Aus dem Leben eines Taugegarnichts

28.01.2011 um 17:00 Uhr

We are all jolly fellows that follow the plough

interessant
Zu den erfreulichsten Nachrichten dieses jungen Jahres gehört eine gewisse berufliche Veränderung. Ich werde zwar weiter im selben Haus arbeiten, aber ich bin zukünftig eine richtige Angestellte mit einem unbefristeten Vertrag. Nach vielen Jahren Befristung ist das ein sehr beruhigender Gedanke!

Außerdem wechsle ich die Abteilung und muss dafür zwar auch mein sonniges Büro gegen eins im Keller Souterrain eintauschen, allerdings hat man mir auch einen sehr interessanten Job mit viel Eigenverantwortung überlassen.
Eine Aufgabe, mit der ich ungefähr noch nie was zu tun hatte, und von der ich exakt keine Ahnung habe. Dafür übernehme ich zusätzlich kommissarisch* eine Tätigkeit, die bisher von zwei weiteren Kräften betreut worden ist.

Lähmt die Angst dir Mark und Bein,
Lauf im Kreis, fang an zu schrei'n!


Ich hatte bereits einiges an Einführung, weitere werden auf mich zukommen und ich bin sehr gespannt, ob ich das gescheit gewuppt kriege. Außerdem steht zu überlegen, ob ich meine neunundneunzig Südbüropflanzen zukünftig zu einem Leben in Dunkelheit und Kälte verurteile, oder ob ich mein Wohnzimmer endgültig in einen Dschungel verwandle.

Heute hab ich die ganze Zeit eigentlich nur das alte Büro ausgemistet. Da kommt ja einiger Mist zutage. Darunter auch ein Notizzettel, der sich mit der Frage beschäftigt, ob "Mecklenburg" vielleicht die eingedeutschte Bezeichnung eines schottischen Clans Namens "MacGlenburough" sein könnte, und ob es dann nicht vielleicht auch den Namen "O'Glenburough" geben könnte. Krank.

 

*... Ich tue Dinge, von denen ich keine Ahnung habe, habe dafür aber auch keine Zeit. Oder so.

 

Leseempfehlung: Herr Kaliban bloggte vor einer Weile sehr schön über Wochentagsvegetarier , zu denen ich ja auch irgendwie zähle.

 

 

19.01.2011 um 19:19 Uhr

Notizen zum professionelleren Auftreten

Bei der beruflichen Kommunikation mit Männern ist der Lapsus "Kann ich Ihren Namen haben?" strengstens zu vermeiden.

Ja, auch wenn er hübsch ist.

18.01.2011 um 18:06 Uhr

Aufmachen

Bei Zitaten ist es ja immer wichtig, in welchem Zusammenhang sie vorkommen. Heute zum Beispiel.

"Mann, das ist aber ganz schön tief!"

Wäre  vollkommen okay gewesen, hätte das jemand gesagt, der gerade mit mir auf den Cliffs of Moher gestanden und beeindruckt runtergeschaut hätte.

Es war aber mein Zahnarzt. Rats. Ein Hoch an dieser Stelle auf Betäubungsspritzen. Wenn ich gefragt werde, ob ich eine will, antworte ich ja immer: "Ich nehm zwei!"

 

Ansonsten verspricht das Jahr aber weiterhin mit jedem neuen Eintrag auf meinem schon gut gefüllten Jahreskalender großartiger zu werden. Aber dazu später mehr. Erst mal nur ein kurzes Woohoo!

04.01.2011 um 18:11 Uhr

Auf Phex!

edward
Über Weihnachten im Erzgebirge gewesen. 60-80 cm Schnee. Vielleicht mehr. Wer da noch was von "oh wie romantisch" faselt, kriegt eins druff.

Der arme tiefgaragenverwöhnte Bilbo war bis zum Dach zugeweht. Sic. Hab am Tag vor der Abreise das Auto ausgebuddelt. Um es am nächsten Morgen direkt noch mal unter einer frischen 15-cm-Schneedecke vorzuholen. Also bevor ich mit zwei Leuten eine dreiviertel Stunde gebraucht habe, um den Kleinen vom vereisten Parkplatz runterzuzaubern.
Weihnachtsbaumsuche hat sich auch als schwierig gestaltet. In die Schrebergartenanlage kam man ja dank des gebuddelten Grabens noch gut rein. Dann war aber aus. Im Garten lag der Schnee gut hüfthoch. Komplett, nicht stellenweise. Und wir hatten einfach keine Böcke, den Baum erst weit genug auszugraben, um ihn absägen zu können. Also einen kaufen. War allerdings schon etwas spät, daher haben wir noch eine halbe Erzgebirgsrundfahrt gemacht.
Kanndirsagen.

Ansonsten war Weihnachten aber ganz entspannt und tatsächlich ganz ohne Streit. Selbst als Muttern ihre revolutionäre Idee durchsetzen könnte, den Baum mit Strohsternen zu schmücken, statt mit rot-silbernen Kugeln und Lametta! (Loriot-Zitat in 3, 2...) Auch die Geschenke waren alle schön, überraschend UND praktisch! Also die, die ich gekriegt hab. Nicht die, die ich geschenkt hab. Ich bin so eine Schenk-Lusche.

War aber trotz aller Beschaulichkeit und allem guten Essen froh, wieder aus Klein-Sibirien rauszukommen. Denn vor mir lag ein ganz großartiges Silvester: dreieinhalb Tage non-stop DSA. Fantasy-Overload. Achwas, Overload. Der Meister war so großartig, meine MitspielerInnen so witzig und die Story so dermaßen spannend, dass wir die selbe Zeit gern noch mal hätten spielen können.
Ich find halt oft Silvester relativ ätzend. Man sitzt beisammen und zählt die Stunden bis zwölf runter, um dann ah und oh zu machen und ins Bett zu gehen. Und so haben wir in erster Linie gespielt und Spaß gehabt, dann irgendwann festgestellt, dass gleich Mitternacht ist, Sekt geköpft, ah und oh gemacht, und weiter gezockt.
Und ich hab ganz viele Würfel geschenkt bekommen. Hab jetzt eine gute Auswahl an hübschen W4, W6, W8, W10 und W20. Hö.
Und irgendwann will ich mal eine Tsa-Geweihte spielen.
Das Abenteuer soll sogar irgendwann veröffentlicht werden und ich krieg ein Belegexemplar, woohoo! strahl

Ankunft in der neuen Wohnung war auch super: Zwei Weihnachtskarten im Kasten, ein freundliches Nachbarspärchen hatte mir ein Geschenk vor die Tür gelegt, ein weiterer freundlicher Nachbar hatte sich ganz ungefragt um meine ganz unerwünschten Zeitungen gekümmert. Ich will die ja nicht kriegen und hab deswegen keinen beauftragt, den Briefkasten zu leeren. Ich krieg sie aber trotzdem. Und irgendwer hatte die alle einfach in einer Tüte gesteckt und an meine Tür gehängt. Ein weiterer freundlicher Nachbar hatte ein Paket von mir angenommen. Und dann lag schon mein Geburtstagsgeschenk in der Packstation. (Noch nicht geöffnet. Neugier-Probe bestanden.)

Also wenn 2011 so bleibt, wie's anfängt - yo!