Was jetzt?
Musik: Alles von WIR SIND HELDEN

Über den Wipfeln der Bäume kreiste ein schwarzer Vogel; zwischen den Bäumen wurden die Schatten immer Dichter. Die Sonne ging langsam unter, nur Jens und Antonia schlenderten noch durch den Wald. Sie liebten lange Spaziergänge, außerdem liebten sie auch die schönen Vögel im Wald. Beide gingen eng umschlungen einen kleinen Pfad entlang. Doch plötzlich wurde Antonia ernst und fragte:“ Wie wird das denn jetzt, wenn du auf dieses blöde Internat in England gehen musst? Ich kann nicht ohne dich leben!“ Jens guckte sie an und etwas traurig antwortete er:“ Ich muss dorthin! Ich kann es mir zwar auch nicht vorstellen ohne dich zu sein, aber es muss gehen! Es sind ja nur 6 Monate, dann kann ich dich besuchen kommen!“ „Sechs Monate?“, erwiderte sie, „ Wie lange bist du denn insgesamt weg?“ „ 3Jahre“, sagte er und beide schwiegen. Antonia dachte: „ In 3 Jahren hat der sowieso einen Freundin und hat mich vergessen!“ Sie gingen still zurück in das kleine Dorf indem sie wohnten. Es war schon dunkel geworden. Jens brachte Antonia nach Hause und sie gaben sich einen langen Abschiedskuss. „ Ist dieser Kuss einer der letzen?“, fragte Antonia. „Bestimmt nicht! Die Zeit wird schnell vorbeigehen und in 6 Monaten komme ich dich für 3 Wochen besuchen!“ Antonia standen die Tränen in den Augen, doch sie wollte in der Gegenwart von Jens nicht anfangen zu weinen. Jens ging. Kaum war Antonia in ihrem Zimmer, legte sie sich auf ihr Bett und weinte. Sie musste die ganze Nacht weinen, doch sie musste ja wieder in diese blöde Dorfschule, doch diesmal ohne Jens! Sie zog sich an und versuchte ihr Gesicht tränenfrei zu schminken, doch immer wieder liefen ihr die Tränen die Wangen runter. Sie konnte keinen Happen zu sich nehmen. Sie ging aus dem Haus und ging extra einen Umweg, da sie nicht an Jens Haus vorbeigehen wollte. Die Schule lies sie vollkommen kalt, sie wurde zwar öfters angemeckert, doch sie war wie in Trance. Endlich kam die 8.und somit letzte Stunde. Ihre Klassenlehrerin kam rein, doch sie war nicht allein: „ Ein neuer Schüler!, sagte sie,“ Stell dich doch mal vor!“ „ Ich heiße Dennis , komme eigentlich aus Frankfurt und bin wie die meisten von euch 18 Jahre alt.“ Antonia beachtete ihn gar nicht, sie starrte nur aus dem Fenster und plötzlich sah sie das Auto von Jens auf den Schulhof fahren. Antonia meldete sich: „ Mir ist schlecht könnte ich bitte an die frische Luft?“ Ohne die Antwort abzuwarten sprang sie auf und rannte auf dem Flur, wo ihr Jens entgegen kam. „Was willst du denn hier?“, fragte Jens. „ Ich habe dein Auto vom Fenster aus gesehen! Was willst DU denn hier?“, antwortete Antonia. „ Ich wollte mich von dir verabschieden, da ich jetzt fahren muss!“, sagte er. „Jetzt? Ich habe gedacht wir haben wenigstens noch einen gemeinsamen Abend!?“, fragte sie. „Ich muss leider in 1ner Stunden losfahren!“ Antonia drehte sich um und ging zurück in die Klasse. Der neue hatte sich den Platz neben ihr ausgesucht, wo früher Jens gesessen hatte. „Mir ist immernoch schlecht, kann ich bitte nach Hause gehen?“, fragte sie. „Ja! Natürlich! Du siehst ja auch nicht gut aus!“, antwortete ihre Lehrerin. Antonia packte ihre Sachen zusammen und ging. Sie hatte die Tür schon geschlossen, da riefen die anderen Klassenkameraden noch „Gute Besserung!“ doch Antonia interessierte sich nicht mehr dafür. Jens stand noch da, wo ihn Antonia getroffen hatte. Antonia nahm ihn an die Hand und ging mit ihm schnell aus der Schule und beide stiegen in sein Auto. „Wo soll ich denn jetzt hinfahren?“ „Zu mir nach Hause!“ Sie fuhren dorthin und stiegen aus, da nahm ihn Antonia wieder an die Hand und beide gingen, sie rannten fast, in den Wald. Dort angekommen setzte sich Antonia auf eine Bank. Jens setzte sich neben sie, doch beide schwiegen. „Hörst du das?“, fragte Antonia. “Was denn?“ „Die Vögel! Wir lieben es ihnen zuzuhören, wenn du in London bist, werde ich immer wenn ich einsam bin hierhin gehen und den Vögeln zuhören. Bitte versprich mir, dass du auch ganz oft an mich denken wirst!?“ „Ja! Klar! Aber so schön es hier auch ist, in 20 Minuten muss ich los und........“ Sie hielt ihm den Mund zu und küsste ihn zärtlich......“Ok, dann lass uns wieder gehen!“ Sie gingen wieder zurück. „Würdest du mich zum Flughafen fahren?“, fragte Jens. Antonia wollte natürlich. Sie ging nur schnell ihrer Mutter bescheid sagen und dann fuhren sie in Antonia’s neuem Auto, einem schwarzen Audi TT, zum Flughafen. Jens hatte nur schnell seine Koffer geholt. Am Flughafen musste dann alles schnell gehen und dann plötzlich war es soweit Jens’ Flug wurde aufgerufen. Sie gingen zum Schalter 3 und dann war Abschied nehmen angesagt. Sie küssten sich und Jens flüsterte ihr ins Ohr:“ Ich Liebe dich und bitte vergiss mich nicht, ich melde mich so schnell es geht!“ Ein letzter Kuss und dann musste Jens gehen. Antonia sah ihm lange nach. Sie ging auf die Besucherterrasse und sah wie das Flugzeug von Jens langsam im Himmel verschwand. Nach ca. einer viertel Stunde, in der sie nur in den Himmel starrte, ging sie langsam zu ihrem Auto und fuhr nach Hause, sie ging in ihr Zimmer und schaltete den Fernseher ein. „Typisch!“, dachte sie,“ nur diese scheiß Talkshows!“ Da klingelte es an der Tür, sie wartete und dann klopfte jemand an ihre Tür. „Ja!“ Die Tür öffnete sich und der neue Schüler stand vor ihr. „Was willst DU hier?“, fragte sie launisch. „Ich soll dir die Hausaufgaben bringen!“ „Ja danke....... wie heißt du nochmal?“ „Ich heiße Dennis“ „Achja Dennis, ich komme sowieso diese Woche nicht mehr, also brauche ich die nicht!“ „Geht es dir denn noch schlecht?“ „Noch schlechter, also geh jetzt, ciao!“ Er ging zur Tür hinaus. Antonia starrte eine Weile in den Fernseher, doch dann legte sie sich in ihr Bett und schlief. Nach 5 Stunden wachte sie auf, es war schon 23 Uhr und sie hatte einen Riesen Hunger, also ging sie in die Küche. Dort stand ihre Mutter und fragte:“ Wie geht’s dir denn so kleines?“ „Nicht so gut, will nur was essen!“ „Gehst du Morgen in die Schule?“ „Nein, hatte ich eigentlich nicht vor!“, sagte Antonia. „Na gut, diese Woche bleibst du zu Hause, aber Montag gehst du wieder! Du passt ja eh nicht auf!“ „Danke!“ „Na dann gute Nacht kleines und schlaf schön!“ „Gute Nacht“ Ihre Mutter ging. Antonia nahm sich eine Tiefkühlpizza aus dem Kühlschrank und machte sie in den Backofen. Die nächsten Tage vergingen sehr schnell. Antonia verbrachte den ganzen Tag vorm Fernseher. Und dann war wieder Montag! Antonia ging aus dem Haus und wollte zur Schule, doch sie machte wieder einen Umweg, damit sie Jens’ Haus nicht sehen musste. Diesmal war sie wieder voll da, meldete sich und wurde gelobt. Es waren schon 5 Tage vergangen, seit Jens geflogen war. Der Schultag ging schnell vorbei, sie ging nach Hause, dort sah sie einen Zettel auf dem Küchentisch: „Mein kleines! Muss heute nach Frankfurt und werde erst gegen 24 Uhr zurückkommen! Zur Aufmunterung war ein Brief im Briefkasten Bis Morgen, Mama“ Sie sah einen Brief neben dem Zettel, sie schaute auf den Absender: Jens Butterfeld. „Cool!“, rief sie laut und öffnete schnell den Briefumschlag: „Mein Engel! Ich hoffe es geht dir gut! Ich kann dir jetzt erst schreiben, da ich hier LEIDER viel zu tun habe. Ich denke jede Minute an dich. Hier ist es ganz nett. Ich bin mit einem Franzosen und einem Engländer auf dem Zimmer, die sind ganz witzig. Ich habe ihnen schon viel von dir erzählt. Sie haben auch beide zu Hause eine Freundin. Wie läuft es bei dir denn so in der Schule? Nervt der alte Rotter immer noch? Ich muss leider schluss machen, gleich ist Nachtruhe angesagt! Ich liebe dich Jens“ Antonia legte den Brief auf den Küchentisch zurück und machte sich grinsend ihr Essen. Sie war innerlich am toben vor Freude. Nach dem Essen war es schon 17 Uhr und sie musste zum Gesangstraining. Sie wollte Sängerin werden oder vielleicht Schauspielerin, da war sie sich noch nicht sicher, aber Gesangstraining konnte man immer gebrauchen. Sie ging zu ihrer Musiklehrerin, Frau Scolaire, die ihr die Gesangsstunden gab. Frau Scolaire wohnte gleich nebenan. Antonia klingelte und Frau Scolaire öffnete die Tür. < Hallo Antonia! < Hallo! < Ich habe eine Überraschung für dich, aber komm erstmal rein! Antonia ging ins Wohnzimmer und setzte sich. Frau Scolaire holte gleich zwei Tassen Tee und setzte sich ans Klavier. < Was denn für eine Überraschung? < Also, ich habe dich für ein Casting angemeldet und das ist nächste Woche Dienstag in Frankfurt! < Fahr ich dann dahin? < Ja klar! < Was denn für ein Casting? < Das ist von „Deutschland sucht den Superstar“ < Cool! Aber was ist mit der Schule? < Das hab ich schon mit deiner Mutter besprochen, sie schreibt dir ne Entschuldigung und dann geht alles klar! < Geil! < Bei aller Freude, wir müssen noch viel üben, ich hab dir schon 2 Lieder ausgesucht, die du singen kannst!
