Melde gehorsamst
Musik: Kate Rusbys "Live from Leeds"-DVD, heute den ganzen Tag in der Dauerschleife
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Das Centi ist sportlich geworden (naja... es treibt Sport, sagen wir es so.), spielt nun einmal die Woche Badminton und tanzt 1-2 Mal wöchentlich in irischer Manier. Ich besitze neuerdings sogar richtige Stepschuhe (ich bin eigens nach Köln gefahren, um mir Schuhe zu besorgen, das muss man sich mal auf der Zunge vorstellen) und ich bin damit - die Teile sind verdimmich glatt - beim ersten Tanz auf Parkett nicht mal auf die Visage geflogen, yay! Nur 3-4 Mal hab ich seltsame Verrenkungen gemacht, weil ich fast ausgerutscht wäre, aber hingefallen bin ich nicht, ha!
Das mach ich jetzt seit einem Monat und es macht wirklich Spaß. Auch wenn ich ständig mörderischen Muskelkater habe, eine schreckliche Schrittlegasthenikerin bin und das Rhythmusgefühl eines toten Zebras besitze. Letzteres hat allerdings den Vorteil, dass ich zuhause zum Üben nicht ewig nach einem Lied im 6/8-Takt suchen muss, sondern den entsprechenden Tanz auch ganz ungeniert im 4/4-Takt ableisten darf. Musiker dürfen sich jetzt vor Schmerzen krümmen.
Ansonsten bin ich gerade dabei, probezupacken für die zweiwöchige Irlandreise ab nächsten Samstag. Das wäre um einiges einfacher, wenn ich eine Waage hätte (RyanAir erlaubt derzeit 15 kg Gepäck plus 10 kg Handgepäck. Iieks.), aber dies hier ist noch immer ein poststudentischer Haushalt. Ich bin immer noch stolz wie Oskar, weil ich neuerdings eine Schöpfkelle (!) besitze und meinen Brokolieintopf nicht mehr in den Teller plätschern lassen muss. Ihr wisst gar nicht, was so eine Schöpfkelle für ein Luxus ist. So wie ein großes Küchenmesser, das ich auch neulich frisch gekauft habe, eigens um Weißkraut zu schneiden, das ging mit meinen Messern nämlich gar nicht. Ich wollte Weißkrautsalat machen, eine Prämiere. Aber irgendwie... am zweiten Tag wars noch nicht richtig durchgezogen, am dritten auch nicht, dann hab ichs 1-2 Wochen im Kühlschrank vergessen und traue mich nicht mehr, die Box zu öffnen, weil der Salat inzwischen die Bronzezeit erreicht haben und mich angreifen könnte. (Nein, ich hab "300" noch nicht gesehen.)
Der PC läuft. Nur dass er ausgegangen ist, heißt ja nicht, dass er nicht einfach wieder anging. Hat behauptet, er hätte sich wegen Überhitzung ausgeschaltet (das kanner aber seinen Entwicklern erzählen, kanner das aber) und hat eine Fehlersuche gestartet. Ich bin in der Zeit irgendwann ins Bett, aber natürlich bei jeder Veränderung des Lüftergeräusches wieder wachgeworden. Gegen 4:30 war er dann fertig und ich hab ihn ausgemacht (er hatte natürlich keinen Fehler gefunden, klar), um 6:00 aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Wenn ich derart übermüdet bin, bin ich tagsüber übrigens ausnehmend gut gelaunt und produktiv, so ganz ohne Sarkasmus. Vielleicht sollte ich eine Nacht pro Woche nur eine Stunde schlafen, ich hätte viel mehr Zeit, um... sinnlose Dinge zu tun.
Zwei meiner meistgetragenen Hosen sind spontan hops gegangen. Was mich in arge Bedrängnis brachte, weil ich einkaufen ja hasse und sowieso zu wenig passende Sachen da habe. Glücklicherdings hab ich jetzt - nach nur etwa zwei Monaten - zwei neue Jeans vom Versand, eine hat mir Nimiel überlassen (Brot für die Welt - Hosen für Centi) und eine hat mir eine Kollegin verkauft, damit sollte ich die nächsten Jahre keine Hose mehr kaufen müssen, das werd ich noch entsprechend feiern.
Shieldmaiden war auf einem Konzert von Kate Rusby und kann sich damit meines ewigen Neides sicher sein. Aber vielleicht schaff ich Organisationsuntalent es ja doch irgendwann auch mal, mir Flug, Hotel und Ticket zu besorgen.
Erkenntnisse:
Muss weniger Selbstgespräche führen. Im Supermarkt verlauten zu lassen, dass es "wie ein Unfall aussehen" muss, ist nicht günstiger als auf dem Balkon in ein überraschtes "Du lebst ja noch!" auszubrechen. Kann ja keiner ahnen, dass ich nur einen RPG-Char um die Ecke bringen wollte und mich darüber gefreut habe, dass der seit Dezember für tot gehaltene Zitronenthymian doch überlebt hat. Die Erkenntnis, dass ich weniger Selbstgespräche führen sollte, sollte ich im Übrigen auch für mich behalten und nicht laut artikulieren, wenn ein Passant an mir vorbei geht.
