Anonymous
Es ist Morgen, der Wecker hat mich aus dem Tiefschlaf geholt und ich spule meine Morgenprozedur ab...... erstmal Füsse kreisen bis ich ein Mass an Wachheit erreicht habe, um meinen Luxuskörper aus den Federn zu befördern. Dusche, Zähneputzen, Restaurierungsmassnahmen zum Verdecken von Stressobjekten im Gesicht, die auf Pubertät schliessen lassen, Föhnen, in den netten schwarzen Anzug springen, noch die Rennschuhe an und los geht es gen Flughafen.
Da ich heute nicht auf komplettes Durchtasten stehe, ziehe ich schon gleich meine Schuhe aus und husche ohne gepiepe durch das Sicherheitstor. Mit einem Milchkaffee bewaffnet, suche ich mir ein nettes Plätzchen am Fenster mit Blick auf die Flugzeuge und das Morgenrot und schlürfe, wohligstarrend das Geschehen an.
Im Bus zum Flug, lasse ich meine Blicke schweifen und bumm, da bleiben sie haften an den Worten: Emergency Cock - Please use in case of emergency only.......
Ich musste schallend lachen, was mir sehr verdutzte Blicke einhandelte und mich noch mehr zum Lachen brachte. Es ist nicht, dass ich alles zweideutig interpretiere, vielmehr betrachte ich Dinge und dann entstehen Bilder oder Wortwitze und ich spiele so gerne mit Worten. Emergency Cock.... die denken am Flughafen ja wirklich an alles. Aber so im Bus.... ich weiss ja nicht.... grins....
Sollte jemand einmal auf einem Flughafen in Ruhe meditieren wollen, ist Dresden herrlich geeignet dazu. So etwas süsses, kleines, sauberes und vor allem ruhiges habe ich noch nicht erlebt. Den Flughafen habe ich gleich in mein Herz geschlossen.
Als ich heute Abend endlich wieder heimischen Boden unter mir habe und aus dem Auto steige höre ich Vögel, es scheinen eine Menge zu sein. Ein Blick nach oben und ich sehe sie.... Zugvögel auf ihrem Weg in den Süden. Eine riesige Formation, im Sonnenuntergang. Fasziniert bleibe ich eine ganze Weile stehen, schaue ihnen zu und wünsche ihnen eine gute Reise.