Aus dem Leben eines Taugegarnichts

28.08.2004 um 01:07 Uhr

Gute Nacht, liebe Studenten!

17:30.
Der morgens/mittags exorbitant gepushte Blutzuckerspiegel sinkt blitzartig ab und signalisiert mit einem kleinen Schwächeanfall den Bedarf an Kohlehydraten.
Körper, wir müssen reden. Ein Anflug von Hunger oder Appetit hätte es auch getan.
Mache mir also etwas leckeres zu essen und wasche das Geschirr hinterher sofort ab. Endlos langes Schrubben von eingetrocknetem Irgendwas haben mich lernen lassen.

Nach dem Mittagessen wird es allmählich dunkel. Ich beschließe daraufhin, es "Abendessen" zu nennen. Macht auch keinen Unterschied. Außer, dass ich auf diese Weise keinen Nachmittag hatte, der fällt heute aus.
Tippe weiter.
Und weiter...
Und weiter...
Mann, wenn ihr wüsstet, wie öde mein Stoff ist, hättet ihr echt Mitleid!
Und was mich morgen erwartet, ist auch nicht interessanter.
Und weiter...
Kurze Pause: eMail/PM/sonstiger Check.
Und weiter...
Gegen 23:15 kommt erneut Hunger auf. Ich hab doch erst vor... sechs Stunden... du meine Güte, wie oft soll ich denn noch essen?
Na schön, also ein Blick in die Küche.
Im Kühlschrank, wie es sich für einen studentischen Kühlschrank gehört, gähnende Leere: Brot (alt...), Milch, Käse. Brombeerwein. DAS ist doch ein Wort!
Im Vorratsschrank fast nur Sachen, die man irgendwie zubereiten muss. Schnappe mir die letzte Handvoll Erdnussflips und den Wein und tippe weiter.

Wenn ich das so lese, klingt das, als würde ich ungesund leben... hm... nö...
Na, ist nur eine Phase, die Zeiten von Salat und Obst kommen schon wieder. Und Brokoliauflauf, morgen *gg*. Aber wie erwähnt: Als in der Prüfungszeit befindlicher Student lebt man manchmal asozial. Muss man genießen, die Zeit.
Jetzt ist es jedenfalls eins und ich bin müde. In der Hoffnung, meinen Tagesablauf morgen wieder an ein weniger studentisches Level angleichen zu können, verabschiede ich mich in die Nacht.
Ein weiterer Tag aus dem Leben eines Taugegarnichts.

Good night and joy be with you all.


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