Familienbesuch - oder 104 heb auf
Ein breites Grinsen kann ich mir bei diesem Titel nicht verkneifen, denn mein kleiner Neffe ist ein echter Wirbelwind.
Welcher von den vielen ? - Der kleine Satansbraten aus Bayern *lach*
Ja, meine Schwester ist zur Zeit aus Bayern hier zu besuch, zusammen mit ihren zwei Knirpsen, leider aberohne ihren Mann, der aber an diesem Wochenende auch endlich kommt.
Seit etwa eineinahlb Wochen sind die dreijetzt schon hier und haben sich bei Muttern, bzw Oma einquartiert.
Gestern haben wir es dann endlich geschafft, uns zu Kaffee und Kuchen bei mir zu treffen und so konnte ich endlich auch meiner Mutter zeigen, wie ich seit einem halben Jahr in meinem neuen Domizil lebe.
Jan Niklas - der Satansbraten ^^ - wollte erst gar nicht mit, denn er wollte am liebsten bei Oma bleiben, erst als er begriff, dass Oma ja mitkommt, ließ er sich übereden. Dafür hat sich aber ganz schön über den Kuchen her gemacht und sich doch richtig gefreut, Sandra und mich wiederzusehen. Er hat sogar Blumen mitgebracht (natürlich mit Hilfe seiner Mama, schließlich ist er ja schon 4 ).
Nach einer ersten ausführlichen Besichtungstour durch mein neues Heim, dem üblichen bestaunen meiner Handwerkskunst und weiterer guter Einrichtungstipps seitens meiner Mutter *grins* und "liebevoller" Kommentare meiner Schwester ( wie Geschwister eben so sind - rüde aber herzlich ) saßen wir eine ganze weile beim Kaffee zusammen, während Jan Niklas irgendwann satt war und sich lieber auf Erkundungstour machte, anstatt weiter bei und großen Langeweilern zu sitzen.
Erst mal die gerade angefutterten Kalorien beim Turnen auf der Couch abtrainiert, hat er sich dann über meine Spielesammlung hergemacht und eines meiner kartenspiele als erachtenswert gefunden
und ganz im gegensatzt zu uns erwachsenen fielen ihm spontan etliche Arten ein, damit zu spielen - bis irgendwann alle 104 Karten dieses Spiels kreuz und quer durch mein Wohnzimmer verteilt lagen.
So umdekoriert war dann der Inhalt meiner ganzen Schubladen viel interessanter udn das tollste waren ein paar Bierdeckel, die, die man schön bemalen konnte. Gut erzogen ist er jedenfalls, denn er hat mich ganz lieb gefragt, ob einen blauen Stift für ihn hätte, denn die Bierdeckel könne man nur blau ausmalen. Wenigstenshat er dann seine kleinen Bruder so eine ganze Weile schlafen lassen.
Irgendwann hab ich Jan Niklas gefragt, ob er das Spiel 104 heb auf kennt, aber den Namen fand er doof, bis er feststellte, dass man die Schubkästen an meinem Esstisch auch wunderbar als Briefkasten benutzen könne und die Karten Briefe seien, die man unbedingt für den Postboten dort einwerfen müsse ^^
Natütlich mussten wir ihm auch dabei helfen, vor allem Oma - seine Oma ist für ihn eh sein Ein und Alles
und wenn er mit Oma spielen kann, ist der Rest der Welt vergessen.
Witziger Weise gingt das vermeindliche Chaos, was er zwischenzeitlich angerichtet hatte seiner Mama und Oma vielmehr gegen den Strich, als mir - schließlich weiß ich noch zu gut, wie gerne ich meien Spielsachen früher überall verteilt habe und wie ungerne ich aufgeräumt habe ^^ - in dieser Hinsicht ist er mir doch einiges voraus. Ok, den Rest der Karten habe ich dann hinterher unter Couch und Regalen hervorgekramt, dafür hat er alles odentlich nach Farben sortiert und eingepackt, kurz bevor dann alle gehen wollten.
Was ich an diesem Jungen aber wirklich faszinierend finde, er kann sich auch stundenlang mit sich selbst beschäftigen, alleine für sich spielen, nur wenn sein kleiner Bruder schläft, dann muß er alle 10 Minuten nachschauen, ob er nicht doch vielleicht schon wach ist.
Meiner Schwester und ihr jüngster Spross machten auch wieder einen richtig guten Eindruck - ging es beiden doch vor ca 2 Monaten gar nicht gut. Alexander ist jetzt gerade mal ein halbes Jahr alt, mußte aber - so die Erzählung meiner Schwester - bereits die Unfähigkeit mancher Schulmediziener kennenlernen.
Birgit hat gestern mal ausführlich erzält, was sie mit dem Kleinen durchgemacht hat, dass sie in zwei Krankenhäusern waren, erst in Tölz und dann in München in der Kinderklinik, aber dass weder in dem einen noch in dem anderen Krankenhaus wirklich jemand in der Lage war, herauszufinden, was Alexander wirklich hatte. Seine Speiseröhre war wohl noch nicht wirklich richtig entwickelt, weshalb er übermäßig viel erbrochen hatte und weil weil ein Arzt zu unfähg war, dem KLeine Blut abzunehmen, hieß esdirekt, er sei zu sehr entwässert, bis sich dann ein Oberarzt der Sache angenommen hatte. Nach einer Woche durfte meine Schwester dann mit ihrem Sohn dann auch wieder nach Hause. Mittlerweile haben sich aber beide richtig gut erholt, meine Schwester nervlich und Alexander ist ein richtig propper Kerlchen geworden.
Nächstes Jahr soll er dann getauft werden - mit den Worten," ich könne mir das ja noch in Ruhe überlegen", hat meine Schwester mir dann eröffnet, dass sie mich gerne als Paten hätten.
Was gibt es da noch groß zu überlegen ?!!
Natürlich hab ich zugesagt - ich freu mich schon darauf
