Alptraum
Heute morgen hatte ich einen Kopf, wie ein Rathaus, als ich aufegwacht bin.
Die ganze Nacht über bin ich wieder wach geworden - 5,6,7 Mal - ich habe es nicht mehr zählen können. Aber es war anders diesmal.
An die Träume erinnere ich mich nur schemenhaft, aber sie waren heute Nacht der Grund, daß ich ständig aus dem Schlaf hochgeschreckt bin. Kaum daß ich die Augen wieder zubekommen habe, kamen sie zurück - Alpträume !
Ich hatte schon seit einer halben Ewigkeit keine mehr und heute dafür so geballt ?!
Ich weiß nicht, wie lange ich jetzt schon hier am Rechner sitze und einfach nur versuche, diese Schatten der Nacht abzuschütteln, aber sie lassen mich nicht los. Ich habe jegliches Raum- und Zeitgefühl verloren, selbst das Ziffernblatt auf meiner Uhr ist im Moment völlig nichtssagend.
Ich weiß nur, mir bleibt nicht mehr viel Zeit, denn ich muß gleich zu einem Termin, der mir, was meinen Rücken betrifft, heute nicht viel bringen wird, aber den ich nicht ausfallen lassen kann.
Das Schreiben, dieses Konzentrieren auf jede Bewegung meiner Finger, hilft mir heute, ein Bischen der letzten Nacht zurückzulassen und das Zittern aus meinen Gliedern zu bekommen. Habe schon endlos scheinende Augenblicke hier gesessen, bevor ich überhaupt die Tastatur anfassen konnte, aber jetzt geht es. Jedoch, es fällt mir heute extrem schwer, meinen Kopf auf das zu richten, was ich eigentlich machen möchte. Irgendwann in den frühen Morgenstunden habe ich mich hier hingesetzt und schreibe seitdem an diesem Text, aber es fällt mir schwer, mich frei zu machen und nur hierauf zu konzentrieren, aber es muss sein.
Und jetzt schreit mich gerade mein Wecker an und sagt, daß es Zeit ist, aufzustehen, mich fertig zu machen und zum Arzt zu gehen.
Dann werd ich das jetzt auch mal tun - die frische Luft auf dem Weg dahin wird mir hoffentlich gut tun.
