Insomnia

12.04.2010 um 00:24 Uhr

Tränen....

endlich laufen sie....in Rinnsalen unter dem warmen Wasser mit in den Abfluss.
DAS tut gut. Endlich!

10.04.2010 um 22:46 Uhr

Tanz mit dem Feuer.........

Stimmung: lichterloh
Musik: http://www.youtube.com/watch?v=zZaRBI_ONEw

 
 
(c by T.G)
 
 

09.04.2010 um 23:01 Uhr

Enemy...!

ENEMY
 
 

Langsam verabschiedet sich der Tag und ich merke das Erwachen der Zeit, die mir den Nebel nimmt.
Ich habe mich dem ergeben. Denn die Wehr dagegen hat mich zuviel Kraft gekostet. Ich weiß jeden Schritt in der Dunkelheit. Ich kann mich in ihr sicherer bewegen, als am Tage. Ich höre und fühle anders. Klarer. All das, was Tags das Licht verschlingt, erscheint nun. Das Chaos lichtet sich. Und das ist meine Welt. In ihr tauche ich ein.

Das weiche Moos unter meinen nackten Füßen ist noch etwas warm von der Sonne des Tages. Ich fühle noch nicht die nächtliche Feuchte. Und ich rieche dennoch schon die Nacht. Meine Augen brauche ich nicht. Nur mein Gespür für den Boden unter mir und mein Gehör.

Heute würde ich mich ihm stellen. Ich fühle es. Ich will die Wahrheit, meine Wahrheit. Ich habe nicht viel Zeit. Nur diese Nacht. Denn heute ist er da. Dann würde er verschwunden sein. Und wann käme er wieder?

Nein, solange und unbestimmt gehe ich nicht zurück. In den nächsten Tag. Dort soll er keinen Raum mehr einnehmen. Ich habe genug Wut. Sie zu kontrollieren, habe ich gelernt. Bin ich doch manches Mal wie ein Kind ihr gegenüber gewesen. So habe ich den Vorteil erkannt, ihr die kalte Nacht anzubieten. Dort stehen wir Aug in Aug. Welche Waffen habe ich? Die Wärme in mir. Das Licht in mir. Ich besinne mich dessen. Und spüre den Zweifel. Ich brauche ihn. Er macht mich achtsam. Er schärft meine Sinne.

Meine letzte Reise hierher war erschreckend. Ich war nicht fähig, durch das Glas zu sehen. Ich war nicht fähig, ihnen gegenüber zu stehen. Unverrichtet musste ich die Nacht verlassen. Und hatte Tags zuviel von dem Wenigen in mir. Ein schattiger Tag, dem die nächsten ruhelosen Nächte folgten. Dieses Umherirren ließ mich wütend werden. Die Kriegerin war schwach. Hat sich beherrschen lassen von dem untrüglichen Feind in ihr.

 

Woher diese instinktive Sicherheit? Ich spüre es an der Wut und der Kraft die wächst. An der Freude, endlich diesem wieder gegenüberstehen zu dürfen. Der Angst, es nicht zu schaffen und dem Wissen, das mich Erkenntnis erreicht- egal welches Ergebnis daraus entspringt.Eine schöne Mischung.

Es ist kein Kampf. Es ist eine Begegnung. All dem, was sie ausmacht, gibt mir Kraft. Stärkt mich. Und lässt mich wieder in die nächsten gehen.
Zwei Seelen. Die eine nicht ohne die andere. Ergänzend, die eine der anderen bewusst, verleugnet sie nicht.
Viele Facetten in der einen sowie in der anderen. Nur beide als Ganzes will ich in mir tragen. Und heute Nacht komme ich dem einen Schritt näher.
Ich höre den Zeiger vorwärts ticken. Ich setze mich hin und erinnere mich daran, wie ich die Angst damals habe siegen lassen. Furcht und Mutlosigkeit meine Begleiter waren und ich nie den Weg fand, dies zu beherrschen.

 

„ Bevor du die Natur beherrscht, musst du ihr gehorchen"....schallt es in meinem Inneren.

 

Und ich lächele. Ja. Wie wahr. Was nichts anderes heißt, das man sich selbst erst ganz akzeptieren und sich vertrauen können muss. Seine inneren Seiten kennen muss, um damit umgehen zu können. Nur wenn ich alles kenne, kann die Kriegerin ihre „Kämpfe" erfolgreich bestreiten. Nicht nachdenken, sondern blind wissen, was zu tun ist. Weil die Verbindung zwischen den Elementen und ihrem Sein klar zu sehen ist. Sonst verliert man.

Ich lerne aus jeder Schlacht.

Ich lerne aus jeder Nacht.

Und ich finde dennoch immer neue Fähigkeiten.

 

 

 

 

 

05.04.2010 um 12:08 Uhr

Speer.....!

SPEER


Mein Speer liegt neben mir. Jeder Krieger hat seinen eigenen unverkennbaren Speer. Ich weiß, dass man mich daran erkennt.
Ich habe lange in der Dunkelheit gelebt. Die Schattenwelten, in denen ich damals war, hatte ich kaum eine Chance. Ohne Speer. Ich habe keinen gehabt. Erst in den Monaten, nachdem ich gelernt habe, meine Natur zu beherrschen, fand ich meinen Speer. Ich bin eine recht junge Kriegerin. Aber ich bin eine gute. Niemals gebe ich auf. Niemals lasse ich es zu, das ich ausgezehrt am Boden liege. Die Erkenntnisse sind meine Narben. Ich streiche über meine Seele und fühle jede Einzelne. Und ich lächele. Ich werde alt und noch sehr viele Narben bekommen. Aber ich bin voller Sehnsucht nach ihnen. Ich „jage" sie. Und finde sie. In den Nächten und in den Mächten der Natur.....des Menschen. Nur der Mensch kann meiner Seele diese Narben zufügen. Und die Tränen des Schmerzes nehme ich als heilendes Wasser.

Noch einmal nehme ich einen Schluck vom Wasser des Lebens. Und fühle, wie es mich nährt. Ich bin ohne Wurzeln, ich bin ohne Mantel. Ich habe nur mich.
Am Ende dieser Nacht bereite ich mich auf die lange Reise vor. Die, die mich lehrt, die, die mich leert. Die Wunden aus den Kämpfen werden geheilt sein und ich kann dann den Weg gehen, der aus der jungen Kriegerin eine erfahrene machen wird.

In mir kommt das Gefühl der Liebe. Es erwacht und ist das wichtigste Gefühl für diese Nacht. Denn es wärmt und lässt dem kalten Eis keinen Raum. Es nährt sie. Und ist Quelle ihrer Persönlichkeit. Aus ihr entstand die Kriegerin. Kriegerin für ihr Leben. Ihrem Seelenheil. Ihre Kraft, ihren Mut.
Liebe war in ihr. Wie eine Melodie.
Ich liebe die Kriegerin. Wenn ich sie in mir spüre, bin ich mir am nahesten. Es gibt nur wenige, denen ich meine Liebe geben kann, wo ich sie eröffnen und zulassen kann. Immer wieder ein schwerer Prozess, der mich an meine Grenzen bring. Und deswegen ist diese Nacht so wichtig. Ich will wissen, ob ich umsonst geliebt habe. Ich liebe intensiv, allumfassend und überquellend tief. Und ich will wissen, ob sie dort gut angekommen und bleiben kann. Sollte es nicht so sein, habe ich eine Wunde, die erst sehr sehr langsam heilen kann. Und meine kräftigste Narbe sein wird. Ich habe keine Angst. Das Ausschließen ihrer wäre falsch, aber sie war vor der Nacht gegangen. Furcht ist da. Wie fühle ich, wenn die Antwort bedeutet, das ich zu viel gegeben haben könnte?

 

 


04.04.2010 um 17:20 Uhr

Nachts.....


 
Nachts....
beginnt der Krieg.

Nachts....
beginnt die Schlacht

Nachts.....
beginnt die Reise


Die Welt hat eine andere Farbe. Schatten geben da Geborgenheit. Dunkel stechen sie ihre Umrisse in die Nacht. Anlehnen und den Gedanken auch eine andere Farbe geben.
Ehrlicher. Dunkler. Kräftiger. Wütender. Emotionaler.
Die andere Dimension. Da wird die Vernunft schlafen gelegt. Der Seele wieder vertraut. Das tiefe, sehnsuchtsvolle Begehren nach dem Richtigen wird zugelassen. Die Tür geöffnet zu den Dornengarten.
Leben schmerzt. Und heilen kann man sich in der Nacht. Und nur selbst.
Neben dir geht sie auch. Schritt um Schritt. Und verleugnen sollte man nichts. Es wird zurückkehren. Immer wieder, bis es akzeptiert wird. Die Wahrheit ist nur das was man sieht. Das ist das, was bleibt. Jeder Traum sollte geträumt werden. Und grausam ist der Schmerz, wenn man merkt, dass nichts erfüllt wird. Ein Traum ist eine Hoffnung auf etwas, was es besser macht. Und somit hat er keine Berechtigung, erfüllt zu werden. Nur den Wunsch trägt er in sich. Das Wünschen steht neben einem. Und als letztes ist eben nur noch die Sehnsucht da.
Die geht nie. Sie folgt in den Tag. Wenn die Nacht die Träume gelebt und das Hoffen erstickt.....entspringt dem als letztes die Sehnsucht.
Somit kann man die nicht heilen. Sich davon nicht heilen. Weil sie einfach IST.

Diese Erkenntnis schmerzt. Und formt meine Seele. Und meinen Geist. Aber ich wollte sie. Und will sie immer noch. Nicht missen. In mir tragen. In der Nacht soll sie mir Sicherheit geben. Und Wärme. Denn da bin ich unterwegs. Was Tags nicht akzeptiert worden ist und nicht gedacht worden ist, wird Nachts gefühlt. Und dann heilt man.