Dakinis Welt

29.09.2008 um 16:19 Uhr

Neuronales Netzwerk errechnet Todeswahrscheinlichkeit

von: Dakini

Frare Therese - Mann im Gefaengnis
Therese Frare - Mann im Gefängnis 

  

Sterben nach System - Neuronales Netzwerk errechnet Todeswahrscheinlichkeit
3.228 Menschen warteten im Jahre 2006 in US-Gefängnissen auf ihre Hinrichtung. Lediglich 53 von ihnen wurden tatsächlich exekutiert. Karamouzis und Harper arbeiteten mit einem neuronalen Netzwerk, um herauszufinden, welchen Grund diese unverhältnismäßige Verteilung hat. Im Vergleich zu einem gewöhnlichen Computer, ist das neuronale Netzwerk in der Lage, zu lernen und Muster in gespeicherten Daten zu erkennen. Im Verlauf der Studie wurde das Netzwerk mit den Profildaten von 1.000 zum Tode Verurteilten gefüllt. Eine Hälfte bestand aus tatsächlich hingerichteten Menschen, die restlichen 500 waren Überlebende. Ein Gefangenenprofil setzte sich aus 18 Merkmalen zusammen. Unter anderem wurden Geschlecht, Alter, Rasse, Familienstand, Bildungsniveau gespeichert. Außerdem wurde vermerkt, ob der Kandidat hingerichtet wurde oder nicht.

 

Beunruhigendes Ergebnis
Nachdem diese Daten ausgewertet waren, speisten die Forscher 300 weitere Profile von Todeskandidaten in das System ein. Der Rechner sollte anhand der ersten Untersuchung nun bestimmen, wer von den 300 Kandidaten hingerichtet wurde. Dank seiner Fähigkeit Daten zu kombinieren und Muster zu erstellen, lag das neuronale Netzwerk in 270 von 300 Fällen richtig. Um herauszufinden, welcher der 18 Parameter den stärksten Einfluss auf das Ergebnis haben würde, begannen die beiden Forscher die einzelnen Faktoren aus der Rechenanalyse zu insolieren und die Berechnung neu zu starten. Das Resultat war ebenso schockierend wie verblüffend: Sobald Karamouzis und Harper den Faktor „Bildungsniveau“ entfernten, klafften die Berechnungen auseinander. Die Ergebnisse stimmten nicht mehr überein. Hieraus folgerte das Forscherteam, dass vor allem die Schulbildung eines zum Tode verurteilten Inhaftierten darüber entscheidet, ob er hingerichtet wird oder nicht – und das scheinbar völlig unabhängig von der Art des Verbrechens, für das sie verurteilt wurden.

 

Mangelnde Bildung schwächt Verteidigung
"Bildung ist der Pass für die Zukunft, denn das Morgen gehört denen, die sich heute darauf vorbereiten." Dieser Ausspruch des US-Bürgerrechtlers Malcolm X scheint eine Prophezeiung auf die Forschungsergebnisse von Karamouzis und Harper zu sein. Ihre im New Scientist veröffentlichte Studie verdeutlicht vor allem eines: Die Todesstrafe wird bevorzugt bei Gefangenen mit geringerer schulischer Ausbildung angewendet, ungeachtet der Schwere des begangenen Verbrechens. Und offensichtlich ändert auch die Verteidigung der Angeklagten nichts an dem herausgefundenen Muster. Ganz im Gegenteil: Fehlende Bildung scheint auch eine schwächere Verteidigung nach sich zu ziehen. Jeder Angeklagte bekommt zwar einen Pflichtverteidiger. In den meisten Fällen sind diese aber unerfahren in Strafsachen oder uninteressiert am Ausgang des Prozesses. Sumit Bhattacharyya, USA-Experte der deutschen Sektion von amnesty international, kennt dieses Problem: "Zum Tode verurteilte Häftlinge mit geringem Bildungsstand sind zum einen finanziell nicht in der Lage, sich von einem kompetenten Wahlverteidiger vertreten zu lassen". "Zum anderen", so Bhattacharyya, "kennen Inhaftierte der unteren Bildungsschichten nicht die Mittel und Wege, sich einen anständigen Verteidiger zu besorgen." Karamouzis und Harper erwarten sich von der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse allerdings keine politischen oder gesellschaftlichen Reaktionen. Harper ist sich sicher, dass die Todesstrafe weiterhin Teil des amerikanischen Rechtssystem sein wird, da die breite Öffentlichkeit diese Form der Verurteilung unterstützt.

Quelle: msn Wissen

 

Nun frage ich mich, für was dies gut ist. Was bringt es mir einen tollen Verteidiger zu finanzieren, der mich zu einer lebenslangen Haft verhilft. Ist es das, was ein Mensch mit toller Bildung braucht? Letztendlich heisst es sogar, dass alle zum Tode verurteilt sind, doch nur bei den Menschen mit weniger Bildung die Wahrscheinlichkeit höher liegt, auch tatsächlich zu sterben. Was hilft mir da ein teurer Verteidiger?
Dann lieber gleich einen kleinen Cocktail, anstatt das gesamte Leben darauf zu warten, dass eventuell irgendwann einmal das Urteil vollstreckt wird oder vor Aufregung der Herzschlag von alleine aufhört.

 

27.09.2008 um 09:20 Uhr

Wie recht doch die alten Lateiner hatten......

von: Dakini

Musik: Carmina Burana

Cleomenes  - Marcellus as Mercury variously identified as Germanicus Caesar and Octavian c.23 BC (marble)
Cleomenes
Sita usvilate inis taberce ines.
unbekannt

23.09.2008 um 10:10 Uhr

Der Goethesche Vers

von: Dakini

 

 Warhol Andy - Goethe Red and Black-sm

Andy Warhol - Goethe Red and Black

 

Alle die Weisesten aller der Zeiten

Lächeln und winken und stimmen mit ein:

Töricht, auf Bess'rung der Toren zu harren!

Kinder der Klugheit, o habet die Narren

Eben zum Narren auch, wie sich's gehört!

Goethe

 

14.09.2008 um 13:52 Uhr

Who let the dogs out.....?

von: Dakini

Musik: Who let the dogs out.....

 

Anonymous  - All About Cats
Anonymous - All about Cats

Mir war ja schon immer bewusst, dass es tolle Dinge für das Tier gibt, damit es ihm gut geht.... menschlich gut geht, aber nun ist meine Vorstellungskraft überschritten, zumindest was das Hundeleben angeht.

Auf meinem letzten Flug innerhalb USA fiel mir dann ein Prospekt in die Hände, mit allerhand Dingen, die Mensch unbedingt haben sollte und dabei stiess ich ua auf folgende Hundeutensilien.... die must haves der Hundewelt.

Angefangen von Indoor Dog Restrooms, Large Capacity Drinking Fountains und Pet Gates, damit das Tier auch nicht in ungewollte Gebiete vordringt.

Backyard Dog agility Course mit Tunnel, Kreisen zum Durchspringen und Hindernisparcour. Hat sich Hund dann ausgetobt, kann er sich auf dem Coolaroo Dog Bed niederlassen, denn wie sagt die Werbung so schön, Fido bleibt darauf cool und fühlt sich wohl.. Sollte der Hund nicht mehr auf dieses Bett hinaufkommen, wegen Altersbeschwerden gibt es natürlich das fold-away PupstepPlus. Über eine Treppe kommt so Hund auf das Bett. Eigentlich genau wo Hund auch hinsollte.... Sollte es dem Hund draussen einmal zu heiss werden, wird eine Weste für den Hund angeboten, welche kühlt und den Hund vor Überhitzung schützt.

Sehr gut macht sich im Wohnzimmer auch ein stylischer Pinientisch mit integriertem Hundekäfig, natürlich als Körbchen deklariert und sehr schön anzusehen.

Fehlen darf in der Sammlung auch nicht der Traveling Pet Seat. Gut angegurtet, verweilt das Tier während der Fahrt auf einem erhöhten Sitz, um die Aussicht geniessen zu können und sollte Hund dann nicht aus dem Auto aussteigen können, kann sofort die Aussteigerampe in die Türe gehangen werden, damit Tier auch wieder auf die Strasse kommt.

Mein absoluter Favorit ist allerdings the Pet Observation Porthole. Man stelle es sich wie eine halbe, durchsichtige Acrylkugel vor, welche als Fenster zur Aussenwelt in den Gartenzaun eingesetzt werden kann - to give the dog a panoramic view.... ja auch der Hund sollte wissen was in der Aussenwelt vor sich geht. Selbstverständlich durchlöchert man den Gartenzaun an mehreren Stellen, damit der Hund mehr Freiraum bekommt.

Eine herrliche Lektüre und viele lachende Hundegesichter.... mein Zwerchfell ist wieder trainiert.

Mit Tränen vor Lachen in den Augen

Dakini

13.09.2008 um 21:25 Uhr

Leise, leise, still und leise...

von: Dakini

 Richmond G. - Amsterdam

G.Richmond - Amsterdam

 

Leise, leise, still und leise,

Fuss um Fuss durchs feuchte Moos,

durchstreif ich Wälder, Höhlen, Pforten,

die Kälte lässt mich nicht mehr los.

 

Felsen, Steine, Monumente,

Zeugen einer langen Zeit,

Wachen still und leis im Fernen,

geben Schutz und sind bereit.

 

Leise, leise, still und leise,

Fuss um Fuss durchs feuchte Moos,

lass ich mich wohlig versinken,

in des Baches feuchten Schoss.

 

by Dakini