Paul Franklin - Dune 45 Namibia
Wir gingen durch das Leben wie Schwestern. Eine Zeit lang und erlebten die Welt. Vielleicht kannte ich sie nie richtig. Im letzten Jahr nahm sie mich zur Seite und *meinte es ja nur gut*, in dem sie mir viele Punkte in meinem Leben aufzeigen wollte, die mir nicht gut tun, bei welchen ich grosse Probleme hätte. Sie wühlte mich auf bei diesem Gespräch. Doch noch mehr folgte das Aufwühlen im nachhinein, als ich in Ruhe ihre Worte noch einmal durchging. Angefangen von meinen Räumlichkeiten und deren Einrichtung, über Menschen die mir sehr nahe stehen und mir sehr viel bedeuten, über meine Arbeit und die damit verbundenen vielen Reisen, meine Massagearbeit und vieles mehr. Ich sei zu esoterisch geworden.... auf die Frage es genauer zu benennen, da ich dies Gefühl wirklich nicht habe, konnte sie mir keine Antwort geben.
Alles in allem verletzt mich an der ganzen Situation die Tatsache, dass sie sich eine Meinung bildet, obwohl wir lange nur eingeschränkt Kontakt hatten, da sie selbst eine Zeit der Ruhe benötigte, ja fast ein ganzes Jahr lang. Sie beurteilt Menschen, obwohl sie sie nicht kennt. Es berührt mich, wenn sie meint, dass ich zu viele Dinge in meiner Wohnung habe, doch das bin ich. Ich liebe meine Wohnung und all ihre Ecken und gemütlichen Rückziehmöglichkeiten, die Pflanzen darin und jedes einzelne Buch. Warum ist es nicht möglich eine Freundin so zu akzeptieren wie sie ist, mit allem drum und dran? Wenn mein Gefüge angegriffen wird, so trifft auch mich dies und dies tut mir nicht gut. Es ist Enttäuschung die sich breit machte in mir und ich trat einen Schritt zurück. Viele Gedanken habe ich mir gemacht über ihre Worte und das Wort Akzeptanz steht massiv im Vordergrund.
Ich nahm das ausschlaggebende Gespräch zum Anlass meine nahen Freunde zu befragen, ob ich mich in ihren Augen verändert habe, ich wollte es wissen. Vielleicht passte ja meine Innen- und Aussenwahrnehmung nicht überein. Eine 360° folgte, mit anonymer Antwort der Befragten. Die Rückmeldungen taten mir sehr gut. Sie waren offen und ehrlich und hielten mir einen Spiegel vor. Sie wärmten mich und geben mir Kraft und zeigten mir, dass die Innen- und Ausseneinschätzung nicht abweicht.
Ich akzeptiere meine Freunde so wie sie sind, mit all ihren Ecken und Kanten, denn diese bringen doch die Würze in das Leben und deshalb sind sie doch auch Freunde, weil wir uns gegenseitig inspirieren, über intensive Themen reden, lauthals lachen und auch weinen können. Weil wir uns akzeptieren. Es ist nicht die Tatsache, dass Freunde sich auch einmal Dinge sagen, die einem selbst vielleicht nicht gut tun, aber wichtig sind, damit man eine klare Sicht behält, das ist wunderbar. Nein, es ist die Tatsache, dass all die benannten Themen, nicht begründbar sind, Menschen nicht gekannt sind die beurteilt werden und eigene Dinge die einem wertvoll und nahe sind nicht akzeptiert werden.
Es braucht eine Zeit. Eine Zeit zum Realisieren. Eine Zeit zum sich klar darüber werden, in welche Richtung es weiter geht.
Ich bin auf dem richtigen Weg und ich bin dankbar sehr wertvolle Menschen meine Freunde nennen zu können. Danke.