Noch ein Kreisschluss
Heute drängte mich etwas, nach ihm zu suchen... und ich fand ihn: den älteren Blogeintrag, der so perfekt zu dem neuen Hingucker an meiner Wand passt. ;-)
Heute drängte mich etwas, nach ihm zu suchen... und ich fand ihn: den älteren Blogeintrag, der so perfekt zu dem neuen Hingucker an meiner Wand passt. ;-)
Ich habe meine Blogs wieder.
Nur will darüber nicht so rechte Freude aufkommen, denn eigentlich müsste ich (wegen des inhaltlichen Fadens) meinen Eintrag vom 30.08. noch einmal posten. Damit würde ich jedoch sofort wieder eine Sperre riskieren, obwohl da nichts drin steht, was aus meiner Sicht spam-verdächtig ausschaut.
Irgendwie ist das doch scheiße, oder?!
...
als er mich versehentlich siezte blieb mir für einen Moment die Luft
weg. Ihm war das peinlich, das fand ich echt süß. Aber dennoch
frage ich mich, was diesen Freudschen Versprecher ausgelöst hat. Ist
mein Auftreten wirklich so autoritär?
Okay, Körpersprache. Ich
sitze nun mal gerne schräg auf dem Sofa, mit einem Arm lang auf der
Lehne. Das ist wohl eine ziemlich raumgreifende Geste, ich weiß,
aber ich mach das eher weil's bequem ist, nicht um mich darzustellen.
Also was kann ihn noch dazu veranlasst haben? Das Alter? Das erste
Grau? Oh, wer weiß, was Amie ihm über mich erzählt hat. ;-)
Aber
so richtig begreifen tue ich's immer noch nicht.
Bei meiner Suche nach dem Wesen der Liebe bin ich immer wieder auf das Problem des Annehmen-Könnens gestoßen. Liebe ist ein Geschenk, das nur dann seinen Zweck erfüllt – nämlich Schenkenden wie Beschenkten gleichermaßen glücklich zu machen -, wenn es angenommen wird. Mancher kennt vielleicht das vage Gefühl, das sich einstellt, wenn man etwas verschenkt, von dem man nicht sicher ist, ob es dem Beschenkten auch gefällt. Bei materiellen Dingen klärt sich das meist recht schnell – Umtausch nicht ausgeschlossen. Bei verschenkter Liebe jedoch können durchaus Monate, gar Jahre vergehen, bis diese Unsicherheit ein Ende hat. Umtausch? ...naja, Ihr wisst schon. ;-)
Für Außenstehende unsichtbar scheint sich der Zirkel dieses Blogs allmählich zu schließen. Was in Träumen, Wünschen und liebevollen Gedanken begann, und wegen seiner mutmaßlichen Unvereinbarkeit mit der Realität der Zwischenwelt zugeordnet wurde, erobert sich nun doch Schritt für Schritt unser reales Sein.
Am
Anfang stand ein Geschenk, über dessen Annahme oder Nichtannahme ich
immer wieder in Zweifeln schwamm – Mal konnte ich meinem Gefühl
vertrauen, ein Andermal täuschte es mich offensichtlich. Jetzt aber
bekam ich eine Antwort, die an Klarheit wohl nicht zu übertreffen
ist – eine Antwort, wiederum in Form eines Geschenks, über dessen
Annahme ich nun meinerseits entscheiden musste. Und diese
Entscheidung fiel mir leicht: Ja, ich will! :)
Heute auf der Rückfahrt habe ich seit gefühlten Ewigkeiten mal wieder eine gewisse Scheibe von Herrn R. gehört. Das war ein ziemlich eindrucksvolles Erlebnis. Nicht nur, dass ich zum ersten Mal wirklich die Musik hörte (die ja ohnehin phänomenal ist, aber die rollende HiFi-Anlage brachte bisher unbekannte Nuancen zu Tage), sondern auch die emotionalen Auswirkungen waren "anders". Alt und neu gleichermaßen. Und bei einem ganz bestimmten Song - der mich noch vor wenigen Jahren in Mark und Bein erschütterte, und der wohl auch jeden anderen fühlenden Menschen dazu verleiten könnte, sich von einer Brücke zu stürzen - musste ich doch tatsächlich herzhaft lachen.
Alle neu macht der Mai - und nicht nur der: manchmal auch der Kontext. ;-)
Ein altes, fast vergessenes, auf Donnerstag vorgezogenes Freitagsritual hat mir heute die ersehnte Heilung gebracht und gleich noch Seele und Augen gereinigt.
Woher
kommt eigentlich unser Verlangen, eine unberührte, reinweiße
Neuschneedecke als
Zeichenfläche für unsere Nachrichten und Piktogramme zu verwenden?
Ist es das Wissen um deren Vergänglichkeit? Ein unverbindlicher
Schnappschuss unserer Welt, den spätestens die erste Frühlingssonne
für immer wegwischen wird? Eine zarte Rebellion gegen die
Unsinnigkeit, ein Gefühl in Stein meißeln zu wollen? Verlassen wir
uns auf die Vergesslichkeit des Schnees in Momenten, wo wir etwas
konservieren möchten, von dem wir wissen, dass es nicht
konservierbar ist?
Der Schnee vergisst ganz gewiss, doch manche Bilder bleiben – als leise Erinnerung oder auch als Zeichen des Wandels....
Ich
weiß es doch, ja, ich weiß es, und trotzdem ist es immer wieder
überraschend... überraschend schön, wenn ich erlebe, wie viel
Freude es MIR bereitet, Anderen mit vermeintlich einfachen Dingen
eine große Freude zu machen. Wenn sich auf einfachster Ebene Kreise
schließen, ist ein strahlendes Lächeln der zauberhafteste Dank, den
ich mir vorstellen kann. :)
Ich
bin mir sehr bewusst darüber, wie stark mein Seelenzustand mit den
Körperfunktionen korrespondiert. Manchmal achte ich auf diese
Zeichen, manchmal verdränge ich sie und manchmal sind sie so
unterschwellig, dass ich sie doch nicht wirklich wahrnehmen kann.
Es
ist jetzt einige Jahre her, als ich zum ersten Mal so etwas wie eine
Herzrhythmusstörung an mir entdeckte. Wobei... entdeckt hat sie wohl
eher Amie. Sie hat mir erst bewusst gemacht, dass da etwas „anders“
ist. In der folgenden Zeit musste ich dann immer wieder feststellen,
wie einzelne Erlebnisse oder auch nur das Hören bestimmter Musik
diesen Zustand auslösten. Daran war nichts Beängstigendes oder so –
der Herzschlag fühlte sich nur anders an, etwas beschleunigt sicher,
aber nicht nur das , er war „anders“ eben, härter, spürbar,
untypisch... keine Ahnung.
Später dann, als ich mehr und mehr
zu meiner Mitte fand, verschwand auch dieser körperliche Effekt, um
schließlich völlig in Vergessenheit zu geraten.
Letztes
Wochenende nun passierte dies: Ich lag in Chill-Out-Position auf
meiner Couch, ein Kopf auf meiner Brust – der Kopf, der eigentlich
dorthin gehört. Im TV lief der Konzertmitschnitt eines Künstlers,
um den ich in den letzten Jahren einen großen Bogen schlug (nein, es
war nicht Herr Rice, es war der andere). Seine Stimme drang in mich
ein und öffnete Erinnerungstüren...
Und plötzlich waren sie
wieder da, diese heftigen Schläge von innen an meine Brust. Genauso
wenig beängstigend wie damals aber mit derselben Stärke und
Prägnanz. Die Bilder tauchten wieder auf, und mit ihnen die
Befürchtung, mein Herzschlag könne mich verraten.
Doch nichts
geschah. Der Kopf auf mir war leise schniefend in einen Halbschlaf
weggedämmert. Und falls mich jemand zum Kardiologen schicken würde,
so könnte ich das nur selber sein...
...sagt mir, daß heute ein besonderer Tag ist. :)