Stimmung: erstmal satt, weitgehend zufrieden mit der Gesamtsituation
Musik: Revolverheld - Mit dir chillen [03:57]
Ein herrlicher Herbsttag da draußen! Die bunten Blätter, die von den
Bäumen herabfallen und beim überqueren der Wiese herrlich rascheln. Ein
wunderschön tiefblauer Himmel. Keine Wolken zu sehen! Sonnenstrahlen
fallen auf mich herab und wärmen mich auf. Ist schon eine Weile her,
dass ich Sonne tanken konnte. Aber es ist dafür umso schöner. Und das
Beste: Ich war nicht allein... Aber dazu gleich mehr.
Alles fing vor etwa einer Woche an, als mich Sabrina (so der Name der
Protagonistin in meiner heutigen Blog-Ausgabe; Name von der Redaktion
NICHT geändert) seit längerem Stillschweigen plötzlich wieder im MSN
ansprach. Wie es mir denn so gehen würde et cetera pp.
Interessanterweise war dieses Gespräch aber irgendwie etwas anders, als
die letzten mit ihr - zumindest war das mein Eindruck. Ich erfuhr
zudem, dass sie derzeit wohl wieder single sei. Eine Information, die
mich zwar auf der einen Seite nicht gleich vor Entzücken in die Luft
springen ließ, über die ich aber doch irgendwo erleichtert war. Sie ist
also wieder single...
Eigentlich, so würden es sicherlich die ein oder anderen unbeteiligten
Leute sehen, kein Problem. Er ist single, sie ist single - was steht
also einer gemeinsamen Zweisamkeit entgegen? Aber die Realität mit
ihren zahlreichen Facetten sieht da doch etwas anders aus. Zum einen
kann niemand von hier auf jetzt sein Glück finden oder gar dazu
gezwungen werden und dann besteht auch immernoch die teils begründete
unangenehme Möglichkeit, dass sie nicht an einem interessiert ist
(beziehungstechnisch) oder man einfach nicht so recht zusammenpasst.
Was sollte ich also tun? Nun, ich dachte mir das Szenario
folgendermaßen: Ich bin ein Auto (Porsche 911 oder so ^^) und fahre auf
meiner Straße in Richtung Glück. Nun tritt Sabrina wieder in mein
Leben. Was also tun? Weiter geradeaus fahren und drauf hoffen, dass
irgendwann jemand am Straßenrand wartet und mitgenommen werden will
oder einfach mal was riskieren und in den Sabrinaweg abbiegen und
schauen, ob man darüber auch zum geplanten Ziel findet. Und wenn's
schiefgeht... Naja, probieren, es nicht zu emotional zu nehmen und "bei
der nächsten Gelegenheit bitte wenden!".
Okay, ich lasse mich also auf diesen Weg ein. Folge des ganzen sind
teils doch etwas anzügliche Chat-Logs, Webcam-Sichtungen und das
scheinbare Interesse am jeweils anderen - zumindest so viel, um sich
erstmal wieder zu treffen. So geschah es also, dass ich Donnerstag nach
der Arbeit (ich hatte ausnahmsweise etwas früher Feierabend als sonst
und die Sonne schien sogar noch) plötzlich die Idee hatte "Ruf sie
einfach mal an!". Gedacht, getan und natürlich hatte sie keine Zeit für
ein spontanes Treffen, da sie schon mit Leuten unterwegs war. Naja,
gut. Mit Fehlschlägen hatte ich gerechnet. Zu meiner Verwunderung kam
sie jedoch mit einem "Morgen würde es mir besser passen". Freitag
sollte also der Abend werden. Ich mich natürlich gefreut und wie ich
nunmal so bin, schon tausend Szenarien im Kopf durchgegangen.
Natürlich kam alles ganz anders. Nachdem ich also meinen Freitag soweit
geplant hatte, dass ich nach der Arbeit erstmal dringend zum Frisör
(die Irren wollten 39 Öcken haben !!!) gehen musste, um mich danach mit
ihr zu treffen und evtl. (das war ihre Idee) zum Huskies-Spiel zu
gehen. Naja, was man eben alles so tut für ein Treffen mit ner süßen
Frau. ^^
Aber sie sagte den Abend dann ab, weil ihr wohl etwas dazwischen
gekommen sei. Okay, ich bin nun wirklich kein nachtragender Mensch...
"Aber morgen!"
Der Samstag. Ich erfreute mich an Aufstehen gegen 15 Uhr, Frühstücken
um vier und mich auf den Abend einstimmen. Doch bevor ich so richtig in
Stimmung kommen sollte, wurde mir offenbart, dass sie nur bis 21 Uhr
Zeit habe, da sie noch bei Freundinnen eingeladen sei. Ich wiederum
offenbarte ihr, dass ich vor 20 Uhr gar nicht dazu in der Lage sei, los
zu fahren. Folglich fiel das dann auch in's Wasser. Aber sie schlug
vor, dass wir doch "morgen" (erwähnte ich, dass ich fortwährende
Terminverschiebungen bei Frauen merkwürdig finde?) im Wolpertinger
brunchen gehen könnten. Um diesen Termin dann definitiv "fest"
einzuplanen, habe ich mich dann auch nicht mehr lange lumpen lassen und
ich hatte für 2 Personen reserviert. Sollte es also eine weitere Absage
geben, wäre ich noch in der Lage gewesen, eine Ersatzperson zu suchen,
die Reservierung zu canceln oder mich in eine Ecke zu verkriechen ^^
Samstagabend. Nach zahlreichen SMS und Anrufen bei Freunden und
Bekannten, ob sie denn Interesse hätten, mit in's Fiasko zur
Onkelz-Coverband "Kneipenterroristen" zu kommen und anschließend noch
einen Abstecher im MT hinzulegen (da war Nachtzeche mit kostenlosem
Eintritt), hatte ich lediglich Katha und Timor dazu begeistern
können... Naja, die wollten da sowieso hin. Aber somit war ich
zumindest nicht allein. Obwohl... Unter den Neffen und Nichten ist man
nicht allein. ^^
Katha und Timor haben sich natürlich verspätet. Macht ja nix. Ich war
kurz vor halb elf im Fiasko anwesend und um halb ging's dann auch los
mit der Band. Intro von "28", danach legte die Band los. Es ist
herrlich sich mal wieder textsicher präsentieren zu können unter
musikalisch gleichgesinnten Leuten zu sein, denen es ebenso ergeht und
sich die Seele aus dem Leib zu singen/schreien. Es war einfach
herrlich. Ich fühlte mich emotional an den Lausitzring zurückversetzt
:-)
Allerdings war ich dort dank geräuschpegelmindernder technischer
Hilfsmittel nicht so halb taub auf dem rechten Ohr wie jetzt *gg*
In der kleinen Bandpause hat Timor mich dann entdeckt (dritte Reihe!).
Jedoch wollten die nicht in forderster Front partizipieren. Somit habe
ich die Gruppe erst nach dem Ende des sehr geilen Konzerts (die haben
sogar "Der nette Mann" gespielt !!!) am Billardtisch getroffen. Und
dann ging's auch in's MT. Da hab ich die Leutz dann allerdings wieder
verloren und nach mehrmaligem Durchsuchen der Locations auch nicht mehr
wiedergefunden. Bin dann halb drei raus und heim gefahren. Ich musste
ja auch fit sein, damit ich um 10 Uhr zum Brunch gehen konnte.
Der "Sonn"-Tag. Aufgestanden - merkwürdigerweise ohne größere Probleme
- um NEUN Uhr... Dann schnell fertig gemacht und losgedüst, um Sabrina
abzuholen. Der Hunger trieb mich voran *gg* So in live sah sie doch
noch besser aus als in der Webcam... Jetzt nicht mehr mit den schwarz
gefärbten Haaren wie noch beim letzten Live-Meeting. Joaaaaaaaa....
Also, ich find's toll! ^^
Wir sind dann also im Wolpertinger brunchen gewesen. Das ganze bestand
aus lecker Essen und netten Gesprächen zwischen uns. Obwohl sich hin
und wieder eine Gesprächspause einschlich. Ich vermute mal -
verifizieren kann ich das nicht - dass sie entweder etwas schüchtern
ist, was von sich zu erzählen oder es ihr ähnlich ging wie mir in dem
Moment: Ich kramte verzweifelt nach Themen. Jetzt weiß ich wieder,
wieso ich so gerne zuhöre und später was dazu sage -> da spricht der
andere erstmal. Aber rückblickend fand ich, ist das ganz gut gelaufen.
Ich habe ziemlich viel von mir und meinem Schulwerdegang in diversen
Facetten berichtet und bekam gerade beim Thema Klassenfahrten auch ganz
gutes Feedback von ihr und ihren Erfahrungen. Fand ich schön, mehr
davon! Vielleicht muss man sich auch erstmal aufeinander einstimmen.
Oder es liegt doch etwas am geringfügigen Altersunterschied von fünf
Jahren - wobei ich sonst bestens mit allen klarkomme. Kann auch
Einbildung sein...
Jedenfalls kommentierte sie mein Frühstücksverhalten und das "aufbauen"
der Nutelladöschen und Butterstückchen mit "süß" - was ich nicht unnett
finde. Kann ich so zurückgeben das Wort ^^
Zumindest waren wir dann nach Brötchen, Ei, Speck, einigen Tassen
Kaffee und Gläsern O-Saft und dem obligatorischen Nachtisch (Brunch ist
toll!) aus dem Wolpertinger verschwunden und ich fuhr uns an die Buga,
wo wir noch ne Runde spazieren gehen wollten. Dabei merkte sie an, dass
mein Autoinnenraum "ordentlich und gepflegt" aussehen würde. Das fand
ich auch nicht schlecht. Auch ein kleines Kompliment ist ein
Kompliment! Der Spaziergang verlief gut. Sie hat in etwa das gleiche
Schrittempo drauf wie ich. Sowas mag ich! Nach einer Weile setzten wir
uns auf eine Bank unter einem Baum mit Blick auf das Wasser. Die Sonne
schien uns an. Ich fand's herrlich da. Wär mit ihr glatt noch den
ganzen Nachmittag dort gesessen. Haben uns dort natürlich noch weiter
unterhalten, is klar! Leider mussten wir dann aber los, da sie sich
wohl noch mit ein oder zwei Freundinnen verabredet hatte. Habe sie also
zu Hause abgesetzt und bekam zum Abschied noch ne kleine Umarmung. War
ok. Man sollte nie zu viel erwarten. (fällt mir aber schwer!)
Tja, und nun sitze ich hier rum, die Sonne verschwindet so langsam
wieder und ich bin gespannt, wie sich das alles noch entwickelt -
hoffentlich entwickelt sich überhaupt etwas.
Dann fällt mir als Abschluss noch etwas ein, was ich gestern im
Fernsehen gesehen habe. Der Papst (WIR sind Papst!) Ratzi hat in Rom
ganz dolle viele Kinder empfangen, die Erstkommunion hatten. Gezeigt
wurde eine Szene in der unser Paparatzi so ein armes Kind durch Drücken
und Tätscheln quält. Ich dachte nur: "Was sagt der Papst wohl in diesem
Moment?" Und es fiel mir wie Tomaten von den Augen, als ich die
Weisheit sah, die sich da in meinen Gedanken abspielte: "Na, du kleiner
Erstkommunist!" ^^
Damit genug für heute Nachmittag...