Ich bin Klempner von Beruf...
Endlich Wochenende. Und diesmal eins, an dem ich keine 200-600 km weit
fahren werde. Endlich mal ausschlafen und gammeln. Die To-Do-Liste ist
sogar recht übersichtlich, nachdem ich schon gestern Abend gesaugt und
den größten Teil der Wohnung entmüllt habe. Es wird ein beschauliches,
entspanntes Wochenende. So entspannt, dass ich Freitag Abend schon ab
22:00 zu kämpfen habe und eine halbe Stunde nach Mitternacht ins Bett
falle. Das haben wir alles auch schon mal besser gesehen.
Die Nacht endet abrupt um 8:30, als mein Handy klingelt. Welcher dammichte Depp...?! Stehe auf, schwanke zum Handy hinüber, öffne die Augen und starre blinzelnd auf das lärmende Teil. "8:30 - Opa 82." Meine Schwester hat mir vor kurzem dankenswerter Weise ihr altes Handy überlassen. Zusammen mit allen Termineinträgen. Ich werde jetzt immer rechtzeitig unterrichtet, wenn eine ihrer Schülerinnen das siebzehnte Lebensjahr vollendet, sie irgendwen am Bahnhof abholen muss und was bei Amazon bestellen wollte. Soll noch mal wer sagen, ich wüsste nicht, was meine Familie so macht. Aber muss mein Opa um Himmels Willen um 8:30 82 werden?! Hätte das nicht auch noch bis 12:00 Zeit gehabt? Er hat den ganzen verdammten Tag Geburtstag!
Schmeiße das Handy wieder hin und mich zurück ins Bett.
10:30 schäle ich mich dann doch aus dem Bett, fahr den Laptop hoch, werf mir den Morgenmantel über, hole mir Weintrauben, Papaya und Schokolade zum Frühstück und wähle mich ins Internet ein, was nach ein paar Versuchen auch gelingt.
Ah ja, das Internet und mein USB-Anschluss, die unendliche Geschichte.
Inzwischen hat sich Dell nämlich wieder bei mir gemeldet (schrieb ich glaub ich in den letzten Kommentaren), meine Bestellung ist wohl "nicht durchgekommen" und ich soll doch bitte noch mal bestellen. Gnn. Drei Wochen umsonst gewartet. Gnnn.
Ich hab also am Montag noch mal bestellt. Inzwischen war das Angebot natürlich auch schon wieder ein anderes, Drucker und Maus gabs nicht mehr gratis dazu (hätte ich zwar eh nicht gebraucht, aber.), Lieferung nicht mehr gratis, dafür war er um einiges schneller. Oh, und ich hätte für 35 Euro mehr die Farbe bestimmen können, aber das mediterane Blau hat mir nicht wirklich gefallen, also bleibt es bei schlichtem Silber. Ist ja auch völlig egal, ich bin hauptsächlich auf funktionierende Anschlüsse, nicht hängenbleibende Festplatte und nicht zickendes Display scharf. < / Exurs >
Habe diesmal auch gleich die Bestätigungsmail erhalten und wartete nun darauf, dass ich online den Bestellstatus abfragen konnte.
"Leider wurde Ihre Bestellung nicht gefunden." Und ein Hinweis, dass die Bestellung innerhalb von 72 Stunden ins System übertragen wird und ich mich gedulden soll.
Ich geduldete mich vier Tage lang, am fünften schrieb ich eine weitere Mail an Dell, man wird ja vorsichtiger.
Das war also heute Morgen und keine zwei Stunden später erhielt ich einen Anruf von Dell, dass das alles in Ordnung sei, sie die Einzugsermächtigung prüfen und der Laptop nächster Woche in Produktion geht. Ich müsste ihn dann Anfang November erhalten.
Na bitte, erster To-Do-Punkt für dieses Wochenende schon erledigt, bevor ich überhaupt richtig wach war.
Nächster Punkt: Der Duschthermostat. Von mir vor einem anderthalben Jahr eingebaut, leistete er mir ein paar Monate lang gute Dienste im Kampf gegen die Idiotie des Durchlauferhitzers. Irgendwann musste ich ihn dann auf die heißeste Stufe stellen, um normalwarm duschen zu können, im Sommer brauchte es die kälteste Stufe, um nicht zu verbrühen, inzwischen duscht es sich bei eher lauwarmen Temperaturen auf der heißesten Stufe doch schon recht winterlich. Zum Glück ist da zwei Jahre Garantie drauf.
Den Karton rausgesucht und festgestellt, dass da keine Quittung drinnen liegt. Ich hasse es, wenn ich sowas tue. Immerhin liegt ein Hinweiszettel drin für "unregelmäßige Arbeitsweise":
"Der Thermostat-Mischer versorgt ungenügend warmes oder kaltes Wasser:
1. [Gebrauchsanleitung befolgen, ja, klar, blah.]
2. [... Im Prinzip empfehlen sie, rumzuprobieren.]
3. Wenn das Problem weiter besteht, bauen sie den Thermostat ab. Prüfen sie, dass die Rückflussverhinderer und die Filter korrekt funktionieren und dass es sich innig keine Unsauberkeit befindet."
Ah ja.
Okay. Also Wasser abdrehen und die Zange.... verdimmicht, die Zange liegt im Auto. Das Auto steht unten in der Tiefgarage, ich bin noch im Schlafanzug. Work, work, work.
Vorher noch ein Blick auf den Zettel. "1. Prüfen sie, dass den Gebrauchsanweisungen richtig gefolgt wurden." 'Wurde.' Gebrauchsanweisung? Ah, da.
"Blablubb 3. Entfernen sie die Deckplatte am Griff und drehen Sie die Schraube auf-" Deckplatte am Griff? Schlurfe ins Badezimmer, schalte das Licht an - der 120-Dezibil-Lüfter begrüßt mich - und entdecke tatsächlich zum ersten Mal die Deckplatte.
Schlurfe zurück zur Anleitung. "1. Stellen Sie den Skalengriff auf 38°C. 2. Drehen sie den Skalengriff im Uhrzeigersinn, um die Temperatur zu verringern. Drehen sie den Skalengriff gegen den Uhrzeigersinn, um die Temperatur zu erhöhen, bis am Auslauf eine Temperatur von 38°C erreicht ist. 3. Entfernen Sie die Deckplatte...."
Zu theoretisch für die frühe Stunde, ich mach mir erst mal nen Cappuccino.
Nach der Pause gehts weiter.
Die Nacht endet abrupt um 8:30, als mein Handy klingelt. Welcher dammichte Depp...?! Stehe auf, schwanke zum Handy hinüber, öffne die Augen und starre blinzelnd auf das lärmende Teil. "8:30 - Opa 82." Meine Schwester hat mir vor kurzem dankenswerter Weise ihr altes Handy überlassen. Zusammen mit allen Termineinträgen. Ich werde jetzt immer rechtzeitig unterrichtet, wenn eine ihrer Schülerinnen das siebzehnte Lebensjahr vollendet, sie irgendwen am Bahnhof abholen muss und was bei Amazon bestellen wollte. Soll noch mal wer sagen, ich wüsste nicht, was meine Familie so macht. Aber muss mein Opa um Himmels Willen um 8:30 82 werden?! Hätte das nicht auch noch bis 12:00 Zeit gehabt? Er hat den ganzen verdammten Tag Geburtstag!
Schmeiße das Handy wieder hin und mich zurück ins Bett.
10:30 schäle ich mich dann doch aus dem Bett, fahr den Laptop hoch, werf mir den Morgenmantel über, hole mir Weintrauben, Papaya und Schokolade zum Frühstück und wähle mich ins Internet ein, was nach ein paar Versuchen auch gelingt.
Ah ja, das Internet und mein USB-Anschluss, die unendliche Geschichte.
Inzwischen hat sich Dell nämlich wieder bei mir gemeldet (schrieb ich glaub ich in den letzten Kommentaren), meine Bestellung ist wohl "nicht durchgekommen" und ich soll doch bitte noch mal bestellen. Gnn. Drei Wochen umsonst gewartet. Gnnn.
Ich hab also am Montag noch mal bestellt. Inzwischen war das Angebot natürlich auch schon wieder ein anderes, Drucker und Maus gabs nicht mehr gratis dazu (hätte ich zwar eh nicht gebraucht, aber.), Lieferung nicht mehr gratis, dafür war er um einiges schneller. Oh, und ich hätte für 35 Euro mehr die Farbe bestimmen können, aber das mediterane Blau hat mir nicht wirklich gefallen, also bleibt es bei schlichtem Silber. Ist ja auch völlig egal, ich bin hauptsächlich auf funktionierende Anschlüsse, nicht hängenbleibende Festplatte und nicht zickendes Display scharf. < / Exurs >
Habe diesmal auch gleich die Bestätigungsmail erhalten und wartete nun darauf, dass ich online den Bestellstatus abfragen konnte.
"Leider wurde Ihre Bestellung nicht gefunden." Und ein Hinweis, dass die Bestellung innerhalb von 72 Stunden ins System übertragen wird und ich mich gedulden soll.
Ich geduldete mich vier Tage lang, am fünften schrieb ich eine weitere Mail an Dell, man wird ja vorsichtiger.
Das war also heute Morgen und keine zwei Stunden später erhielt ich einen Anruf von Dell, dass das alles in Ordnung sei, sie die Einzugsermächtigung prüfen und der Laptop nächster Woche in Produktion geht. Ich müsste ihn dann Anfang November erhalten.
Na bitte, erster To-Do-Punkt für dieses Wochenende schon erledigt, bevor ich überhaupt richtig wach war.
Nächster Punkt: Der Duschthermostat. Von mir vor einem anderthalben Jahr eingebaut, leistete er mir ein paar Monate lang gute Dienste im Kampf gegen die Idiotie des Durchlauferhitzers. Irgendwann musste ich ihn dann auf die heißeste Stufe stellen, um normalwarm duschen zu können, im Sommer brauchte es die kälteste Stufe, um nicht zu verbrühen, inzwischen duscht es sich bei eher lauwarmen Temperaturen auf der heißesten Stufe doch schon recht winterlich. Zum Glück ist da zwei Jahre Garantie drauf.
Den Karton rausgesucht und festgestellt, dass da keine Quittung drinnen liegt. Ich hasse es, wenn ich sowas tue. Immerhin liegt ein Hinweiszettel drin für "unregelmäßige Arbeitsweise":
"Der Thermostat-Mischer versorgt ungenügend warmes oder kaltes Wasser:
1. [Gebrauchsanleitung befolgen, ja, klar, blah.]
2. [... Im Prinzip empfehlen sie, rumzuprobieren.]
3. Wenn das Problem weiter besteht, bauen sie den Thermostat ab. Prüfen sie, dass die Rückflussverhinderer und die Filter korrekt funktionieren und dass es sich innig keine Unsauberkeit befindet."
Ah ja.
Okay. Also Wasser abdrehen und die Zange.... verdimmicht, die Zange liegt im Auto. Das Auto steht unten in der Tiefgarage, ich bin noch im Schlafanzug. Work, work, work.
Vorher noch ein Blick auf den Zettel. "1. Prüfen sie, dass den Gebrauchsanweisungen richtig gefolgt wurden." 'Wurde.' Gebrauchsanweisung? Ah, da.
"Blablubb 3. Entfernen sie die Deckplatte am Griff und drehen Sie die Schraube auf-" Deckplatte am Griff? Schlurfe ins Badezimmer, schalte das Licht an - der 120-Dezibil-Lüfter begrüßt mich - und entdecke tatsächlich zum ersten Mal die Deckplatte.
Schlurfe zurück zur Anleitung. "1. Stellen Sie den Skalengriff auf 38°C. 2. Drehen sie den Skalengriff im Uhrzeigersinn, um die Temperatur zu verringern. Drehen sie den Skalengriff gegen den Uhrzeigersinn, um die Temperatur zu erhöhen, bis am Auslauf eine Temperatur von 38°C erreicht ist. 3. Entfernen Sie die Deckplatte...."
Zu theoretisch für die frühe Stunde, ich mach mir erst mal nen Cappuccino.
Nach der Pause gehts weiter.
