Die Wikinger waren keine geschlossene ethnische Gruppe, sondern lebten in verschiedenen Stämmen und Völkern in Skandinavien. Als Wikingerzeit wird vornehmlich die Zeit zwischen793 und 1066 angesehen. Sie plünderten, besiedelten und errichteten ein weitreichendes Handelsnetz. Aufgrund ihrer überlegenen Fähigkeiten im Schiffbau waren die Wikingerschiffe gefürchtet, da sie schnell und wendig waren und somit ideal, um auf Raubzügen Angst und Schrecken zu verbreiten.
Die Runensteine von Jelling gehören zu den wichtigsten Zeugen der Wikingerzeit. Auf dem größeren der beiden Steine findet sich die früheste Christusdarstellung Dänemarks. Er ist das Vermächtnis König Harald Blauzahns, der das Christentum im Lande einführte, und wird als der “Taufstein” Dänemarks bezeichnet.
Mit mehr als 700 Gräbern ist Lindholm Høje eine der größten Nekropolen der Wikingerzeit. Die Steine rund um eine große Zahl der Gräber sind oval angeordnet und bilden die Form der typischen Schiffe nach. Hochgestellte Persönlichkeiten wurden sogar in echten Booten beigesetzt.
Die Dänen lieben ihre eigene Geschichte und feiern ihre Wikingerherkunft. Vor allem im Sommer finden in verschiedenen Orten des Landes Wikingerspiele und Wikingermärkte statt, die die alte Geschichte wieder lebendig werden lassen. Ebenso tragen in Freilichtmuseen arbeitende Statisten dazu bei, dass die Atmosphäre der alten Zeit lebensecht wiederersteht, indem sie den Alltagsbeschäftigungen ihrer Vorfahren nachgehen.
Im Wikingerschffsmuseum von Roskilde kann man fünf Wikingerschiffe bewundern, die 1962 vor der Stadt gehoben und danach rekonstruiert wurden. 1969 Eingeweiht, ist das Museum heute auch ein beliebter Treffpunkt für Schiffsrestauratoren, die hier an antiken Modellen ihre Technik verfeinern lernen.