Erlebnisse der Buschchaoten

28.12.2008 um 21:02 Uhr

Post für Primo (Teil 8) "Etikette"

Lieber Primo,
ich hab mal wieder was zu erzählen.
Der Arbeitskollege hatte sich wohl irgendwie vertan und war mit nem falschen Auto zur Arbeit gekommen und hat nun meinen Menschen gebeten, ihn nach Hause zu bringen. Und Du glaubst es nicht, wie die so ihre Gespräche führen. Anstatt einfach mal was klarzumachen, kamen dann so Erklärungen wie "verkauft" "Schweißen" "wannwollwirdennlos" usw.....
Ok. ich habe das dann mal abgekürzt und bin schonmal in mein Auto eingestiegen, weil ich dachte, so meinem Menschen bei der Entscheidung zu helfen. Mein Mensch hat sich dann auch gesammelt und ist auch reingekommen, sogar der Arbeitskollege hatte es dann verstanden und kam rein. Ursel ist natürlich nicht eingestiegen, das gehört sich nämlich nicht. Ist ja schließlich mein Auto! Ich habe mir dann aber schon gedacht, daß die Nummer hier dauern würde und Ursel doch eingeladen, reinzukommen, die war aber echt zu höflich.
Nungut, bin dann halt nochmal ausgestiegen und Ursel ist rein. Aber hey, dann hat sie da so geguckt, als wär das jetzt ihr Auto........ Also bin ich halt, höflich wie ich bin, weggegangen. Aber mein Mensch hat halt leider Probleme damit, was alleine zu machen und bat mich, doch auch wieder ins Auto zu kommen. Wenn die doch nur wüßte, wie unfein so ein Verhalten ist!!!!!! Als Ursel mich aber mit nem nackenverrenkenden Weggucken ins Auto eingeladen hatte, bin ich schließlich doch mit rein, schließlich ist es mir doch zu gefährlich, meine Tina längere Zeit unkontrolliert in die große weite Welt zu entlassen.

Ach Primo, mit den Menschen und ihren komischen Verhaltensweisen macht hund schon echt was mit......

Bei Ursel zuhause habe ich selbstverständlich draußen warten wollen,bin ja schließlich kein Trampel! Aber wieder kamen unsere Menschen alleine nicht klar und so haben Ursel und ich uns kurz besprochen und wir sind beide in die Wohnung. Aber weißte was Primo:
Hund kann nicht den ganzen Tag seinen Menschen sitten und so haben wir beide uns still abgeseilt und im Schlafzimmer getobt. In Menschensprache heißt das glaub ich "in Schutt und Asche legen".

Ganz liebe Grüße,

Deine Penny

21.12.2008 um 20:12 Uhr

Sie haben keine Chance

Und zwar JayJay und Ginger. Täglich versuchen sie irgendetwas anzustellen und überlegen sich zum Teil wirklich kreative Dinge. JayJay hat das Papier aus dem Müll schon in der Schnauze und zieht los. Oder Ginger versucht die Spüle zu erklimmen, um zu sehen, ob irgendetwas Nützliches darauf liegt. Oder die Schuhe brauchen nach Meinung der beiden mal eine neue Ordnung. Auch auf den Herd kann man mal nachsehen, ob etwas Eßbares zu finden ist und die Tonne mit den Hundeleckerchen kann bestimmt von 2 eifrigen Hundenasen geöffnet werden. Oder....oder.....oder...

Doch es gibt jemanden, der absolut etwas dagegen hat und den beiden nicht den Hauch einer Chance läßt.
Oberaufseherin Jeannie bewacht jeden Schritt, den die beiden machen und verhindert mit einem leichten Knurren jeglichen Ansatz von Blödsinn. Eva hat oft noch gar nicht entdeckt, auf welchen Entdeckertouren die beiden oder auch nur einer von ihnen ist, schon steht Jeannie aufmerksam hinter dem Tunichtgut. Sie scheint dafür einen 7. Sinn zu haben, denn eigentlich liegt Jeannie ruhig da und schläft, doch wehe die beiden machen sich auf den Weg. Das bekommt sie immer mit.
Na und wenn Jeannie nicht aufpaßt, ist immer noch Primo da, der die beiden notfalls auch zur Raison ruft.

15.12.2008 um 18:51 Uhr

Und schon ist die Zeit wieder um

So schnell sind 14 Tage rum. Vorgestern abend kam Eva mit ihrem Chaotenrudel aus Dänemark zurück. Die Hunde haben die Zeit am Meer sehr genossen.
Ronja war ganz begeistert mal wieder an der Nordsee zu sein. Bei jedem Spaziergang tobte sie anfangs mit den anderen Chaoten rum und ging danach ihre eigenen Wege und kontrollierte Strand und Dünen genau. Auch wenn sie kaum noch etwas hört, orientierte sie sich sehr gut an Eva und war bei dem kleinsten Handzeichen bei Eva. Trotz der Kälte spurtete sie auch immer mal schnell durch die Wellen.
Jeannie übernahm wie immer das Kommando über die Chaotenbande und paßte auf, daß alles in geordneten Banhnen verlief. Wenn Ginger und JayJay abends im Ferienhaus zu übermütig mit ihren Spielen wurde, sorgte Jeannie meistens schnell für Ruhe. Am Strand zeigte sie Eva genau an, wenn ein Auto oder andere Spaziergänger kamen. Sie blieb einfach stehen und schaute so lange in die Richtung, aus der sich jemand näherte, bis Eva es gesehen hatte. Niemand konnte sich der Truppe unbemerkt nähern oder sich von ihr entfernen. Jeannie hatte alles im Blick.
Primo fand es toll so richtig lange Sprints hinzulegen und preschte oft in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit über den Strand. Aber auch er blieb immer in Evas Ruf- und Sichtweite und kam sofort zurück, wenn Eva ihn rief. Außerdem hatte Eva den Eindruck, daß Primo es total genoß, von Ginger und JayJay angehimmelt zu werden. Die beiden waren häufig in Primos Nähe anzutreffen, was diesen in keinster Weise störte, sondern man vom Gegenteil ausgehen konnte.
Ginger hat sich in Sachen Geschwindigkeit sehr verbessert und hat sich manchen Sprint mit Primo geliefert, den er (noch ?) jedes Mal gewonnen hatte. An einem Tag besuchte Gingers Schwester Edan mit ihrer Hundefreundin Kim und Frauchen die Buschchaoten und alle hatten zusammen einen sehr schönen Tag. Aber auch die Tobespiele mit JayJay standen hoch im Kurs.
JayJay fand den ganzen Urlaub nur spannend und war vom ersten bis zum letzten Moment auf Entdeckungstour. Zu seinen Berufsplänen kann man nun noch Strandläufer, Muschelsucher, Fischer, Bademeister und Hausmeister aufnehmen. Als Eva den wirklich lauten Staubsauger im Ferienhaus anschmiß, verzogen sich alle Hunde erst einmal in eine ziemlich entfernte Ecke des Hauses. Alle bis auf JayJay. Der taperte freundlich wedelnd auf das Ungetüm zu und schnupperte ihn erst einmal ab und versuchte die Saugfähigkeiten nachzuahmen. Am Strand gelang ihm das so manches Mal. Eva geht davon aus, daß JayJay meint, sein Zweitname sei "Pfui", denn mehrmals pro Spaziergang hörte er "JayJay Pfui".

Tja und was hat Eva so getrieben? Sie besuchte unter anderem Anton und Andrea, die beiden Mondfische im Nordseeaquarium in Hirtshals, schaute sich mal wieder das chronische Meeting von Nord- und Ostsee in Grenen bei Skagen mit einem traumhaften Sonnenuntergang an, war 2 mal auf ihrer Lieblingsdüne Rubjerg Knude, besuchte den Weihnachtsmarkt in Aalborg, genoß mehrere wunderbare Sonnenuntergänge, einen wunderschönen Vollmond über Meer und Dünen und am letzten Tag freute sie sich mit den Chaoten über Schnee am Strand.
Alles in allem war es ein relativ kalter, aber bis auf 2 Tage Dauerregen trockener Urlaub mit beeindruckenden Farbspielen.

Jill hat ihren Urlaub bei Hundesitter Mark auch sehr genossen und kam am Sonntag zurück.
Und auch Bella ist wieder da. Leider nicht mit dem gewünschten Erfolg. Sie war zwar pünktlich läufig und fand Angus auch weiterhin klasse, doch auch dieses Mal ließ sie sich nicht decken. Zumindest konnte es nicht beobachtet werden. Bei Bellas nächster Läufigkeit wird Eva ihr einen anderen Rüden anbieten. Vielleicht ändert Bella ja ihre Meinung in Bezug auf Nachwuchs.