Aus dem Leben eines Taugegarnichts

19.02.2009 um 10:00 Uhr

Helau.

Ich fahr ja heute über ein sehr langes Wochenende nach hause, ins Gebirgige. Da gibt's derzeit Schnee. Hohen Schnee. Während hier ja eher so der Frühling winkt. Jedenfalls hoher Schnee. Nicht so meins. Und der Parkplatz ist zu und Muttern hat's im Kreuz und kann nicht schieben und Vattern hat's im Knie und kann nicht schieben. Vielleicht nehm ich mein Auto heute einfach mit rein. Ist eh zu kalt draußen, der ist jetzt Garage gewöhnt. Ich nehm ihn einfach mit unter die Decke, das fällt gar nicht auf.
Schnee jedenfalls. Ich mag ja keinen. Kalt und nass, gleich zwei Dinge, die bäh sind. Es könnte ja wenigstens weihnachtlich aussehen, aber die Weihnachtsdeko ist jetzt weg. Im Gegensatz zu hier, im Rheinland. Da haben sie zur Weihnachtsdeko einfach noch ein paar Luftballons gehängt und geben sie jetzt als Karnevalsdeko aus. Gewissermaßen.

Uuuuuh, ich seh grad: Paul ist wieder da!!! freu
In Verkleidung. Gott, sieht der scheiße aus. Also wenn das beabsichtigt war: Alle Achtung. Aber wo ist seine Büropflanze?
Egal. Paul ist wieder da!

Paul! dops

18.02.2009 um 09:19 Uhr

Mauzimauz?

Gestern zu spät zum Tanzen gekommen. Und das kam so:

Um Tami und Schwester-von-Tami abzuholen, bog ich in eine enge kleine Straße ein, in der neben meinem Auto kein anderes mehr Platz gehabt hätte. Aber um die Zeit will da ja auch keiner rein. Ich war etwa vier Minuten zu spät dran, also gut im Schnitt, und die Abzuholenden kamen auch gerade erst aus dem Haus.
Man stieg ins Auto, schnallte sich an, und ich ließ Bilbo schon anrollen, da...

"Miez!"
"Miez?"
"Miez! *zeig*"
"Miiiez!"
"Oh, die kenn ich, die ist ganz lieb und zutraulich. Wenn du willst, kannst du sie auch streicheln."

Bis dahin wären wir noch halbwegs pünktlich angekommen.
Ich machte also den Motor aus, zog die Handbremse an, und drei Leute schnallten sich wieder ab und stiegen aus, um ein ganz entzückendes rotgetigertes Katzentier (Schwester-von-Tami hob das schmusende Fellknäuel hoch und als ich zu nah herankam, leckte es mir mit seiner rauen Zunge noch über die Nasenspitze. Aaw.) zu streicheln und mit sinnfreien Monologen zu belegen.
"Uuh, bist du eine feine Miez, ja bist du eine feine Miez!" "Und so flauschiges Fell hast du, ja, hast du flauschiges Fell!" "Und Pfotis, so kleine weiche Pfotis!" "Und sogar vier davon!" "Und die Öhrchen!" "Und so große Äuglein!"

Wir hatten noch nicht ganz alle Körperteile durch, da bog hinter uns ein Auto in die Straße, die wir mit Auto und Katze gerade blockierten. Wir sprangen auf, ließen die Katze fallen - "Mrau!" - stiegen wieder ein, schnallten uns in Rekordgeschwindigkeit an und fuhren davon.
Immerhin ist unsere Tanzlehrerin selbst Katzenbesitzerin und hatte Verständnis für unser Zuspätkommen.

Und später an dem Abend hab ich es dann geschafft, mir eine Kontaktlinse beim Reinigen zu zerreißen. WTF.

13.02.2009 um 09:41 Uhr

Freitag - Das Musical

< Mel Gibson > Freiiiiiitaaaaaaag! < /Mel Gibson >

Jauchzet!
Frohlocket!
Auf, preiset den Freitag!

...

Alle, die von Freitag träumen
Sollen's WE nicht versäumen,
Sollen tanzen auch am Montag.
Freeiiiitag,
Freitahahahag - ist das einzige, was zählt!

...

I've been looking for Freitag
Since I left my weekend.
I've been looking for Freitag
On Freitag I depend.

...

Wochenend und Sonnenschein
Und dann mit mir zuhaus allein,
Weiter brauch ich nichts zum Glücklichsein,
Wochenend und Sonnenschein.

...

Ein bisschen Freitag, ein bisschen Samstag,
Für diese Erde, auf der wir wohnen...

...

Einigkeit, Und Recht und Freiheitag,
Für das deutsche Vaterland!

...

Freitag, schöner Götterfunke,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten vollbetrunken,
Himmlischer, dein Heiligtum!

....

Dohona nohobis Fraheitag, Freitag!
Dohohonaha nohobis Frahahaheitag.

....

Fridays are a girl's best friend!

...

Hallo Forum!
Hallo.
Alles klar?
Klar.
Es ist mal wieder Freitag, es ist wieder dieser Tag, und ich muss dir jetzt erzählen, was mir widerfahren ist. Jetzt seh' ich die Zukunft positiv, denn ich bin Optimist!
Ey, Moment, was geht?
Ich sag's dir ganz konkret: Fürs Wochenende hab ich mir den Wecker abgedreht!

...

Weekend time,
And the living is easyyy...

...

In the weekend time, when the weather is fine,
You can stretch right on and touch the sky...

...

[cats]
Freiiiitag! Gott sei Dank, es ist Freeeeiiitag,
Endlich herrlicher Freitag!
Na, das wurd' ja auch Zeit.
Denn ich sehnt' mich
So lang schon nach diesem herrlichen Tag,
Jetzt ist Freitag!
Welch ein Tag!
[/cats]

12.02.2009 um 14:40 Uhr

Menschen und Frauen zuerst!

Ich verfolge das Tagesgeschehen ja auch eher rudimentär, aber manchmal surfe ich schon durch ein paar Artikel. Manchmal knalle ich dabei mit meinem Surfbrett auch gegen eine grellorange Boje.

So zitieren tagesschau.de und faz.net heute den Papst, der wir ja sind:

„Der Hass und die Verachtung für Menschen, Frauen und Kinder, wie sie der Holocaust deutlich gemacht hat, waren ein Verbrechen gegen Gott und gegen die Menschheit."

pyr

Das Witzige ist ja: Egal wie man es liest - es kommt nur Mist dabei raus:
Es ist entweder eine Aufzählung, dann zählt er Frauen und Kinder nicht zu den Menschen. - Menschenverachtend.
Oder es ist eine verhunzte Hervorhebung. Weil es ja schlimmer ist, wenn Frauen und Kinder sterben, als wenn bloß Männer draufgehen. - Menschenverachtend.

Ich schließe mich da Volker Pispers an, der meinte, er wolle einmal in der Tagesschau hören:

"Bei einem Bombenanschlag in #Stadt starben 55 Menschen. Zum Glück nur Männer."

12.02.2009 um 10:12 Uhr

Normen

Ich bin ja für einen verantwortungsvollen Umgang mit Normen. Das sind ja Dinge, die irgendwann im Ursprung mal sinnvoll waren. Allerdings war das der Blinddarm und das Steißbein früher möglicherweise auch mal.

Es hat sich zum Beispiel als für eine Gesellschaft als ganz günstig erwiesen, wenn es Norm war, dass man sich nicht gegenseitig umbringt. Jedenfalls nicht ständig. Also nur in Ausnahmefällen. Wenn einem wirklich, wirklich danach war. Und das hat sich in so ziemlich allen Gesellschaften durchgesetzt, auch ganz ohne die 15 10 Gebote. Selbstmord ist auch so ne Sache. Wir jedenfalls stammen nicht von Leuten ab, die sich in sehr jungen Jahren umgebracht haben. Also vor der Geburt eines Kindes.

Dann wurden Dinge ins Leben gerufen, die geholfen haben, diese Normen durchzusetzen. Ampeln zum Beispiel. Generell dafür gedacht, dass man nicht mit hundert Stundenkilometern gegen ein Auto rast, das gerade versucht, mit vierzig abzubiegen. Scherben, Flecke, Papierkram - da hat es sich eben durchgesetzt, bei rot zu halten. Das Blinken ist immerhin auf dem Weg zu allgemeiner Akzeptanz.
Irgendwann begannen solche Hilfsmittelchen ein Eigenleben zu entwickeln. Oder warum sonst hält man auch nachts um drei an der roten Ampel, wenn im Umkreis von zehn Kilometern das einzige Lebewesen der Hase ist, der neben der Straße sitzt und sich fragt, warum das Auto in dieser gottverlassenen Gegend eigentlich hält. Man hält sich trotzdem daran. Das ist normal, das ist Gesetz, das 'macht man eben so'.

Jetzt gibt es beim Anhalten an roten Ampeln allerdings auch keine größeren negativen Effekte. Im Gegenteil, je mehr es sich in den Tiefen unseres Hirns eingegraben hat, dass man bei Rot hält, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir auch tagsüber die rote Fußgängerampel nicht übersehen, die gerade von Mitmenschen in blindem Vertrauen genutzt wird.

Anders ist das bei der Kleidung. Es hat sich ja eingebürgert, dass Menschen in gleichen Kulturkreisen ziemlich ähnlich gewandet sind. Hier und heute trägt jedenfalls kaum jemand eine Toga. Wäre bei waagerechtem Schneeregen auch eher unangenehm.
Vielleicht stammt dieser Drang ja auch aus einer Zeit, in der unsere steinzeitlichen Vorfahren ihre Stammeskriege ausgetragen haben. Und damit man im Scharmützel die eigene Sippe von den anderen unterscheiden konnte, trugen 'wir' halt alle Ziegenfelle, während 'die' bekanntlich Rinderhäute anhatten. Wahrscheinlich aber eher nicht vom deutschen Fleckenvieh, das hätte doch selbst für einen Steinzeitmenschen zu albern ausgesehen. Man trug also lieber das, was die Sippe sonst auch so trug, damit man bei Auseinandersetzungen nicht unter die damals noch nicht erfundenen Räder kam.

Diese Sitte hat sich aber irgendwie bis heute gehalten und wird doch von den meisten recht unreflektiert übernommen.
"Das trägt man heute so." lautet das ungeschriebene Gesetz, das einem die Verkäuferin beim Hosenkauf dann rezitiert, wenn man sich darüber beschwert, dass die Jeans nur das untere Drittel des Hinterns bedeckt. Da frag ich mich ja immer, wer dieser 'man' ist, und warum mir die Verkäuferin sagt, dass der das so trägt. Und was das eigentlich mit mir zu tun hat.
Typischer Fall von Amok laufenden Normen, und auf der Strecke bleibt die Ästhetik.

Worauf ich jedenfalls hinaus will: Ich achte da jetzt schon eine Weile drauf und kann daher subjektiv statistisch belegt offiziell erklärten:

Absatzstiefel(etten), klatschenge Jeans und Jacke, die über dem Hosenbund endet - Liebe junge Frauen, ihr könnt schlank, dünn, dürr und magersüchtig sein, aber von hinten habt ihr in dem Outfit einen Hintern wie ein Brauereipferd.
Aber den trägt man wohl jetzt so.

 

09.02.2009 um 09:55 Uhr

Wo ist eigentlich Paul?

Ich fürchte, Paul ist weg.

Paul ist irgendein Büromensch, den meine Kollegin und ich von unserem Bürofenster aus in einem anderen Bürogebäude sehen können. Paul heißt in Wirklichkeit natürlich nicht so, aber uns erschien der Name passend. Ein junger, ganz passabel (nicht mehr und nicht weniger) aussehender Mann, der uns mit seiner bloßen Anwesenheit die Zeit versüßt hat, ohne es zu wissen. Einfach, weil wir die Zeit für dumme Kommentare aufwenden konnten.

"Paul ist wieder da!"
"Oh, der ist heute aber spät dran, wo der nur so lange war?"
"Bestimmt bei seiner Freundin."
"Der Arsch."
"Der telefoniert auch schon wieder."
"Der telefoniert ja immer."
"Bestimmt mit seiner Freundin."
"Der Arsch."
"Ooh, er besprüht seine Büropflanze!"
"Ach, er ist so fürsorglich. herzchen "
"Er macht schon wieder das Fenster auf. Junge, es ist kalt draußen!"
"Das Licht hat er auch nie an."
"Braucht er ja auch nicht zum Telefonieren."
"Also... Schwarz steht ihm fei schon."
"Zeig mal... ach, jetzt ist er ja schon wieder weg."
"Wer ist denn da in seinem Büro? Eine Frau!"
"Die Schlampe."
"Ja, ey, Bitch!"


Jetzt ist seine Büropflanze weg. Paul...? traurig

09.02.2009 um 08:23 Uhr

Tanznachrichten

Die Kommentare der Feis-Richter sind da. Ich darf mich über ein "good" (Slip Jig), ein "nice lift" (Light Reel) und ein "lovely" (Single Jig) freuen. Und tue dies gerade auch strahlender Weise.
Meine Lehrerin hat ein "good / needs work" kassiert. Aua. Naja, nächstes Mal.

Von mir aus hätte sie einen Orden dafür verdient, der Band-deren-Musik-ich-nicht-mag ihren neuesten Hirnfurz wieder auszureden:
Ob man nicht einen der irischen Tänze in Bauchtanzklamotte tanzen könnte.

nnnnnein.

Für einen kleineren Auftritt am Wochenende hab ich sogar einen Karnevalsorden bekommen. Ich im Besitz eines Karnevalsordens. Das hätt ich mir ja auch nie träumen lassen.


Nicht-Tänzerische Erkenntnis des Wochenendes, erlangt durch Sphinx, die uns auf Tamiras Geburtstagsfeier aus der Bibel vorgelesen hat: Eva war eine Slytherin. Sie konnte mit Schlangen sprechen.
Tä-tää!

05.02.2009 um 10:18 Uhr

Today, life is good.

Music
Okay, den Bauchtanzkurs werd ich mir wohl zukünftig doch schenken. Weniger weil es in dem Raum saukalt war, die Lehrerin beim Urschleim angefangen hat (Hey, ja, es war ein Anfängerkurs. Aber ich war dann halt doch schon etwas weiter.) und auch nicht, weil die alle doppelt so alt waren wie ich. Sondern weils da keinen Spiegel gab. Wie will man denn bitte Bauchtanz ohne Spiegel lernen?
Immerhin brauchte ich nach dieser Schwangerengymnastik nicht duschen, hatte also mehr Zeit, noch eben ein Oblivion-Tor zu schließen und den Kaiser in spe zu schützen, ehe ich in Richtung Pub aufgebrochen bin.

Das hielt ich ja inzwischen fast für eine dumme Idee. Es war kurz vor neun, ich fröstelte, war etwas müde.

Und dann kam ich an, der Pub war voll - bis auf meinen Lieblingsplatz, wo ich gemütlich an die Wand gelehnt in der Nähe der Musiker auf einem Barhocker an einem Stehtisch sitzen und den ganzen Raum überblicken kann. Nach und nach trafen die Musiker ein, stimmten die Instrumente, dann spielten sie los. Bodhráns, Uilleann Pipes, Fiddlen, Gitarren, Querflöte, Tin Whistle, Konzertina, Bass - alles, was das Herz begehrt. Es war großartig. Für die Spielpausen hatte ich ein spannendes Buch neben mir liegen und ich nippte an meinem Mangosaft. Ich liebe Mangosaft. Die Musiker liefen schon früh zu Hochformen auf. Die Musik malt Bilder. Schnell und mitreißend, aber harmonisch fließend.
Fröhliche Melancholie.
Der Heath-Ledger-Lookalike-Kellner mit den Hobbitlocken, der fast nur Englisch spricht und etwa zwei Meter groß ist und sich deswegen immer bei den Balken in der Dachkammer ducken muss, schiebt mir meinen duftenden Cappuccino rüber.
Und ganz genau da, in diesem Augenblick, war er da:

Der perfekte Moment.

04.02.2009 um 14:50 Uhr

Gut getarnt ist Zeit gespart

Tarnung
Ich blogge gerade, weil ich gleich die Heizungsableser in der Wohnung habe. Genau genommen tippe ich das hier in Word vor. Weil: Wenn da ein beschriebenes Word-Dokument auf dem Bildschirm meines Laptops prangt, denken die bestimmt, ich wäre Studentin und stände kurz vor einer wichtigen Prüfung. Und deswegen sieht die Wohnung so aus, wie sie aussieht. Ich hab auch extra ein paar Ordner auf der Bettdecke verteilt, unter die ich ein paar von den Klamotten gestopft habe, die vorher hier rumlagen. Noch einen aufgeschlagenen Ordner neben mir auf dem Tisch platziert, der damit gleich auch noch das rumliegende Allerlei verdeckt und jetzt stell ich mir noch eine Tasse daneben. Man muss sich bei der harten Arbeit ja irgendwie stärken. Na, nicht die Tasse mit den Blümchen. Die Einfarbige sieht mehr nach Student aus. Bleistift, irgendwo muss noch ein Bleistift rumliegen... so, einmal quer über den Ordner... warte, das muss zufälliger aussehen. So. Na bitte.

Tarnung ist alles.


Jetzt hoff ich nur, dass sie auch bald kommen, damit ich die Kulisse bald wieder abbauen kann. Ich müsste dann nämlich mal was essen, dann muss ich auch schon wieder weg hier. *Fingertrommel*

03.02.2009 um 08:59 Uhr

Wahrnehmung

Das Informationsmanagement der Medien dieser Tage ist nicht so das Wahre. Ich weiß definitiv zu viele Dinge, die ich gar nicht wissen möchte, aber dank der uns ewig beschallenden Medien eben doch weiß. Welcher D-Promi gerade das Dschungelcamp verlassen hat, und in welcher komischen Pop-Show welche blöden Sprüche gefallen sind. Das interessiert mich nicht, aber ich weiß es dann für ein paar Tage. Wertvoller Platz in meinem Hirn, an den so Dinge wie "Wie heißt eigentlich der Kollege, der seit vier Jahren auf der selben Etage arbeitet wie ich?" und "War Freundin X, für deren Geburtstagsgeschenk ich gerade zwei Kilo Nugat gekauft habe, nicht genau die Freundin, die Nugat nicht ausstehen kann?" viel eher gehören sollten.

Oder Liedertexte. Ich könnte diverse Schlager oder so Entgleisungen wie "Barbie Girl" (Irgendein Held kam übrigens auf die Idee, Billy Joels "We didn't start the fire" zu covern. Das klingt jetzt genau so.) mitsingen. An der Stelle im Kopf würden sich ein paar nette Heine-Texte doch viel besser machen. Ich krieg auch nur mit Mühe ein paar Bundesminister (+ eine Ministerin) zusammen. Aber das Bild von Angela Merkel in einem tief ausgeschnittenen Kleid wurde mir inzwischen oft genug präsentiert, dass es sich mir ins Gehirn eingebrannt hat.

Gerüche sind auch so ein Fall. Von den getrockneten Kornblumen-Blüten in meiner Wohnung riech ich fast nichts, aber der Insalata-bla-Caprese-Knoblauch-Kräuter-Jogurt-Dressing-Fettfleck auf meinem Teppich stinkt auch nach zwei Spülmittelbehandlungen noch.

Ich glaube, ich muss einfach an meiner selektiven Wahrnehmung arbeiten.  Traurig

01.02.2009 um 18:49 Uhr

Zum Tanze, da geht ein Centi mit... grünem Schleier.

jagotanz
Gerade die ominöse erste Musical-Bauchtanz-Choreografie-Zusammenkunft gehabt. Die Musik ist nach genauerer Betrachtung eeetwas besser als befürchtet. Es fehlen Stimmung und Höhepunkte, aber vom Rhythmus her kann man immerhin ein paar Mal hüftwackelnd über die Bühne laufen. Und viel mehr kriegen wir eh nicht zustande. Ach, und mit dem Schleier wedeln. Den Anfang haben wir jedenfalls schon etwas geschmückt, auch wenn da freilich noch etwas gefeilt werden muss. Nicht zuletzt deswegen, weil wir gar nicht wirklich wissen, aber welchem Zeitpunkt im Stück wir genau loslegen sollen. Fröhlich
Aber so ungeklärte winzige Details können uns ja nicht schrecken. Auch nicht, dass wir drei völlig allein sind und daher Erst- und Zweitbesetzung gleichzeitig. Woohoo. Wahrscheinlich kommt kurz vor Abschluss der Choreo die Band an und erzählt beiläufig, dass sie für den Part doch Leute verpflichtet haben, die das auch können. Egal. So lange haben wir Spaß dran. Ich hab trotzdem abgelehnt, als sie mir nen Schleier mit nach hause geben wollten. Meine Wohnung ist dafür zu klein und ich würde mir wahrscheinlich bei irgendner Drehung die Hand am Kleiderschrank brechen.

Rats, ich hab nasse Socken. Von dem nassen Fleck im Teppich. Da ist mir gestern kurz nach Mitternacht noch der Insalata bla Caprese von irgendnem städtischen Pizzaservice ausgelaufen. Caprese. Auf der Grundlage von Eisbergsalat und in Knoblauch-Jogurt-Dressing schwimmend. Da reicht das Wort "Stümper" schon gar nicht mehr. Wütend