Komm ich heut' nicht, komm ich morgen.
Musik: Kate Rusby
Meine Kollegin und ich bilden ja ein großartiges Team. Sie ist vormittags motiviert und ich nachmittags. Das führt dann dazu, dass ich sie vormittags von der Arbeit ablenke und sie mich nachmittags. Also im Moment nicht, weil gerade ist sie (Ich weiß, dass man Hauptsätze nicht mit "weil" einleiten darf. Ich tus trotzdem. :rebell: ) den Gang runter eine rauchen, während ich durch wildes Einhämmern auf Strg. + R das Forum zum Laufen zu kriegen versuche. Das ist hier zur Zeit etwas eigenwillig, keine Ahnung, woran es liegt. Aber das ist okay, denn dann kann ich mich viel besser auf die Arbeit konzentrieren. Also wenn ich nicht gerade mit Kate Rusby im Ohr und Tee-Gschwender-Früchtetee in der Hand auf den Irland-Sehnsuchtskalender vor mir starre und von der Farm of Love (Stina hat vor 2-3 Tagen schon versprochen darüber zu bloggen.) träume. Oder irgendwas blogge. Oder Blogs lese.
Ahaber ich bin mit meiner Arbeit in der Zeit, das ist ja das Wichtigste dabei.
Am Mittwoch zu Freunden in die große Nachbarstadt gefahren. Ich hatte die Wegbeschreibung verschlampt, bin da aber schon mal gewesen und habe daher nur die Adresse noch einmal verlangt. Die Adresse in viamichelin.de eingegeben, Skizzen ausgedruckt und losgefahren.
'A1?! Bin ich letztes Mal auch über die A1 gekommen? Ah, egal. Hier runter, da rechts und huch, so grün war das letztes Mal auch nicht. Na schön, na fein, vielleicht komme ich ja einfach aus einer anderen Richtung...'
Ich hab die Straße nicht gefunden und einen Mann, ein Kind und seine Mutter gefragt, bis ich endlich die richtige Straße hatte.
Eine tolle Gegend. Nicht die, in der ich das letzte Mal gewesen war, aber auch toll. So schön grün. Und lauter Einfamilienhäuser. Alle leer. Aber schön grün. In der Straße hat kein einziger Mensch gewohnt, aber es war schön grün. Inzwischen war ich eine halbe Stunde überfällig.
"Kho-hos? Ich bin im falschen Stadtteil gelandet, kannst du mir noch mal eben die Adresse und so ne grobe Beschreibung geben?"
"Wo bist du?"
"Junkersdorf."
"Oh Gott, das ist ja auf der anderen Seite!"
...
Rauf auf die Autobahn, runter von der Autobahn, rum um dutzende Kurven auf, runter von und über Autobahnkreuze, durch die Stadt und zehn Minuten später war ich da, yay Bilbo!
Auf dem Rückweg die Beschilderung nach Bonn ignoriert, weil ich ja viel besser weiß, wo es lang geht, und bin dann wieder irgendwo mitten in Köln gelandet.
Ich sollte mir die Idee mit dem Navigationsgerät noch mal überlegen, glaub ich.
Ah, meine Kollegin ist zurück, ihr entschuldigt mich.

Übrigens geht es mir auch so. Ich will morgens powern und schaffen und nicht schwatzen, aber mein GGÜ am Schreibtisch erzählt von ihren Kindern und so was.
Nachmittags wenn ich denke, och liegst ja gut in der Zeit und könnte nun schwatzen, dann ist sie ganz konzentriert und arbeitet. Aber wir finden trotzdem Zeit die wichtigen Erfahrungen über Familie und den Rest der Welt auszutauschen. Aber bloggen ist bei uns nicht drin, das erledige ich zu Hause.