Aus dem Leben eines Taugegarnichts

05.08.2004 um 22:59 Uhr

Antworten

Stimmung: Hach... *seufz* .... hach... *Kerzeanzünd* *Räucherstäbchenanzünd* *indenNachthimmelstarr* Hach...



Zu den noch offenstehenden Fragen:

>Werden diese Schmerzen je enden?
War halb so wild, Muskelkater und Co. am Montag, der aber Dienstag schon viel weniger wurde. Und das nach den Schleusen und Wasserkilometern und völlig untrainiert, ich bin stolz auf mich.

>Werde ich es endlich mal gebacken kriegen, längere Texte öfter abzuspeichern?
Ähm... ich hoffe?

>Wie werde ich meine Diplomarbeit schaffen?
Ähm... also Montag ist Abgabe, bis dahin hab ich noch etwa... 4 Stunden. Mal schauen...
Ich muss mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass das meine Abschlussarbeit ist. Es reicht nicht, wenn sich die "Kunden" durchfinden, ich muss protokollieren, und begründen und blablablubb. So ein Mist. So ein Blödsinn. So ein Gewes!

>Und bekomme ich den Kaugummi aus meiner Lieblingsdecke wieder raus?
Ich habe jetzt meine riesige blaue Decke zusammengeschnürt und in mein Minitiefkühlfach gestopft. Wenn ich Pech habe, dehnt sich das Kondenswasser in der Decke aus und ich bekomme das Teil nie wieder aus dem Fach, bevor ich meinen Kühlschrank nicht abtaue. Was ich eigentlich mal machen könnte.
Wahrscheinlicher ist allerdings, dass sich der Kaugummie ob der lächerlichen Temperaturen kranklacht und ich demnächst den Gefrierschrank meiner Eltern in Beschlag nehmen muss. Man wird sehen.
Meine schöne Decke.

Was für ein öder Eintrag. Ich schreib' noch einen.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenFloPo schreibt am 06.08.2004 um 00:55 Uhr:Hi Centaurea,

    zu welchem Thema schreibst du deine Diplomarbeit? Hört sich wie aus dem Bereich Sozialarbeit & Co. an - wegen dem Knast.
  2. zitierenCentaurea schreibt am 06.08.2004 um 01:13 Uhr:Knast? Du verwirrst mich, ich lese meinen eigenen Eintrag wieder und wieder durch und finde keinen Knast nicht....



    Nein, ist ziemlich die falsche Richtung, ich studiere Archivwesen und meine Diplomarbeit ist eine Verzeichnung/Erschließung von Bauakten der Stadt vom 16. bis 20. Jh. Und die Recherche zur dazugehörigen Behörden-(wo die Akten entstanden sind) und Bestandsgeschichte (Was die Akten in ihrem langen Leben so alles mitgemacht haben).

    Eigentlich ziemlich spannend, aber Protokoll und Co. suckt!
  3. zitierenBobRoss schreibt am 06.08.2004 um 08:32 Uhr:Was macht man später so als Diplom-Archivwesler? Was archiviert man da so alles?
  4. zitierenFloPo schreibt am 06.08.2004 um 10:16 Uhr:argh... Hilfe! Wer nimmt mir die Tomaten von den Augen ab!

    Ich hatte Gefängnis statt Gedächtnis gelesen. Daraus ergab sich der surreale Satz:

    Ich muss immer wieder ins Gefängnis anrufen, dass das meine Abschlussarbeit ist.

    Ich hätte a) langsamer lesen, b) mein Gehirn einschalten und c) das Lesen eigentlich auf heute morgen verlegen sollen, da ich gestern einige Bierchen... naja, du weisst schon... *g*



    But anyway I wish you a happy day!
  5. zitierenCentaurea schreibt am 06.08.2004 um 10:32 Uhr:@ Flopo: *looool*





    @Bob: Schreibfaul wie ich bin, bemühe ich für die Basics andere:



    http://berufenet.arbeitsamt.de/perl/bnet2/suchwort.pl

    Archivwesen: In Archiven wird das im laufenden Geschäftsgang von öffentlichen und kirchlichen Behörden, Wirtschaftsunternehmen, Rundfunkanstalten oder Einzelpersonen nicht mehr benötigte, aus rechtlichen und historischen Gründen aber zur dauernden Aufbewahrung bestimmte Schrift-, Bild-, Ton- und Filmgut gesammelt, ebenso Karten, Pläne und sonstige Informationsträger. Das Archivgut wird geordnet und durch Inventare erschlossen, dass es für die Verwaltung, die Forschung oder die Öffentlichkeit (z. B. Ausstellungen) bei Bedarf bereitsteht. Siehe auch Archivwesen





    Die Ausbildung umfasst Übungen zur Archivverwaltungspraxis sowie theoretische Unterweisung in Verwaltungs-, Geschichts- und Archivwissenschaft. Das Studium beinhaltet vier Fächergruppen:



    Archivwissenschaft mit Bestandserhaltung und Archivgeschichte

    Historische Hilfswissenschaften des Mittelalters und der Neuzeit

    Historische Fächer wie Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte, Rechtsgeschichte, Quellenkunde, Wirtschafts- und Sozialgeschichte in archivbezogener Auswahl

    Rechts- und Verwaltungswissenschaftliche Fächer wie Archivrecht, Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Haushaltsrecht und allgemeines Dienstrecht



    Am Ende des Studienabschnitts in Marburg wird eine Prüfung abgelegt.[Anm. von Centi: Pah, es waren 10!] Nach weiteren 6 Monaten im jeweiligen Ausbildungsarchiv wird die Ausbildung durch die Laufbahnprüfung abgeschlossen. Ihr Bestehen berechtigt zur Führung des Titels \"Diplom-Archivar/in (FH)\" und ist Voraussetzung, um als Archivar/in in der Laufbahn des gehobenen Archivdienstes angestellt zu werden.





    Berufsmöglichkeiten



    Tätigkeitsbereiche:

    Archivare haben die Aufgabe, in Verbindung mit den Registraturbildnern ihres Zuständigkeitsbereichs die für eine dauerhafte Aufbewahrung im Archiv vorgesehenen Unterlagen zu erschließen und zu ordnen. Als Sachbearbeiter tragen sie z.B. für die inhaltliche Erschließung und Ordnung von Akten, die Auswertung von Bild- und Tonmaterial oder die Erfassung der äußeren Merkmale alter Urkunden die Verantwortung. Moderne Dokumentationstechniken ermöglichen dem Archivar die Auswertung von Zeitungen, Zeitschriften und anderen Publikationen. Resultat der Erfassung sind Findebücher, Karteien, Datenbanken oder sonstige EDV-gestützte Erschließungsmittel. Auch die archivtechnische Bestandserhaltung gehört zu den Tätigkeitsfeldern. Archivare arbeiten dabei eng mit dem höheren Archivdienst zusammen. Ferner obliegt ihnen die Verwaltung der Sammlungen und die Aufsicht über technische Einrichtungen und Magazine. Archivare betreuen auch Film-, Bild- und Tonarchive.



    In allen öffentlichen Diensten wird nach einem besonderen Verfahren nicht mehr benötigtes und archivwürdiges Schriftgut an das zuständige Archiv weitergeleitet. Im Rahmen einer vorarchivischen Betreuung beraten Archivare Behörden und andere Stellen bei der Bewertung und Aussonderungen von zur Abgabe anstehenden Unterlagen (Records Management). Sie beraten aber auch viele Interessenten, die an Ort und Stelle Einblick in die Dokumente nehmen.



    Elektronische Informations- und Datenverarbeitungsanlagen helfen, die zunehmende Flut von Informationsmaterial zu bewältigen. Es gehört dabei zu den Aufgaben der Archivare, die zum Teil komplizierten technischen Einrichtungen zu überwachen und für ihre Instandhaltung zu sorgen. Im Magazinwesen obliegt ihnen vor allem die Aufsicht über die dort beschäftigten Arbeitskräfte. Je kleiner das Archiv ist, umso mehr müssen sich die einzelnen Mitarbeiter um alle anfallenden Arbeiten kümmern. Innerbetriebliche Aufstiegsmöglichkeiten hängen u. a. von Größe und Bedeutung des Archivs ab.



    Tätigkeitsfelder sind neben Archiven im staatlichen und kommunalen Bereich insbesondere die Archive kirchlicher Einrichtungen, die Archive von Parteien und Verbänden und Wirtschaftsarchive.



  6. zitierenNea227 schreibt am 06.08.2004 um 10:36 Uhr:Ja, Centi, nun erklär mal, was wir beruflich so machen werden *gg*

    Ich habe heute erfreulicherweise erfahren, dass die \"auf-5-Jahre-dem-Staat-die-Seele-verkauft,sonst-darfst-Du-die-Ausbildungsvergütung-zurückzah len-Verpflichtung\" wohl mehr oder weniger abgewendet wurde. Ich bekomme eine Bescheinigung, dass NRW keine Stelle für mich hat und das wird wohl reichen. Eine Sorge weniger. Wenn ich jetzt noch irgendeinen(!) Job + Wohnung in Ludwigsburg finde ... dann könnte ich fast zufrieden sein ;)
  7. zitierenNea227 schreibt am 06.08.2004 um 10:38 Uhr:\"Am Ende des Studienabschnitts in Marburg wird eine Prüfung abgelegt.[Anm. von Centi: Pah, es waren 10!] Nach weiteren 6 Monaten im jeweiligen Ausbildungsarchiv wird die Ausbildung durch die Laufbahnprüfung abgeschlossen. \"

    Anm. von Nea: Pah, bei mir sind es 5 ;)
  8. zitierenFloPo schreibt am 06.08.2004 um 10:58 Uhr:
    [...] ich studiere Archivwesen und meine Diplomarbeit ist eine Verzeichnung/Erschließung von Bauakten der Stadt vom 16. bis 20. Jh. Und die Recherche zur dazugehörigen Behörden-(wo die Akten entstanden sind) und Bestandsgeschichte (Was die Akten in ihrem langen Leben so alles mitgemacht haben).




    Auch eine Form von Archeologie. Hört sich wirklich spannend an.

    Fehlt eigentlich nur die frische Luft, aber dafür gibt\'s keine Gefahr, dass irgendwelche Mumien einem/einer das Leben schwer macht *grins*

  9. zitierenCentaurea schreibt am 06.08.2004 um 11:50 Uhr:@ Nea: Hey ho! :-)

    Bei mir sind in der Abschlussprüfung wohl drei. Reicht aber auch ;-P



    \"Hört sich wirklich spannend an.\"

    Nea, Nimiel, habt ihr das gehört?!



    Ich glaube, das ist die erste derartige Reaktion auf eine dieser Erklärungen.

    Gewöhnlich ernte ich etwas in Richtung \"Wieso tust du denn sowas?!?!\" oder \"Das kann man studieren?!?!\" Oder \"Wer braucht denn sowas?!?!\"



    Allerdings sehe ich das \"Auch eine Form von Archeologie.\" genauso :-)

    Wir haben uns eben gegen frische Luft und Hautkrebs und für einen räumlich und zeitlich näher liegenden Bereich entschieden.



    Mumien nicht, aber man kann in Akten auch andere interessante Dinge finden: tote Fliegen, Spinnen, Schimmel, irgendwer hat auch mal einen verkohlten Finger gefunden. Wohl als Anlage von Gerichtsakten oder so.

    Na, ich kann drauf verzichten ;-)
  10. zitierenFloPo schreibt am 06.08.2004 um 12:01 Uhr:Ich finde, es auch sehr spannend, herauszufinden, wie etwas entstanden und was daraus geworden ist. Archeologie und eine Spur Kriminalistik, sozusagen, besonders im Falle z.B. des verkohlten Fingers (darf aber nicht die Regel werden *schauder*).
  11. zitierenNea227 schreibt am 06.08.2004 um 12:01 Uhr:Hallo zurück :)

    \"Bei mir sind in der Abschlussprüfung wohl drei. Reicht aber auch ;-P\"

    Öhm, ich meinte die Monate ;) Prüfungen sind es bei mir jeweils 4: 4 schriftliche, 4 mündliche, letztere zusammengepackt in einer Stunde. Ich freue mich schon so ...



    Das mit dem \"spannend\" verblüfft mich auch. Bei mir ernte ich meist ein nachsichtiges Kopfnicken \"Was stellt dieses Kind nur mit seinem Leben an? Naja, es wird schon wissen warum ...\"



    PS: Ich habe meinen ersten Blog-Eintrag geschrieben :D

  12. zitierenNimiel schreibt am 10.08.2004 um 19:20 Uhr:SPANNEND?!?!!? *verwirrtsei* Joa, mit viiiiel Phantasie!

    Also der Beruf hat auch durchaus seine Reize...Moment...mir fallen sicher gleich welche ein...laßt mir nur noch ne Minute Zeit...melde mich wieder, wenn ich welche gefunden habe...
  13. zitierenCentaurea schreibt am 10.08.2004 um 19:27 Uhr:Pöh!

    Ich finde ihn durchaus spannend! Aber so wirklich auch erst, seit ich im kommunalen Bereich arbeite. Ich meine in den Akten Risse aus dem 18. Jh. zu sehen, von Gebäuden, die noch immer existieren und an denen jeden Tag vorbeigehen zu können, oder kleine Abschnitte der Geschichte einer ortsansäissigen Familie zu lesen - ja, ich finde das spannend, verklagt mich doch! ;-P

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