Aus dem Leben eines Taugegarnichts

16.04.2008 um 18:45 Uhr

Ähm. Ups?

WTF!
Ich habe gerade nach einem langen Arbeitstag meine Wohnung betreten können, ohne den Schlüssel zu benutzen. Toll, was?

Denn als ich ankam und den Schlüssel zückte, bemerkte ich, dass die Wohnungstür nur angelehnt war. Einen kurzen Herzinfarkt später hat mich gewundert, dass die Tür nicht aufgebrochen aussah, aber dann wieder hab ich mir überlegt, dass ein guter Einbrecher diese Tür wahrscheinlich mit einem Augenzwinkern in zwei Sekunden öffnen könnte. Einen weiteren Herzinfarkt später stieß ich die Tür etwas weiter auf und bemerkte, dass der Riegel richtig vorgeschoben war, ich also ordnungsgemäß zwei Mal zugeschlossen hatte. Dann müsste doch wenigstens die Versicherung zahlen, oder? Allerdings... wenn der Riegel vorgeschoben war... und die Tür offen aber unversehrt... WTF?

Vorsichtig betrat ich meine Wohnung, in dem sicheren Wissen, dass sie komplett verwüstet und alle Wertgegenstände gestohlen seien.
Verwüstet war sie. Aber nicht über das normale Maß hinausgehend, ich stürmte also in direkter Linie in Richtung meines Laptops - der mich auch freudestrahlend wie immer begrüßte. Auch sonst wies nichts darauf hin, dass sich irgendwer in dieser Wohnung aufgehalten haben könnte außer mir.

Die einzige Erklärung, die ich habe, ist also wirklich, dass ich meine Wohnungstür zugeschlossen habe, aber halt nicht ins Schloss habe fallen lassen. Aber WTF! Wie kann denn sowas passieren?! Ich überprüfe doch immer noch mal, ob sie zu ist! Echt wahr, wenn ich zugeschlossen habe, drücke ich immer noch mal leicht dagegen. Paranoia und so. WTF! Ich meine: WTF!

Immerhin: Offenbar hat die einladend offenstehende Wohnungstür entweder niemand bemerkt oder zumindest nicht ausgenutzt. Dafür, dass ich hier quasi in einem Neu-Köln wohne, kann ich also ganz zufrieden sein. Und mich allmählich wieder beruhigen. Ogottogottogottogott.

*umfall*

15.04.2008 um 13:44 Uhr

Come out and fight!

Ich bin ja auch so jemand, der sich für wirtschaftliche Belange so gut wie gar nicht interessiert. Ich mach da auch gar keinen Hehl draus. Mich interessiert Wirtschaft immer dann erst, wenn sie mich persönlich betrifft. Da bin ich nicht stolz drauf, aber es ist nun mal so. Die meiste Zeit über lasse ich Nachrichten aus der Wirtschaft einfach so über mich ergehen, höre gar nicht drauf, kümmere mich nicht drum.
Und doch gibt es hin und wieder Momente, in denen auch ich Stellung beziehen muss, die Karten auf den Tisch legen, Farbe bekennen und auch mal ein mutiges Wort wagen will. Denn freilich hat die Wirtschaft oft eine viel zu große Macht über den Menschen im Allgemeinen und jeden einzelnen im Besonderen, das darf man einfach nicht unterschätzen. Und es kommt die Zeit im Leben, da muss man aufstehen und "Nein!" sagen, egal ob man sich damit Feinde macht oder nicht. Sich wehren, das ist es, was wichtig ist in solchen Situationen. Und da muss dann auch mal der Staat eingreifen, wenn solche Krisen anstehen. Ich meine, wir haben den Notstand hier direkt vor unserer Tür, und wenn wir den nicht abzuwenden wissen, werden wir damit leben müssen, irgendwie, monatelang!
Und wenn das doch jetzt schon abzusehen ist, wie kann man da noch ruhig sitzen bleiben und abwarten? In den Tag hineinleben, ohne sich darüber Gedanken zu machen, was kommen wird? Wir müssen morgen die Konsequenzen für unser Handeln und auch unser Nichthandeln heute tragen! Und da ist auch nicht nur der Staat gefragt, sondern wir, jeder einzelne kann etwas tun! Wir sind der Staat, wir besitzen Kaufkraft, auch wir können die Wirtschaft beeinflussen, wenn wir nur aufstehen und etwas tun!

Ich für meinen Teil werde heute jedenfalls nicht gleich nach der Arbeit nach hause gehen, sondern meinen Teil für eine bessere Zukunft beitragen. Vorsorgen, Zeichen setzen, aktiv werden!
Ich werde losziehen mit erhobenem Haupt und gezogener Brieftasche und die letzten Vorräte Rocher einkaufen, die noch im Supermarkt rumliegen.
Curse you, Ferrero-Sommerpause!