Cen-Tea
Wenn man ihn richtig macht.
Heißt: Wenn man ihn nicht länger als 2 Minuten ziehen lässt. Ab 2:30 min beruht die wachmachende Wirkung nämlich nur noch darauf, dass die Brühe gallebitter schmeckt.
Jetzt ist zwei Minuten einfach eine gemeine Zeitspanne. 45 Sekunden wären gut. Da geht man von der Teeküche ins Büro, und wenn man angekommen ist, nimmt man den Teebeutel rechtzeitig raus. 10 Minuten wären auch eine gute Zeit. Da denkt man nämlich sonst das nächste Mal dran. Ist statistisch erwiesen. Hängt bestimmt mit der Zeit zusammen, die man für das Lesen von zehn Blogeinträgen braucht.
Aber zwei Minuten! Das ist eine Zeitspanne, die erfordert, dass man seine Sinne beisammen hat. Dass man nur kurz was anderes macht, dann aber direkt wieder daran denkt, was man kurz zuvor gemacht hat.
Eine Fähigkeit, die mir sowieso schon abgeht. Aber Tee trinke ich doch meistens, wenn ich eben gerade nicht wach, aufmerksam und dynamisch bin.
Da war das mit dem Jacobs weiße Schokolade (Ohne Toffee. Warum gibt's den eigentlich nicht mehr?) einfacher. Der hatte nach zehn Minuten seine perfekte Trinkkonsistenz gehabt. Ein bisschen dickflüssig, ein bisschen cremig, aber doch trinkbar.
Da konnte man noch in die Küche schlurfen, Cappu zubereiten, zurückschlurfen und eine Weile dumpf Löcher in die Luft starren. Wenn sich der Bildschirmschoner angeschaltet hat, war der Cappuccino trinkfertig. Das war noch ein durchdachtes Produkt!
Das Konzept von Schwarzem Tee ist optimierungsfähig. Wer will?

http://www.messmer.de/de/teegeniessen/teatimer/start/index.html
Zuhause hab ich einfach das entsprechende Firefox-Addon genommen. Und als .wav-File erklingt dann nach der verstrichenen Zeit die Mash-Zeile "Mit Milch ohne Zucker, Zucker ohne Milch und schwarz ohne Milch mit ohne Zucker" von Radar. Passt so schön.
So was ist bei uns im Büro auch nicht möglich. Aber gibt es so was nicht auch "analog"?