Clearyversum

23.09.2008 um 06:32 Uhr

Corvin ist 2 Monate alt...

Mensch wie die Zeit doch vergeht, war unser Krümel doch erst geboren und nun ist er doch schon 2 Monate jung. Ich kann es kaum fassen. Wo ist die Zeit denn geblieben?
Es ist komisch, dass die Zeit nun noch schneller zu vergehen scheint, als ohnehin schon. Ich mag dies kaum begreifen. Dennoch finde ich es schön, zu sehen, wie unser Sohn sich entwickelt, zu sehen, was er schon kann und welche Fähigkeiten noch hinzu kommen. Er ist gewachsen, und wie... Er versucht schon die ersten Wörtchen und Laute nach zu ahmen. Das ist total lustig.

Meine Mutter hat mit ihm telefoniert (ich schalte das Telefon auf Lautsprecher und meine Mutter redet mit ihm). Da sagte sie: Hallo Corvin... Unser Sohn antwortete ganz lässig: HI...

Natürlich weiß ich, dass er dies noch nicht bewußt macht, doch das war so witzig. Man kann es kaum glauben. Wir üben aber fleißig, damit er das unbewusste Hi doch in seinen Wortschatz aufnimmt. Aber auch an Hallo üben wir. Es klingt immer wie ALO, wenn er mich nachahmt. Einfach zu goldig wenn er das macht Fröhlich

Den Kopf kann er ja schon lange heben, da gibt es ja auch schon die Fotos davon, doch nun übt er schon fleißig, den Po zu stemmen. Leider knicken dann immer die Arme wieder ein, doch wenn er noch etwas übt, dann wird er bald zum krabbeln kommen. Er ist so verdammt schnell...
Lachen kann er auch schon wie verrückt. Heute hat er geluckst, als ich ihm den Bauch gepustet habe. Das war so lustig, denn bis dato hatte er dabei noch keine Lautäußerungen gehabt. So lachten wir gemeinsam und er kicherte und gluckste vor sich hin. Das war ein so schönes Gefühl...
Tja, er entwickelt sich einfach prächtig. Man kann wirklich mit zu sehen, wie sehr er sich von Tag zu Tag verändert. Manchmal wünschte ich mir, man könnte es etwas verlangsamen, doch dann, wenn er wieder schreit und schreit und sich nicht beruhigen lässt, wünsche ich mir, dass er doch endlich verstehen möge, was ich ihm sage, damit er begreift, dass weinen jetzt echt doof ist und ich ihm ja gleich was zu essen, spielen oder sonst etwas geben werde. Doch eigentlich wenn ich wirklich in mich höre, dann weiß ich, dass ich nur möchte, dass er so bleibt wie er ist. Offen und neugierig, egal ob er mich schon versteht oder noch nicht. Er soll einfach mein Sohn bleiben, der seine Mama anstrahlt und glücklich ist. Ganz wird das wohl nicht so bleiben, leider, doch das ist der Zahn der Zeit und die Notwendige Entwicklung die wir durchleben müssen und das ist es auch, was das Leben ja letztendlich so spannend macht. Also, auf in das Abenteuer. Mal schauen, was es für uns so alles bereit halten wird...


Zwar ein Bild von seiner Taufe, doch einfach genial... und die paar Tage fallen nicht größer auf... 

Größe: 59 cm

Gewicht: 4940 Gramm

21.09.2008 um 15:45 Uhr

Taufe

Stimmung: Beschwingt, Stolz, Glücklich

Die Taufe, ist eine große Sache für uns gewesen, denn wir wollten sie für unseren Sohn. Das Gespräch mit unserem Pfarrer war interessant und wichtig, denn wie oft vergisst man, dass es nicht nur eine obligatorische Sache ist, die man dort vollzieht, sondern etwas, das sich auf sein ganzes Leben auswirken wird. Er ist evangelisch und Gott sagt ja zu ihm. Er selbst kann, verständlicher Weise, noch nicht ja zu Gott sagen, doch ich habe dies für ihn getan und es für ihn entschieden. Ebenso, wie ich entscheiden werde, ob er geimpft wird oder nicht. Ich entscheide, da er dies noch nicht kann und ich es so richtig finde. Ob er mich dafür eines Tages hassen wird, oder ob er sich irgendwann von der Kirche lossagen wird, weiß ich natürlich nicht, doch ich werde ihm die Chance geben, Gott kennen zu lernen und zu wissen, ob er ihn in seinem Leben möchte. Für mich ist er eh schon Teil in unserem Leben, denn immer wenn ich Angst hatte, aber auch wenn ich übermäßig glücklich war, habe ich gebetet. Komisch, dass ich mich hier beim schreiben komisch fühle, denn man spricht oder schreibt wohl nicht über solche Dinge. Dennoch würde ich das gerne hier schreiben und tue es auch. Ich finde es wichtig. Denn nach unseren Fehlgeburten, habe ich mit Gott gehadert, geschimpft und gefragt, warum? Warum, hast du uns das angetan. Doch dann wurde ich mit Corvin schwanger und ich war glücklich und wollte danke sagen, was ich in vielen Gebeten auch getan habe. Danke für unser kleines Wunder.

Deshalb also auch die Taufe. Gott war schon vor seiner Taufe in unserem Leben. Also, warum nicht auch die Taufe. Mit unserem Pfarrer, haben wir diskutiert, warum die Taufe gemacht werden soll. Ich erzählte ihm, von meinen guten Erfahrungen mit der Kirche. Er fragte, das klingt nach Heimatverein, wir wollen ihn ja nicht in einen Verein aufnehmen, sondern in die Kirche. Also, warum nicht einfach nur ein Heimatverein, sondern die Kirche? Die Frage brachte mich wirklich ins Schlingern und so erklärte ich, was Gott für eine Stellung in meiner Schwangerschaft hatte, was er für eine Stellung für mich davor hatte und auch, dass ich nicht wirklich ein Kirchgänger bin. Erzählte ihm von den Diskussionen mit meinem besten Freund, auch über Gott die Bibel und den Buddhismus.
Kurz gesagt, er hinterfragte unsere Gründe genau. Befragte auch meinen Mann, der die Jugendweihe erfahren hatte. Sie unterhielten sich über sein Interesse daran, die Bibel kennen zu lernen, ob er ja sagen kann auf die Frage, ob wir unseren Krümel im christlichen Glauben erziehen wollen oder nicht. Rene fragte auch nach dem Abendmahl und ob er daran teilhaben könnte. Der Pfarrer erklärte ihm, dass dies getauften Christen vorbehalten sei. Er erklärte ihm, dass er aber gerne mit mir vor kommen könnte und es auf diese Weise erfahren könne. Am nächsten Tag, bot er ihm an, ihn ebenfalls zu Taufen, gemeinsam mit seinem Sohn. Doch das überrumpelte uns beide sehr. Ich sagte Rene, er müsse wissen, ob das sein Weg sei und ob er das möchte. Wir beide sprachen lange darüber und immer wieder, denn einerseits, war es ein großes Kompliment an meinen Mann, denn er hatte dem Pfarrer gezeigt, dass er Interesse am Christentum hat und dem ist auch so. Er fragt mich Dinge über die Bibel, die ich oft nicht beantworten kann. Er sagte immer wieder, er möchte die Bibel mal lesen. Doch eine Taufe war ihm zu früh, er wollte vorher wissen, wozu er damit Ja sagt, denn im Gegensatz zu unserem Krümel, würde er dieses bewußt tun. Ich fand seine Argumente sehr schlüssig und kann es auch voll und ganz nachvollziehen. Er hat ja recht, auch wenn es schön gewesen wäre, wenn er und Corvin am selben Tag getauft worden wären.

Doch nun zur eigentlichen Taufe. Der Ablauf war schon besprochen, sie sollte am Anfang des Gottesdienstes statt finden, damit, sollte unser Kleiner weinen und sich nicht mehr beruhigen lassen, wir hinaus gehen konnten ohne größer zu stören. Also sangen wir die Lieder, und begannen den Gottesdienst. Dann wurden wir zum Taufbecken (Taufstein) gerufen und folgten. Der Pfarrer hatte eine Kanne mit warmen Wasser dabei (in Anbetracht der Temperaturen echt gut so) und ich sollte nachdem er es in das Becken gegeben hatte, überprüfen, ob die Temperatur genehm sei. Es war sehr schön warm. Mein Neffe, der Taufpate, bekam unseren Krümel auf den Arm und dann begann die Zeremonie. Meine Nichte las einen Bibeltext vor und ich war sehr stolz auf sie, und gleichzeitig dankbar, dass sie dies getan hatte. Dann folgte ein Gebet und die Frage, ob wir Corvin taufen lassen wollen und ob wir ihn im christlichen Glauben erziehen wollen. Dies bejahten wir alle...
Dann folgte die Taufe. Er bekam das Wasser über den Kopf und machte keinen Mucks, obwohl er auch welches über die Augen bekam. Das war ihm egal, ich trocknete danach brav seinen Kopf ab. Anschließend, beteten wir das Vater unser und legten ihm die Hände auf. Das hatte so etwas sehr schönes. Ich kann es kaum beschreiben. Dann hörten wir seinen Taufspruch: Psalm 27,1 für den Fall, dass jemand das nachlesen möchte Fröhlich Zum Schluss, gingen wir noch zum Altar und wurden dort auch gesegnet, auf dass wir unserem Kind immer gut zur Seite stehen werden. Danach bekamen wir eine Urkunde und seine Taufkerze überreicht. Dies war das offizielle Ende der Taufe. Danach folgte der "normale" Gottesdienst. Interessant fand ich, dass er auch dabei auf unser Gespräch vor der Taufe zurück kam und es in die Rede mit einband. Leider fing dann Corvin irgendwann zu meckern an, doch ich konnte ihn mit einer Flasche abgepumpter Milch schnell wieder beruhigen. (Meine Mutter meinte, der Pfarrer hätte ein wenig dabei geschmunzelt). Corvin war eh schon sehr früh während des Gottesdienstes wach, da die Orgel seinen Kinderwagen in einen Klangkörper verwandelte. Dennoch muss ich sagen, er war ein vorbildliches Baby und weinte nur ganz kurz, weil er hunger hatte, danach hielt er den restlichen Gottesdienst ohne gemecker durch. Das machte mich so stolz auf ihn. Mein Sohn...

Nach der Taufe machten wir noch ein paar Fotos, vor dem Taufstein vor dem Altar, vor der Kirche mit dem Pfarrer und so weiter und so fort. Mein Sohn trug ein sehr sehr altes Taufkleid, dass nun über 100 Jahre alt ist. Wenn ich mich recht erinnere, so wurde mein Opa darin schon getauft. Es war eine Ehre dass wir es haben durften. Wir haben auch ein paar Fotos von Corvin darin gemacht Fröhlich


Die Kirche in der Corvin getauft wurde. Ist die nicht schön?


Das Taufbecken... Geschmückt haben wir das selbst


Wir mit dem stolzen Paten, der übrigens mein Patenkind ist und mein Neffe Fröhlich


Corvin in seinem Taufkleid, in dem mein Opa schon getauft wurde... 

Anschließend gingen wir nochmal kurz heim, zum umziehen und danach ging es in das Bürgerhaus zum essen. Der Tisch war fantastisch dekoriert, mit Schnullern, Babyfläschen, Babygläschen und Kreiseln. Einfach super schön... Da hat die Wirtin sich wirklich große Mühe damit gemacht. Das Essen hatten wir schon vorher ausgewählt. Es war hervorragend und wirklich lecker.

 

Die Tischdeko... 

 

Die Feier war wirklich schön und wir hatten noch viel SpaßFröhlich Und nun noch ein paar Schnappschüsse, die mir so gut gefallen haben, dass ich sie hier unbedingt einfügen muss...


Wir, die stolzen Eltern...


Corvin mit seinem Papa beim rum albern...


Glücklich und getauft, unser kleiner Mann...


Der Tag neigt sich dem Ende...