nicht streichel, nicht füttern - vorsicht bissig !

31.01.2006 um 08:47 Uhr

Alptraum

von: Dackel

Heute morgen hatte ich einen Kopf, wie ein Rathaus, als ich aufegwacht bin.

Die ganze Nacht über bin ich wieder wach geworden - 5,6,7 Mal - ich habe es nicht mehr zählen können. Aber es war anders diesmal.

An die Träume erinnere ich mich nur schemenhaft, aber sie waren heute Nacht der Grund, daß ich ständig aus dem Schlaf hochgeschreckt bin. Kaum daß ich die Augen wieder zubekommen habe, kamen sie zurück - Alpträume !

Ich hatte schon seit einer halben Ewigkeit keine mehr und heute dafür so geballt ?!

Ich weiß nicht, wie lange ich jetzt schon hier am Rechner sitze und einfach nur versuche, diese Schatten der Nacht abzuschütteln, aber sie lassen mich nicht los. Ich habe jegliches Raum- und Zeitgefühl verloren, selbst das Ziffernblatt auf meiner Uhr ist im Moment völlig nichtssagend.

Ich weiß nur, mir bleibt nicht mehr viel Zeit, denn ich muß gleich zu einem Termin, der mir, was meinen Rücken betrifft, heute nicht viel bringen wird, aber den ich nicht ausfallen lassen kann.

Das Schreiben, dieses Konzentrieren auf jede Bewegung meiner Finger, hilft mir heute, ein Bischen der letzten Nacht zurückzulassen und das Zittern aus meinen Gliedern zu bekommen. Habe schon endlos scheinende Augenblicke hier gesessen, bevor ich überhaupt die Tastatur anfassen konnte, aber jetzt geht es. Jedoch, es fällt mir heute extrem schwer, meinen Kopf auf das zu  richten, was ich eigentlich machen möchte. Irgendwann in den frühen Morgenstunden habe ich mich hier hingesetzt und schreibe seitdem an diesem Text, aber es fällt mir schwer, mich frei zu machen und nur hierauf zu konzentrieren, aber es muss sein.

Und jetzt schreit mich gerade mein Wecker an und sagt, daß es Zeit ist, aufzustehen, mich fertig zu machen und zum Arzt zu gehen.

Dann werd ich das jetzt auch mal tun - die frische Luft auf dem Weg dahin wird mir hoffentlich gut tun.

 

31.01.2006 um 00:53 Uhr

wieder eine lange Nacht

von: Dackel

Musik: Stille

Das wird wieder eine sehr lange Nacht.

Eigentlich bin ich hundemüde, finde dennoch keinen Schlaf.

Die gut 21 Stunden, die ich nun auf den Beinen bin, bringen mir auch nicht das, was ich brauche. Ganz im Gegenteil - von einer Nacht zur anderen steigert sich mein Schlafdefizit nur noch weiter und die Zeit, die ich wirklich die Augen zubekomme, wird immer kürzer.

Als Kind hatte ich Angst vor der Dunkelheit, aber mitlerweile sehne ich mich danach - sie macht alles so unwirklich, aber Ruhe bringt sie mir leider auch nicht. Wenigstens kann ich stundenlang einfach in sie hineinstarren, ohne daß sie mir etwas zeigt, was ich nicht sehen will. Diese Zeit mitten in der Nacht, diese endlosen Augenblicke der absoluten Stille, sie lassen mich zwar nicht schlafen, aber sie geben mir die Gelegenheit, die letzten Gedanken, die mich plagen, zu sortieren.

Gedanken ?!

Hirngespinste aus den Tiefen meiner Wünsche und Ängste, gepaart mit Erlebnissen meiner Vrgangenheit, an die ich von Zeit zu Zeit leider immer wieder erinnert werde. Ich hatte gehofft, diese Erfahrungen hinter mir lassen zu können, aber ich erlebe sie erneut - anders, intensiver, denn diesmal meine ich zu wissen, was um mich herum passiert - oder ist das auch wieder nur ein Hirngespinst ?

Ich weiß langsam nicht mehr, was ich noch glauben soll, was ich noch glauben kann, von dem, was mein Kopf sich ausmalt. Ich weiß nur,das was ich einmal überstanden habe, will ich nicht ein zweites Mal erleben müssen, denn ich habe zu viel Zeit gebraucht, damit fertig zu werden - und damals war ich stärker, wenn auch unbedarfter und deswegen vielleicht auch anfälliger.

Heute weiß ich, was ich will, aber ob ich immer all das bekomme, was ich möchte, ist eine dieser Fragen, die ich mir selbst nicht beantworten kann.

Eigentlich war ich noch nie einer dieser "glücklichen" Menschen, die immer bekommen, was sie wollen - ganz im Gegenteil. Für alles was ich erreicht habe, mußte ich immer schwer kämpfen, oder Kompromisse eingehen, die mir schwer fielen.

Selten genug habe ich das bekommen, von dem ich geträumt habe. Doch selbst, wenn mir langsam die Kraft ausgeht, für meine Ziele zu kämpfen, ich gebe noch nicht auf - und zu Kompromissen bin ich nicht mehr bereit - ich bin zu viele eingegangen, von denen ich im Nachhinein gar nichts hatte.

Mir hat mal jemand gesagt, ich solle endlich etwas egoistischer werden - eigentlich war das nie meine Art, doch jetzt muß ich es sein, damit ich ichselbst bleiben kann, damit ich mich nicht noch einmal verliere - und viel fehlt nicht mehr.

Auch wenn mir diese Zeilen ebenfalls nicht den ersehnten Schlaf bringen werden, so helfen sie mir doch, mich zu sortieren, meine Gedanken zu ordnen

und vorallem, sie für mich selbst immerwieder greifbar zuhaben, wenn ich sie brauche, wenn ich mich selber wieder daran ermahnen muß, endlich ich selbst zu sein und zu bleiben !

 

28.01.2006 um 01:31 Uhr

wieder und wieder

von: Dackel

Nacht für Nacht

kann ich nicht schlafen.

ich weiß nicht wohin mich das noch bringen wird, aber langsam fängt es an mir egal zu sein.

Mein Rücken macht mit mir eh schon lange, was er will, darauf achte ich schon gar nicht mehr.

Mein Kopf spinnt sich irgendwelche merkwürdigen Gebilde aus, die mich nicht in Ruhe lassen. Szenarien, wie sie wohl nicht sein werden, aber mir wieder und wieder eine Schauer durch die Knochen jagen.

Kann ich sie für heute Abend vielleicht hier zurücklassen ?

Ich war erst froh, Zeit zum Nachdenken zu haben, damit ich in mir aufräumen konnte, aber das habe ich geschafft. Die Vergangenheit ist überstanden, aber was nun kommt sind Zweifel über die Zukunft.

Das was sein wird, raubt mir jede Nacht den Schlaf - vielmehr das, was sein könnte.

Gedanken können sich so fürchterlich verselbständigen, ohne daß man auch nur im geringsten Einfluß darauf nehmen kann, in welche Richtung sie gehen werden.

Ich habe aufgehört, die Nächte zu zählen, in denen ich stundenlang wach im Bett gelegen habe und versucht habe, sie einfach beiseite zu schieben, um schlafen zu können.

Es bringt eh nichts - sie verfolgen mich bis in meine tiefsten Träume und alle beginnen und enden sie gleich - mit einem Bild, daß ich in einer Nacht gesehen habe, die nicht dafür bestimmt war, mir die Ablenkung zu bieten, die ich gesucht hatte.

Diese Nacht ist jetzt einige Monate her und dieses Bild geht mir einfach nicht aus dem Sinn - ich will auch nicht, daß es mich verläßt, aber warum fühle ich mich so erschlagen davon - so hilflos ?

Anfangs habe ich versucht, davor zu fliehen, aber es konnte von vorneherein nicht gut gehen. Viel zu einprägsam hat es sich in meinen Kopf und in mein Herz gebrannt und ich befürchte, daß beides daran irgendwann zu Grunde gehen wird.

Ich habe nicht vor, mich in Selbstmitleid zu ergehen - es gibt eh zu viele Männer, die das Tag ein Tag aus machen. Langsam bin ich stolz darauf, nicht so zu sein, wie die meisten anderen Männer, oder das Bild, welches von der Männerwelt vorherrscht.

Aber ist es genau aus diesem Grund, daß ich nicht zur Ruhe komme ?

Bin der Grund dafür ich selber ?

Hänge ich zu sehr diesem Bild nach, daß mir den Schlaf raubt, oder habe ich mich wirklich hoffnungslos darin verloren ?

Ich weiß, was es mir bedeutet, doch fehlen mir die passenden Worte, es auszudrücken - und gerade das läßt mir keine Ruhe.

Mir fehlen die richtigen Worte, um die richtigen Fragen zu stellen, mir die richtigen Antworten zu geben.

Der Dämon der Ratlosigkeit und des Zweifels wird mir wohl auch diese Nacht wieder keine Ruhe gönnen.

Warum kann er mir nicht einfach meinen Frieden lassen ?

Wenigstens daß ich schlafen kann !

26.01.2006 um 13:51 Uhr

Geduld ist eine Tugend

von: Dackel

Ein altes Sprichwort unserer Ahnen.

Doch was nutz einem die größte Tugend, wenn sie einen zermürbt, wenn der Verstand macht was er will und einem nur unsinnige Gedanken gewährt, wenn das Herz langsam in der Brust zu zerbrechen scheint, Stück um Stück ?

Die letzte Nacht habe ich kein Auge zubekommen und ich habe mich danach gesehnt, daß der Grund dafür die Schmerzen wären, die mich seit Monaten plagen.

Aber nein, der Grund war wieder mal der Kopf, er läßt sich nicht abschalten und auch nicht betäuben. Ich bin es leid, mit ständig anderen Methoden zu versuchen, ihn ruhig zu stellen, soll er doch machen was er will - irgendwann wird der Körper sein Recht fordern und vielleicht kann ich dann endlich mal wieder schlafen ? Bis dahin werde ich diese Gedanken nicht los, die seit Wochen immer nur um das eine kreisen, wann darf ich endlich wieder glücklich sein, einen anderen Menschen glücklich machen, für ihn da sein und dadurch selber ein erfülltes Leben führen.

Nach alledem, was in der Vergangenen Zeit passiert ist, wollte ich es erst gar nicht, wollte mein Leben für mich alleine haben, unabhängig sein. Doch je klarer ich sehe und je mehr ich mir selbst wieder bewußt werde, desto mehr wünsche, nein sehne ich mich danach, für einen anderen, einen bestimmten Menschen die wichtigste Person in seinem Leben zu sein und diesen Menschen einfach nur glücklich zu machen.

Doch warum ist das so schwer ?

Es gibt Momente, wenige, in denen ich das Gefühl habe, es könnte tatsächlich so weit sein, aber nach jedem dieser Augenblicke falle ich nur wieder umso tiefer in meine Zweifel und Ängste zurück, diesen Menschen nicht so zu berühren, wie ich es mir innigst wünsche.

Ich weiß um einiges, was meinem Wunsch noch im Wege steht, aber wissen heißt nicht gleich verstehen.

Habe ich eines Verstanden, drängen sich mir darauf gleich neu Fragen und Zweifel auf. Versuche ich eine dieser Fragen zu lüften, führt dies nur dazu, daß ich das Gefühl bekomme, zu aufdringlich, zu ungeduldig zusein und damit alles nur zu erschweren.

Das bereitet mir Kopfschmerzen, doch viel schlimmer ist die Furcht vor dieser Ungewissheit. Sie ist spürbar, nahezu greifbar. Sie umschlingt mein Herz mit einer eisigen Hand, die mir die Kälte bis in alle Glieder treibt. Ich sitze hier dick angezogen in meiner stark beheizten Wohnung und ich friere. 

Der Schnee, der draußen vor dem Fenster liegt, er kann nicht kälter sein.

22.01.2006 um 10:33 Uhr

An meine kleine Blume

von: Dackel

Ode an die Freundschaft

von: Nightwishlady

Wenn es Dich nicht gäbe in meinem Leben,
wäre ich in den letzten Wochen oft verzweifelt.
Wenn es Dich nicht gäbe in meinem Leben,
hätte ich schon oft nicht die Kraft gehabt um weiter zu machen.
Wenn es Dich nicht gäbe in meinem Leben,
dann wüßte ich nicht mehr ob ich Menschen noch trauen kann.
Wenn es Dich nicht gäbe in meinem Leben,
dann hätte ich oft allein gesessen und geweint.
Wenn es Dich nicht gäbe in meinem Leben,
dann hätte ich Niemanden zum anlehnen gehabt.
Wenn es Dich nicht gäbe in meinem Leben,
hätte ich oft niemanden der mich versteht auch manchmal ohne Worte.
Wenn es Dich nicht gäbe in meinem Leben,
würde ich mir oft schwach vorkommen,
weil ich niemanden stützen dürfte wenn es ihm schlecht geht
Wenn es Dich nicht gäbe in meinem Leben,
wäre ich sehr oft sehr einsam.
Wenn es Dich nicht gäb ein meinem Leben,
könnte ich oft nicht mehr lachen.
Wenn es Dich nicht gäbe in meinem Leben,
dann würde mir ein Teil meines Herzens sehr fehlen!
Schön, dass es Dich gibt!!!

Für meinen besten Freund! Ich habe Dich sehr lieb und bin Dir so dankbar, dass Du da bist!

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Diesen Text, den du vor einiger Zeit für mich geschrieben hast, habe ich die halbe Nacht im Kopf gehabt.

Wo war ich gestern, als du mich gebraucht hättest ?

Nicht an deiner Seite, damit du dich an meiner Schulter hättest ausweinen können !

Es tut mir leid !

Du hast mir so viel Kraft und Rückhalt gegeben in der letzten Zeit -

nun ist es an mir, dir etwas davon wiederzugeben,

nicht als Wiedergutmachung, oder aus schlechtem Gewissen, sondern aus Freundschaft !

Weil ich dich lieb habe,

weil du für mich ein sehr wichtiger Mensch geworden bist !

Weil ich dein Freund bin !

17.01.2006 um 01:14 Uhr

Bergauf

von: Dackel

Der erste Schritt ist gemacht !

Von nun an folgen noch weitere, kleine, einer nach dem anderen.

Vorsichtig und mit viel Geduld.

Ich werde an mir arbeiten, um den Weg nicht aus dem Auge zu verlieren.

Den Rand des Eisfeldes - ich kann ihn sehen, auch wenn der Weg dorthin weiter ist, als es scheint.

16.01.2006 um 12:08 Uhr

Lawine

von: Dackel

Ich werde es nicht zulassen, daß mich diese Lawine überrollt und ich werde es nicht zulassen, daß sie einfach so losbricht !

Ich werde versuchen den Weg zu gehen, mindestens bis zu einem Punkt, von dem aus ich das Eisfeld überblicken und eine helfende Hand reichen kann.

Was kann mir schon passieren - das ich abstürze ?

Wenn ich dort bleibe, wo ich bin, dann werde ich wohl unweigerlich in die Tiefe gerissen - Chris, ich weiß nicht in wie weit du mit dieser Einsicht zu tun hast, aber ich danke dir !

Der Weg wird nicht leicht sein, aber ich werde ihn bezwingen !

Und ich werde alles daran setzen, dieser Lage zu entkommen, nicht indem ich davor fliehe, sondern indem ich ihr entgegen gehe.

Die einzige Möglichkeit die ich habe, ist nach oben zu schauen und meinen Weg weiter zu verfolgen. Ich kann nicht hoffen, daß ich schnell genug da raus komme, ich muß daran arbeiten - und das werde ich tun !

Bevor etwas passiert, das ich nicht aufhalten kann !

16.01.2006 um 09:47 Uhr

die Entscheidung

von: Dackel

Die letzte Nacht war wieder viel zu lang.

Viel zu lange habe ich über etwas nachdenken müssen, was ich nicht will, aber was ich wohl auf mich nehmen werden muß.

Ich weiß immernoch nicht wie ich mich fühlen soll deswegen - ist mir schlecht,oder fange ich wieder an zu resignieren ?

Nein !

Ich darf das nicht zulassen und ich werde es nicht zulassen !

Resignation ist der Tod jeder Hoffnung und die will ich nicht verlieren !

Die Einsicht, auf die ich so sehr gehofft hatte, ist leider ausgeblieben und somit wird auch die Entscheidung, auf die ich eigentlich gewartet habe, nicht kommen - nicht jetzt und nicht so, wie ich es eigentlich gehofft, gewollt, erwartet hatte.

Eine Entscheidung habe ich jetzt selbst zu treffen. Wohl ganz entgegen dem, was ich eigentlich möchte, was meine Gefühle mir sagen, was mein Herz mir sagt, werde ich eine Entscheidung treffen müssen, damit es mir möglich bleibt, meine Träume weiter zu verfolgen. Ob ich die Kraft dazu aufbringen kann, das so durchzuhalten und nicht aufzugeben - ich weiß es nicht.

Verdammt, warum ist das Leben nur so hart und vorallem das, was man am meissten will, am weitesten entfernt, auch wenn es fast zum Greifen nah erscheint. Warum müssen so viele Dinge immer so unheimlich kompliziert sein?

Warum machen Menschen sich das Leben immer selber so schwer - warum auch ich ?

Bergauf - naja -  geht es bei mir gerade nun wirklich nicht, auch wenn ich es gehofft hatte, eher stehe ich an einem Hang und sehe wie sich irgendwo über mir eine Lawine zusammenbraut, doch ob sie an mir vorbeiziehen, oder mich mit sich reißen wird kann ich in keinster Weise abschätzen.

Erst wenn ich sehe, wo sie niedergehen wird, dann habe ich Gewissheit, aber bis zum Schluß werde ich nicht in der Lage sein, mich vor ihr in Sicherheit zu bringen - weder weiß ich wie, noch wohin. Die einzige Zuversicht, die ich noch habe, ist diese kleine Möglichkeit, daß sie einfach an mir vorbeirauscht und ich außer einem Wind nichts davon mitbekomme.

Warte ich auf diesen Wind? Will ich mich daran vielleicht sogar erfrischen? Ich habe keine Ahnung.

Nakt stehe ich einfach da und kann nur warten, was passieren wird.

Doch warum drängt sich jetzt auch ausgerechnet diese Metapher in meinen Kopf - ausgerechnet das Bild von einer Situation, von der ich nicht weiß, ob sie viellleicht der Grund dafür ist, daß ich einen meiner besten Freunde niemals wiedersehen werde?

Sie hat gar nichts mit meiner Entscheidung zu tun, aber sie beschreibt am besten, was ich fühle, was ich denke - Chris lass mich bitte nicht hier stehen und im schlimmsten Fall erfrieren,bevor sich diese Lawine löst.

Ich kann nicht anders, aber ich muß wissen, wie und wo sie niedergeht. Zugleich bin ich aber - jedenfalls im Moment - unfähig weiter aufzusteigen und sie selbst von oben auszulösen, von einem Punkt, an dem mir nichts passieren kann.

Es ist nicht so, daß ich den Pfad nicht sehe, er liegt direkt vor mir, doch weiß ich nicht, wie ich ihn beschreiten soll.

Alleine kann ich ihn nicht bezwingen, aber die Person, die mir dort hinauf helfen kann, sehe ich nicht. Ich ahne sie nur - mitten auf dem Eisfeld, das unweigerlich von dieser drohenden Gefahr überrollt wird, doch noch mehr rufen und schreien, würde wohl nur die Lawine vorzeitig auslösen, bevor sie dieses Feld endlich überquert hätte. Und nur sie alleine hat die Möglichkeit, mich von oben über diesen Pfad zu führen - Chris, bitte pass auf sie auf, daß ihr dort nichts zustößt, daß sie dieses Feld sicher und unbeschadet überqueren kann - auch wenn ich nicht weiß, in welche Richtung sie gehen wird!

 

14.01.2006 um 18:31 Uhr

Geht es wieder Bergauf ?

von: Dackel

Ist schon ein par Tage her, seit meinem Letzten Eintrag.

Ich frage mich ernsthaft, wird es jetzt wieder besser ?

Ok, die Tablette, die ich jetzt seit Wochen schlucken mußte, habe ich abgesetzt und endlich wieder einen klaren Kopf. Vorallem aber habe nicht mehr solch extreme Stimmungswechsel und bin wieder Herr meiner Sinne.

Ein schönes Gefühl !

Endlich kann ich wieder klare Gedanken fassen, was mich wiederum nicht davon abhält, mir über diverse Sachen den Kopf zu zerbrechen. Aber ich schlafe endlich wieder ruhiger und was viel wichtiger ist, ich kann wieder schlafen.

 Was meine gesundheitlichen Probleme angeht, habe ich mir einen Arzt gesucht, zu dem ich doch noch etwas Vertrauen habe und der auch endlich bereit ist, alles Nötige in die Wege zu leiten, damit ich endlich weiß, was nicht in Ordnung ist und der auch nicht davor zurückschreckt, mehrere Meinungen einzuholen. Also werde ich auch da in nächster Zeit endlich Fortschritte machen.

Dieses Wochenende schwebt jetzt aber noch wie ein Damoklesschwert über mir.

Der Sonntagabend wird mir jegliche Konzentration rauben und meine Gedanken nur um eines kreisen lassen. Eine Einsicht, die hoffentlich dann auch zu einer Entscheidung führen wird, die mir endlich die Last meiner Sorgen und Gedanken abnimmt, die mich schon seit langer Zeit beschäftigen. In welche Richtung diese Entscheidung fallen wird, ich weiß es nicht, aber ich werde nicht die Hoffnung aufgeben, die mich seit so vielen Wochen daran festhalten läst, daß alles eine gute Wendung nimmt und nicht nur ich endlich zur Ruhe komme.

Meine Willensstärke habe ich wieder, das habe ich mir und anderen bewiesen. Jetzt vertraue ich darauf, daß ich auf Grund dieser Entscheidung auch endlich mein Selbstvertrauen zurückgewinne.

Ich kann und will vorallem diese Hoffnung nicht aufgeben, denn sie ist das, was mir in den vergangenen Wochen am stärksten geholfen hat.

07.01.2006 um 08:30 Uhr

Schlaflos

von: Dackel

Schlaflos habe ich die letzte Nacht verbracht, kann meinen Kopf nicht ausschalten. Gedanken aus der Verganganheit haben versucht mich einzuholen. Gefühle, die ich nicht haben will, haben versucht, die Oberhand zu gewinnen. Ich wollte sie nicht zulassen, weder die Gedanke, noch die Gefühle. Gedanken um meine Gegenwart und Gefühle, die ich so nie zuvor kannte, kamen dazu und haben versucht mich zu überrollen. Ich habe die ganze Nacht mit ihnen gerungen, um mich nicht zu unterwerfen. Angst und Panikzustände - ich wüßte nicht, wie ich es anders nennen soll, habe ich diese letzte Nacht ausgestanden. Sind das immernoch Nebenwirkungen von diesen verdammten Medikamenten. Ich dachte, diese Phase hätte ich überstanden. Es ist so verdammt schwer, sich gegen solche Einflüsse von innen heraus zu wehren. Ich war unfähig mich zu bewegen, aufzustehen und mich irgendwie zu beschäftigen. Ängste, die ich in frühester Kindheit hatte, habe ich wieder durchlebt, als wäre ich wieder da, in dieser Situation in meiner Kindheit. Ängste, die ich noch nie gehabt habe, kamen dazu. Ich habe mir geschworen, mich nicht unterkriegen zu lassen und dieses Jahr zuversichtlich anzugehen. Eine solche Nacht ist eine verdammt harte Probe. Ich habe sie überstanden, ja - dafür habe ich keinen Schlaf gefunden, fühle mich als häte ich sie zwischen undefinierten Monstern verbracht, die mich als Kind oft heimgesucht haben - wie wohl so viele Kinder. Aber diesmal waren sie fast zum Greifen nahe, sofern man denn Gedanken greifen kann. Wie lange werde ich noch daran zu kämfen haben ? Ich lasse mich nicht klein kriegen ! Ich will es nicht ! Ich kann es nur nicht besser in Worte fassen, weil ich es noch gar nicht richtig fassen kann. Ich werde versuchen, zu verstehen, was da letzte Nacht passiert ist, damit ich es vermeiden kann. Solange es einzig und allein von mir aus geht, kann ich das schaffen, das weiß ich. Aber welche Einflüsse von außen können so stark sein, Einflüsse, die man nicht spürt, fühlt, überhaupt mitbekommt. Doch eine noch nicht überstandene Seite dieser ach so hochgelobten schulmedizinischen Medikamente, die einem helfen sollen ? Ich habe sie bekommen, damit sie körperliche Schmerzen erträglich machen, nicht um geistige zu verursachen - was ist das für ein Zeug ? Ich werde das durchstehen, doch ich mußte es jetzt loswerden, weil es in meinem Kopf brennt, wie Nadeln unter Fingenägeln.

03.01.2006 um 00:22 Uhr

Start ins neue Jahr und in in eine neue Zukunft

von: Dackel

Ich habe es tatsächlich geschafft !

Ich habe das Begriffen, was mir letztes Jahr noch so schwer fiel und habe begonnen, es umzusetzen. Wohin es mich führen wird - ich weiß es noch nicht, aber ich habe ein Ziel vor Augen und werde alles daran setzten, dieses zu erreichen.

Ich habe endlich angefangen, zu reden - über manches, was mich betrifft und was ich denke. Ich habe endlich angefangen, wirklich zu verstehen - nicht nur was in meinem Kopf vorgeht, aber hauptsächlich. Und ich will und ich muß noch viele Gespräche führen, bis alles gesagt ist, was war und unzählige über das, was noch kommen wird.

Reden - nicht mich hinter Fasaden verbergen, das ist es, was ich erreichen will. Es geht nicht nur um mich dabei, sonder auch um die Menschen, die mich lieben und denen ich etwas bedeute, denn sie haben meine Offenheit und meine Ehrlichkeit verdient, mehr als ich es ahnte.

Für sie dazu sein wird mir genauso dabei helfen, mein Ziel zu erreichen, wie die Tatsache, daß sie für mich da sind.

Ein Mensch, der mir sehr wichtig ist, hat mich dazu gebracht, mir dieses Ventil hier zu schaffen, um zu verarbeiten und dafür danke ich ihr.

Und hier hoffe ich, ihr auch noch mehr Kraft geben zu können, ihre Sorgen zu verarbeiten und Trost und auch Freude zu finden.

Ay meine Blume, du bist gemeint !

Ich weiß, was in dir vorgeht und egal wo du bist und wo du hinschaust, Du sollst wissen, daß ich bei dir bin, in Gedanken und mit dem Herzen. Also lass es dir das deine nicht schwer werden, sondern teile mit mir, was dich belastet und du wirst doppelt so fröhlich sein, wenn du es dann endlich hinter dir gelassen hast.

Ich hab dich lieb und werde dir immer ein Freund sein.

01.01.2006 um 06:56 Uhr

Ein frohres neues Jahr 2006 !?!

von: Dackel

Endlich ist es geschafft, ein neues Jahr hat begonnen, das alte habe ich hinter mir gelassen - wurde auch Zeit !

Mit all seinen schlechten Ereignissen und negativen Einflüssen verbleibt das Jahr 2005 nun in meiner Vergangenheit. Ich habe es mit einem lauten Knall in meinem Kopf, nüchtern und mit vollem Bewußtsein, verabschiedet !

Das, was ich an schönen und guten Seiten in diesem Jahr erlebt habe, nehme ich mit in dieses neue Jahr und hoffe, daraus Kraft, Erfahrung und Weisheit zu ziehen. Ich habe meinen Freunden und vorallem mir ein Versprechen gegeben, daß, egal was auch kommen mag, ich an mir arbeiten werde und mich nicht aufgeben will. Stetig Stück um Stück werde ich meine Ziele in diesem Jahr verfolgen und die meisten davon hoffentlich erreichen. Ich gehe nun voller Zuversicht in dieses Jahr 2006, denn ich habe zum größten Teil verstanden, wo bislang meine Fehler und Probleme lagen und bin bereit, sie in Angriff zu nehmen, mit der Gewissheit, Freunde zu haben, die mich in all meinem Tun und Denken stützen werden.

Es wird nicht immer leicht werden und es wird ein hartes Stück Arbeit, das ich mir da vorgenommen habe, aber ich darf und ich will nicht aufgeben !

Es gibt immer einen Weg und es gibt immer eine Lösung, man muß nur genau hinsehen und danach suche !

Ich habe beschlossen, mich nicht unterkriegen zu lassen, denn dafür bin ich schon viel zu weit gekommen

und jeder Schritt zurück kann auch ein Anlauf für einen großen Sprung nach vorne sein, wenn ich den Mut und den Willen aufbringe, diesen zu wagen !

 

Meine Freund,

ich danke Euch von Herzen für eure Unterstützung, die ihr mir gegeben habt und die ich brauchte und die Ihr mir geben werdet, wenn ich sie brauche.

Ich weiß, daß ich mich jederzeit auf Euch verlassen kann und das ihr mir gelegntlich auch einen kleinen Schubbs in die richtige Richtung gebt.

Ich danke Euch für die Liebe und die Hoffnung, die Ihr mir gegeben habt und hoffe, Euch diese auf meine Weise wiedergeben zu können, jedem einzelnen von Euch.

Ich danke Euch dafür, daß Ihr immer an mich geglaubt habt und mich auch in Zukunft nicht aufgeben werdet.

Ich danke Euch

für Eure Freundschaft !!!