Bling!
Cheffe hat noch keine neue Aufgabe für mich gefunden, weil er überrascht war, dass ich meine alte Aufgabe trotz Zusatzaufgaben geschafft hab. Ja, ich hoffe, er glaubt nicht, dass ich das Tempo länger durchhalte.
Aber deswegen und weil Stina das Thema gerade angesprochen hat, muss ich von dem Film gestern Abend berichten. Der Rosamunde-Pilcher Film, der im ZDF lief.
Nach Stina'schem Vorbild verwende ich das Bling! als Klischeezähler.
Da isser:
Auf dem Landsitz (Bling! Es war übrigens Muckross House, das sie da gezeigt haben, da waren wir letztes Jahr im Mai!) eines Gestütbesitzers (Bling!) lebt dessen hübsche blonde Tochter (Bling!). Die ist seit einem Jahr aber nicht mehr geritten, weil damals ihr Geliebter bei einem Reitunfall ums Leben gekommen ist (Bling!). Das Pferd, das ihn damals quasi getötet hat, ist natürlich schwer traumatisiert. Deswegen lassen sie aus Amerika (Bling!) einen Pferdeflüsterer kommen (Bling!). Just in dem Moment, als er ankommt, reißt besagtes Pferd wieder mal aus (Bling!) und natürlich fängt er es mit guten Worten und sanften Gesten mal eben wieder ein (Bling!). Da kommt auch schon die Tochter des Hauses angerannt und ist natürlich gleich ganz angetan vom Pferdeflüsterer (Bling!), der sie allerdings für eine Bedienstete hält und schamlos über ihren Vater ausquetscht. (Bling!)
--- Und das waren die ersten vier Minuten dieses Films!! ---
Im weiteren Verlauf gibt es natürlich das obligatorische Mütterchen, das überraschend immer irgendwo auftaucht, um mit Teerezepten, alten Weisheiten und Glücksbringern um sich zu werfen (Bling!, Anhänger mit Keltischem Kreuz, 15 Euro im Tourist Information Center Killarney).
Der Amerikaner sucht seine Verwandtschaft, die im 19. Jh. rüber ist (Bling!) wegen der Hungersnot (Bling!), steht deswegen in Kontakt mit einer Frau gleichen Nachnamens, die die verliebte Tochter des Hauses natürlich für seine Frau hält (Bling!), weswegen sie ihm eine Szene macht. Natürlich ist die Frau aber seine Schwester (Bling!).
Die Bilder waren schön, auch wenn für mich auch der Ring of Kerry schwer nach Dingle aussah.
Wie der Film ausgeht, kann man sich ja an vier Fingern ausrechnen. Man kann es aber auch sein lassen.

Aber ich lese ja Bücher, wo man mit dem Klischee-Zählen gar nicht mehr nachkommt. Ich sollte darüber mal bloggen. Eine Seite nehmen und zählen. *gg*
"Was machst du mit dem Scheiß eigentlich, verschenkst du die?" - "Äh... ichmussweg."
Nee...