nicht streichel, nicht füttern - vorsicht bissig !

20.10.2007 um 11:14 Uhr

GROSSES vor

von: Dackel

Ich weiß nicht, ob ich hier jemals die Diskrepanzen zwischen meinem Vermieter, einer Wohngeselschaft, und mir erwähnt habe, aber seit ich vor drei Jahren in diese Wohnung eingezogen bin, hadere ich mit gewissen Teilen der Wohnqualität und habe sie auch beim Einzug angemeldet.

Um konkret zu werden: in meinem nunmehr 15 Jahre alten Badezimmer hängen seit der damaligen Renovierung 5 gerissene Fliesen an der Wand und mein Vormietre hinterließ mir eine einen regelrechten "Schweizer Käse" mit 23 Löchern auf der Länge von einem Meter und einer Breite von zwei Fliesenhöhen, dazu kommt, dass sich bereits Fliesen von der Wand lösen - also alles eine Frage der Zeit, bis die ersten ernsthaften Schäden auftreten. Meinerseits habe ich den Vermieter auch auf die gepfuschte Arbeit der damaligen Firma hingewiesen und sofort bescheid gegeben, als ich selber eine weitere Flies kaputt gemacht habe, bei der Montage eines Spiegelschranks. Beim Bohren in eine Kreuzfuge (Fugenbreite ca 8mm - Bohrdurchmesser sehr genau 6 mm) ist mir eien halbe Fliese weggebrochen, weil diese nur an den vier Ecken mit einem jeweils ca zwei cm dicken Kleberkleks angeheftet war, dahinter - Luft ! 

Nach mehrmaligem hin und her, mehreren Besichtigungen seitens des Vermieters und sogar eines Fliesenlegers zur Begutachtung und Angebotserstellung zur Renovierung des Fliesenspiegels (letztmalig Ostern 2007) hat sich seither nichts weiter getan, außer dass die Miete erhöht worden ist, seit meinem Einzug um ca 80,- € .

Jetzt reichts, hab ich mir gedacht udn mich immer wieder im Netzt nach anderen angeboten umgesehen.

Letztendlich bin ich dann auf einem Freitag im September fündig geworden, die Wohnung stand gerade mal seit morgens im Netzt. Ein Anru, ein Besichtigungstermin und binnen einer Woche ein Treffen mit meiner zukünftigen Vermieterin - eine Woche später ihrerseits die Zusage:" wenn sie Interesse haben, hätte ich sie sehr gerne als Mieter" - der Anfragen auf diese Wohnung waren schon etwas reichlicher, doch waren die meisten Interessenten darauf bedacht, in eine frisch renovierte Wohnung einzuziehen, wo hingegen ich meiner neuen Vermieterein Angeboten habe, vieles selbst zu renovieren, um es meine Vorstellungen gerecht zu machen und ihr Möglchkeiten der Umgestalltung und Aufarbeitung vorhandener Substanzen gezeigt habe - sprich alte Dielenböden aufarbeiten, Wanddurchbrüche für eine optimalere Nutung der Wohnflächen, etc.

Meine Vorstellungskraft und meine Initiative habe sie wohl stark beeindruckt, denn den Mietvertrag unterschrieb sie begleitet von den Worten:" ich habe lieber eine Mieter, der mir sympatisch ist und der weiß, was er will" und " ich lasse ihnen bei der Renovierung völlig freie Hand, solange sie keine tragenden Wände rausreißen wollen ^^ und um das finanzielle brauchen sie sich (in einem gewissen Rahmen) keine Gedanken machen" - " sollten sie später immer nochan einem Erwerb interessiert sein, schlage ich ihnen das eh auf den Kaufpreis auf Fröhlich Fröhlich"

Auch über diese Option haben wir im Vorfeld gesprochen, ist aber zur Zeit nochnicht möglich, da ihr Onkel noch Miteigentümer udn Bewohner des Hauses ist und für ihn zu Lebzeiten ein selbst teilweiser Verkauf nicht in Frage kommt, da er das Haus mit seine eigenen Händen gebaut hat.

Ihr Onkel, also mein neuer Nachbar, und seien Frau sind aber zwei sehr freundliche und hilfsbereite ältere Herrschaften, die mich bei der ganzen Renovierung freundlich unterstützen und beraten und mir ebenfalls absolut freie Hand lassen. Beraten in sofern, als dass sie die gesamte Bausubstanz kennen, wissen, wo welche Anschlüsse (Wasser/Strom) verlegt sind und welche Möglicheiten sich im Haus umsetzen lassen.

Was ich Großes vorhabe, lkässt sich auch schneller sagen, als durchführen, wobei die Planung schon zwei Wochen in Anspruch genommen hat.

Als erstes - und das habe ich auch schon gemacht - eine Wand zur Küche aufgebrochen, um einen direkten Durchgang zum Wohn- udn Esszimmer zu schaffen, als nächstes wird die Küche, die ursprünglich mal Kochküche und Kinderzimmer war, später dann zusammengelegt zu einer Küche mit Essecke wurde, durch eine neu gestellte Wand etwas verkleinert und um unnütz toten Raum zu vermeiden. In dem neu geschaffen Raum, wird dann die Garderobe Platz finden und in der neu gezogenen Wand ein neuer Unterverteiler und Sicherungskasten auf dem neuesten Stand der Elektrotechnik, damit man für jede Sicherung nicht immer gleich in den Keller laufen muß. Die gesamte Elektrik in diesem Haus ist bereits über 50 Jahre alt und wird komplett auf den neuesten Stand gebracht, da bin ich nur froh, dass ich einen sehr guten Freund habe, der da vom Fach ist udn sich um die Anschlüsse kümmert, während ich die Kabel so verlege, wie ich es für nötig oder richtig halte (unter seiner fachmännischen Anleitung versteht sich ^^), Telefon und Digitalanschlüsse sind auch schon geplant und werden auch neu verlegt, um lange, offene Kabel für PC und TV/HiFi Verbindungen zu vermeiden, das Bad wird seitens meiner Vermieterin nach meine Vorstellungen renoviert und nächste Woche wird sie dafür die komplkette Planung bekommen und mit mir zusammen Fliesen aussuchen gehen - das war ihre Idee, denn sie möchte mir nicht irgendetwas einbauen, sondern meine Wünschen gerecht werden. 

In Diele und Wohnzimmer sind zur Zeit noch alte Holzdecken eingezogen, die wir beide gerne erhalten hätten, doch leider ist das Material von so schlechter Qualität, dass eine Überarbeitung nicht möglich ist, also werden diese nicht durch neu Holz-, sondern durch Gipskartondecken ersetzt, was wiederum völlig neue Möglichkeiten der Lichtgestalltung zu lässt.

Und in der oberen Etage werde ich noch ein zweites Bad einrichten, damit ich vom Schlafzimmer nicht immer erst nach unten muß.

Ja, die Wohnung geht über zwei Etagen, wird ca 70 qm groß sein, mit Garten und Garage in einem schnuckeligen Zweifamilienhaus in einer sehr grünen und ruhigen Wohnlage - und das beste, sie ist sogar günstiger als meine derzeitige Wohnung.

Der guten Willen meiner Vermieterin und ihre Anerkennung für meine Arbeitseinsatz äußert sich auch in einer zweimonatigen Mietfreien Renovierungszeit und den Wegfall der sonst üblichen Kaution, dazu ihre finanzielle Unterstützung der Renovierung.

Und das Beste zum Schluß !

In der ganzen Wohnung liegen sehr gut erhaltene alte Dielenböden, die von den meisten Leuten leider imer unterschätzt werden, dabei gibt es nichts gemütlicheres und wärmeres, als Naturholzböden.

Diese - und da ist meine Vermieterin auch schon sehr gespannt daruf - werde ich wieder zu neuem Glanz erwecken und von Grund auf überarbeiten *freu* !

Klingt nach wahnsinnig viel Arbeit für zwei Monate - ist es auch,aber es ist auch durchaus zu schaffen und ich bin sehr froh, dass ich Freunde habe, die mich bei meinem Vorhaben unterstützen und mir zur Hand gehen, denn ohne sie wäre ich in der Tat aufgeschmissen.

An diese Stelle schonmal ein ganz dickes Dankeschön an Euch !!!!

Also werden auch wieder die nächsten zwei Monate vergehn, ohne dass hier viel passieren wird,

aber wenn ich es schaffe, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht ein kleines Fotoalbum zu der Renovierung hier einstellen.

Also abwarten und Daumen drücken, dass alles so klappt, wie geplantFröhlich