We will folk you
Am Wochenende ist ein großes Folk Festival in BaWü und mit einer Bewerbung an die entsprechende Stelle hat uns (den irischen Hupfdohlen) H. die Erlaubnis eingebracht, dort auftreten zu dürfen. Wir kriegen sogar richtiges Geld dafür, schau an!
So weit wäre es ganz gut gelaufen, wenn denn auch die Tänzer mitgespielt hätten. Die sind für das Wochenende aber zu einem erschreckend großen Teil gar nicht verfügbar gewesen. Wie wir festgestellt haben, nachdem wir erfahren hatten, dass die Show etwa doppelt so lange werden soll wie normalerweise. Mit knapp der halben Besetzung.
Dazu kommt, dass die, die da sind, zu einem viel zu großen Teil eben nicht zu den wirklich guten Tänzern gehören, die dieser Auftritt eigentlich bräuchte. Wir waren schon für private Geburtstagsfeiern und Betriebsfeste besser aufgestellt als für dieses Event.
Wir sind also ziemlich am Allerwertesten. Mit viel Hin- und Hergeschiebe und einigem "Kannst du den Tanz von vor einem Jahr eigentlich noch?" hat es H. tatsächlich geschafft, ein Programm aus dem Boden zu stampfen. Wobei sie und der einzige Open-Tänzer so etwa jeden zweiten Tanz machen.
Wir sind trotzdem am Aber das erwähnte ich schon.
Extrem cool ist ja die Aussicht auf einen eigenen Sklaven: "Euer Bandguide wird euch rundum betreuen und stets für euer Wohlergehen sorgen." Yeehaw! Ich sehe Cocktails, ich sehe Nackenmassagen, ich sehe angereichte Trauben und Fächergewedel!
Ich sehe außerdem Zecken, Spinnen und sonstiges Getier, das so herumkreucht, weil wir zeltend übernachten werden. Lärmende Zeltnachbarn und Besoffene, die auf unser Zelt fallen. Und fliegende Tomaten, ich sehe ganz viele fliegende Tomaten. Und ich sehe uns nie wieder nach BaWü fahren.
Das wird ein Spaß.
Werde heute Abend wieder gegen halb neun zum Sondertraining anrücken. Würde mich nicht wundern, wenn das wieder bis Mitternacht ginge. Eigentlich sollten wir komplett durchmachen.
Oghma hilf.
