Aus dem Leben eines Taugegarnichts

05.04.2009 um 21:42 Uhr

Postenglische Irische Nacht

Der Urlaub ist vorbei. Meh.
Nicht dass ich jetzt erholt wäre. Tatsächlich steckte mir immer noch der Rückflug in den Knochen, als mich mein Wecker am Samstag Morgen um elf nach nur elf Stunden rüde aus dem Halbtiefschlaf riss. Irische Nacht war angesagt, einer unserer größten Auftritte des Jahres, und zwecks Generalprobe hieß es eben schon ab Mittag zugegen zu sein. Danach haben wir die Zeit verbracht mit bestellter Pizza und Videos vom Auftritt zum Irischen Frühling.
Der Auftritt war ein Traum. Ich hab's geschafft, in zwei Minuten Kleid und Schuhe komplett zu wechseln, und das in dem völlig unterbelichteten Raum hinter der Bühne, harr! Wir hatten Spaß und das Publikum die gleiche gute Stimmung wie wir. Und sie haben sich begeistert eine Zugabe erklatscht. Hachhach! Fröhlich

Hinterher haben wir die Mädels (5-6 Jahre) ausgeschickt, um Flyer von uns zu verteilen. Die Dienstbeflissenste von ihnen ist dann auch schnurstracks zur Bühne marschiert, um der Band, die dort nach uns gerade ihre Instrumente aufbaute, ebenfalls ein Kärtchen in die Hand zu drücken, und ließ sich auch nicht davon abhalten, dass die Bandmitglieder gerade beschäftigt waren. Köstlich! Fröhlich

Die Band war imho besser als die vom letzten Jahr. Was einfach bedeutet, dass sie traditionellere Musik gemacht hat. Jedenfalls haben wir gut Party gemacht. Nachdem wir eigentlich schon halbtot von Generalprobe und Auftritt waren, haben wir also die letzten Reserven wie auch weite Teile des Publikums mobilisiert und haben noch mal knapp zwei Stunden getanzt. Irgendein sympathisch Betrunkener hat uns Getränke ausgegeben. Wir hatten Spaß. Und dieses herrliche Gruppengefühl. Heh.

Danach spielte eine Band, die damit warb, nicht irisch sein zu wollen. Sondern eher so... Punker. Und ich meinte noch so zu meiner Mittänzerin, die ebenso skeptisch war wie ich: "Lass uns da mal ganz unvoreingenommen rangehen." Taten wir auch. Ganz unvoreingenommen hab ich mir die ersten zehn Sekunden ihrer Musik angehört, ehe ich fluchtartig meine Tasche ergriffen und den Saal verlassen hab. Was zum Geier war das?! Der Sänger klang ein bisschen wie ein rauchender Asthmatiker und von dem restlichen 120dB-Klangteppich hat man eigentlich nur ein elektrisches Banjo (Barbaren.) rausgehört. Alter Ire, das ist ja so gar nichts fürs Centi gewesen. Beschäftigt
Aber die Zeit war eh schon fortgeschritten, und heute war dann ab 9:30 eh schon wieder Training angesagt. Hab ich schon erwähnt, dass die Bänd mal spontan die Musical-Musik geändert hat? Aber schon die Auftrittstermine für 2010 festgelegt. Meine Herren. Wütend

Immerhin schon nach dreieinhalb Stunden fertig gewesen. So hatte ich dann noch Zeit, einen Segeltörn-England-Memorial-Vegetarian-Shepherd's-Pie auszuprobieren, hinterher zwei Stunden komatös mit überfülltem Bauch herumzuliegen, die Wohnung einer Grundreinigung zu unterziehen und anzufangen, mein gestern kaputtgetanztes Kleid zu reparieren.
England-Bericht kommt dann später noch. Da ist schon wieder eine Woche im Anmarsch.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenaki schreibt am 05.04.2009 um 22:21 Uhr:Hört sich nach einem lustigen Wochenende an *g*
    Die hatten da wirklich ein elektrisches Banjo *suspekt staun*

    *England-Bericht wart*

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