Bella nun bei den Buschchaoten und man bekommt immer mehr den Eindruck, daß sie schon ewig dort gelebt hätte.
Als erstes hatte Bella sondiert, was man mit wem machen kann. Folgende Ergebnisse kamen zustande:
Jeannie ist diejenige, die außer Eva etwas zu sagen hat. Jeannie bemuttert Bella, putzt sie und weist sie auch schon mal in ihre Schranken, wenn das Toben zu wild und übermütig wird.
Mit Jill kann man abends wunderbar zusammen in einem Korb liegen und kuscheln. Auch Jill darf noch ein wenig die Mutterrolle ausleben und bei Bella immer wieder kontrollieren, ob noch alles da ist. Nicht, daß man beim Toben vielleicht mal ein Ohr verloren hat.
Ayla ist der beste Spielkumpel für drinnen und draußen. Sie stellt sich ganz auf Bella ein. Möchte Bella wild toben, ist sie gleich dabei und wenn es mal etwas ruhiger abgehen soll, liegen die beiden zusammen und kauen aufeinander rum.
Mit Jessy kann man auch gut spielen, allerdings ist sie manchmal etwas grob. Doch dann ist sofort Jeannie zur Stelle und sorgt dafür, daß es wieder gesitteter zugeht. Dafür kann man mit Jessy draußen in der Hundehütte sehr gut aneinandergekuschelt schlafen.
Ronja ist die Seniorin und manches Mal sehr erstaunt, wie frech die kleine rote Lady sein kann. Einige Male ist Bella schon einfach über sie drübergehüpft und einmal hat Bella entdeckt, daß sie ein "Hütehund" ist. Laut bellend hat sie Ronja 2 mal um den Wohnzimmertisch "getrieben". Als Ronja sich dann aber leicht genervt zu Bella umdrehte, ist Bella schnurstracks zu Jeannie gelaufen, hat sich neben sie geschmissen und ganz schnell so getan als würde sie tief und fest schlafen.
Nur mit Justin darf Bella noch nicht in unmittelbaren Kontakt treten. Dabei findet sie ihn so spannend. Durch die Auslaufgitter draußen und auf dem Arm von Eva beobachtet sie ihn immer ganz genau. Justin ist öfters der Meinung, daß man Welpen in dem Alter ruhig mal zwicken darf. Aber Eva und Jeannie sehen das etwas anders und so darf Bella erst dann mit Justin so richtig spielen, wenn sie größer geworden ist.
Mit Eva kommt Bella auch super klar. Bella hat sehr schnell gelernt, daß sie, wenn Eva ihren Namen flüstert oder mit dem Mund so ein komisches Geräusch von sich gibt, sofort zu Eva rennt. Eva freut sich dann immer so.
So richtig "normal" kann Eva nämlich noch nicht wieder sprechen, da sie eine Kehlkopfentzündung hat. Aber zum Glück haben Hunde ja gute Ohren und verstehen Eva auch, wenn sie flüstert.

14.03.2006 um 10:04 Uhr

Heute vor 14 Jahren

kam der erste Wurf bei Eva zur Welt. Die stolze Mutter war Toska und Wizaland Tweed der Vater.Joker war damals noch zu jung um Vater zu werden, was ihn aber nicht davon abhielt den 4 Welpen jeden Blödsinn zu zeigen, der ihm einfiel.
Schon während der Geburt der Welpen zeigte Joker seinen Einfallsreichtum. Eva war mit Toska und den Welpen beschäftigt und Joker langweilte sich. Wahrscheinlich meinte er dann, als er mal aus dem Fenster schaute und sah, daß es furchtbar schneite, so etwas könnte man auch drinnen veranstalten. Er nahm ein Sofakissen, biß hinein und schüttelte es dann so lange, bis Evas Wohnzimmer fast genauso weiß aussah wie es draußen war. Selbst Joker war sehr weiß gefedert.
Aber da Eva so glücklich war, daß die Geburt von Amigo Zorro, Aslan, Aljoscha und Aisha trotz der Länge so problemlos gewesen war, konnte sie Joker nicht wirklich böse sein.

Eva weiß nur von Aisha, daß sie noch lebt und daß es ihr sehr gut geht. Sie spielt immer noch gerne mit anderen Hunden und ist überall dabei, wo etwas los ist.
Herzlichen Glückwunsch, Aisha !!!!

11.03.2006 um 11:42 Uhr

Bella ist da

Gestern mittag fuhren Eva, Mark und alle Buschchaoten los, um die neue Mitbewohnerin Bella abzuholen.
Gegen abend waren sie endlich in Bellas Geburtsort und wurden herzlich aufgenommen. Sogar ein tolles Abendessen gab es.
Gegen 20.30 Uhr machte sich dann der ganze Chaotentrupp auf den Rückweg. Alle Hunde waren in ihren Boxen, nur Bella durfte bei Eva auf dem Schoß fahren. Bella hatte überhaupt keine Probleme mit der Autofahrt. Zwischendurch beobachtete sie von Evas Schoß aus den Verkehr auf der Autobahn oder sie schlief eng an Eva gekuschelt tief und fest.
Ber der Rast zwischendurch erledigte sie auch artig ihr Geschäft. Kurzum Bella tat so, als wäre sie schon ständig mit dem Auto unterwegs gewesen.

Zuhause (nachts um 2) durften dann alle Buschchaoten Bella das erste Mal richtig begrüßen. Jeannie und Jill akzeptierten die kleine sofort als den neuen Welpen und untersuchten und putzen Bella ein wenig. Jessy wollte gleich spielen, während Ayla erst ein mal eifersüchtig etwas in ihren nicht vorhandenen Bart grummelte. Aber dann fing sie auch an mit Bella zu spielen. Ronja tat sehr herablassend und wedelte Bella nur kurz an um sich dann wieder anderen Dingen zu widmen. Justin dagegen warf Eva einen leicht vorwurfsvollen Blick zu, so unter dem Motto "Schon wieder so ein Zwerg".
Aber als Bella dann im Schlafzimmer in ihrer Box lag, legte er sich artig zum Bewachen davor. Allerdings bewachte er nicht Bella, sondern das Stück Trockenpansen, daß Eva Bella gegeben hatte.

 

06.03.2006 um 07:30 Uhr

Erinnerungen

Heute vor 17 Jahren kam Toska auf die Welt und als Eva sie 2 Monate später das erste Mal sah, war es um sie geschehen. Seitdem ist Eva einer der größten Border Collie Fans.
Im Laufe der Zeit folgten einige Border Collies, aber Toska wird immer die besondere Border Collie Hündin bleiben (genauso wie Joker immer der besondere Rüde sein wird).
Toska hatte ein wunderbares Wesen und immer den Wunsch, es Eva recht zu machen. Toska liebte alle Lebewesen. Ein Goldhamster wurde genauso vorsichtig abgeschlabbert wie ein Baby. Auch Schafe wurden begeistert geknuddelt, nur hüten wollte Toska sie nie.
Als einmal Rehe durch ein Gebüsch brechen wollten, legte sich Toska schnell auf ihr Stöckchen, das sie mit sich rum trug, damit die Rehe es nicht etwa mitnahmen.
 
Aber Toska hat Eva auch einmal "verteidigt". Toska war damals ein Jahr alt und Eva lebte mit ihr noch in Iserlohn. Morgens um kurz nach 5 gingen Eva und Toska im Dunkeln spazieren, da Evas Dienst um 6.00 Uhr anfing. In einem kleinen, parkähnlichen Stück lief Toska wie immer ohne Leine und verschwand in einem Gebüsch. Auf einmal hörte Eva, wie jemand hinter ihr angelaufen kam. Sie drehte sich um und sah einen Mann auf sich zukommen. Der Mann blieb neben Eva stehen und fragte Eva ganz hektisch, ob sie schon einmal so einen tollen Schw... gesehen hätte und zeigte dabei sein "bestes Stück". Da Eva jeden Tag geistig behinderten erwachsenen Menschen beim Duschen und Baden half, konnte sie dieser Anblick nun überhaupt nicht erschrecken und sie forderte den Mann auf zu verschwinden. Der Mann war schon leicht irritiert, daß das Ganze nicht so lief, wie er es sich gedacht hatte. Da kam Toska aus dem Gebüsch und lief begeistert auf den Mann zu. Endlich jemand zum Spielen. Da der Mann sein "bestes Stück" immer noch in Freiheit hatte, wollte Toska auch mal kurz daran schnuppern. Da kam bei Eva dann doch die leicht sadistische Ader durch und sie rief in dem Moment, als Toska schnuppern wollte, laut das Wort "Faß". So schnell hatte Toska noch nie einen Mann rennen sehen und traurig stand sie auf dem Weg, weil der Mann nicht mit ihr spielen wollte.
Eva informierte noch die Polizei, da eine Schule in der Nähe war und erzählte den Polizisten die Geschichte, die sie erlebt hatte. Die Polizisten mußten sehr lachen und fanden es schade, daß Toska das Wort "Faß" nicht kannte.
 
Ach Toska, so viele Geschichten könnte Eva von Dir erzählen und jedem der Dich kannte, geht es ebenso. Manchmal trifft Eva einige Deiner Kinder und jedes Mal erkennt sie in ihnen ein kleines Stück von Dir.
Eva ist stolz, daß sie Dich auf Deinem Weg begleiten durfte und sie vermißt Dich, obwohl Ihr schon so lange getrennt seid, immer noch sehr.