Aus dem Leben eines Taugegarnichts

25.02.2005 um 17:37 Uhr

Frei dich, 's is Freidich

Freitag! Yeah!
Und ausnahmsweise mal nichts weiter vor, außer der Besorgung des Kunstrasens und einem Kaffeetrinken.
Also wenn ich den Kunstrasen für meinen Balkon geholt habe, wird das Wochenende komplett mir gehören. Nur die Wohnung, ich und das Internet.
Leide ich an Internetsucht?
Sucht: Ja.
Leiden: Nein.
(Aus der Reihe "Ich hab keine Probleme mit Alkohol. Nur ohne." Ganz großes Kino.)
Vielleicht erledige ich dann auch endlich mal die leidige Sache mit Ulcaster. So'n paar Vampirwölfe dürften doch nicht das Problem werden. Und eventüll nehm ich mir dann doch noch die Basilisken vor... uuuuh, mein Zweihänder will mal wieder was zu tun haben!

Bäh, der Cappuccino ist eklig. Hab ihn von jemandem geschenkt bekommen, der weiß, dass ich Cappu trinke, aber nicht, welchen, und der auch selbst keinen trinkt. Yay. Ekliges Gesöff.
Glücklicherweise habe ich mir vor einer Weile billige Caramelbonbons gekauft. Die auch ganz fürchterlich ekelhaft schmecken.
Aber wenn man drei von diesen Caramellbonbons im Cappuccino auflöst (vorher tut sich da nichts, auf einer Süßigkeits-Skala von 1 bis zehn hat der Cappu eine glatte -6), reduziert das den Würgreflex auf ein ganz moderates Level.
Ich sollte an dieser Stelle nicht erwähnen, dass ich ihn aus einer Diddl-Tasse trinke (Ja, Mops, ich auch!). Die ich natürlich von jemandem geschenkt bekommen habe, der von Diddls zu der Zeit ganz begeistert war. Ich benutze diese Tasse jetzt seit etwa acht Jahren intensiv. Einfach, weil das die Wahrscheinlichkeit steigert, dass sie irgendwann mal kaputt geht.
Tut sie natürlich nicht. Seit acht Jahren. Muss ich aufzählen, was ich in den letzten acht Jahren an Geschirr alles zerdeppert habe?
Inzwischen ist sie mir nun ans Herz gewachsen, wie sie sich so gegen ihre Zerstörung wehrt und mir immer treu zur Seite steht. Ich will nun gar nicht mehr, dass sie kaputt geht.
Aber das kann ich natürlich keinem sagen, ist ja ne Diddl-Tasse und Diddls sind schließlich infantil.

Heute aus Centis Gedankenwirrwar-Studio:
Ich kenne jemanden, der 10 Silvester an der Humbug-Nervosität Mathetik gestiert hat. Dann hat er in irgendeinem Betrieb angefangen und musste gleich im Akkordeon arbeiten.
Damit hat er aber aufgehört, als er sich mit einem Virus identifiziert hat, weil da ist dann eine chronologische Krankheit draus geworden.

...und das alles ohne Alkohol...

23.02.2005 um 21:52 Uhr

Internet zum Selbstzweck...

In einer ruhigen Minute auf Arbeit geschrieben. Privater Internetzugriff ist ja verboten... vor allem in der Probezeit....

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Alles weiß. Sauber, rein und kalt. Schnee. Und soviel davon.
Ok, ok, ich gebe zu: Auch in NRW kann es schneien. So. Könnte das dann jetzt bitte wieder aufhören? Sonne? Blauer Himmel?  Däääh...

Vor meinem Fenster parkt ein Auto von "Ypsilon-Tours". Kleiner VW, schönes Grün. Überlege, ob man gebrauchte und ausgemusterte Dienstwagen der Armee kaufen kann. Müsste man mal nachfragen.
"Was wollen Sie denn mit einem ehemaligen Wagen des Militärs??"
"Ich find' die Farbe so nett..."
"Ja, nee, is klar... *Überprüfungveranlass*"

Heute erfolgt übrigens die Umstellung vom rosa T auf einen lokalen Internetanbieter, der mir gesagt hat, dass ich heute wohl weder Telefon noch Internet haben werde... Bin sehr gespannt, wie das morgen aussieht. Eine funktionierende DSL, das wär's. Ich wäre wieder im 21. Jh...
Wenn man davon absieht, dass zum Beispiel der Grüne Punkt/ die Gelben Säcke nur einmal im Monat abgeholt werden. Heute zum Beispiel. Und nein, ich hab meinen Beutel nicht rausgestellt. Yay. Hach, wozu auch, in einem Monat ist ja schon der nächste Sammeltag... gnnn...

Demnächst werden die PCs hier auf Windows XP umgestellt. Nicht, dass sich irgendwas für uns ändern würde. Nicht mal ein nettes Hintergrundbild kriegen wir. Wie gemein. Warum dann das Update?
"Für die neue Software", meinen sie, "und damit das Netzwerk schneller läuft" haben sie gesagt. "Und so halt." Aha. Update zum Selbstzweck.

"Selbstzweck" ist auch so ein schönes Wort. Wohlüberlegt, wohlformuliert, stilsicher und stichhaltig. Ein schönes Wort, jeder versteht, was man wirklich meint und man spart sich Unmengen an Erklärungen.
Ich bin zum Beispiel gegen Aufstehen zum Selbstzweck. Gegen Aufräumen und Saubermachen zum Selbstzweck, gegen Laufen zum Selbstzweck und gegen Sport zum Selbstzweck.
Für Genuss zum Selbstzweck.
Ist dieser Blogeintrag zum Selbstzweck geschrieben? Vermutlich. Egal.

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Weiter kam ich nicht, dann überkam mich wieder die unbändige Lust, zu arbeiten. Und das schlechte Gewissen. Egal.
Und ich komme nach hause und was ist: Mein neuer Telefon/Internet-Provider hat tatsächlich alles ordnungsgemäß freigeschalten! Yeee-ha!
Ok, ich musste es erstmal über USB installieren, statt über meine sicher funktionierende, derzeit arbeitslose Netzwerkkarte, aber das hoffe ich noch zu beheben und außerdem ist es ja eher marginal.
Ich. Habe. Jetzt. DSL!

Heißt auch, dass Ulcaster jetzt noch eine Weile unerobert bleiben muss, aber das kann ich ja vielleicht am Wochenende machen.
Huuuu, daueronline und trotzdem telefonisch erreichbar, alles bezahlbar und schnell. Dann noch eine Kerze und Schokolade neben den PC und was braucht man noch mehr im Leben?

17.02.2005 um 19:18 Uhr

Aus dem Leben eines Taugegarnichts... Teil habichvergessen

Prolog
Habe Dienstag und Mittwoch krank gemacht, wegen fiebriger Erkältung. Yay me, drei Kranktage innerhalb der ersten drei Wochen Arbeitszeit. Seit dem letzten anderthalben Jahr nicht mehr gebraucht, aber weil's grad so schlecht passte...
Also nicht so nah an den Bildschirm gehen, es sei denn, ihr habt ein gutes Anti-Virenprogramm. Was'n Witz. (Pfui, Centi!)
Ja, Erkältung. Ich bin jemand, der, wenn er krank ist, auch will, dass es alle wissen. Und ich fühle mich total im Eimer, also bedauert mich.
Solltet ihr im folgenden Text Verben, Artikel, adverbiale Bestimmungen, Konjunktionen oder sonstige Satzteile vermissen (böse Stimme aus dem Hinterkopf überlegt, bösartige Verbindungen zu Schreibern, deren Tastatur schon keine Shift-Taste oder Satzzeichen aufweist, herzustellen und diese zu kommentieren, wird aber sofort von guter Stimme in den Keller geschickt), so liegt das eben daran. Unter anderem.

Gestern abend an den Topf mit dem Wasser zum Inhalieren (ihr wisst, was ich meine, also lacht nicht so blöd.) gekommen. In einem physikalisch unmöglichen Bogen springt das Wasser auf meine Laptoptastatur. Trockne das Übel (also das Wasser, nicht den Laptop. Also ich trocknete auch den Laptop, aber den würde ich nie "Übel" nennen...) so gut es geht und fahre ihn auf Standby.
Laptop fährt wieder hoch.
Erneutes Standby, erneutes Hochfahren. "Du weißt auch nicht, was du willst!"
Bin zu krank für den Scheiß und fahre ihn richtig herunter.

Also heute.
Von Wecker geweckt. Wecker verflucht.
Aufgestanden und total im Eimer gefühlt.
Beschlossen, den Laptop nicht anzumachen, vielleicht ist er ja noch nicht ganz getrocknet. Stattdessen Fernsehen. Von Handy-Werbung verblöden lassen.

In die U-Bahn gestiegen. Husten und Niesen an allen Ecken. Schwestern und Brüder im Geiste.

Bürotür verschlossen. Schlüssel wo? Pförtner fragen. Runter und durch's Foyer zu Pförtner gegangen. Pförtner keinen Schlüssel. Zurück durch's Foyer und wieder hochgegangen. Handy genommen, Kollegin angerufen. Kollegin "not eweeläbl", Handyakku leer.
Tipp von anderen Kollegen: Generalschlüssel. Generalschlüssel wo? Pförtner. Runter und durch's Foyer zu Pförtner, Generalschlüssel geholt,  durch's Foyer und hoch, aufgeschlossen, runter und durch's Foyer, Schlüssel abgegeben, durch's Foyer und hoch.
Zu krank für solchen Scheiß.
Überlegt, zur besseren Glaubwürdigkeit mehr zu husten und zu schniefen. Für nicht nötig erachtet.

Kollegin berichtet, laut Nachrichten solle jeder vierte NRWler Grippe haben.
Centi: RTL?
Kollegin: Japp.
Beschließen, uns Sorgen zu machen, wenn wirkliche Nachrichten so was melden.

Vorgesetzter aus Berlin zurück. Auf die Zunge gebissen, ihm kein (Chatter-Insider) "Re!" entgegen zu schleudern. Gefahr des Missverständnisses.

Ellenlange Einkaufsliste gemacht und auf dem Schreibtisch liegen lassen.

Sonstiges:
Status Wohnung:
Küche nun funktionierend, neue Vorhänge, ent-chaost.
Balkon weiterhin siffig und ohne Belag, Lüfter weiterhin saulaut, Durchlauferhitzer zum Duschen definitiv völlig ungeeignet. Zum Davonlaufen.
Insgesamt klein und makelhaft, aber mein und gemütlich.

Status Baldur's Gate:
Während der Feiertage, der Umzugsvorbereitungen und des Umzugs arg vernachlässigt.
Quests in Baldur's Gate City abgeschlossen, aber Ulcaster und die dazugehörigen Dungeons  vergessen. Nachzuholen. (Igitt, noch so'n Dungeon, verpiss dich!)
Desweiteren zu überlegen, ob die Landkarte von den Basilisken befreit werden soll. God-Like eventuell herunter zu laden.

Irrationaler Appetit auf Himbeerpudding. Mache mir nun eine Nudelsuppe.

12.02.2005 um 14:54 Uhr

Sorgenkind PC

Gleich die furchterregendste Nachricht vorweg:
Mein Laptop kränkelt!
Es ist ja nicht so, dass ich von dem Teil abhängig bin, ich kann meine freie Zeit durchaus auch ohne Internet und ohne irgendein PC-Spiel verbringen und Komminikation ist via Telefon sowieso viel besser und....
Ich drehe durch, wenn der nicht wieder wird!!

Größtes Problem ist, dass alle Informatiker meiner Familie 300-500km weit weg wohnen und als ich das letzte Mal einen Laptop zu einem "Fachmann" gebracht habe, war er hinterher kaputter als vorher.
Erste Reaktion war, ein Backup zu erstellen, einen Virenscanner drüberlaufen zu lassen und über Nacht eine Defragmentierung durchzuführen. Wobei der Kleine übrigens wegen des arg lauten Lüfters die Nacht im Badezimmer verbringen musste. Auf dem Klo. Es widerstrebt mir eigentlich, einen Computer die ganze Nacht lang unbeaufsichtigt anzulassen, aber er war ja offline und hätte sich keine Viren mehr einfangen können. Nur Silberfischchen...

War ja alles nur Beschäftigungstherapie, geholfen wird das nichts haben.
Habe also gegoogelt und bei meinem Problem (Fährt aus Standby nicht/nur schlecht wieder hoch) interessante Lösungsansätze in Richtung "BIOS-Update auf Mainboard, Grafikkarte,...", "sämtliche Treiber neu installieren", "ACPI abschalten und APM verwenden" und "Windows neu installieren" erhalten.
Die eine Hälfte halte ich für sinnlos, von der anderen Hälfte verstehe ich kein Wort.

Schauen wir an dieser Stelle also mal auf meine PC-Historie:
September 2001: Erster eigener PC: Ein Laptop. Gebraucht, klein, zweckmäßig.
Kränkelt das erste Mal nach einem halben Jahr (fährt nicht mehr hoch), Garantiereparateur ersetzt angeblich das BIOS.
Oktober 2002 selbes Problem, anderer Fachmann, PC im Eimer. (Festplatte, CD-Laufwerk, BIOS)
Dad beschließt, sich mal einen neuen PC zu leisten, ich erhalte den alten als Leihgabe:
Gehäuse von 1993, Pentium von 1995. Externes Modem und ca. 80MB RAM. 1 MB Grafikkarte. Kurbel, um den Motor anzuwerfen, aber nicht gefunden.
Funktioniert in der Tat einwandfrei. Ein knappes Jahr lang.
Dann fährt er sich hin und wieder spontan neu hoch und beschwert sich, dass er nicht ordnungsgemäß heruntergefahren wurde.
September 2003: Schwester beschließt, sie einen neuen Laptop zuzulegen und bietet mir ihren alten zu einem guten Preis an. Diesen hier.

Exkurs Ende.
Ich überlege schon, ob ein Zusammenhang zwischen Umzügen und PC-Crashs existieren könnte. Oder ob es etwas zu sagen hat, dass sowas immer im Herbst oder Frühjahr passiert ist.
Und wem meiner Verwandten ich als nächstes zu einem neuen PC raten könnte...
In erster Linie aber gerate ich unverzüglich in heillose Panik.

Jedenfalls werde ich ihn nicht mehr aus Standby schalten, bevor er nicht repariert ist. Geschweige denn herunterfahren. Heißt:
Er bleibt an, während ich heute abend durch Bonn flanniere und morgen überprüfen, ob Bonn oder Köln die hässlichste Stadt Deutschlands ist.
Man darf gespannt sein.

07.02.2005 um 14:57 Uhr

Home, boys, home...

Nun liegt dieser vermaledeite Umzug also endlich doch hinter mir und immerhin erfreue ich mich noch eines Minimums an geistiger Gesundheit. Auch wenn das ganz, ganz knapp war.

Die Schlüsselübergabe war ja noch so weit gut gegangen, aber natürlich hat die Telekom meinen Anschluss nicht korrekt frei geschaltet gekriegt. Und da ich Freitag Mittag erst die Schlüssel zu meiner Wohnung bekommen habe, mein Hausmeister - der den Raum im Keller aufschließen muss, der den Kasten zu den Telefonleitungen beherbergt - aber nur vormittags da war.... Puh, eigentlich würde mir mein Therapeut davon abraten, es nochmal zu erzählen, aber ich sollte doch darüber reden...
Deswegen also hatte ich das ganze Wochenende kein Internet und kein Telefonfestnetz.
Jetzt ist es raus.
Ich war also in dieser riesigen hässlichen Stadt ein ganzes Wochenende allein und abgeschnitten von jeglicher Zivilis... also zumindest von mir bekannter Zivilisation und konnte mich nur mit Hilfe von Disney, Garfield und Gummibärenbande (*flausch*) bei Verstand halten. Himmel weiß, was passiert wäre, wenn ich kein Fernsehen gehabt hätte.

Und ja, es war verdammt schwer, etwa 25 Kartons auf 26m² (die dann natürlich schon möbliert sind) zu pferchen. Ihren Inhalt in Schränken unterzubringen war hingegen leichter als gedacht.

Bei Abendlicht betrachtet (für Tageslicht bin ich noch nicht stark genug) ist die Wohnung so schlecht gar nicht. Na schön, die Tapete hat Falten, die Kochplatte und das Licht in der Küche (wir erinnern uns: Der Kleiderschrank mit Kochplatten, Spüle und Kühlschrank) funktionieren (noch, Herr Vermieter, sonst steht mir Mietminderung zu *behaupt*) nicht, Bücherregal und Grill stehen nun in der Abstellkammer zusammen mit den zusammengefalteten Umzugskartons, die nun als Dämmmaterial fungieren, weil die Abstellkammer größtenteils Außenwände hat. Außerdem ist die Lüftung im Bad ohrenbetäubend, die Balkonfenster und der Boden dort sind noch saudreckig und der Vorhang war ausgeblichen, das wird jetzt aber behoben.
Außerdem war sie nicht wirklich renoviert, was mir aber erst bei der Schlüsselübergabe aufgefallen ist, weswegen ich nun auch nicht mehr auf eine Mietminderung bestehen kann...
...
Ja, so alles in allem eine tolle Wohnung... auf jeden Fall das beste in der Preiskategorie "ohne monetären Super-GAU bezahlbar". Außerdem DSL-fähig, was mir einen schleunigen Abschied vom augenkrebs-T beschert, den ich hoffentlich nicht bereuen werde.

Wurde dann mit Kollegin K in den Bonner Karneval (den es im Übrigen gar nicht gibt. Es handelt sich hierbei viel mehr um eine Filiale des Kölner Karneval [Mit einem L, danke, netRebel... Aber bei uns heißt das ja auch Fasching.]) eingeführt und an Weiberfastnacht (bis Mittwoch wusste ich gar nicht, wann die überhaupt ist) von Vorgesetzem und Kollegen zu Bier und Cola eingeladen. Bier. Ürgs.
K und ich haben uns brav bedankt, gute Mine zum dämlichen Spiel gemacht und sind nach einer Stunde gegangen, um für die Heimfahrt zu packen, denn wir hatten nicht vor, die kommenden drei freien Tage in dieser Stadt auszuharren (Rosenmontag ist tatsächlich frei. Unglaublich.)

Irgendwann in der Nacht von Freitag auf Samstag hab ich mir dann durch den Kopf gehen lassen, dass man auf Kartoffelsalat vom Vortag aus der Kantine besser verzichten sollte und habe diese Erkenntnis bei Fieber am nächsten Tag noch einmal bestätigt bekommen. Halte mich heute außerdem noch nicht für konzentrationsfähig genug, Autos auf 520km Asphalt nicht zu gefährden und nehme mir an meinem fünften Arbeitstag ein krank-frei. Böse.