Heute morgen wurde Ronja kastriert. Eva hatte schon lange überlegt, was sie mit Ronja macht, wenn Ronja keine Welpen mehr bekommen soll und darf.
Normalerweise gibt es keine Probleme mit läufigen Hündinnen bei den Buschchaoten. Justin ist in der Beziehung (und nicht nur in der) ein Traumrüde. Seit Februar ist ständig irgendeine Dame der Chaoten läufig (zur Zeit Jill) und er erträgt es ohne zu jammern, ohne Futter zu verweigern und gehorcht auch weiterhin.
Nur wenn seine große Liebe Ronja läufig ist, dann ist er so verliebt, daß er sie vom ersten bis über den letzten Tag der Läufigkeit hinaus, decken möchte. Und Ronja geht es genauso. Sie ist ab dem ersten Tag der Läufigkeit bereit für ihn. Somit muß Eva die beiden immer für einen Monat trennen, wenn Ronja keine Welpen von Justin haben soll. Und unter dieser Trennung leiden dann beide Hunde sehr.
Also hat Eva sich dazu entschlossen, Ronja kastrieren zu lassen, damit dieses Problem der Trennung ein für alle mal aus der Welt ist.
Um halb zehn wurde Ronja operiert. Eva war die ganze Zeit dabei und hat auch bei der Operation zugesehen. (Wer Buschchaoten hat, darf nicht zimperlich sein
). Gegen halb zwölf war Ronja wieder soweit wach, daß Eva sie nach Hause fahren konnte. Erst hatte Eva Ronja in einen großen Käfig im Wohnzimmer gelegt, damit sie nicht versucht rumzulaufen und überall azustoßen. Aber Eva hat nicht mit ihrer Ronja gerechnet. Eine Stunde später stand Ronja schon aufrecht und sicher im Käfig und wollte aus dem Käfig raus. Als Eva um 13.00 Uhr gewaschene Hundedecken draußen aufhängen wollte, war Ronja nicht mehr zurückzuhalten. Sie mußte Eva unbedingt begleiten. Eva hielt sie also am Halsband fest, damit Ronja nicht die Treppe runterstolperte. Doch Ronja lief schon relativ sicher. Im Garten blieb Ronja nicht etwa stehen. Nein, langsam aber gleichmäßig zottelte sie hinter Eva zur Wäschespinne her und wartet leicht wedelnd, bis Eva die Decken aufgehängt hatte.
Die Treppe nach oben ging Ronja dann schon ganz alleine.
Da Ronja sich nun auch schon leckt, hat Eva ihr ein schönes großes und besonders weiches Tuch um den Bauch gebunden. Weiß-lila Streifen stehen Ronja zwar nicht optimal, aber sie läßt ihre Bauchwunde dadurch in Ruhe. Eva hofft, daß sie Ronja so den blöden Kragen ersparen kann, den Ronja sonst tragen muß.