Dakinis Welt

19.11.2008 um 18:03 Uhr

Stille...

von: Dakini

 Hopper Edward - The Night Window - 1928

Eduard Hopper - The night window

 

Reisend, eilend, aus- und einpackend, umräumend,

Fahrend, fliegend, laufend, gehend,

Telefonierend, schreibend, diskutierend, lesend,

Freudig, ernst, motivierend, frustrierend,

Entschleunigend ruhen,

In einem Zimmer mit Blick auf einen Baum.

Stille.

 

by Dakini

17.11.2008 um 18:19 Uhr

Usage in case of emergency only...

von: Dakini

  

Anonymous  - Bus-Like Tramway to Mt. Hood Oregon
Anonymous

Es ist Morgen, der Wecker hat mich aus dem Tiefschlaf geholt und ich spule meine Morgenprozedur ab...... erstmal Füsse kreisen bis ich ein Mass an Wachheit erreicht habe, um meinen Luxuskörper aus den Federn zu befördern. Dusche, Zähneputzen, Restaurierungsmassnahmen zum Verdecken von Stressobjekten im Gesicht, die auf Pubertät schliessen lassen, Föhnen, in den netten schwarzen Anzug springen, noch die Rennschuhe an und los geht es gen Flughafen.

Da ich heute nicht auf komplettes Durchtasten stehe, ziehe ich schon gleich meine Schuhe aus und husche ohne gepiepe durch das Sicherheitstor. Mit einem Milchkaffee bewaffnet, suche ich mir ein nettes Plätzchen am Fenster mit Blick auf die Flugzeuge und das Morgenrot und schlürfe, wohligstarrend das Geschehen an.

Im Bus zum Flug, lasse ich meine Blicke schweifen und bumm, da bleiben sie haften an den Worten: Emergency Cock - Please use in case of emergency only.......

Ich musste schallend lachen, was mir sehr verdutzte Blicke einhandelte und mich noch mehr zum Lachen brachte. Es ist nicht, dass ich alles zweideutig interpretiere, vielmehr betrachte ich Dinge und dann entstehen Bilder oder Wortwitze und ich spiele so gerne mit Worten. Emergency Cock.... die denken am Flughafen ja wirklich an alles. Aber so im Bus.... ich weiss ja nicht.... grins....

Sollte jemand einmal auf einem Flughafen in Ruhe meditieren wollen, ist Dresden herrlich geeignet dazu. So etwas süsses, kleines, sauberes und vor allem ruhiges habe ich noch nicht erlebt. Den Flughafen habe ich gleich in mein Herz geschlossen.

Als ich heute Abend endlich wieder heimischen Boden unter mir habe und aus dem Auto steige höre ich Vögel, es scheinen eine Menge zu sein. Ein Blick nach oben und ich sehe sie.... Zugvögel auf ihrem Weg in den Süden. Eine riesige Formation, im Sonnenuntergang. Fasziniert bleibe ich eine ganze Weile stehen, schaue ihnen zu und wünsche ihnen eine gute Reise.

10.11.2008 um 08:13 Uhr

Regenwürmer können nicht beissen...

von: Dakini

Musik: Hörst Du die Regenwürmer husten

 

Regenwürmer können nicht beissen,

weil sie vorne und hinten Schwanz haben.

08.11.2008 um 17:33 Uhr

Herzenswärme

von: Dakini

 Anonymous  - Sarah in Her Dads Hand

Anonymous

Herzenswärme,

Zeit um Raum zu geben,

Halt,

Geborgenheit,

Berührung,

Heartworks,

Begleitung,

Herzenswärme

 

by Daki

 

07.11.2008 um 20:16 Uhr

Die fahren alle falsch.....

von: Dakini

Musik: Rolling.....

Bibikow Walter - Taxis London England
Walter Bibikow - Taxis London England

 

Was war das ein Spass. Die letzten beiden Tage verbrachte ich in Wales und England. Da die Orte recht weit voneinander entfernt liegen, hatte ich die Ehre das erste Mal einen englischen Leihwagen zu fahren. Die ersten Schweissperlen traten mir auf die Stirn, als auf dem Weg zur Autobahn so mancher Ort durchquert werden musste und diese zum Teil so enge Strassen haben, dass nur ein Auto durchpasst. Links und rechts Mauern.... puh und irgendwie ein anderes Umfangsverhältnis des Autos im Sinn.

Die Dame von TomTom geleitet mich immer wieder in Roundabouts.... wer hat sie erfunden? Ja die Engländer waren es. So viel Kreisverkehr. Das gute daran ist, dass wenn man sich vertan hat, immer weiter im Kreis fahren kann. Nur dass der Kreisverkehr nicht wie bei uns meist 1 spurig ist, sondern 3-4 spurig. Na und die Dame von TomTom hat mich auch von teuren Fotografien abgehalten und hat wilde Töne von sich gegeben. Auch wenn sie mich gestern Nacht in der Wildnis hängenlies, so mag ich sie dennoch. Eine wirkliche Erleichterung. Ach und die Musiksender sind ein wahrer Segen. GENIAL.

Richtig lachen musste ich nach einer Rast. Der knurrende Magen war gefüllt und ich trank noch genüsslich eine Gingerbreadlatte hmmmmmm, da kam das nächste Ortsschild.... Hungerford.... Herrlich. Als ob sie das gewusst haben.

Heute Morgen sah ich dann bei den morgentlichen Restaurierungsmassnahmen eine Experimentesendung mit sehr spassigen Test zb das in die Luft sprengen eines Gewächshauses inklusive reifer Tomaten. Interessant fand ich allerdings folgendes: Man stelle sich soweit von der Wand weg, dass man sich vorbeugen kann und mit dem Kopf die Wand berührt und der Rücken im 90 Grad Winkel zu den Beinen ist. Dann stelle man einen Stuhl mit Armlehne unter den Oberkörper und hebe ihn an. Schon alleine so ein recht komisches Bild aber dann bitte noch versuchen sich aufzurichten und den Kopf von der Wand zu nehmen. Bei Männern funktioniert dies nicht. Bei Frauen soll es funktionieren, weil sie eine andere Gewichtsverlagerung haben. Könnt ihr das bitte mal probieren und mir sagen bei wem es funktioniert hat und bei wem nicht?

Als ich heute Abend dann geschafft in meinem Auto sass und mich eine Lichthupe von der linken Seite auf die Rechte trieb, freute ich mich nun erst Morgen wieder fahren zu dürfen ;-)

Und nun werde ich die Gräten von mir strecken und den Freitag ausklingen lassen.

 

03.11.2008 um 10:12 Uhr

Blickwinkel und Gebirge

von: Dakini

Stimmung: beschwingt

Model Bobby - Silhouette eines Bergsteigers vor dem Sonnenuntergang ueber dem Karakorum-Gebirge
Bobby Model -
Silhouette eines Bergsteigers vor dem Sonnenuntergang über dem Karakorum Gebirge

Ab und an stehen wir vor einem Berg und scheinen gar nicht das Ausmass ergreifen zu können. Ein unüberwindbarer Berg?.... nein.... Dann stehen wir ab und an einem Abgrund und es scheint uns dort hinunterzuziehen, ein Tal ohne Grund?..... nein.... Ein Bergweg, voller Felsbrocken.... unforträumbar?.... nein... Ich könnte unendlich so weiterschreiben und dann ist mir DAS Bild dazu eingefallen, das Wortbild. Wir sind unsere eigenen Gebirge und unser Leben besteht darin, dies Gebirge kennenzulernen. Dann kann man sich ruhig ans Gipfelkreuz setzen, alles überblicken, einmal darüberfliegen oder auch von einem Cafe aus das Gebirge beobachten. Das Cafe ist dann das Beisammensein mit ganz nahen Menschen, mit Freunden oder auch Bekannten und die Gespräche, in welchen man das eigene Gebirge reflektiert und reflektiert bekommt. So kann man immer wieder die Gelegenheit nutzen die Blickwinkel zu ändern. Und das allerbeste daran ist, dass wir nicht alleine sind.

So, der Kamerad Schnürschuh Dakini wird ein wenig wandern gehen und in die Winkel blicken.