Aus dem Leben eines Taugegarnichts

04.10.2006 um 16:30 Uhr

Green Hell Blog Tour, Teil 2 - Das Reisen

 

 

 

Das Thema ist diesmal ein allgemeines: das Reisen. Schreibt über euer schönstes, schaurigstes, grässlichstes oder lustigstes Reiseerlebnis, oder von Orten, wo Ihr gerne mal hinreisen möchtet, oder über etwas ganz anderes, was Ihr mit dem Reisen verbindet.

Vor mir war aubloomiel dran.

 

Oh Herje. Reisen im Allgemeinen und im Besonderen. Und dazu ein Eintrag. Ein einziger. Schwer.
Ich habe daher beschlossen, ohne Sinn und ohne Konzept loszutippen. (Also ganz anders als sonst. ) So wie ich jetzt hier liege, mit meinem kaputten Laptop und meiner Erkältung. Ja, meiner Erkältung. Die hab ich mir gerade eingefangen, dieses Wochenende, im Urlaub im Thüringer Wald, auf Reisen. Grandioser Einstieg, so passend, und gleich die Überleitung mitgeliefert, ganz großartig.
Ich geh erst mal die Tasche weiter auspacken.

(Ein Pullover und eine Hose später:) Reicht erst mal. Wir wollen uns ja nicht überanstrengen, immerhin will ich am nächsten Wochenende nach Berlin, schon wieder verreisen.

Nein, ich kriegs nicht gebacken. Also machen wirs wie in der Schule, nehmen wir die Fragestellung auseinander und beantworten nach und nach:


>Schreibt über euer schönstes Reiseerlebnis

Der Flauscheesel bei den Muckross Traditional Farms. So spontan. Okay, für den alleine hätte ich nicht nach Irland gemusst. Aber außerdem war da noch Dingle im Nieselregen mit Ranwens Tin-Whistle-Gespiele und die Klippen und... hach, Irland im Allgemeinen.


>schaurigstes Reiseerlebnis

Die Handvoll Männer, die in diesem Venediger Parkhaus "Mafiosi" auf den Hüten stehen hatten und mir zusammen mit dem Fahrstuhl ein eingebildetes Fahrstuhltrauma beschert haben, das zu überwinden mich Jahre gekostet hat. Außerdem hats da gestunken.


>grässlichstes Reiseerlebnis

Öhm. Das Fliegen nach Irland, ja, ich glaube, das trifft es.
Da war übrigens eigentlich nicht immer so. Ich bin zwar vorher nicht oft geflogen, meine aber, da noch ein Urvertrauen gehabt zu haben, das noch recht ungetrübt war. Beispielsweise als wir an der Ostsee waren und eigentlich eine Bootsfahrt machen wollten. Das Boot/Schiff ist aber nicht ausgelaufen, weil es gerade irren Sturm hatte, mit ZIG Meter hohen Wellen (Was weiß ich, ich war acht oder so.). Was haben wir gemacht? Sind zum nächsten Flugplatz und haben uns bei selbigem Wetter in eine klapprige Cessna gesetzt. Und hatte ich Angst? Nein! Okay, ich war halt auch zu klein um aus dem Fenster zu sehen, aber ich hatte keine Angst. Und dann später, als ich elf war, der Flug nach Tunesien: Sandsturm bei der Landung. Hat mir das was ausgemacht? Pah!
Und dann kommt RyanAir, die nie abgestürzt sind, vorbildlicher Start, ruhiger Flug, vorbildliche Landung und das Centi stirbt tausend Tode. Soll einer verstehen.


>oder lustigstes Reiseerlebnis

Ich geh mir erst mal ne heiße Zitrone machen.
So. Komisch, mir ist nichts eingefallen. Ich hab dieses Jahr ständig gelacht, es war immer witzig, völlig egal, wo ich war, Hauptsache war nur, dass tolle Menschen um mich herum waren, und der Tollheitsgrad war dieses Jahr besonders groß.
Vor allem hab ich aber als witzig in Erinnerung: Die Scenic Route to Inch, auf Dingle über diese Schotterpiste. "Oh Emm Gee! Weh Tee Eff!" War sehr witzig, ja. Und natürlich "...und wenn sie morgen Früh um sieben wieder die Dusche anmacht, dann geh ich hoch und... und komm wieder runter und dann könnt ihr mal sehen, was ihr davon habt!"
Man muss dabei gewesen sein.


>oder von Orten, wo Ihr gerne mal hinreisen möchtet

Irland, weitere Male, und Island, und irgendwohin, wo es warm, trocken, grün und idyllisch ist und die Leute deutsch oder englisch sprechen. Und wohin ich nicht fliegen muss.


>oder über etwas ganz anderes, was Ihr mit dem Reisen verbindet.

Ich hab zu wenig Zucker in die Zitrone gemacht. Rats, jetzt muss ich noch mal aufstehen.

Das kann man nicht verallgemeinern. Reisen ist verdammt anstrengend, aber meist lohnt sich das alles ja doch, (vorausgesetzt man reist freiwillig und nicht weil die Eltern den siebenunddreißigsten Alpenurlaub für nötig erachten. *rostiges Messer*) aber das muss ich ja keinem erzählen, ne? Sofern man nicht beruflich reist, macht man das ja in der Freizeit und das ist ja per se schon mal positiv.
Ansonsten verbinde ich mit Reisen Sachen einpacken. Ich hasse es, Sachen zu packen. Und Autofahren. Ich liebe Autofahren. Und das Planen, das hasse ich auch. Aber meistens hat Reisen auch mit Schokolade zu tun, und mit Alkohol.

Also isses doch gut.

 

Nächster in der Reihe ist AnaDunari.


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