ja, man hört und sieht es an allen Ecken, nicht nur, dass es bereits seit September bei der großen Einkaufskette mit A schon Dominosteine und Spekulatius gibt, auch klingen auf allen Radiosendern entsprechende Lieder und die Inennstadt ist ein einziges Lampen und Weihnachtsduftmeer.
Doch bei all diesem Trara frage ich mich jedes Jahr wieder auf´s neue: wissen die Leute eigentlich noch, was Weihnachten wirklich bedeutet ?
Ich halte mich nicht für einen gläubigen Christen, dennoch habe ich meine eigene, ganz persönliche Ansicht zu diesem Fest !
Natürlich liebe ich es, die großen Kinderaugen zu sehen, wenn sie unter dem Baum sitzen und ihre Geschneke auspacken und ich liebe es, Geschenke zu machen, denn andere Menschen zu überraschen und ihnen eine Freude zu bereiten, zählt für mich zu den schönsten Momenten. Jemanden vielleicht sogar sprachlos zu machen vor Freude, bedeutet mir mehr, als jedes Geschenk, das an mich adressiert ist.
ABER !!!Â
Für mich war es immer und wird es immer DAS Fest der Familie sein, ein Fest, dass keiner Geschenke bedarf außer dem größten, das man machen kann - anderen Menschen zu zeigen, dass man sie liebt.
Es ist nicht immer alles Friede,Freude, Eierkuchen zu dieser Jahreszeit, das habe ich schon oft genug selber mitbekommen müssen, was in einer Großfamilie auch nicht ausbleibt. Aber nach dem ganzen Vorbereitungsstress haben sich doch immer alle wieder vertragen und sich auch gesagt, das man sich doch lieb hat (jedenfalls meistens).
Wenn ich dann sehe - alle Jahre wieder - wie der Kommerz sich auch, oder gerade vor allem bei diesem Fest ausbreitet, wird mir jedes Jahr schlecht. Überall übertrumpfen sich die "Angebote" und an allen Ecken und Enden wird man mit noch verlockenderer Werbung ERSCHLAGEN !
Für mich hat das nichts, aber auch rein gar nichts mit Weihnachten zu tun !
Auch ich werde dieses Jahr zwei Menschen etwas schenken, Menschen. die mir wichtig, lieb und teuer sind, Menschen, die einen festen Platz in meinem Herzen haben. Diesen Menschen möchte ich aber auch etwas schenken, nicht weil sie es eventuell erwarten, sonder weil ich mich auch selbst damit beschnken möchte, ihre Gesichter zu sehen, wenn ich sie doch freudig überraschen konnte.
Dafür bedarf es aber nicht der Weihnachtszeit - sie ist für mich gerade nur Mittel zum Zweck.
Irgendwie komme ich aber dieses Jahr so gar nicht richtig in die Stimmung, mich selber auf Weihnachten vorzubereiten. Für mich gehört auch das Plätzenbacken und ganz besonders der Duft, der damit verbunden ist, zur Vorweihnachtszeit dazu. Doch finde ich nicht die rechte Lust, mich in die Küche zu stellen und zu backen - was mir eigentlich immer einen riesen Spaß macht.
Aber was mir am meisten Kopfzerbrechen bereitet ist die traurige Tatsache, dass ich dieses Jahr noch keinen Schimmer habe, wo und wie ich dieses Jahr das Fest der Familei verbringen werde.
Am Samstag habe ich es ansatzweise von meinem Bruder und heuet in allen Details von meiner Mutter erfahren, dass dieses Jahr Weihnachten ohne meine Familie stattfindet - zum ersten Mal in meinem Leben.
Dieses Jahr ist meine eine Schwester ca 8oo km weit weg gezogen und meine Mutter - was mich für meine Schwester freut - wird dieses Jahr Weihnachten bei ihr verbringen. Meine andere Schwester ist mit ihrem Mann im Urlaub und mit meine beiden Patenkindern. Mein Bruder wird wohl bei seinem Freund die Feiertage verbringen und der Rest der Familie will mal alleine feiern.
Für einen Tag 800 km zu fahren ist mir ein wenig viel, sonst würde ich meine Schwester besuchen - und ich weiß, dass sie as sehr freuen würde. Aber so werde ich sie anrufen und ihr, ihrem Mann und dem Kleinen ein frohes Fest wünschen. Die anderen werden dann eh nicht erreichbar sein und ich - ich werde dieses Jahr die Tage, die ich sonst immer im Kreise meiner Familei verbracht habe schon irgendwie verbringen.Â