Endlich Montag
Endlich ist wieder Montag. Das Wochenende fing auch schon an, anstrengend zu werden.
Gestern ging's immerhin erst um elf mit der Auftrittsprobe los, weil sich die Musical-Leute geschlossen geweigert hatten, direkt 13 Stunden nach dem letzten Training wieder aufzutauchen. Die Bude war zu dem Zeitpunkt voll, weil alle Auftretenden da waren, inklusive Kindern und Eltern (je nach Alter). Und während wir Tanzgeschädigten in der Ecke standen und halbherzig und jammernd (müde, Fußweh, tot, Kopfschmerzen) die Füße ein bisschen bewegten, hüpfte Lehrerin H. mit dem Rest der Tanzenden wie ein rosa Duracell-Häschen strahlend rundenweise durch den Saal.
Kopfschüttel.
Nach der Probe blieb noch eben Zeit, sich an der Imbissbude nebenan eine Pommes zu holen. Während die Frau hinterm Tresen das Geld hinlegen will, will ich die Hand hinhalten, um es entgegen zu nehmen. Wie so oft fällt das Geldstück runter. Was mir dabei aber noch nie passiert ist, ist dass die Münze in den danebenstehenden Gulasch plumpst, der somit weggeworfen werden muss.
Äh. Ups. Tschuldigungichmussgradganzdringendweg.
Der Auftritt war einer von den Schlimmeren. Auf solchen Stadtfesten sind Auftritte immer etwas problematischer, weil oft die Bühne ebenerdig und ohnehin zu klein ist, weil die Geräuschkulisse generell nicht optimal ist, und weil es oft genug genau so schwül ist wie es gestern war. Immerhin hat es zwischendurch geregnet, wenn auch nur kurz genug, dass ich nicht genau sagen konnte, ob das, was mir da vom Gesicht läuft, Regen oder Schweiß ist.
Was uns allerdings noch nicht passiert ist, ist dass die Musik mehrmals plötzlich wegfällt, weil der Verstärker hops gegangen ist. Die Erwachsenengruppe hat an der Stelle einfach zum Rhythmus des klatschenden Publikums weitergetanzt, und die Jugendlichen, die noch auf ihren Einsatz gewartet hatten, haben einfach a capella ein bisschen was von ihrem Können (Feis-Kategorie Open) vorgeführt. Großartig!
Am witzigsten sind eigentlich die Szenen, in denen sich plötzlich zwei Tänzer anschauen, die sich nicht anschauen sollten. Die donnernde Erkenntnis in den Augen des Gegenübers zu lesen, der da allein in die falsche Richtung drehte, während der ganze Rest geschlossen richtig tanzte. Sehr schön auf einem Bild festgehalten, über das ich mich gerade gut wegschmeiße.
Mich hat der Tag zwei Strumpfhosen gekostet. Die erste hat wahrscheinlich die Schnalle eines Schuhs bei einem Cut geext, und kurz nachdem ich meine Ersatzstrumpfhose angezogen hatte, hab ich Blähhuhn mich doch gegen den Klettverschluss einer Tasche gelehnt. 40 Den sind auch vom Teufel, die halten nix aus.
Wie war dein Wochenende?
- Tanzen, schlafen, tanzen, schlafen, Montag.
