Aus dem Leben eines Taugegarnichts

24.06.2011 um 09:22 Uhr

China-Tee

Ich war noch nie ein großer Teetrinker.
Vor allem mit Kräutertees konnte man mich schon immer jagen. Die hat mir meine Mutter immer gegeben, wenn ich als Kind krank war. Kamillentee und Zwieback. Wenn ich außerdem noch im elterlichen Ehebett schlafen sollte anstatt in meinem geliebten Doppelstockbett, war auch dem letzten Winkel meines Unterbewusstseins klar: Ich bin krank.
Das funktioniert noch heute. Eine Nase voll aufgebrütem Kräutertee - die für mich dann alle nach Kamille/Fenchel/Anis riechen - und ich fühl mich sofort krank. Trinken kann ich das Zeug sowieso gar nicht. Wenn ich krank bin, so wie jetzt (Immerhin das erste Mal seit 16 Monaten. Wer mich kennt, weiß, dass ich es hasse, wenn das keiner weiß! Und ich find mich grad eigentlich ganz subtil.) dann kann ich mich bestenfalls für ordentlich aromatisierten und natürlich gesüßten Früchtetee erwärmen. Ansonsten gern mal einen Schwarztee, süß und weiß.

Jetzt bin ich leider höllisch vergesslich. Höllisch. Eigentlich wollte ich nachfolgende Anekdote für mich behalten, um der unweigerlich folgenden Häme meiner Kommentatoren (die Innen sind gewöhnlich mitgefühlvoller) zu entgehen. Aber ich halte sie für nötig, um mein ganzes Dilemma zu offenbaren.

Neulich wollte mein Chef in Urlaub gehen. Vorher wollte er mir aber noch etwas im 1. Stock zeigen. Auf dem Weg dahin zückte er sein Handy und meinte:

Chef: Ich geb dir noch für den Notfall meine Handynr. Kannst du deine Nr. auswendig?
Centi: Klar! 0123/456789
Chef: *tippt*
Centi: Ah, dann rufst du jetzt mein Handy an, damit ich deine Nummer auf dem Display habe und sie speichern kann?
Chef: Ja, ich rufe jetzt dein Handy an, damit du meine Nummer auf dem Display hast und sie speichern kannst!
Centi: Das ist ja kluk, dann hab ich deine Nummer ja direkt auf dem Display und kann sie speichern!

Er zeigte mir dann, was zu zeigen war und ich ging etwa zehn Minuten später zurück in mein Büro, fand mein Handy mit zwei fremden Nummern darauf. Eine vom Festnetz, eine vom Handy. Ich recherchierte kurz nach der Festnetznummer, fand raus, wer das war, und löschte dann die Handynummer.
Und der D'oh-Moment kam ganze vier Tage später. Die Nummer hatte ich übrigens lange Zeit vorher mal notiert, das war nicht die Tragik.


Ich bange also um meine letztverbliebenen Gehirnzellen.
Dies trug ich einer Mittänzerin an, die eine Ausbildung zur... Homöo... Ergo... Heil....irgendwas macht, und wohl grade Kräuterkunde hatte. Sie empfahl mir Jiaogulan . Wie man einem Kraut, das angeblich Leuten mit schlechtem Gedächtnis helfen soll, einen so zungenbrecherischen Namen geben kann, bleibt mir auch ein Rätsel, aber zum Glück schrob sie es mir auf. Das Zeug nennt man auch Kraut der Hundertjährigen, und es hilft natürlich auch gegen Menstruationsbeschwerden, Bluthochdruck, Schlaganfall und Krebs.

Jetzt bin ich kein großer Medikamentenmensch, und nachdem ich mich kundig gemacht hatte, kaufte ich das Zeug direkt als Pflanze im Baumarkt. Weil das kann man auch so essen. Oder als - es schließt sich der Kreis - Tee trinken.
DAS ZEUG SCHMECKT WIDERLICH!!!!
Wobei ich es ganz klar lieber pur esse, da ist es in wenigen Sekunden unten. Aber überm Winter stirbt die Pflanze überirdisch aus, deswegen soll man sie früh trocknen und als *schluck* Tee lagern. Buäh.
Überlege, lieber dumm zu bleiben.

Darüber fiel mir jedenfalls China-Tee ein. Eine fiktive Marke, die ich ganz kreativ erfand, als wir in der Schule mal eine Werbekampagne schreiben sollten. Meine ist mir einfach nachhaltig im Gedächtnis geblieben (ich war ja mal jung) und sie passt wie die Faust aufs Auge:

Die Zunge klagt "Oh weh!"
Der Magen schreit "Juchhee!"
Das kann nur eins sein - China-Tee!

An mir ist eine große Werbetexterin verloren gegangen.

China-Tee - denn was so schlecht schmeckt, kann nur gesund sein!

20.06.2011 um 21:09 Uhr

Feis Results

Für Juni ist mein Kalender voll, ich sollte mir einen Neuen kaufen. Fröhlich Die Zeit reicht aber doch noch, eben meine neuesten Feis-Results zu protokollieren. Was muss, das muss.

Angetreten bin ich diesmal in drei verschiedenen Leistungsstufen, was  bedeutet, dass ich ständig entweder gleich dran war, oder gleich die Results bekam, weswegen ich mich den ganzen Tag nicht aus dem Gebäude getraut hab. Hab gehört, draußen soll Wetter gewesen sein, das kann ich aber nicht bestätigen.
Außerdem war deswegen die Reihenfolge der Tänze ganz verkorkst. Aber Besserung ist in Sicht:

Beginner Hornpipe:
Ich hab mich verstolpert, direkt vor den Augen der Richterin, die natürlich genau da hingeguckt hat. Hng. Kann ansonsten aber nicht so katastrophal gewesen sein, zumindest für eine Goldmedaille hat's nämlich gereicht. Und für den Aufstieg ins Primary.
Da die Hornpipe mein letzter Beginner-Tanz war, bin ich jetzt nur noch Primary-Intermediate. Coooool, oder? Fröhlich

Primary Light Jig:
Es hat für nen dritten gereicht. Irgendwie krieg ich auf mein Light Jig oft dritte. Weiß zwar nicht wirklich, was ich daran noch verbessern soll, aber irgendwas wird's schon geben.

Primary Treble Jig: Ich hab brav alle Front Slices (Front Clicks) getroffen (Ich liebe dieses Geräusch!), hatte gut an meiner Front Drum geübt und habe mir einen stolzen ersten Platz erkämpft! Jetzt also auch hier Intermediate! Woohoo!

Primary Traditional Set
(Blackbird): Öööh, entweder sie haben den Tanz gar nicht aufgerufen (Sara ist er auch nicht aufgefallen), oder ich bin schlicht nicht platziert. Was ich beides glaube. Immerhin hat mich Cathy am Tag vorher noch mal sehr deutlich darauf hingewiesen, dass mein Rythmus schrott ist. Wer ihn lernen will: da ist er richtig. (Feis-Länge ist nur Lead around rechts+links und First Set auf rechts)

Intermediate Reel: Das erste Mal ever in Intermediate angetreten. Als meine persönliche Goldmedaille hatte ich mir wenigstens einen fünften oder sechsten Platz erträumt. Es ist ein zweiter geworden. Wahnsinn! Ich war nur einen Platz vom Open entfernt! Omgomgomgomgomg! So schnell muss das doch gar nicht gehen!

Hatte aber schon den Eindruck, dass die Konkurrenz im Januar schlimmer gewesen war. (Obwohl es auch diesmal wieder billige Flugrouten aus Barcelona und Moskau zu geben schien.) Aber ich schau mir meine Mittänzer ja nie an, das bringt mich nur selbst aus dem Konzept.

Ich bin also sehr, sehr, sehr, sehr zufrieden mit mir. Kein Beginner mehr!

 

Anna aufm Schiff
Anna, die Königin der Leap-Fotos, vor unserem letzten Auftritt auf einem Schiff.
Wir nennen's Horse Jump, ist technisch aber auch ein Leap.

Auch meine Mittänzerinnen haben abgesahnt:
Die kleine Lena hat auch noch zwei Aufstiege geschafft und Sara ist sogar bei ihrem ersten Feis direkt in allen drei getanzten Tänzen aufgestiegen! Ick freu mir so!
Einzig Anna ist ein bisschen an der Konkurrenz gescheitert und hat "nur" einen dritten gemacht. Ist auch die härteste Altersgruppe. Hatte dafür aber am Wochenende davor bei einem anderen Feis zwei Aufstiege ergattert und hat die Enttäuschung schon wieder in Tatendrang und Ehrgeiz umgewandelt.


So, und ich geh jetzt wieder still meinen multiplen Muskelkater pflegen. Ich werf noch eben die Stichworte "reiten" und "Freilichttheater" in den Raum, aber das ist eine andere Geschichte.

03.06.2011 um 07:51 Uhr

Leap!

Fix ein Beweisfoto, aufgenommen von Anna, die mich gestern erfolgreich gedrängt hat, ihr zu beweisen, dass ich immer noch keine hanging leaps kann. Ist mir offenbar glücklich misslungen. Heh.

Noch ein klein wenig verbesserungsbedürftig, und vor allem sollte ich die Dinger auch zuverlässig in meinen Tänzen hinkriegen und eben nicht nur bei Foto-Sessions, aber. Bin trotzdem schon mal ein bisschen froh.

 

 

Leap