Geschriebene Gedanken

23.02.2007 um 17:24 Uhr

Purer Luxus - kostenlos!

Es gibt ja Menschen, die ganz versessen darauf sind und andere, die es hassen oder zumindest keinen Lustgewinn darin entdecken können. Als Kinder sind wir wohl alle damit konfrontiert worden und die Erwachsenen haben sich allerlei sinnvolle und unsinnige Begründungen ausgedacht, warum es für unser späteres Wohlergehen geradezu unverzichtbar sein soll. Komisch, dass all diese Gründe für erwachsene Menschen gar nicht mehr zu stimmen scheinen und dass dem harmlosen Vergnügen noch immer der Anschein des Nutzlosen und des Faulenzers anhängt.

Inzwischen gibt es natürlich auch dafür einen zündenden amerikanischen Namen und flugs entdecken auch die Wissenschaftler, dass an dem Ding was dran ist, was uns gut tut.

Na, habt ihr schon eine Ahnung, worum es gehen könnte?

Die Rede ist vom power napping, das man früher einfach Mittagsschläfchen oder Nickerchen genannt hat. Nicht nur alten Leuten und kleinen Kindern steht es gut zu Gesicht und entspannt, auch gestresste Büro- und sonstige Arbeiter könnten es genießen, wenn man sie denn ließe.

Alle, die sich ihre Zeit frei einteilen können – und daher meist besonders mit ihr geizen – haben die Gelegenheit, selbst zu entscheiden, ob sie mal zwischendurch die Augen schließen, um sich ein wenig zu erfrischen. Und ich kenne einige, die davon regen Gebrauch machen und wahrhaftig nicht zu den Müßiggängern gehören.

So eine kleine Schlafpause ist alles andere als aller Laster Anfang oder Drückebergerei, denn wer sich schon mal angemüdet über einen noch endlos scheinenden Tag gequält hat, weiß, dass er in diesem Zustand keinerlei Kraft verspürt hat, Bäume auszureißen oder Berge zu versetzen.

Es lebe also das kleine Mittagsschläfchen, damit der Nachmittag und Abend mit voller Energie erlebt und nicht nur überstanden werden – für alle, die sich das gönnen können!

18.02.2007 um 14:17 Uhr

Ein ganz normaler Sonntag

Nach zwei herrlichen Sonnentagen ist es heute am SonnTag hier trübe. Aber auf uns wartet mal kein Programm, bzw. es kann einfach warten, bis wir wieder mit Bohrer, Hammer und übrigem Werkzeug durch die Stockwerke ziehen und unser Domizil weiter vervollständigen: Heute ist RuheTag.

Das ist sogar wörtlich zu verstehen, denn hier umgibt uns eine noch immer ungewohnte, aber sehr genossene Stille; kein Großstadtlärm, kein Flugzeugbrummen, keine Straßengeräusche – hier draußen saust nur der Wind.

Das Tapsen der kleinen Katzenpfoten auf der Holztreppe klingt schon fast wie Donnergrollen, wenn die Dame mit Hochgeschwindigkeit zwischen den Geschossen hin und her tigert. Ihr geht es wohl wie uns, sie genießt den Raum und die Weite, das unmittelbare Draußensein in der Natur, wenn man nur einen Fuß vor die Tür setzt und schon im Garten steht. Hier müssen wir nicht erst in den Aufzug steigen oder durch ein hallendes Treppenhaus laufen, um eine Nase voll frischer Luft zu schnappen.

Direkt vor meinem Arbeitsplatz ist ein Fenster, durch das ich auf Tannenwipfel und Laubbäume schaue, die jetzt noch ihre kahlen Äste in den Himmel recken. Keine Häuser verbauen diesen Blick, kein Gegenüber verbreitet Betriebsamkeit oder Hektik – die vor neugierigen Blicken schützenden Gardinen kann man sich hier sparen, lediglich ein Sonnschutz, der vor zuviel Lichteinstrahlung schützt, ist nötig.

SO hatte ich mir ein entspanntes Arbeiten vorgestellt, an diesem Platz stand mein Schreibtisch schon mal vor meinem geistigen Auge, als wir unser Haus das erste Mal besichtigt haben und jetzt findet diese Vorfreude in der Realität ihre Vollendung.

Noch sind wir mit unserem Werk nicht fertig, aber uns treibt ja keiner – wir haben die Freiheit, hier ganz nach Lust und Laune zu leben und zu arbeiten und uns nach unserem eigenen Rhythmus zu richten.

Wir genießen die Kraft und Energie, die wir daraus schöpfen können und freuen uns jeden Tag, wenn wieder etwas seinen Platz gefunden hat und bereits jetzt ahnen lässt, wie es sein wird, wenn wir die Werkzeugkiste erstmal wieder beruhigt für eine Weile in den Keller stellen können, weil die Um- und Aufbauarbeiten zu unserer Zufriedenheit erledigt sind.

Heute gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf diese Zeit und auch das macht Lust auf mehr davon!

14.02.2007 um 12:14 Uhr

Nicht für Valentin!

Nicht für Valentin,

den kenne ich schließlich überhaupt nicht –

Aber dich, mein Schatz, kenne und liebe ich!

Du bist mir vertraut wie kein zweiter

und ich vertraue dir bedingungslos.

Der Blick in deine Augen ist verlässlich

er sagt mir täglich mehr als tausend Worte.

Dass wir uns gefunden haben,

ist Wunsch- und Traumerfüllung –

erfüllte Sehnsucht spiegelt sich in unserer Liebe.

Die ersten Schritte auf unserem gemeinsamen Weg

sind noch sehr lebendig

und doch blicken wir bereits 

auf eine schier unendliche Strecke zurück,

die wir schon gemeinsam bewältigt haben.

Ein Blick aus einer Ebene,

die wir vorher noch nicht kannten –

jetzt sind wir auf ihr daheim!

 

Wir sind angekommen und das bedeutet keinen Stillstand,

sondern Mut und Kraft für weiteren Aufbruch.

Ich danke dir dafür,

denn DAS bedeutet Leben!

13.02.2007 um 12:42 Uhr

Alles neu und noch kein Mai

Ach,  was waren das für wichtige und interessante Tage am Plöner See!

Der zweite Teil meiner Ausbildung liegt hinter mir, eine Klausur habe ich geschrieben und ich habe gelernt und gelernt und soviel Neues erfahren und entdeckt!

Nach all der „Handarbeit“ in unserem neuen Heim mal wieder nur „Kopf pur“ – mehr als ein Ausgleich, es war wie das Sahnehäubchen auf dem Apfelkuchen.

Unsere Gruppe ist mir sehr ans Herz gewachsen und bei unseren gemeinsamen Arbeiten und entspannten Abenden hat sich ein Gemeinschaftsgefühl ganz besonderer Art entwickelt. Schließlich müssen wir alle viel von uns preisgeben und offenbaren, das funktioniert nur, wenn man Vertrauen spürt und das war wie ein Geländer, das sicher den Weg ins Innere und manchmal Dunkle zeigt.

 

Meine erste bezahlte Arbeitsstunde habe ich auch schon absolviert und bin mächtig stolz darauf. Es hatte Gründe, dass ich einen so radikalen beruflichen Wechsel vollzogen habe, der manchem Freund, der mich länger kennt, noch immer den Atem verschlägt. Aber ich genieße jede Stunde auf diesem neuen Weg und bin voller Neugier und Tatendrang, um ihn weiter zu gehen und noch viel, viel Neues und Herausforderndes zu ergründen.

 

Es ist eine seltsame Mischung aus Spannung (was mag wohl noch alles kommen?) und Entspannung – eine unglaubliche innere Ruhe, die soviel Kraft und Energie in sich birgt, dass ich am liebsten Berge versetzen möchte. Tatendrang, das ist wohl das Wort, das diese Stimmung am besten beschreibt. Unter Langeweile habe ich noch nie wirklich gelitten, aber unter routinierten und automatisierten Abläufen schon.

Nun ist tatsächlich ALLES anders und das ist verdammt gut so!!!

12.02.2007 um 16:06 Uhr

Auf bekannten Wegen...

..sind wir gegangen, vielmehr durch die uns vertraute Stadt gesaust und haben Besorgungen gemacht und Freunde besucht. Es waren schöne Tage, aber wir haben sie bereits mit Abstand zu all dem erlebt, was einmal unser bisheriges Leben ausgemacht hat – ein heilsamer und wohltuender Abstand, kein Fremdheitsgefühl, aber die Gewissheit, dass unser Leben jetzt einen anderen Mittelpunkt und auch einen anderen Ausgangspunkt hat.

 

Wir waren noch nicht mal auf der Autobahn, da hatten wir schon fast wieder Heimweh; nicht nach Berlin, sondern nach unserem Piepenholm!

 

Es waren nur wenige Tage, die wir weg waren. Sie waren angefüllt mit Geburtstags- und Wiedersehensfeiern – jeden Tag haben wir Menschen getroffen und um uns gehabt, die wir gern haben und die sich auf uns gefreut haben. Es waren ausgefüllte und erfüllte Stunden. Nicht nur unsere Eindrücke nehmen wir mit, liebe Gedanken, warme Umarmungen und herzliche Wünsche, auch unser Auto war rappelvoll mit all den Dingen, die wir für unser Haus noch benötigen und die bei der günstigen Gelegenheit mal eben schnell eingekauft wurden.

 

Für die nächsten Monate hat sich allerhand Besuch angesagt und darauf freuen wir uns riesig – bis dahin werden wohl auch noch die restlichen Kartons verschwunden sein und unsere Gäste können sich hier bestimmt wohl fühlen. Ich hoffe sehr, dass sie diese Atmosphäre auch erreicht, die uns hier so froh und glücklich macht: Das Gefühl von Ruhe, Weite, Nähe und Geborgenheit.

Die Rückfahrt war stressig, die Straßenverhältnisse waren schlüpfrig und die ganze Zeit fuhren wir unter einem grauen Himmel, aus dem es abwechselnd regnete und schneite – aber jeder Kilometer brachte uns wieder näher an den Ort, an dem wir jetzt nicht nur leben, sondern wirklich zu Hause sind.

04.02.2007 um 16:59 Uhr

GESCHAFFT!!!

 

Wir haben es und wir sind es: geschafft!

In aller SeelenRuhe ist eine gigantische Aktion reibungslos über die Bühne gegangen: Wir haben unseren Wohnsitz verlagert und starten gemeinsam in ein neues berufliches und privates Leben.

Im Augenblick genießen wir das Gefühl, den Zenit des Chaos bereits lange überwunden zu haben, schließlich finden wir die wichtigsten Dinge nicht schon irgendwo, sondern bereits an ihrem Platz – und das ist bei über hundert Umzugskartons keine Kleinigkeit! Nein, alle sind noch nicht ausgepackt, aber sie stapeln sich auch längst nicht mehr zu unüberwindlichen Gebirgen in allen Ecken und Gängen. Gelebt haben wir die ganze Zeit, aber jetzt können wir sogar wieder wohnen – auch dem schwedischen Möbelhaus sei Dank!

Den Kampf mit den Tücken der Technik des magentafarbenen Kommunikationsanbieters haben wir auch gewonnen und so haben wir die schnurlosen Verbindungen zur großen, weiten Welt auch wieder selbst in der Hand.

Viele, viele Kleinigkeiten warten noch auf Einsatz und Vollendung – klar, so ein Haus entfaltet auch seine eigene Atmosphäre und die will mit bedacht sein; aber es ist uns bereits ein gemütliches Zuhause und nicht nur ein ObDach.

Für ein paar Tage ist jetzt wieder Schluss mit bauen und räumen, denn wir fahren zu Besuch nach Berlin…zu Besuch in unsere Heimatstadt – ein eigenartiges, aber schönes Gefühl, denn schon am nächsten Wochenende sind wir wieder in unserem Piepenholm, wie wir das kleine norddeutsche Nest hier mal nennen wollen.

So kurz nach all den Abschiedsfesten und dem entsprechenden –weh gibt es schon ein Wiedersehen mit der Familie und Freunden; uns stehen also ein paar abwechslungsreiche und aufregende Tage bevor, obwohl wir uns nicht mal im Ansatz über ein Fünkchen aufkommende Langeweile beklagen können. Hier warten noch Stapel von Aufgaben und Arbeiten auf uns, die wir mit Freude und Elan bewältigen werden – bringt uns doch jeder Tag unserem Ziel ein Stückchen näher, weil hier immer mehr Behaglichkeit und Struktur entsteht.

Auch wenn es hier sicher noch nicht täglich wieder etwas von mir zu hören und zu lesen gibt: Es gibt mich noch und langsam aber sicher tauche ich hier auch wieder öfter auf!

Bis demnächst, meine Lieben, und euch allen eine schöne Zeit!