Christas Tagebuch
Diario Brasil - Brazil Diary

17.04.2009 um 22:59 Uhr

A VIDA CULTURAL EM JOÃO PESSOA - KULTURLEBEN IN JOÃO PESSOA

Countdown bis zur Abreise am Sonntag abend. 
Barbara  vom Osterverwandtenbesuch aus dem Inland zurueck. Habe eine unternehmungsfreudige Freundin  an meiner Seite. Deutschentreff bei Rolf,  Kinotage im Zentrum,  Kunstausstellung bei ZARINHA (
www.zarinha.com.br) , Symphoniekonzert im ESPACO CULTURAL,  Barbara zum Dickensymposium im neuen Hightec Forum (ich brauch nicht mit, bin duenn genug)  und heute abend  noch - mal ein klassische-Musik-Genuss  und  Samstag dann zum Abschied traditionell der 17Uhr Film bei Zarinha, im Gedenken an fruehere Zeiten, als ich regelmaessiger Gast in ihrem privaten Kulturzentrum war. Als ehemalige Schuelerin darf ich  lebenslang kostenlos bei ihr Buecher  aus ihrer Bibliothek ausleihen und Filme gucken. 
 
Auf dem Weg zum Konzert treffen wir gestern abend CHICO, Zarinhas sympatischen Mann.
Grosses Hallo, stuermische Begruessung auf der Strasse, Umarmung, Kuesschen... a b e r   er hatte mich schon Tage vorher irgendwo von weitem gesichtet und erkannt.  Das  ist  JOÃO PESSOA,  hier bleibt nichts geheim !
 
Dank der dynamischen Barbara werde ich demnaechst ein Skype - Konto haben und  auch Leute ohne Skype ueber Computer  preiswert anrufen koennen.  Billigvorwahlnummern wie in Deutschland gibt es nicht, dafuer werden die Skypeversionen viel genutzt. Bei mir dauert ja alles bekanntlich laenger als bei normalen Leuten, aber so manches kriege ich im Laufe der Zeit aus Versehen auch auf die Reihe.  Siehe digitale Postkarten !   Axel , was mein Nomadensohn ist und der heute Geburtstag hat, war tief beeindruckt von meinem technischen  know - how.  Er kennt seine atechnische Mutter schliesslich noch von frueher !
 
Lorena brauchte neue Leinensaecke fuer ihr soziales Frauenprojekt in einer FAVELA. Solche Saecke werden gewaschen , zerschnitten, umsaeumt , bestickt, umhaekelt und als Kuechenhandtuecher verkauft. Ueber die Kultur des Kuechenhandtuchs werde ich noch berichten, heute nur soviel, dass wir aus diesem Anlass auf dem Grossmarkt waren und ich LORENA fotografisch verfolgte. Es war mittags, einen Tag nach Ostern, dementsprechend  wenig war los, wie man an den Fotos sieht.

Der Bursche zwischen Kohl und Ananas, mit dem Kopf ueber ein Buch gebeugt, liest  gerade die Bibel.
Lorena wuehlt sich durch die Auslagen auf der Suche nach erschwinglicher Ingwerknolle.

Der Typ im Blumenstand mit dem Strauss in der Hand freut sich, dass er aufs Bild kommt, obwohl wir fanden, dass er teuer ist und nichts bei ihm gekauft haben. 
Alle auf dem Markt sind muede,  es ist heiss, aber alle sind freundlich  und laecheln uns an.


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