volle zwei Wochen (man at work)
Die letzten zwei Wochen hatten es ganz schön in sich!
Nach dem Umzug eines Freundes hatte ich reichlich damit zu tun, ihm seine Küche nicht nur aufzubauen, sondern auch diverse Teile zu ändern, aber dazu gekommen, alles einzubauen, bin ich bis jetzt noch nicht.
Seit Anfang Mai überschlagen sich praktisch die Arbeiten bei mir und ich bin froh um jede freie Minute.
So schlimm, wie es jetzt vielleicht klingen mag, ist es zum Glück nicht, aber meine Tage sind schon ordentlich ausgelastet.
Gleich zwei Freundinnen von mir ziehen jetzt, oder sind zum Teil schon umgezogen.
Bei diesem Umzug konnte ich aber gar nicht wirklich helfen, weil er etwas über´s Knie gebrochen angelaufen war und just zu den Tagen, wo ich bereits schon völlig in Beschlag war, denn ich habe für den anderen Umzug, der übermorgen ansteht, schon mal ordentlich vorarbeit geleistet und in der alten Wohnung den Laminat aufgenommen und in der neuen gelegt - Clicklaminat sei dank!
Allerdings durfte ich mich für meine andere Freundin mal komplett in meinem planerischen Talent austoben und die nächste Küche von vorne bis hinten durchplanen - bin ja mal gespannt, ob es ihr gefäll.
Wenn denn alles zu bekommen ist, darf ich auch in den nächsten Tagen bestimmt anfangen, sie auf zubauen. Das wird wieder mal eine handwerkliche Herausforderung, selbst für jemanden, der damit seien Brötchen verdient, denn mal wieder ist es ein Raum mit Dachschrägen und - cleverer Weise - nem Wasseranschluß direkt unter´m Fenster. Das schwirigste daran aber ist, ich muß gleich drei Frauen mit dieser Küche begeistern, denn diese Freundin zieht aus diversen Gründen wieder mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester zusammen.
Gelacht habe ich über diese Kombo in den letzten Tagen auch schon - und mir den Kopf zerbrochen, wie lange das wohl gut gehen mag - eine, die schon gewohnt ist, alleien zu wohnen, eine die gerade mitten in der Pubertät steckt udn die dritte, die die Zickereine der beiden anderen immer wieder weg steckt.
Naja, sie kennt ihre Töchter aber besser, als sonst jemand ^^
Auf der Arbeit geht mal wieder fast alles drunter und drüber - woran ich diesmal aber auch nicht ganz unschuldig bin. Mein Tagesablauf ist seit zwei Wochen etwas durcheinander, da ich an manchen Tagen morgens erst wieder zur Physio darf - nicht weiter schlimm, aber hilfreich.
Vor ca vier Wochen hab ich mich auf der Arbeit verhoben und um schlimmer zu vermeiden, mir gleich Physiotermine geben lassen - auf den ersten mußt ich dann glatt zwei Wochen warten, weil alles ausgebucht war. Mein Therapeut war auch gar nicht begeistert, mich nach nem guten halben Jahr wieder zu sehen - erst, nachdem ich ihm erklärt hatte, warum ich wieder da bin. Bei meiner letzen Behandlungsreihe hatte er sehr mit mir geschimpft, ich solle mich selber mehr mobilisieren um meinen Rücken wieder fit zu bekommen - immer noch von der alten Geschichte von vor über einem Jahr.
Immerhin habe ich es ja auch geschafft, mich selber fitter zu bekommen und passe auch mitlerweile "besser" auf mich auf ;-)
nicht zuletzt auch, weil meine Herzdame mir sonst fürchterlich die Leviten liest *lach* - und das sogar mit Recht *grins*
Bei dem ganzen Trubel in der letzten Zeit, hatten wir leider auch viel zu wenig Zeit für einander.
Sandra hatte sehr viel mit ihrer Uni zu tun, was auch in absehbarer Zeit nicht weniger wird, schließlich möchte sie in einem guten Jahr ihren Masterabschluss machen - und ich, naja, ich hab es ja oben ansatzweise beschrieben.
Aber letzte Woche waren wir hier in essen in der ZecheCarl zu einem Infotainment-Abend, den sie mir zu unserem Einjährigen geschnekt hatte. Es war sehr interessant!
Wer schon mal von DR.Benecke gehört hat, kann sich jetzt denken, worum es geht, für ale anderen:
Dr.Marc Benecke ist Kriminalbiologe und ist wohl der bekannteste in Deutschland.
Seinen Vortrag darf man sich jetzt aber nicht direkt so vorstellen, wie die Sendung "Autopsie", auch wenn die Thematik die gleiche ist. Die Fülle der Themen, über die er Vorträge halten kann, sprengt einfach den Rahmen eines Abendprogramms und so hat er in einem dreistündigen Programm zwei Themen vorgestellt, die sich das Publikum aus seiner Palette aussuchen konnte. Mit seinem köllschen Charme - er sagt von sich selbst, er rede zu schnell und zu viel und man solle doch einfach dazwischen rufen, wenn man etwas genauer wissen wolle - aus diesen drei Stunden eine sehr kurzweiligen Abend gemacht.
Dafür, dass Sandra und ich uns eigentlich nicht beschenken wollten, hat sie mir damit doppelt eine riesen Freude gemacht - weil sie mich total überrascht hatte und weil es ein echt toller Abend war!
Was mich am meisetn freut, ist aber, dass wir im moment wieder etwas mehr Zeit miteinander verbringen - und wenn es dabei auch eine Wohnung zu streichen oder Laminat zu verlegen gilt *breitgrins*, denn die letzten Wochen, wo sie bis über beiden Ohren in ihren Studien versunken war, habe ich sie sehr vermisst.
Familienintern hat sich auch wieder eine (für meinen Bruder fast typische) Anekdote ereignet:
letzten Sonntag - am Muttertag - haben wir uns seit Weihnachten das erste Mal wiedergesehen.
Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich darüber geschrieben hatte, dass seine Frau und er den Rest der Familie zum Weihnachtsfest komplett augeladen hatte, obwohl wir sonst immer alle zusammen gefeiert hatten.
Jedenfalls - nachtragend wie ich bin - war das letzten Sonntag kein Thema mehr und ich habe mich richtig gefreut, ihn und seine Rasselbande mal wiederzusehen.
Abgesehen davon, dass er mal wieder schlappe eineinhalb Stunden zu spät dran war - was für ihn durchaus typisch ist, wenn das Essen auf dem Tisch steht - war es ein sehr lustiger Nachmittag.
Aber, um auf die Anekdote zu kommen, kaum erinnert er sich an seine Familie *zynischspitzfind*, ruft er mich am Dienstag auf der Arbeit an, ob ich ihm Abens kurz helfen könnte, ein Sofa abzuholen.
Aus dem "kurz" wurde mehr als eine halbe Stunde und am Ende hat er noch gleich versucht, mir die Wohnung, in der wir waren, schmackhaft zu machen, da sie zum verkauf steht ( gehörte der verstorbenen Tante von Freunden von ihm).
Seine Argumentation ist ja schon einleuchtend, 30 Jahre Miete zahlen, oder 30 Jahre einen Kredit abzahlen mit dem Unterschied, am Ende des Kredites ist es meins, ist ja sehr leicht nachzuvollziehen, aber ob mich die Wohnung wirklich reizt, weiß ich noch nicht.
Im ersten Augenbick habe ich mich jedenfalls nicht in diese Wohnung verliebt, auch wenn sie mit 90m² sehr geräumig und dazu auch noch recht günstig ist, aber der Schnitt sagt mir in mancherlei Punkten mal gar nicht zu und so habe ich jetzt seit Dienstag ernsthaft einige Gedanken verschwendet, ob ich mir diesen Schritt erlauben kann und sollte, oder nicht - und in wie fern an dem Schnitt der Wohnung in folgenden Jahren vielleicht etwas zu ändern wäre, aber auf eine für mich akzeptable Lösung bin ich noch nicht gekommen.
