Dakinis Welt

28.03.2008 um 13:24 Uhr

Magischer Realismus

von: Dakini

 

Rob Gonsalves
Rob Gonsalves, ein kanadischer Künstler der 1959 in Toronto geboren wurde, lässt Kunstwerke entstehen, die mich sehr faszinieren, mich gar in ihren Bann ziehen. So wie Dinge sein könnten, zu sein scheinen, wie es vielleicht ist... einfach magischer Realismus - welches hier besser zum Ausdruck bringt was Rob Gonsalves farbig auf die Leinwand bringt, als seinen Stil mit Surrealismus zu bezeichnen.

Ein Zitat des Künstlers:

"Ich glaube, dass es im Leben echte Magie gibt. Manchmal hängt es vom eigenen Blickwinkel ab, ob man sie erkennt. Kunst zu schaffen ist für mich die Suche nach diesem Blickwinkel, wo Magie und Wunder des Lebens nicht mehr als Illusion erscheinen, sondern als grundlegende, oft verborgene Wahrheit."  

Diese Worte berühren mich intensiv.

Sagenhafte, magische Kunst.

26.03.2008 um 21:52 Uhr

Besinnung

von: Dakini

 

 Wu Zhaoming - A still Afternoon

 Zhaoming Wu - A still afternoon

 

Glück empfindest du in jedem Augenblick,

in dem dir für diesen Augenblick nichts fehlt.

Und so kann es ein Glas Wasser sein

oder der Moment einer Begegnung,

der dich den ganzen Himmel spüren lässt.

Lis C. Miller

 

Es gibt Tage, an denen ich denke, Mensch, warum gab es diesen Tag, mit all den Stolperfallen und Erlebnissen, die dieser Tag bereithielt. Dann nehme ich mir einen Tee, platziere mich auf dem Sofa und starre umher und besinne mich des Glücks das ich in mir empfinde. Das Glück wertvolle Menschen meine Freunde nennen zu können, das Glück zwei wunderbare Menschen meine Eltern zu nennen, das Glück, das Leben zu führen, das ich führe, das Glück der kleinen Freuden, der grossen Freuden, das Glück mit allen Sinnen so intensiv erleben zu können... das Glück mit meinen Händen und meinem Herzen geben und genauso empfangen zu können. Dann huscht ein Lächeln über mein Gesicht und alleine diese Teegedanken radieren diese schattigen Ereignisse aus.

 

26.03.2008 um 07:57 Uhr

Tibet die II.

von: Dakini

  

Stanley Larry - Potala-Palast - Lhasa Tibet China
Stanley -Potala-Palast Lhasa

Mittlerweile denke ich, dass die Sicht der Menschen die nun auf China liegt klärt. Es sind schon interessante Diskussionen auf Medienseiten zu verfolgen. Doch genau durch diese Diskussionen wird etwas Aufklärung betrieben, für die, die noch nie ihren Blick gen China, Tibet, Taiwan richteten.

Die Bundesregierung sieht im Dialog zwischen Tibetern und chinesischer Führung den einzigen Ausweg aus dem derzeitigen Konflikt. Auch den uneingeschränkten Zugang internationaler Medien zu Tibet - Der Dialog findet statt, nur auf einer anderen Ebene. Ich denke nicht, dass China auch nur im Traum darüber nachdenkt, sich mit dem Dalai Lama zu treffen, um mit ihm über eine gute Zusammenarbeit zu parlieren. Dies wird nicht geschehen. Die Messer sind und bleiben gewetzt. So wie China für einige buddhistische Richtungen die Nachfolger 'finden', so werden sie ihre Taktik beibehalten. Und wieder gibt es Tode bei Protesten. Zumindest wolle China das Einreiseverbot für ausländische Journalisten 'lockern', in dieser Woche und habe vor, eine kleine Gruppe nach Lhasa einzuladen - So, China möchte eine kleine Gruppe Journalisten einladen. Was soll denn gezeigt werden? Eine Farce.

Die Welt schaut noch zu, unsicher, was zu tun ist. Die einen denken über einen Boykott des Handels nach, die anderen über eine Nichtteilnahme an den olympischen Spielen, die einen sagen dem Dalai Lama aus politischen Gründen ab und suchen das Gespräch mit der chinesischen Regierung. Warum geht das Gespräch nicht in beiden Richtungen, wo doch der Dialog so wichtig ist? Und wieder andere sind erbost über die Tibeter, die China in ein übles Licht rücken wollen. 

Was werden sich die Politiker einfallen lassen? Mein Blick ist gen China, Tibet und dem in der Rückhand gehaltenen Taiwan gerichtet.

18.03.2008 um 18:48 Uhr

Tibet

von: Dakini

 

Anonymous  - Lightning Over The Potola - Lhasa Tibet
Anonymos

Mit Besorgnis habe ich ein Auge auf die Situation in Tibet und sehe wie sich die Vereinten Nationen dezent aus dieser 'Angelegenheit' heraushalten. Ja die Angst China könnte sich provozieren lassen ist gross, doch ist einen Vogelstrausstaktik die Richtige? Ich bezweifle es. Stattdessen werden Bilder vom normalen Leben in Tibet gezeigt, um zu zeigen, dass alles in bester Ordnung ist. Nur seltsam, dass alle Reporter das Land verlassen mussten und somit keine Möglichkeit haben, über die Tötung weiterer Tibeter zu berichten.

Das ein Dalai Lama aussagt, er würde sich als Oberhaupt zurückziehen, wenn es nicht schnellstens zu einer Besserung in Tibet kommt, ist eine unverständliche Taktik. Als Oberhaupt seiner buddhistischen Richtung, als Reinkarnierter, kann er sich doch gar nicht zurückziehen, weil er einfach ist, was und wer er ist. Nach den Vorwürfen des Herrn Wuen sieht es dann fast so aus, als würde ein Parteimitglied, wegen einer Falschaussage, die Partei verlassen. Nur. dass der Dalai Lama, keiner Partei angehört und Herr Wuen reden kann was er will.

Meinen Blick richte ich weiter gespannt gen Tibet...

16.03.2008 um 10:09 Uhr

Different views

von: Dakini

Segal Mark - International Flags in Front of Hotel Sf CA
Mark Segal

Gerade in dieser Woche hatte ich ein Telefonat mit Kollegen aus den USA. Es ist schon eine eigene Welt und mit unterschiedlichen Gesichtsweisen und wenn ich so ab und an Telefonate führe, wo sich während des Gesprächs immer wieder Schmunzelfalten bis Besorgnisfurchen auf meinem Gesicht abzeichnen, dann liegt das daran das die Landkarten dort, ganz andere sein müssen, als wir sie hier haben.

Nehmen wir das Bespiel: Kollegin 1 ruft an: Can you please tell me how many countries in Europe are using English as their language? 2

Sie versuchte dann die Frage noch mehrmals anders zu formulieren, damit ich Mensch aus Deutschland, dies auch wirklich verstehe. Meine Antwort blieb 2. Sicherlich verstehen die meisten Länder, doch die nationale Sprache ist eine andere. Ich zog es absichtlich in die Länge und hörte immer verzweifeltere Fragestellungen, bis dann die Fragen kamen, die sich als richtige Fragensalven ergossen

And what about Denmark? - Danish

and France? - French

and Spain? - Spanish

and Italy? - Italian ..... Oh, didn't they use Latin - Yes, Salve.... Oh and they changed..... Yes, a little while ago.... PUH.

und so zog es sich durch die europäischen Länder. Sie schien beeindruckt.

Zum Schluss noch einmal die Frage . And for how many countries English is THE language? TWO.

Damit war das Gespräch beendet. Zur Sicherheit bekam ich diese Anfrage noch einmal per Email, was mich dazu beflügelte, mich mit einem heissen Kaffee in die Sonne zu setzen und an Grossbritannien und Irland zu denken, oder hätte ich ihr noch sagen sollen dass Grossbritannien eigentlich aus mehreren Ländern besteht? Doch ich bezweifle, das Walisisch von Amerikanern verstanden wird.

Dann während eines Geschäftsessens, plauderten wir freudig und erhielten weitere Einsichten. Am Ende fragte der einladendende Amerikaner - Oh do you Germans have the Euro now? - No you can pay with Zloty, and you can change to British Pound...... Ahhhhhhhhhh, und als ich dann eine Telefonkonferenz die um 23 Uhr beginnen sollte dankend ablehnte, ging dann am Telefon ein AHA durch die Leitung - Oh you guys have a different time zone. Yep. Bonne nuit.

Ich bin gespannt was als nächstes kommt und habe bereits vorsorglich damit angefangen eine grosse europäische Landkarte zu erstellen mit den Zeitzonen, Sprachen, Währungen, nur so zur Sicherheit *lächel*.

15.03.2008 um 22:45 Uhr

Intelligenz.... Intelligenz?

von: Dakini

Einstein Albert - Albert Einstein

Tag ein und Tag aus wird Mensch mit der Intelligenz an sich konfrontiert. Ach ist das aber ein intelligentes Wesen. Es gibt soviele Ausprägungen. Bei einigen Ausprägungen bin ich mir wirklich im Unklaren, ob es sich bei all der wissenschaftlichen Betrachtungsweise, wirklich um Intelligenz handelt. Da gibt es in unserer Verwandtschaft einen intelligenten Kopf, der sich in mathematischen Abstraktionen ergiessen kann und auch zu Lösungsansätzen bestimmter Probleme kommt, doch ist er überfordert von der Menschenwelt an sich und fühlt sich als Reinigungskraft, die des Nächtens Turnhallen putzt am sichersten. Er verstrickt sich so in der Abstraktion, dass das Verstehen einer anderen Person schwierig ist. An sich ist es für mich so in Ordnung, denn es ist sein Weg und seine Art des Lebens, welches ich absolut akzeptiere. Doch betrachte ich es davon losgeläst unter dem Mantel der Intelligenz.

Dann hörte ich heute einen Kommentar eines warmherzigen Hauptschülers. Er sagte, dass er Angst hat vor seiner kleinen Tochter, ihr nichts bieten zu können, weil er 'nur' einen Hauptschulabschluss hat. Er traf neulich im Supermarkt auf einen alten Schulkameraden, der ihn von oben herunter ansprach und fragte, ob er denn HIER arbeitet, um dann den Ort des Geschehens zu verlassen. Hier ist es die emotionale Intelligenz, die diesen Menschen, den warmherzigen Hauptschüler, seiner Tochter so viel bietet wie manch ein Intelligenzüberflieger nicht im Traume hinbekommt.

Diffenzierte Betrachtung tut Not. Das Erkennen von Zusammenhängen, das Finden von Problemlösungen, der Gebrauch des Verstandes und vernünftiges Handeln sind die Fähigkeiten die Intelligenz beschreiben. Auch die kognitive Fähigkeit des Menschen, zu verstehen, abstrahieren, Probleme zu lösen und das Wissen anzuwenden und Sprache zu verwenden. Wikipedia sei Dank.

Für mich ist es nicht die Bezifferung eines Quotienten sondern das Komplettbild eines Menschen inklusive der Emotionalität und der gepflegten Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Gegebenheiten, ganz egal wie geartet. Warum sollte denn auch die Kreativität von der messbaren Intelligenz abgespalten werden? Ist dies nicht auch Ausdruck von Ausdruck? Abgrenzung ist meiner Meinung nach fehl am Platz. 

Was ist für Euch Intelligenz? Was steht für Euch im Vordergrund?

12.03.2008 um 20:59 Uhr

in memoriam

von: Dakini

 

Salaun P. - Paris 1975
Salaun - Paris 1975

Heute denke ich an Dich, ein besonderer Tag ist heute, denn es ist Dein Geburtstag gewesen.

Ich danke Dir für die vielen schönen Momente, für die Dinge die Du mir beibrachtest, für die vielen freudvollen Momente, das gemeinsame Lachen und Weinen. Du spieltest Karl Gustav, als ich Königin Silvia sein wollte und mir Strumpfhosen auf den Kopf setzte, um lange Haare zu haben.

Du hast mich immer aufgenommen, wenn ich zu Hause meine Koffer packte und mit meinem Hasen unter dem Arm durch den Ort lief, um bei Dir Urlaub zu machen. Du hast mich mit Strohrum gurgeln lassen, als ich Zahnschmerzen hatte und hast verwundert geguckt als ich ihn schluckte, anstatt ihn auszuspucken, so dass ich das Silvesterfest verschlief.

Du zeigtest mir wo man die schönsten Brombeeren stibitzen konnte und lehrtest mich duzende von Versen, Gedichte, Lieder und Sprichworte. Du lerntest mit 60 und Schwimmflügeln noch das Schwimmen und schwammst mit mir um die Wette. Du schenktest mir Deinen Zinnsoldaten, den ich als Glückbringer aufbewahre. Du hast die besten Waffeln der Welt gemacht und Du hast mich stundenlang gesucht, als ich mich im Bettkasten versteckte.

Du hast meine Pupertät ertragen und hattest immer ein Herz und ein Ohr für mich und ich machte Dir Deine Haare, als Du sie nicht mehr machen konntest. Du erklärtest mir die Welt und Du fragtest mich Löcher in den Bauch, wie es denn nun bei uns in der Generation vonstatten geht.

Du hieltest meine Hand als ich mit einem Stecheisen meine Ohrlöcher bekam, umarmtest mich, als ich immer wieder an der gleichen Stelle hinfiel und meine Knie blutig schrammte und ich hielt Deine Hand als Deine Seele entwich.

Du bist tief in mir und wirst immer diesen Platz in meinem Herzen haben Oma.

In Liebe

11.03.2008 um 08:21 Uhr

Wahl und Qual

von: Dakini

Monnier Henri Bonaventure - Schoolboys in the Playground
Monnier - Schoolboys in the playground

Was ist das für eine Farce in Hessen, wobei ich es gar nicht nur auf Hessen beschränken möchte. Gewählt, Versprechen, Diskussionen, Aufruhr, Revolte... Mal ehrlich. Das Ganze mutiert zu einem Kasperltheater und für voll kann ich wirklich niemanden mehr nehmen. Versprechen halten? Politiker? Davon darf Wähler doch gar nicht erst ausgehen. Und warum gehen wir dann zur Wahl, weil wir einen Hang zum Glücksspiel haben? Nein, weil wir noch Schlimmeres vermeiden wollen.

Diese Hessenwahl wird zur Qual.

Eine Durchsage, die kleinen Politiker können aus dem Spielparadies abgeholt werden...

... und bitte nicht über Los gehen und keine 4.000 Euro einstreichen.

Vielleicht sollte eine Wahl zur Abwechslung auf dem Pferderennplatz ausgetragen werden. Die Politiker können durch Leistung ihr Ziel erreichen und wir als Wähler haben noch die Möglichkeit zu gewinnen. Wenn ich es mir recht überlege, ein hervorragender Gedanke.

11.03.2008 um 07:41 Uhr

Stormy

von: Dakini

  

Anonymous  - Airplane - Boeing 747-400 Flight Deck
Anonymous

Montag, 10. März, aus meinen Federn entstiegen, entknautscht, erfrischend geduscht und mit einem Lied auf den Lippen verlasse ich das Haus in Richtung Flughafen. Es geht nach Brüssel für einen Tag und wir haben ein sehr straffes Programm zu absolvieren.

Diesmal keine Schlangen. Natürlich piepst die Sicherheitsschleuse wieder und ich muss zum Bodycheck. Ziemlich verwundert schaue ich die Beamtin an die mir unter den BH greift, sie muss das machen. Aha. Es ist das erste Mal am Flughafen, dass mir jemand direkt in den BH greift und dann auch noch unter den Bügel greift.

Zwei Maschinen werden am gleichen Gate abgewickelt. Dies kann schon rein rechnerisch nicht funktionieren. Obwohl unser Flugzeug vollständig da ist, werden die Passagiere des anderen Fluges vorgezogen. Da ein paar fehlen wird gewartet, und gewartet und..... richtig, gewartet. Über 30 Minuten zu spät dürfen wir nun endlich die Treppen nach unten eilen. Doch in einen Bus steigen, weit gefehlt. Erst ist keiner da. Dann kommt ein Bus. Der Busfahrer fragt nach unserer Flugnummer, schüttelt mit dem Kopf und sagt, nein, für sie bin ich nicht zuständig. Wunderbar. Wir warten. Nach 15 weiteren Minuten ist ein weiterer Bus organisiert und wir setzen uns in Richtung Flugzeug in Bewegung.

Alle Plätze sind eingenommen, wir können starten. Rein theoretisch. Doch der Pilot teilt uns mit, dass wir wegen der Verspätung am Gate unser Zeitfenster zum Abflug verpasst haben und erst in einer Stunde fliegen können. Aha. Gut. So gebe ich mich meiner Arbeit hin, sage meiner Kollegin in Brüssel noch Bescheid, dass es etwas später wird.

Eine Stunde später. Wir heben ab und fliegen, fliegen und ja fliegen... immer im Kreis, um Brüssel herum. Wir fallen in Luftlöcher. Draussen ist Sturm, nur auf einer Bahn kann gestartet und gelandet werden. Und als wir so kreisen, fällt unserem Piloten auf, er habe zu wenig Treibstoff an Bord. Aha. Also fliegen wir nach Liege. Dort wollte ich immer schon einmal hin. Durchgerüttelt landen wir dort und fragen uns, wann wir wieder starten können und vor allem wann wir wieder landen können. Brüssel so greifbar nah und doch so weit. Sonst beschleicht mich wirklich keine Angst beim Fliegen, doch dieses Durchgerüttelt werden und Luftloch hüpfen, lassen mich nicht sehr zuversichtlich sein. Aufmunternde Worte stärken mich. Dann die Idee. Die Entfernung zu Brüssel ist minimal. Wir fragen, ob wir aussteigen können und wir dürfen. Ein paar Passagiere schliessen sich zusammen und teilen sich Taxis nach Brüssel. 150 Euro pro Fahrzeug. Mit afrikanischen Klängen geht es weiter in Richtung Brüssel.

Um 12 Uhr komme ich endlich im Büro an und meine Kollegin und ich rasen durch alle Unterlagen, klären viel, stimmen ab, verschicken sofort Fragemails und sind dann sehr froh, dass wir so schnell vorankommen. Bereits um viertel vor vier fahre ich wieder in Richtung Flughafen. Überall blinkt es gelb und rot. Annulierungen und Verspätungen. Was ein Glück sind wir nur verspätet. Endlich im Flugzeug sitzend, bekommen wir gesagt, dass wir nun noch ca 1 Stunde im Flugzeug verharren müssen, bevor wir fliegen könne.

In Frankfurt angekommen, schreiten wir über eine Hühnerleiter ins Freie. Der Wind umfegt mich. Frankfurt 21 Uhr, gar kein Halt mehr und kein Drei-Wetter-Spray dabei. Lach. Was sagt eine Freundin zur Zeit immer..... Schlimmer geht immer. Oder Murphys Law.

Welch abenteuerlicher Tag, aber das würzt meine Reisen.

Einen unstürmischen Tag wünsche ich allseits

Dakini

09.03.2008 um 13:24 Uhr

Der Trip

von: Dakini

Musik: Relax - Take it easy

 

Diamond Mitch - Airplane in flight during sunrise sunset
Diamond Mitch - Airplane in flight during sunrise sunset

Mittwoch, Streiktag am Frankfurter Flughafen... und ich, kurz gesagt mittendrin. Bereits ein Tag zuvor wurde der erste Flug gestrichen und der letzte Platz der nächsten Maschine war mir. Schon einkalulierend, dass viel mehr Zeit eingerechnet werden muss, stieg ich zur noch nachtgeschwängerten Zeit aus meinen Federn und fuhr zum Ort des Geschehens. In weiser Vorraussicht, hatte ich nur Handgepäck dabei, ein Risiko wollte ich nicht eingehen.

Das Terminal 1 mit Halle A und B bestand aus einer bzw zwei riesigen Warteschlangen, die sich zwischendurch kreuzten. Hätte ich mich dort anstellen müssen, wäre ich wahrscheinlich noch nicht am Abend in London angekommen. Ich fragte einen Informationsmann, der mir und einer jungen Frau hinter mir sagte, wir sollen ihm folgen. Wir taten dies, denn was hätte länger dauern können als in einer kilometerlangen Schlange anzustehen. Er brachte uns zu einem anderen Eingang und die Schlange dort hielt sich in Grenzen. Vielmehr machten die netten Herrschaften auch noch einen weiteren Sicherheitsbereich auf, so dass wir sehr schnell hinter die Kontrollen kamen. Mit meiner Begleitung kam ich sehr gut ins Gespräch und wir hatten eine Menge Spass, den Weg bis hin zu unserem wirklichen Abflugsgate zu finden. Amüsiert fielen mir an der Decke weise Planen auf, die wie Kuheuter (da war sie wieder die Kuh) nach unten hangen und um das ganze Bild zu verfeinern hingen mittig Schläuche daran, die Aussahen wie Milchpumpen. Ein köstliches Bild.

Im Stechschritt liefen wir uns die Füsse wund, liefen hoch und runter, kreuz und quer und standen dann vor freundlich lächelnden Polizeibeamten, die unsere Ausweise kontrollierten. Nun meine Adresse auf der Rückseite war nicht mehr leserlich. da ein Mitarbeiter einer Fluggesellschrift mir dort einmal mein Gepäckaufkleber anbrachte, welcher beim abziehen, die komplette Adresse beseitigte. Da allerdings der Ausweis im April ausläuft und ich einen neuen benötige, lies er mich ohne Auflagen passieren. Was ein Glück. Noch durch die zweite Kontrolle, mit wieder alles ausziehen, zumindest das Darübergezogene, samt Schuhe, Laptop aus der Tasche, Klarsichttasche mit Flüssigkeiten, alles raus und dann wieder das Piepsen... Ein erneutes Abtasten, dank meines metallenen BHbügels und glücklich eilten wir zu den Bussen, die uns zum Flugzeug brachten.

Im Flugzeug sagte der Pilot, er habe zwei Ansagen zu machen, die eine, dass wir pünktlich abfliegen können, zwar nicht mit allen an Bord, aber pünktlich, und zum anderen, dass kein Gepäckstück an Bord ist. Ein raunen geht durch die Menge. Ich tätschel beruhigt meinen Rucksack.

Neben mir sitzt ein Businessmann der anscheinend nicht weiss, wie ein Taschentuch aussieht oder nicht im Besitz eines solchen ist. Die Geräusche die er von sich gibt, treiben mir die Finger in die Ohren und ich wünsche mir meinen in Paris geklauten iPod an Bord. Von vorne dringt ein penetranter Geruch nach, bitte duschen in meine Nase und für die nachfolgenden Reisen nehme ich mir vor, mehrere Ohrstöpsel mitzunehmen, die man dann durchaus auch in die Nase stecken kann.

Mein Kollege, der mich mitnehmen wollte, rief mich an, er sei schon einmal vorgefahren und der Taxifahrer befördert mich sehr unfreundlich nach einer 10 Pfund Fahrt aus dem Taxi. What a day.

Wir arbeiten uns durch Berge und nach getaner Arbeit gehen wir ins Hotel. ich hätte gewarnt sein müssen. Mein englischer Kollege, hat ein *praktisches* Hotel gebucht. *Praktisch* oh ja, denn es liegt gerade gegenüber des Bürogebäudes, in welchem wir uns gerade befinden. Die Gänge des Hotels sind sehr sehr lang. Alle Zimmer von 100 bis 745 liegen auf einer Ebene und haben den Anschein, dass nur ein rotes Licht fehlt um den letzten Schliff zu haben. Wunderschön. Im Zimmer freue ich mich über den obligatorischen englischen Heisswasserkocher, als mir dieser fast aus der Hand fiel, als der erste Flieger *durch mein Zimmer* flog. Ja dies praktische Hotel liegt direkt an der Start und Landebahn des Londoner Flughafens und dieser ist bekanntlich nicht der Unfrequentierteste. Ich wollte schon immer einmal die Boeing 747-400 in meinem Zimmer haben. Als dann bei einer Fluglärmpause, das Tropfen des Wasserhahns an mein Ohr trang musste ich schallend lachen. Wie heisst es so schön, schlimmer geht immer - Zitat einer Freundin.

Da auch die Heizung nicht wirklich funktionierte, gönnte ich mir am Morgen eine heisse Dusche. Doch bevor ich diese entere, nachdem ich mich vom Farbschock im Bad erholte (rosa-mint-gekachelt mit Schimmel an der Decke) las ich folgendes Schild:

Before using the shower please note...

This room has a sensitive fire alarm for your safety.

To avoid activating it with steam vapour, pleas SHUT the bathroom door whilst using the shower.

 Während ich Tränen lachte und die Türe von innen schloss und das Wasser mit über den Körper ran, hatte ich Bilder vor dem inneren Auge, wie die Sprinkleranlage ihren Inhalt über all meine elektronischen Geräte und Kleidungsstücke ergoss.

Nach dem Kundentermin wollte Kollege A noch schnell in die Bank und ich wartete davor auf ihn. Ich genoss die Kulisse. Dann erschien ein Inder mit einem grossen Schild auf der Bildfläche mit einem grossen roten Pfeil darauf. Erst dachte ich, ach die Engländer demonstrieren jetzt auch, doch weit gefehlt. Er war ein wandelndes Werbeplakat. Der Pfeil zeigte auf das einzige Sonycenter der Stadt und der Mann lief so den gesamten Tag durch die Innenstadt. ABM auf englisch.

Da mein praktischer Kollege, um Kosten zu sparen, kein GPS an Bord hatte, verfuhr er sich. So konnten wir eine englische Kleinstadt und deren wundervolle Umgebung kennenlernen. Ich glaube wir verfuhren das Getankte damit, dass wir wieder den Weg zur Hauptstrasse suchten. Alles sehr amüsant. Ich kam mir zeitweise vor wie in einem Slapstick oder der versteckten Kamera.

Wie froh war ich, als ich am Abend in meinen gemütlichen vier Wänden eintraf, das Bad volldampfen und dann wohlig in friedvoller Stille einschlafen konnte.

Funny stories while travelling. Wahrscheinlich könnte ich ein Buch damit füllen. Aber eines ist gewiss, ich geniesse es, obwohl es anstrengend ist, dies erleben zu können.

03.03.2008 um 23:00 Uhr

Nachrichten

von: Dakini

Stimmung: I feel noch better
Musik: I feel good

 

Kamp Eric - Cup of Coffee By Various Foreign Newspapers
Eric Kamp - Cup of Coffee By Various Foreign Newspapers

Nun, nach über 2 Jahren Dakinis Welt, stelle ich fest, dass es hier auch den Bereich Nachrichten gibt und dort sage und schreibe 254 Nachrichten aufgelaufen sind. Klicke ich auf eingeganene Nachrichten, so sehe ich nur die letzten 3 und sonst keine Einzige. So mag mich manch einer für ignorant gehalten haben, da keine Antwort kam, doch hier ist des Rätsels Lösung.

Sehr dankbar wäre ich darüber, wenn mir ein erfahrenes Wesen sagen kann wie ich auch die restlichen Nachrichten in die Sichtbarkeit verwandele.

Ich bin gespannt was ich hier noch entdecke, in den nächsten zwei Jahren.

Liebe Grüsse an die Licht-ins-Dunkel-Bringer und Einfach-nur-so-Hereinschnupperer

Dakini

01.03.2008 um 19:02 Uhr

Entschleunigung

von: Dakini

 

 

Anonymous  - Die Ruhepause
Anonymos - Die Ruhepause

Da hetzt Mensch von A nach B über C und D, mit multimedialer Vollausstattung, Dauerbeschallung oder vielmehr Dauersinnesüberflutung, ist multitasking, stellt am besten noch mit dem Fußzeh die Waschmaschine an, während man bei einer Telefonkonferenz 30 Emails bearbeitet und im Gegenzug 60 Neue zu erhalten.

Gestern war ein Tag, der bereits um 6 Uhr morgens begann und mich wie ein Ventilator am dauerrotieren hielt. Gegen Nachmittag, sagte ich mir dann, stopp. So nicht. Auszeit. Mit einem heißen Tee in der Hand, machte ich es mir auf meinem Sofa bequem und guckte meinen Blumenstrauß an, den ich einen Tag zuvor erstanden hatte. Handies aus, Festnetze aus, kein Blick in die Emails. War das herrlich. Diese Auszeit für 30 Minuten war brilliant.

Entschleunigung pur. Am Abend als ich eine Massage gab und ich gefüllt war von Wärme und Ruhe, kam mir dieser Begriff wieder in den Sinn und prangt noch jetzt in meinen Gehirnwindungen - Entschleunigung. Ja er gefällt mir. Wer sagt denn, dass wir wie eine Ariane Rakete um die Welt hetzen müssen.

Nachdem nun Emma die Wolken weggepustet hat und mich heute Morgen mit Blitz und Donner aus dem Land der Träume aufschrecken lies, machte ich einen Spaziergang an einem Fluss entlang, der gesäumt von Bäumen ruhig dahinfloss. Kein Schiff durchbrach die glatte Oberfläche, nur manch kecker Vogel landete fröhlich mit einer Wasserfontäne. Auf einer Bank genoss ich die Sonnenstrahlen die mich frech in der Nase kitzelten und sprach mit einem kleinen Vogel der neben mir auf der Bank zur Ruhe kam. Ich glaube wirklich, dass so manches Tier versteht was man sagt. Wir ließen es uns also zu zweit gut gehen.

Mit einer neuen CD von Nightwish bügelte ich Ariendurchtrungen einen Teil der Wäsche und amüsiere mich köstlich beim Lesen des Buches *Mieses Karma*. Wer Casanova als Ameise erleben möchte, sollte sich dies Buch nicht entgehen lassen.

Ich wünsche ein allseits entschleunigtes Wochenende.

Liebe Grüsse

Dakini